Wo ich jetzt wohne (Osteuropa) knallt die Sonne den liebenlangen Tag nur so runter.
Gleichzeitig gibt’s häufig Stromausfälle, sodaß ich schon länger überlege ob ich mir nicht ein Paar Photovoltaik-Paneele anschaffe. Ich habe auch neulich die Homepage einer hiesigen Firma gefunden, welche solche Paneele vertreibt/verbaut. Ich habe versucht, mich mithilfe von Google etwas schlau zu machen, könnte dennoch ein Paar Tipps gut gebrauchen.
Es geht mir darum, daß zunächst der Kühlschrank/die Tiefkühltruhe sowie Zentralheizung (läuft auf Gas, benötigt aber Strom wg der Elektronik) Computer der Überwachungskamera, Aussenbeleuchtung usw. von der staatlichen Stromlieferung unabhängig sind.
Da ich nicht über unbegrenzte Summen verfüge (!), wohl aber monatlich ein Paar hundert bis sagen wir mal knapp tausend Euro in die Sache einstecken könnte, wollte ich gerne wissen, ob es möglich wäre, eine Anfangsbasis mir anzuschaffen um dann nach und nach weitere Paneele hinzufügen. Wenn ja, worauf sollte man da achten?
Für alle Tipps vielen Dank im Voraus.
Dave
Es wird nichts subventioniert, es geht mir nicht primär um Wirtschaftlichkeit.
Hallo
Es wäre sinnvoll, einmal den genauen Leistungsbedarf zu ermitteln, schätzen bringts da nicht so.
Für eine Notstromversorgung braucht man nicht unbedingt Solarpaneele.
Sagen wir einmal, im Keller stehen ein paar Batterien, es werden spezielle Solarbatterien angeboten, aber ich vermute, es gehen auch normale Autobatterien, dann benötigst Du noch Solarzellen vorschlagsweise mit der etwa 4 fachen Leistung der Geräte, einen Laderegler, und einen Wechselrichter, der den nötigen Wechselstrom herstellt. Auch eine Schaltung, die auf Netzstrom umschaltet, wenn keine Sonne scheint, oder die Batterien leer sind, wäre sinnvoll.
Mit Solarzelle kannst Du dann ganz schön Strom sparen und hast Autarkie. mit den Jahren zahlt sich das aus.
MfG
Matthias
Ja vielen Dank erst mal. Die Infos mit Laderegler und Wechselrichter helfen mir ein Stück wieter.
Die Sache ist die, daß ich einen gerade erbauten Anbau ca. 6 x 5 m zur Verfügung habe. Keller habe ich keinen, allerdings dadurch, daß das Grundstück abschüssig ist, ist unterm Fussboden des Anbaus ordentlich Platz (mit einer Öffnung nach draussen sowie eine Luke nach oben zum Raum). Dieser Anbau (Badezimmer) hat ein Flachdach (Betonplatte) mit freier Ausrichtung nach Süden/Westen). Zudem wäre noch auf den Zachziegeln des eigentlichen Hauses einiges an Platz wenn nötig.
Ich liebäugle z. Zt. mit der Idee, auf diesem Flachdach Paneele aufzustellen, vielleicht durch eine Umrandung mit Dachpfannen verdeckt, passend zum Hausdach. Auf dieses Dach knallt von früh bis Abend die Sonne. Wenn ich nicht irre ist allerdings das Licht massgebend, nicht die Wärme, aber das ist vielleicht ein anderes Thema.
Was ich nicht weiss, sind diese 30 qm ausreichend bzw. kann ich einige Kollektoren zunächst aufstellen und diese nach und nach ergänzen ohne jedesmal größer dimensionierte Regler kaufen zu müssen? Wer kann mir genauere Auskunft geben, was mit Batterien ist? Diese kann man hier günstig kaufen, aber wieviele? Ich werde allerdings gleich schauen, was es mit Solarbatterien auf sich hat. Danke für den Tipp.
Dave
Es geht mir darum, daß zunächst der Kühlschrank/die
Tiefkühltruhe sowie Zentralheizung (läuft auf Gas, benötigt
aber Strom wg der Elektronik) Computer der Überwachungskamera,
Aussenbeleuchtung usw. von der staatlichen Stromlieferung
unabhängig sind.
Da ich nicht über unbegrenzte Summen verfüge (!), wohl aber
monatlich ein Paar hundert bis sagen wir mal knapp tausend
Euro in die Sache einstecken könnte, wollte ich gerne wissen,
ob es möglich wäre, eine Anfangsbasis mir anzuschaffen um dann
nach und nach weitere Paneele hinzufügen. Wenn ja, worauf
sollte man da achten?
Addiere die Leistung aller Geräte, die gleichzeitig betrieben werden sollen. Dann weißt Du, wie groß der Wechselrichter sein muss.
Um eine Autarkie zu bekommen, musst Du aber wohl oder Übel zwischenspeichern, also ne Menge Akkus plus Ladeelektronik dazu.
Die damit nötige Erstinvestition dürfte deutlich über deinem Budget liegen.
Ach - und da muss ja noch ne Umschaltelektronik dazu kommen.
Man könnte sich überlegen, ob man nicht eine USV besorgen könnte, deren Akkus man über die Panels mit speist. Aber das erfordert Eingriffe in das Gerät, die sicherlich nicht malk eben so gemacht sind. Deutlich preiswerter wäre da ein Notstromaggregat, aber da wird das unterbrechungsfreie Umschalten nicht ohne weiteres möglich sein.
Hallo,
Wo ich jetzt wohne (Osteuropa) knallt die Sonne den
liebenlangen Tag nur so runter.
Was ist im Winter? Da hast du manchmal Wochenlang keinen Sonnentag
und dann liefern die Solarpanele so gut wie gar nix.
Gleichzeitig gibt’s häufig Stromausfälle,
Dass Sonnenenergie nicht ständig da ist, sollte klar sein.
Also muß ein Speicher her. Traditionell sind das Akkus, moderner
könnte das Wasserstoff sein (Brennstoffzellentechnologie - ist leider
noch nicht bezahlbar)
so daß ich schon länger überlege ob ich mir nicht ein Paar
Photovoltaik Paneele anschaffe.
Was du eigentlich haben willst, ist doch eine Notstromversorgung, oder?
Da wäre preiswert ein Aggregat mit Bezin/Diesel-motor angesagt.
Technisch lösbar ist der automatische Start und die Umschaltung.
Wenn Kühlschränke und Heizung mal für paar Minuten keinen Strom haben,
ist doch kein Problem.
Bei hinreichend kleinem Verbrauch würden auch Akkus reichen.
Tiefkühltruhen halten 2-3 Tage aus, ohne Strom, wenn man sie
selten oder gar nicht aufmacht.
Bleiben Kühlschrank und Heizung, sowie sonstige Kleinverbraucher.
Bei einem mittleren Verbrauch von 200W wären das bei 24V-Akkus ca. 10A.
Mit einer Kapazität von 100Ah reichst du also schon etwa 10h weit.
Akkus mit deutlich mehr Kapazität sind technisch kein Problem.
Einzig die Aufbewahrung (frostfrei und in gut belüfteten Raum ist
notwendig, wegen der Gefahr durch Wasserstoffentstehung bei Überladung).
Ein Spannungswandler von 24V auf 230V für z.B. max. 1…2KW ist auch
nicht so teuer.
Das Aufladen kannst du bequem machen, wenn mal kein Stromausfall ist.
Die zu überbrückenden Zeiten werden deutlich kleiner sein als bei
reinem Solarbetrieb (sieh oben: Winter).
Dafür benötigst du bloß ordentliche Ladetechnik.
Das alles bleibt in bezahlbarem Rahmen, im Gegensatz zu Solarpanelen,
wo du für die Panele selbst und die Elektronik/Ladetechnik und
übergroße Speicher einige Zehntausend € rechnen kannst.
Es geht mir darum, daß zunächst der Kühlschrank/die
Tiefkühltruhe sowie Zentralheizung (läuft auf Gas, benötigt
aber Strom wg der Elektronik) Computer der Überwachungskamera,
Aussenbeleuchtung usw. von der staatlichen Stromlieferung
unabhängig sind.
Zm Glück gibt es für Beleuchtung inzwischen recht sparsame Lösungen.
Da ich nicht über unbegrenzte Summen verfüge (!), wohl aber
monatlich ein Paar hundert bis sagen wir mal knapp tausend
Euro in die Sache einstecken könnte, wollte ich gerne wissen,
ob es möglich wäre, eine Anfangsbasis mir anzuschaffen um dann
nach und nach weitere Paneele hinzufügen. Wenn ja, worauf
sollte man da achten?
Wenn du die ganze Technik auf eine hohen Ausbaulevel hin auslegen willst,
mußt du von Anfang an alle Komponenten darauf hin ausrichten. Ich denke,
die Panele sind dann nicht mal das Hauptproblem.
Gruß Uwi
Hallo,
nochmal andersrum erklaert, Uwi hat an sich ganz meine Meinung getroffen.
Ich vermute, Du siehst in Solarpanelen eine kostenguenstige Loesung, um selbst Strom zu erzeugen. Das ist nicht so. Die Solarzellen kosten (mindestens mit Zins) deutlich mehr als Dein SELBSTVERBRAUCHTER Strom aus dem Netz kosten wuerde. Die Menge an Solarzellen ergibt sich aus den Strommenge, die Du am Tag nachladen willst. An einem bewoelkten Wintertag.
Mit Solarzellen muesstest Du den Solarstrom fuer die Nacht speichern, und fuer den Stromausfall morgen. Der Speicher muss so gross sein, dass Du damit ueber die Zeit kommst, in der der Strom aus dem Netz fehlt. Das haengt von der Zeit und vom Verbrauch in dieser Zeit ab. Willst Du die Waschmaschine bei Stromausfall einschalten, brauchst Du dafuer eine Reihe von Batterien extra. Und fuer jedes andere Geraet ebenso.
Hast Du die Batterien gedanklich installiert, so einige Reihen Autobatterien oder etwas Besseres, kannst Du aber bei kurzen Netzausfaellen auch ohne Solarzellen Strom haben, Du kannst die Batterien in der Zeit mit Netzversorgung aus dem Netz aufladen. Erst wenn der Ausfall laenger als eine Nacht ueberbrueckt werden soll, fangen allmaehlich die Vorteile von Solarzellen an. Erst dann kannst Du mit Nachladen durch die Solarzellen die Anzahl und damit Kosten der Batterien etwas reduzieren.
Und abgesehen davon brauchst Du gar keinen Speicher und keine Solarzellen, wenn Du mit einem Notstromaggregat Strom erzeugst, der Speicher ist dann Benzin oder Diesel im Kanister.
Also, rechne mal aus, was alles waehrend eines Netzausfalles laufen soll und wie lange, so kommst Du zu den Kilowatt mal Stunden, und das muss in den Batterien stecken, so kommst Du zu den Batteriekosten. Eine 100Ah Batterie mit 12V hat 100x12=1,2kWh Ein typischer deutscher Haushalt verbraucht 300W im Mittel, mal 24h sind 7,2kWh am Tag. Das sind schon 6 von diesen Batterien. Damit diese nicht voellig leer werden und vorschnell defekt sind, nimm besser mehr Batterien. Dazu den Wechselrichter um aus Batteriestrom 23oV Wechsel zu machen, und etwas Aufschlag fuer Verluste.
Willst Du die 7kWh nachladen, brauchst Du bei greller Sonne (1000W auf den Quadratmeter) bei 15Prozent Wirkungsgrad und 10 Stunden Sonnendauer 7000/1500 um die 5 Quadratmeter Solarflaeche. Sollen es im Winter immer noch 7kWh sein, duerfte 4x soviel Flaeche noetig sein, mal grob geschaetzt, weil die Sonne schwaecher und kuerzer scheint. Dann aber kannst Du bei wochenlangem Stromausfall jeden Tag nachladen, und immer schoen den Schnee abfegen von den Solarzellen.
Ueberleg mal was Du wirklich brauchst.
Gruss Helmut
Hallo,
Sollen es im Winter immer noch 7kWh sein, duerfte 4x soviel Flaeche
noetig sein, mal grob geschaetzt, weil die Sonne schwaecher und
kuerzer scheint.
Das ist extrem optimistisch. Bei längerem diesigen Winterwetter
wird auch das 10fache an Fläche nicht reichen.
Gruß Uwi
Dank an Aalle. Muss ich mich erst mal durcharbeiten, sehe aber schon viele nützliche Informationen.
Was den Winter betrifft, so ist fast jeden Tag strahlender Sonnenschein, trotz eisiger Kälte und tiefem Schnee!!! (Bulgarien).
Nochmals vielen Dank. Genau diese Informationen brauche ich. Jetzt mache ich mir langsam ein Bild von der Sache. Hut ab!
Hallo,
hab eben eine Seite zur Berechnung gefunden
http://www.esomatic.de
Gruss Helmut