Photovoltaik

Hallo,

diese Nacht kam eine Dokumentation über unsere mögliche Zukunft aus technologischer Sicht auf ZDF.
U.a. war von Photovoltaik die Rede, die nur deshalb so uneffizient ist, weil das verwendete Silizium nur Licht im Infrarotbereich zu Elektroenergie umsetzt.
Jetzt würde mich doch glatt interessieren, ob es andere, günstig zu fertigende Stoffe gibt, welche auch die anderen Wellenlängen abdecken. Weiss da jemand was?

Grüsse

Hallo,

U.a. war von Photovoltaik die Rede, die nur deshalb so
uneffizient ist, weil das verwendete Silizium nur Licht im
Infrarotbereich zu Elektroenergie umsetzt.

Ich glaube eigentlich nicht, dass das der einzige Grund ist. Aber egal…

Jetzt würde mich doch glatt interessieren, ob es andere,
günstig zu fertigende Stoffe gibt, welche auch die anderen
Wellenlängen abdecken. Weiss da jemand was?

Das hängt davon ab, was du mit „günstig“ meinst.
Die Wellenlänge für Absorption und Emission ist gleich, d.h. wenn du billig blaue Leuchtdioden bauen kannst, kannst du im Prinzip auch billig „blaue“ Solarzellen bauen. Hier sind ein paar Beispiele:
http://www.hmi.de/pr/bildarchiv/solarenergie/grafike…

Man kann z.B. prinzpiell in einem gewissen Bereich mit Mischungen aus Galliumarsenid, -Phosphid, und Indiumphosphid die Haupwellenlänge ganz gut einstellen - schwierig wird es immer, Materialien zu entwickeln, die in einem breiten Bereich absorbieren und dort als Solarzelle fungieren können.

Grüße,
Moritz

Hi,

die Bundesrepublik verfügt über etwa
1000 quadratkilometer Dachfläche.
Das sind 1 Mrd Quadratmeter.
Darauf scheint in unseren Breiten
1 Billion Kilowattstunden pro Jahr, also
1000 terawattstunden, mit Photovoltaik
lassen sich aber nur 60 Terawattstunden
umsetzen in Strom. Es gibt aber noch andere Flächen,
sodass sich der strombedarf von 600 Terwattstunden
pro Jahr locker mit Photovoltaik erreichen liesse.
Also wir bräuchten 10 Mrd Quadratmeter
Solarmodule. Die kosten 60Mrd euro, etwa.
Davon brauchen wir aber 2-3 mal soviel,
weil der Strombedarf über Tag schwankt.
also 150 Mrd Euro Kosten.
>10% Zinsen und Tilgung und Wartung macht 15Mrd
also pro 300 euro pro Kopf im Jahr,
dazu kommen noch die ganzen Energiesteuern,
etwas teuer find ich. Und dazu kommen
noch die speicherkosten, für eine Technologie
die es noch gar nicht gibt oder doch? (http://www.vrbpower.com/)
Speichern muss man ja, es scheint ja nicht immer die sonne.

Entscheidend ist, das jegliche Optimierung
der PV die Zinskosten im verhältnis nicht erhöht,
die Lebensdauer nicht verkürzt und die Wartungskosten
nicht erhöht.
Wie effizient die Module technisch sind,
ist recht egal, es sei denn, Arbeitslose
würden durch Aufstell- und Wartungsaufwand Arbeit bekommen,
die sonst Leistungen bekommen. Auch die Altinvestitionen
in Kohle und atom der energierversorger müssen
erstmal eingefahren sein.

Eine (neue) energieversorgung kann man nicht so einfach aus dem Boden stampfen, Kraftwerk für Kraftwerk muss rentabel sein und das nächste tragen. Politischer Wille und auch Garantien des Staates und der Stromabnehmner sind unabdingbar.

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