Im Englisch (7. Klasse Gymnasium) hat ein Diktat mit vielen unbekannten Vokabeln (u.a. Ortsnamen) schreiben lassen, wobei aber nicht nur die richtige Schreibweise, sondern auch eine phonetisch mögliche Schreibweise (e.g. „river Tames in Lunden“) als richtig gewertet wird.
Vor langen, langen Jahren besuchte ich in Berlin die Grundschule. Da damals in Berlin noch Besatzungsmächte stationiert waren, gab es für ihre Kinder auch Schulen. Mit so einer britischen Schule teilten wir uns den Pausenhof.
Damals ging bei bei uns das Gerücht rum, das die englischen Kinder in den ersten Schuljahren so schreiben durften, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Und erst später wurde ihnen die korrekte Schreibweise vermittelt. Rief bei uns deutschen Kindern ziemlich viel Neid hervor.
Aber vielleicht hat hier ein Pädagoge versucht, nach der gleichen Methode vorzugehen.
Damals ging bei bei uns das Gerücht rum, das die englischen
Kinder in den ersten Schuljahren so schreiben durften, wie
ihnen der Schnabel gewachsen war. Und erst später wurde ihnen
die korrekte Schreibweise vermittelt.
Soetwas gibt es heute auch - auch bei deutschen Kindern. Das hat den Vorteil, dass die Kinder sehr schnell schreiben lernen und wesentlich motivierter sind. Sie kennen von Anfang an alle Laute und sind daher in der Lage alle Wörter zu schreiben und zu lesen. „Herkömmliche“ Kinder kennen nur ein paar Buchstaben und müssen sich auf „den Buchstaben hatten wir noch nicht“ berufen.
Diese Methode nennt sich „Lesen durch schreiben“ http://marvin.sn.schule.de/~am_sand/lesen_durch_schr…
Vielleicht gibt es eine Abwandlung der Methode auch für den Englischunterricht.
Dabei handelt es sich nicht um "Diktat im eigentlichen Sinne (ein typischer Diktat soll prüfen, ob die Schüler die Rechtschreibung bereits gelrnter Wörter beherrschen), sondern um eine Übung, die dabei hilft, die phonetischen Werte der Schriftzeichen im Englischen besser zu verstehen. Die viele neue Wörter und Eigennamen (für die nicht mal die ohnehin spärkichen Rechtschreibregeln im Englischen gelten) soll die Kinder vom Druck befreien, alles „richtig“ (sprich: wie gelernt) zu schreiben. Wer „Lunden“ statt „London“ geschrieben hat, hat bewiesen, dass er durchaus einiges über diese phonetische Werte begriffen hat. Statischtisch gesehen wird das Phonem [A] im englischen viel öfter durch „U“ als durch „O“ wiedergegeben (sun, fun u.s.W.) Jo Perri hat recht, es ist enorm wichtig wie man dabei bewertet, aber es scheint, als hättet ihr ein großes Glück mit dem Englischlehrer. Ich glaube nicht, dass er auch die Schreibweise „Landen“ als „korrekt“ durgehen ließ. Was die richtige Schreibweise angehen, mach dir keine gedanken. Die meisten Schüler lernen sie nicht vom Schreiben (dazu wird in der Schule ohnehin nicht genug geschrieben) sondern durch lesen.
Grüsse: Marina
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