hey,
ich hab im Zuge meiner Biologie Facharbeit unter anderem Phosphat gemessen, um genau zu sein Ortho-Phosphat PO4^3-
Hat die Höhe der im Wasser sich befindenen Phosphationen Auswirkungen auf den ph-Wert?
An der Stelle hab ich einen ph-Wert von 7,5 gemessen.
Bei den Phosphaten handelt es sich doch lediglich um die Salze der Phosphorsäure und die reagiert in Wasser unter Abspaltung der H+ Ionen zu Phosphat in „drei“ Schritten!
Aber da die Phosphationen ja als PO4^3- gemessen wurden, hat die Reaktion ja schon stattgefunden, sodass dies keine Auswirkung auf den ph-wert haben sollte.
Und dann eine weitere Frage, liegen die Phosphationen bereits in Reinigungsmitteln vor.
Kann man also Aussagen über die Bedeutung für den ph-Wert treffen
Hallo,
ich hab im Zuge meiner Biologie Facharbeit unter anderem
Phosphat gemessen, um genau zu sein Ortho-Phosphat PO4^3-
bei dem von Dir angegebenenen pH-Wert liegt kein PO43- vor, sondern H2PO4-!
Hat die Höhe der im Wasser sich befindenen Phosphationen
Auswirkungen auf den ph-Wert?
Wie liegt das Phosphat vor? Als freie Säure oder als Salz?
Freie Säure hat natürlich einen Einfluß, bei Salzen hängt es vom Kation ab. Bei diesem pH-Wert puffert Phosphat aber recht gut.
An der Stelle hab ich einen ph-Wert von 7,5 gemessen.
Siehe oben.
Bei den Phosphaten handelt es sich doch lediglich um die Salze
der Phosphorsäure und die reagiert in Wasser unter Abspaltung
der H+ Ionen zu Phosphat in „drei“ Schritten!
Aber da die Phosphationen ja als PO4^3- gemessen wurden, hat
die Reaktion ja schon stattgefunden, sodass dies keine
Auswirkung auf den ph-wert haben sollte.
Wie gesagt, bei diesem pH liegt kein PO43- vor.
Welche Bestimmung hast Du angewandt?
Und dann eine weitere Frage, liegen die Phosphationen bereits
in Reinigungsmitteln vor.
Es ist wieder eine Frage des pH-Wertes.
Kann man also Aussagen über die Bedeutung für den ph-Wert
treffen
Guckst Du hier http://de.wikipedia.org/wiki/Phosphat#Anionen_und_pH…
und hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:stuck_out_tongue:H-Phosphat-plot.png
Gandalf
Hallo,
ich hab im Zuge meiner Biologie Facharbeit unter anderem
Phosphat gemessen, um genau zu sein Ortho-Phosphat PO4^3-
bei dem von Dir angegebenenen pH-Wert liegt kein
PO43- vor, sondern
H2PO4-!
Hat die Höhe der im Wasser sich befindenen Phosphationen
Auswirkungen auf den ph-Wert?
Wie liegt das Phosphat vor? Als freie Säure oder als Salz?
Freie Säure hat natürlich einen Einfluß, bei Salzen hängt es
vom Kation ab. Bei diesem pH-Wert puffert Phosphat aber recht
gut.
ich aber nicht inwiefern der Phospha
An der Stelle hab ich einen ph-Wert von 7,5 gemessen.
Siehe oben.
Bei den Phosphaten handelt es sich doch lediglich um die Salze
der Phosphorsäure und die reagiert in Wasser unter Abspaltung
der H+ Ionen zu Phosphat in „drei“ Schritten!
Aber da die Phosphationen ja als PO4^3- gemessen wurden, hat
die Reaktion ja schon stattgefunden, sodass dies keine
Auswirkung auf den ph-wert haben sollte.
Wie gesagt, bei diesem pH liegt kein
PO43- vor.
Welche Bestimmung hast Du angewandt?
Und dann eine weitere Frage, liegen die Phosphationen bereits
in Reinigungsmitteln vor.
Es ist wieder eine Frage des pH-Wertes.
Kann man also Aussagen über die Bedeutung für den ph-Wert
treffen
Guckst Du hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Phosphat#Anionen_und_pH…
und hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:stuck_out_tongue:H-Phosphat-plot.png
Gandalf
Hey,
auf die Tabelle war ich im Laufe meiner Recherchen auch gestoßen.
Ich hab die ganzen Messungen mit einem Koffer"system" von Aquamerck getätigt.
Ich kann mir vorstellen, dass der Test diese H2PO4^- als „PO4^3-“ nachweist. Wie nun H2PO4^- vorliegt weiß ich nicht, ist halt im Wasser gemessen, wenn das irgendwie weiterhilft.
Vlt. ist zudem zu sagen, dass durchgehend eine sehr hohe Gesamthärte sowie Carbonathärte nachgewiesen worden sind.
Dass die Carbonathärte Einfluß auf den Ph-Wert hat, da die CO3^2- Ionen mit Wasser zu HCO3^- unter OH- Bildung reagieren, ist mir bekannt, würde ich auch als die Begründung für den erhöhten Ph-Wert angeben.
Aber wie steht es um den deutlich erhöhten Phosphatwert?
Mir ist eben aufgefallen :
"während unter schwach basischen Bedingungen das Hydrogenphosphat-Anion (HPO42−) dominiert. Unter schwach sauren Bedingungen liegt hauptsächlich das Dihydrogenphosphat-Anion (H2PO4−) vor. In stark saurer wässrigen Lösung, ist Phosphorsäure (H3PO4) die Hauptform.
Es liegen also drei pH-abhängige Gleichgewichtsreaktionen vor:"
Dann müsste ja bei einem ph-Wert von 7,5 HPO4^2- vorliegen, oder?
Hi,
Dann müsste ja bei einem ph-Wert von 7,5 HPO4^2- vorliegen,
oder?
wenn Du Dir das Diagramm anschaust, wirst Du feststellen, daß ca. 1/3 H2PO4- und etwa 2/3 HPO42- vorliegen. In meinen ersten Beitrag habe ich den irrigen Eindruck erweckt, daß nur H2PO4- vorliegt - entschuldige.
Natürlich ist das Verhältnis der einzelnen Spezies pH-abhängig.
Gandalf
hey,
Tschuldigung, dass ich mich erst jetzt melde, war alles ein bissl stressig 
Ja, gut wir wissen nun das HPO4^2- vorliegt, aber inwieweit hat das nun auch Auswirkungen auf den Ph-Wert ?
Der ist ja erhöht und liegt im schwach basischen bereich …
Die Carbonathärte war ja meine Erklärung für den erhöhten Ph-Wert, aber inwieweit hat die Phosphatkonzentration Einfluß auf den ph-Wert?
Mfg ImpreZza
Hi ImpreZza,
Ja, gut wir wissen nun das HPO4^2- vorliegt, aber inwieweit
hat das nun auch Auswirkungen auf den Ph-Wert ?
in diesem pH-Bereich puffert das Ionenpaar Hydrogenphosphat/Dihydrogenphosphat.
Wenn Du nicht weißt, was ein pH-Puffer ist, dann schau mal unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Puffersystem
Der ist ja erhöht und liegt im schwach basischen bereich …
Na ja, 7,5 ist wirklich nur gaaanz schwach basisch.
Für ein Trinkwasser ist das aber nichts ungewöhnliches.
Nach der dritten Anlage Nr. 18 der Deutschen Trinkwasserverodnung darf der pH-Wert von Trinkwasser zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Da liegst Du ja dicke drin.
Die Carbonathärte war ja meine Erklärung für den erhöhten
Ph-Wert, aber inwieweit hat die Phosphatkonzentration Einfluß
auf den ph-Wert?
Ich versteh nicht ganz, warum Du auf der Phosphatkonzentration und dem pH-Wert so herumreitest.
Der pH liegt sehr nahe am Neutralpunkz (= pH 7,0) und ohne die anderen Bestandteile des Wasser zu kennen, kann man keine Aussage machen.
Gandalf
Ich kenn ja auch die anderen Bestandteile des Wassers 
Ich reite so auf dem pH-wert rum, weil eine Phosphatkonzentration von 3 nichts normales ist ^^
Und das erklären der gemessenen Werte ein Teil der Arbeit ist.
D.h HPO4^2- wirkt also als Puffer gegenüber H2PO4^-, sowie H3PO4?
Aber haben denn nun diese Werte eine Auswirkung?
Fakt ist, es handelt sich um im Bach gemessenen Werte …
Und neben der Eutrophierung muss das Phosphat sonst noch Auswirkungen haben
Ich nehme an 3 heisst mg/L oder ppm. Wenn Du die Leitfähigkeit kennst und diese über 200 milliSiemens liegt, weisst Du, dass diese geringe Phosphatkonzentration nicht den pH bestimmt. Eher die Carbonathärte. Für einen Bach ist das Wasser dennoch stark eutroph bzgl Phosphat. Hast Du Ammonium und Nitrit gemessen ?
Udo Becker
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ja, das stimmt 3 mg/l …
Ich kenne die Leitfähigkeit nicht
Nitrit lag an dieser Stelle bei 0,075-0,175
Ammonium konnte ich nicht messen, da das Wasser noch zu kalt war.
Also die Carbonathärte ist mit rund 20-23 wie bei allen Proben recht hoch …
Meine Frage jetzt auch noch, ist die Carbonathärte für den ph-wert entscheidend, weil die CO3^2- mit Wasser unter OH- Bildung reagieren ?
Oder gibt es da einen anderen Grund?
CO3^2-+H2O --> HCO3^- + OH-
Schon einmal danke!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
sry, ich hab vergessen die entscheidenden Einheiten anzugeben.
Nitrit sowie Phosphat in mg/l
und die Carbonathärte in °d ( Deutschen Grad )
Die Carbonathärte von über 20 ist sehr hoch, dh ein über Kalk fließendes Gewässer. Härte 20 heißt, dass 100 ml Wasser 20 mg CaO- Äquivalente enthalten. Das wäre gewichtsmäßig 30 mal soviel wie das Phosphat. Dadurch ist m.E. auch der ph Wert von 7,5 bestimmt. Die Carbonathärte kommt wie folgt ins Wasser: CO2 haltiger Regen fließt über Kalkstein und löst CaCO3. Es bildet sich lösliches Ca(HCO3)2. Das nennt man Ca-Hydrogencarbonat. Als „Halbsalz“ der Kohlensäure (weil die Kohlensäure noch ein saures Wasserstoffatom enthält)ist Ca(HCO3)2 leicht basisch, weil es das Salz aus einer starken Base (Ca(OH)2 und einer sehr schwachen Säure (H2CO3) ist.
Formal kann man folgende Gleichungen aufschreiben:
CO2 + H2O --> H2CO3
H2CO3 + CaCO3 --> Ca(HCO3)2
Ca(HCO3)2 + 2H2O --> Ca(OH)2 + 2H2CO3
Ca(OH)2 --> Ca++ + 2OH-
H2CO3 --> H+ + HCO3-
Die letzten zwei Gleichungen muss man so verstehen, dass jeweils nur Spuren der H+ und der OH- Ionen vorhanden sind, aber mehr OH- Ionen als H+ Ionen. Daher leicht basischer pH.
Wenn noch Fragen sind, melde Dich.
Ich habe früher für einen Fischereiverein Wasseruntersuchungen mit diesen Amateurreagenzien (Merck) gemacht.
Grüße Udo Becker
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
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Ich bin mitten in meiner Arbeit und bin gerade dabei die pH-Werte zu erklären! Dass die Carbonathärte etwas mit dem pH-wert zu tun haben muss, hab ich auch schon nachgelesen, nur nirgends wurden Reaktionen aufgeführt, also dafür schon einmal danke! Nur ich war mir nich sicher ob die Carbonathärte ausreichen kann um den pH-Wert so zu bestimmen…
Könnte die Phosphatkonzentratioen denn Auswirkungen haben? Rein Theoretisch? Wenn H3PO4 H+ abspaltet? Nur wäre es dann nicht wichtig zu wissen, wie die Phosphat Ionen in das Wasser gelangen, in welcher Form?
Ich hab nun an einem bach einen Sauerstoffgehalt von 8 mg/l gegen 16 Uhr bei Sonnenschein gemessen! An einer anderen Stelle gegen 9 Uhr nur einen von 3 mg/l. Interessant ist vlt. auch noch, dass die eine Stelle ( 8mg/l ) licht ungeschützt war und die andere Stelle im Dunkeln lag.
Gehe ich jetzt richtig in der Annahme, dass dieser Unterschied nur dadurch bedingt ist, dass den Pflanzen im Wasser wirklich weniger Licht zur Verfügung steht, als denen im Gewässer mit 8 mg/l.
Komische war nur, ich hab jetzt nicht deutlich „grüne pflanzen“ gesehen, existieren sie dennoch, oder bin ich bei der Erklärung völlig falsch?
CO2 + H2O --> H2CO3
H2CO3 + CaCO3 --> Ca(HCO3)2
Ca(HCO3)2 + 2H2O --> Ca(OH)2 + 2H2CO3
Ca(OH)2 --> Ca++ + 2OH-
H2CO3 --> H+ + HCO3-
Ich hätte noch eine Frage zu den Reaktionsgleichungen:
CO2 + H2O --> H2CO3
H2CO3 + CaCO3 --> Ca(HCO3)2
Ca(HCO3)2 + 2H2O --> Ca(OH)2 + 2H2CO3
das verstehe ich alles, nur der nächste Schritte verwirrt mic ein Wenig …
Was leitet nun den „Zerfall“ von Ca(OH)2 ein?
Die kOhlensäure zerfällt doch nur aufgrund der Instabilität?
Mfg ImpreZza
Das berührt leider das grundlegende Verständnis von Chemie: Die beiden Gleichungen sollen Gleichgewichte darstellen und zwar Dissoziationsgleichgewichte. Ein Gleichgewicht wie in diesen Fällen heißt, dass nur ein winziger Bruchteil (gegeben durch eine Gleichgewichtskonstante) der rechts stehenden Produkte vorhanden sind. Diese Dissoziationskonstante charakterisiert die Säure oder Basenstärke, Salze, starke Säuren und starke Basen sind weitgehend dissoziiert, schwache Basen und Säuren zu einem kleinen Anteil. Kohlensäure ist sehr schwach: Sie ist vielleicht zu 1:1000000 dissoziiert.
Udo Becker
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich bin mitten in meiner Arbeit und bin gerade dabei die pH-Werte zu erklären! Dass die Carbonathärte etwas mit dem pH-wert zu tun haben muss, hab ich auch schon nachgelesen, nur nirgends wurden Reaktionen aufgeführt, also dafür schon einmal danke! Nur ich war mir nich sicher ob die Carbonathärte ausreichen kann um den pH-Wert so zu bestimmen…
Könnte die Phosphatkonzentratioen denn Auswirkungen haben? Rein Theoretisch? Wenn H3PO4 H+ abspaltet? Nur wäre es dann nicht wichtig zu wissen, wie die Phosphat Ionen in das Wasser gelangen, in welcher Form?
Ich hab nun an einem bach einen Sauerstoffgehalt von 8 mg/l gegen 16 Uhr bei Sonnenschein gemessen! An einer anderen Stelle gegen 9 Uhr nur einen von 3 mg/l. Interessant ist vlt. auch noch, dass die eine Stelle ( 8mg/l ) licht ungeschützt war und die andere Stelle im Dunkeln lag.
Gehe ich jetzt richtig in der Annahme, dass dieser Unterschied nur dadurch bedingt ist, dass den Pflanzen im Wasser wirklich weniger Licht zur Verfügung steht, als denen im Gewässer mit 8 mg/l.
Komische war nur, ich hab jetzt nicht deutlich „grüne pflanzen“ gesehen, existieren sie dennoch, oder bin ich bei der Erklärung völlig falsch?