Hallo Maja,
Ich glaube wir kreisen um mit unsere Antworten. Du hast Deine Meinung und ich meine und das ist ja gut so. Aber wir kommen nicht weiter. Deshalb ist diese meine letzte Antwort zu dieser Frage.
Es ist halt so, daß nicht alle die Weißheit mit Loffeln
gegessen haben
…die nicht unbedingt immer das Non plus ultra sein muß. Nur
weil jemand Arzt ist, muß es nicht der Weisheit letzter
Schluss sein.
…Und ganz genau das ist was ich meine, wenn ich sage, wir kreisen mit unseren Antworten bloß nur rum.
Ich persönlich, als Schwester
sehe ich kein großes Widerspruch mit den beiden zeitgleichen
OP’s (keine zweite Narkose; kein zusätzliches Risiko -ALLE
OP’s haben Risiken-; weniger Belastung für das Kind; weniger
Rekonvaleszenzzeit; weniger Medikamente; weniger „Störung des
Alltags“ -sorry fehlt mir kein besseres Wort dafür-; weniger
psychische Belastung des Kindes, etc…)
Die Narkosebelastung wäre aber auch das Einzige was man ihm
erspart hätte, was ich als relevant ansehen würde.
Das ist Deine sehr persönliche und respektierbare Meinung. Allein (aber gewiß nicht nur) an Beispiel meines Sohnes behaupte ich, daß die andere Begründungen mindestens genauso wichtig sind.
Die Zeit die ein Mensch braucht um wieder „auf die Höhe“ zu sein ist für mich, vorallem beim Kindern, mindestens genauso wichtig wie die psychische Belastung. Aber gut, Du entscheidest für Dein Kind und ich für meins. Und gut 'is…
Alles
andere fände ich im Vergleich die Schmerzen an mehreren
Stellen gleichzeitig aushalten zu müssen nebensächlich.
Wenn man Medikamente gegen Schmerzen nimmt, ist es idR egal wo diese sind, denn diese Medikamente wirken auf alle. D.h. das Kind wird einmal Schmerzen haben, ob auf eine Stelle oder zwei ist es wirklich nebensächlich. Viel schlimmer finde ich, daß nachdem er einmal große Schmerzen ausgestanden hat, muß er nochmals durch, weil die nächste OP schon wartet. Und das obwohl man hätte es ihn ersparen können!
Es geht in meinem Beispiel aber konkret um eine Mandel OP und
eine Beschneidung bei einem Kleinkind.
Das hatte ich auch schon so verstanden. Daher meine Antwort bzgl. zwei Stellen und keine konkreteren Beschreibung.
Was glaubst Du wie toll es das Kind gefunden hätte, wenn es
trotz heftiger Schmerzen (vor allem beim Schlucken) viel
trinken soll, was dann an anderer Stelle -wenn es den Körper
wieder verlässt- nochmal neue Schmerzen auslöst…naja wenn Du
das wolltest, ich nicht.
Da täuscht Du dich. Und zwar:
Gerade nach einer OP soll das Kind möglichst viel trinken, damit (u.a.) die Medikamente schnell wieder abgespült werden. Das gilt sowohl bei Phimose, als auch bei Mandeln-OP (und viele andere OPs)
Die Schmerzen nach einer Phimose-OP, aber auch nach einer Mandel-OP sind unausweichlich. Aber das darf kein Grund sein, um dem Kind nichts zum trinken zu geben. Und jeder Arzt (einschl. Chirurg) dieser Welt wird Dir das bestätigen.
PS In meinem erwähnten Fall hat man sich gegen die
gleichzeitige OP entschieden und zwar aufgrund der Tatsache,
dass sich die Phimose noch zurückbilden kann, das Kind keine
Probleme hat und aus den von mir oben genannten Gründen, der
Schmerzen gleichzeitig an verschiedenen Körperstellen wegen.
Haargenau das waren unsere Gedanken, als wir überlegten die OP durchzuführen oder nicht. Genauer könnte man sie nicht beschreiben. Ich glaube das liegt an die Hoffnung der Eltern, die OP und die Schmerzen zu ersparen. Nach langer Überlegungen haben wir uns FÜR das OP entschieden und fast 3/4 Jahr danach, kräht kein Hahn mehr danach, das ganze ist gegessen und vorallem denkt keiner mehr daran. Darüber hinaus alle Ärzte, die wir konsultiert haben (3 verschieden Schwerpünkte und Ärzte, die sich keineswegs kennen) haben uns das empfohlen, nachdem sie das Ergebnis gesehen und den Bericht gelesen haben. Und auch haben sie hinterher bestätigt, daß nichts über den Skalpell gegangen wäre, ob jetzt oder in 10 Jahren.
Aber jedem das seine.
Ich wollte mit meinen Beiträgen nur auf bestimmte Sachen hindeuten, die falsch sind. Nicht mehr und nicht weniger.
Gruß,
Helena