Phimose....OP oder der Natur Ihren Lauf lassen?

Hallo Helena,

Es ist halt so, daß nicht alle die Weißheit mit Loffeln
gegessen haben und wenn einen Arzt das meint, wird er schon
seine Begründungen dafür haben.

…die nicht unbedingt immer das Non plus ultra sein muß. Nur weil jemand Arzt ist, muß es nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Ich persönlich, als Schwester
sehe ich kein großes Widerspruch mit den beiden zeitgleichen
OP’s (keine zweite Narkose; kein zusätzliches Risiko -ALLE
OP’s haben Risiken-; weniger Belastung für das Kind; weniger
Rekonvaleszenzzeit; weniger Medikamente; weniger „Störung des
Alltags“ -sorry fehlt mir kein besseres Wort dafür-; weniger
psychische Belastung des Kindes, etc…)

Die Narkosebelastung wäre aber auch das Einzige was man ihm erspart hätte, was ich als relevant ansehen würde. Alles andere fände ich im Vergleich die Schmerzen an mehreren Stellen gleichzeitig aushalten zu müssen nebensächlich.

Das war auch eine glorreiche Idee eines Chirurgen…

Meiner Meinung nach keine so schlechte. Es gibt mehrere OP’s
wo zeitgleich an zwei verschieden Körperstellen geschnitten
wird. Und das ist nicht nur gut und Pflicht, sondern auch
unbedingt notwendig (z.B. By-Pass OP)

Es geht in meinem Beispiel aber konkret um eine Mandel OP und eine Beschneidung bei einem Kleinkind.
Was glaubst Du wie toll es das Kind gefunden hätte, wenn es trotz heftiger Schmerzen (vor allem beim Schlucken) viel trinken soll, was dann an anderer Stelle -wenn es den Körper wieder verlässt- nochmal neue Schmerzen auslöst…naja wenn Du das wolltest, ich nicht.

Gruß
Maja

PS In meinem erwähnten Fall hat man sich gegen die gleichzeitige OP entschieden und zwar aufgrund der Tatsache, dass sich die Phimose noch zurückbilden kann, das Kind keine Probleme hat und aus den von mir oben genannten Gründen, der Schmerzen gleichzeitig an verschiedenen Körperstellen wegen.

Hallo Maja,
Ich glaube wir kreisen um mit unsere Antworten. Du hast Deine Meinung und ich meine und das ist ja gut so. Aber wir kommen nicht weiter. Deshalb ist diese meine letzte Antwort zu dieser Frage.

Es ist halt so, daß nicht alle die Weißheit mit Loffeln
gegessen haben

…die nicht unbedingt immer das Non plus ultra sein muß. Nur
weil jemand Arzt ist, muß es nicht der Weisheit letzter
Schluss sein.

…Und ganz genau das ist was ich meine, wenn ich sage, wir kreisen mit unseren Antworten bloß nur rum.

Ich persönlich, als Schwester
sehe ich kein großes Widerspruch mit den beiden zeitgleichen
OP’s (keine zweite Narkose; kein zusätzliches Risiko -ALLE
OP’s haben Risiken-; weniger Belastung für das Kind; weniger
Rekonvaleszenzzeit; weniger Medikamente; weniger „Störung des
Alltags“ -sorry fehlt mir kein besseres Wort dafür-; weniger
psychische Belastung des Kindes, etc…)

Die Narkosebelastung wäre aber auch das Einzige was man ihm
erspart hätte, was ich als relevant ansehen würde.

Das ist Deine sehr persönliche und respektierbare Meinung. Allein (aber gewiß nicht nur) an Beispiel meines Sohnes behaupte ich, daß die andere Begründungen mindestens genauso wichtig sind.

Die Zeit die ein Mensch braucht um wieder „auf die Höhe“ zu sein ist für mich, vorallem beim Kindern, mindestens genauso wichtig wie die psychische Belastung. Aber gut, Du entscheidest für Dein Kind und ich für meins. Und gut 'is…

Alles
andere fände ich im Vergleich die Schmerzen an mehreren
Stellen gleichzeitig aushalten zu müssen nebensächlich.

Wenn man Medikamente gegen Schmerzen nimmt, ist es idR egal wo diese sind, denn diese Medikamente wirken auf alle. D.h. das Kind wird einmal Schmerzen haben, ob auf eine Stelle oder zwei ist es wirklich nebensächlich. Viel schlimmer finde ich, daß nachdem er einmal große Schmerzen ausgestanden hat, muß er nochmals durch, weil die nächste OP schon wartet. Und das obwohl man hätte es ihn ersparen können!

Es geht in meinem Beispiel aber konkret um eine Mandel OP und
eine Beschneidung bei einem Kleinkind.

Das hatte ich auch schon so verstanden. Daher meine Antwort bzgl. zwei Stellen und keine konkreteren Beschreibung.

Was glaubst Du wie toll es das Kind gefunden hätte, wenn es
trotz heftiger Schmerzen (vor allem beim Schlucken) viel
trinken soll, was dann an anderer Stelle -wenn es den Körper
wieder verlässt- nochmal neue Schmerzen auslöst…naja wenn Du
das wolltest, ich nicht.

Da täuscht Du dich. Und zwar:
Gerade nach einer OP soll das Kind möglichst viel trinken, damit (u.a.) die Medikamente schnell wieder abgespült werden. Das gilt sowohl bei Phimose, als auch bei Mandeln-OP (und viele andere OPs)
Die Schmerzen nach einer Phimose-OP, aber auch nach einer Mandel-OP sind unausweichlich. Aber das darf kein Grund sein, um dem Kind nichts zum trinken zu geben. Und jeder Arzt (einschl. Chirurg) dieser Welt wird Dir das bestätigen.

PS In meinem erwähnten Fall hat man sich gegen die
gleichzeitige OP entschieden und zwar aufgrund der Tatsache,
dass sich die Phimose noch zurückbilden kann, das Kind keine
Probleme hat und aus den von mir oben genannten Gründen, der
Schmerzen gleichzeitig an verschiedenen Körperstellen wegen.

Haargenau das waren unsere Gedanken, als wir überlegten die OP durchzuführen oder nicht. Genauer könnte man sie nicht beschreiben. Ich glaube das liegt an die Hoffnung der Eltern, die OP und die Schmerzen zu ersparen. Nach langer Überlegungen haben wir uns FÜR das OP entschieden und fast 3/4 Jahr danach, kräht kein Hahn mehr danach, das ganze ist gegessen und vorallem denkt keiner mehr daran. Darüber hinaus alle Ärzte, die wir konsultiert haben (3 verschieden Schwerpünkte und Ärzte, die sich keineswegs kennen) haben uns das empfohlen, nachdem sie das Ergebnis gesehen und den Bericht gelesen haben. Und auch haben sie hinterher bestätigt, daß nichts über den Skalpell gegangen wäre, ob jetzt oder in 10 Jahren.

Aber jedem das seine.
Ich wollte mit meinen Beiträgen nur auf bestimmte Sachen hindeuten, die falsch sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Gruß,
Helena

Hallo Helena,

Was glaubst Du wie toll es das Kind gefunden hätte, wenn es
trotz heftiger Schmerzen (vor allem beim Schlucken) viel
trinken soll, was dann an anderer Stelle -wenn es den Körper
wieder verlässt- nochmal neue Schmerzen auslöst…naja wenn Du
das wolltest, ich nicht.

Da täuscht Du dich. Und zwar:
Gerade nach einer OP soll das Kind möglichst viel trinken,
damit (u.a.) die Medikamente schnell wieder abgespült werden.
Das gilt sowohl bei Phimose, als auch bei Mandeln-OP (und
viele andere OPs)
Die Schmerzen nach einer Phimose-OP, aber auch nach einer
Mandel-OP sind unausweichlich. Aber das darf kein Grund sein,
um dem Kind nichts zum trinken zu geben. Und jeder Arzt
(einschl. Chirurg) dieser Welt wird Dir das bestätigen.

Hier hast Du mich völlig falsch verstanden!! Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass man dem Kind nichts zu trinken geben soll, ganz im Gegenteil!
Aber das ist ja gerade die Krux…
Du versuchst natürlich das Würmchen zu motivieren viel zu trinken, trotz der Schmerzen im Hals und in den Ohren. jetzt hat der Knirps unter Schmerzen endlich einen halben Becher Tee getrunken und muß mit Erschrecken dann feststellen, dass wenn er pieseln muß, das Ganze schon wieder weh tut.
Was glaubst Du wie gut dann noch Deine Motivationsversuche fruchten? Stichwort Vermeidungsverhalten.

Haargenau das waren unsere Gedanken, als wir überlegten die OP
durchzuführen oder nicht. Genauer könnte man sie nicht
beschreiben. Ich glaube das liegt an die Hoffnung der Eltern,
die OP und die Schmerzen zu ersparen. Nach langer Überlegungen
haben wir uns FÜR das OP entschieden und fast 3/4 Jahr danach,
kräht kein Hahn mehr danach, das ganze ist gegessen und
vorallem denkt keiner mehr daran. Darüber hinaus alle Ärzte,
die wir konsultiert haben (3 verschieden Schwerpünkte und
Ärzte, die sich keineswegs kennen) haben uns das empfohlen,
nachdem sie das Ergebnis gesehen und den Bericht gelesen
haben. Und auch haben sie hinterher bestätigt, daß nichts über
den Skalpell gegangen wäre, ob jetzt oder in 10 Jahren.

Genau.
Du hast also auch nicht die erstbeste Meinung ohne zu überlegen übernommen…Du hast Dir auch bewußt Meinungen von Nichtmedizinern eingeholt…aber Du hast Recht hier drehen wir uns wirklich im Kreis.

Gruß
Maja