Hallo Carlos,
wie immer ist es so, es hängt davon ab, wie die gesamte Berechnung in jedem Detail aussieht.
Aber eines gilt bei Netzanschluss der Anlage in 2009 ganz sicher: die Rendite ist so hoch, dass selbst ohne Eigenkapital die Errichtung und der Betrieb einer Anlage viel Geld in die eigene Kasse bringt.
Daher: Eigenbetrieb ist besser als das Dach zu vermieten.
zu 2:
Eine Bank finanziert ohne Eintrag in das Grundbuch eine Photovoltaikanlage über 20 Jahre, davon 10 Jahre Festzins für etwa 4,5 % eff pro Jahr.
Die Anlage selbst darf derzeit (August 2009) nicht mehr als 3200 Euro pro installiertes kWp schlüsselfertig kosten.
(Erklärung für kWp folgt hinten)
Die Rücklagen für Reparaturen, Versicherungen und Wartungsarbeiten abgerechnet, auch inkl 1,5 % Inflation pro Jahr über 20 Jahre bereits eingerechnet ergibt sich eine Rendite von 10 % pro Jahr mindestens auf das eingesetzte Kapital.
Dann bleibt also nach Abzug der Zinsen an die Bank 5,5 % der Rendite beim Anlagenbetreiber. Abzüglich Tilgung des Kredites bleibt dennoch einiges im eigenen Geldbeutel.
zu 1:
Die genauen Daten hängen von Lage, Standort und Kosten der Anlagen, verwendeten Geräten u weiteren Daten ab. Ich kann eine unabhängige Ertragsrechnung und Finanzübersicht für Sie erstellen, das ist leider nicht von einem Laien machbar mit einer Kurzanleitung.
1 kWp = Kilowatt peak ist die Nennleistung der Photovoltaik, die bei voller Sonneneinstrahlung, also gegen Mittag, bei unbewölktem Himmel und Südausrichtung sowie 25 Grad C Modultemperatur geliefert wird. Peak steht für Spitzenwert und ist eine Zahl auf die man sich zur Verständigung für die Beschreibung der typischen Nennleistung geeinigt hat. Der wahre Ertrag einer Anlage wird aber trotz gleicher kWp-Zahlen erheblich voneinander abweichen, weil so zB Billigmodule ein schlechtes Schwachlichtverhalten haben können (also bei Wolken im Winter fast keinen Beitrag zum Jahresertrag mehr leisten, oder bei hohen Zelltemperaturen von typisch 70 Grad im Sommer, einen so schlechten Wirkungsgrad haben, dass der Ertrag ebenso stärker in den Keller geht, als bei guten Modulen. Auch der Umwandlungswirkungsgrad der Frequenzumrichter ist sehr wichtig. Siemens liefert so zB immer noch Wechselrichter mit nur 90 % Wirkungsgrad. Unbedingt REFUSOL nehmen, hat wesentlich bessere Gesamtwirkunsgrade von 98%, besser als alle anderen Geräte (unabhängig getestet von PHOTON) Wir erzielten beispielsweise mit unserer eigenen Anlage hier in Hochdorf am Neckar in 2008 über 1200 kWh Strom pro installierts kWp und eine Nachbaranlage mit identischen Einstrahlungswerten der Sonne nur 950 kWh pro kWp. Das sind glatte 100 Euro Mehrertrag pro Jahr und kWp bzw in Ihrem Fall 2500 Euro pro Jahr Unterschied x 20 Jahre!!. Empfehlenswert sind Module von SOLON Berlin oder SCHOTT und ein paar anderen. Auf Wunsch kann mein Unternehmen ein Angebot für die Anlage erstellen. Wir sind seit 1965 eine Ingenieurgesellschaft und seit 1982 im Geschäft mit Solartechnik tätig und haben damit viele Referenzanlagen und vor allem viel Langzeiterfahrung!!!
Und noch ein Tipp: Unbedingt gleich eine Anlagen-Ertragsüberwachungsanlage montieren, damit sofort klar wird, wenn ein Teil der Anlage Probleme bekommt. Dann gibt`s eine SMS und man kann nach dem Fehler schauen, ansonsten sind 30 bis 60 Lebensdauer zu erwarten von einer guten Anlage, 25 Jahre Garantie auf 80 % des Anfangswirkungsgrades gibt es auch noch.
Stehe Ihnen für weitere Fragen gern zur Verfügung
www.Lauster.org
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