Hallo,
zunächst eine kurze Erklärung, warum man nicht so ohne weiteres konkrete Vorschläge machen kann: die Messwerterfassung hat inzwischen einen gigantischen Umfang angenommen, und folglich gibt es auf dem Markt alles von billigsten Bastellösungen bis zur Einschubtechnik für wissenschaftliche Präzisionsmessungen im Wert von Einfamilienhäusern. Wenn ich also sage, das kann man mit einer professionellen Messwerterfassung der Fa. XY lösen, so kommt garantiert jemand und sagt, mit einem chinesischen Multimeter der Qualitätsklasse „vor Gebrauch wegwerfen“ geht das auch. Klar geht das, aber bei Daimler oder Ford werfen sie mich raus, wenn ich sowas installiere. Was man konkret einsetzt, ist eine Frage, die selbstverständlich der Auftraggeber mit zu entscheiden hat.
Technisch gesehen brauchst du einen AD-Wandler, der einen Spannungs/Stromwert umsetzt in eine Zahl. Sowas ist in jedem Digitalmultimeter und jedem Gerät zur Messwerterfassung enthalten. 12 Bit entsprechend 4 Dezimalstellen reichen wahrscheinlich.
Dieser Zahlenwert muss nur noch in den Computer - das geht beim DMM über V24 oder sonst über USB oder Ethernet oder runde 20 weitere Industriebusse; das ist letzlich egal, häufig richtet sich das nach der Branche, die chemische Industrie etwa bevorzugt einen ganz bestimmten Bus. Bei so etwas richtet man sich nach Normen und kauft das nötige, die Welt braucht keinen weiteres proprietäres Bussystem.
Ich beschreibe dir einfach, wie ich mir eine optimale Lösung vorstelle:
Der Schreiberausgang liefert wahrscheinlich 2 Spannungen für einen X/Y-Schreiber, die eine für die X-Achse folgt der Einstellung der Spektrallinie oder läuft in Art eines Suchlaufs durch, die andere ist der jeweils zugehörige Messwert. (Das kann natürlich auch anders sein, im Moment kann ich das nicht beurteilen.)
Ich würde die Daten auf dem PC sammeln und genauso darstellen, wie das der X/Y-Schreiber tun würde, so dass nach einem Durchlauf das Spektrum in der gewohnten Darstellung auf dem Bildschirm zu sehen ist. Die Daten werden dann gespeichert oder in eine Excel-Tabelle übertragen.
Zur Datenerfassung dient ein Mikroprozessor mit mindestens 2 analogen Messeingängen und einem Ethernet-Anschluss. Das Ganze wird ins Photometer integriert oder drangeschraubt oder danebengestellt, je nach Machbarkeit. Der PC erhält die Daten über das Firmennetz oder eine eigene Netzwerkkarte. Im ersten Fall ginge das auch von zuhause oder vom Strand in Florida.
Das ist wie gesagt meine Vorstellung, sicher nicht die billigste Lösung, aber so würde das Photometer kompromisslos ins 21. Jahrhudert katapultiert. Da die wesentlichen Kosten Entwicklungskosten sind, wäre die Sache natürlich noch viel wirtschaftlicher, wenn 10 oder 100 solche Geräte nachzurüsten wären.
Wenn du weiteres über Hard- und Software zur Messwerterfassung wissen willst, siehe hier, die Fa. ist führend und wird wohl auch morgen noch existieren:
http://www.ni.com/
Gruss Reinhard