wir denke im Zuge einer umfangreichen Renovierung unseres Hauses zur besseren Wärmedämmung usw. auch über die Investition in eine Photovoltaik-Anlage nach. Das Thema ist komplettes Neuland für uns und http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik usw. vermitteln natürlich nur ein gewisses Grundwissen.
Bevor wir nun die ganzen relevanten Daten genau prüfen und uns professionelle Hilfe suche wollte ich erst einmal wissen ob man generell sagen kann ob eine Anlage mehr Sinn auf dem Dach des Hauses (Ziegel) oder des Kaports (Flachdach) Sinn macht?
ps: Auf beidem könnte man eine Anlage richtung Süden ausrichten und auch von der größe her gibt es denke ich keine großen Unterschiede.
Es gibt weder für das eine noch andere Dach Vor- oder Nachteile.
Wobei es - bei neuer Dachdämmung - einen Sinn machen könnte, eine dachintegrierte Photovoltaikanlage nachzudenken, um die Dachziegel durch Module als Dachhaut zu ersetzen.
Solche Systeme gibt es von großen Dachherstellern wie Roto usw., aber auch von kleineren Firmen wie Faht-Solar http://www.fath-solar.com/
aus Kostengründen würde ich immer eine Anlage auf dem normalen Hausdach bevorzugen. Bei einem Flachdach brauch man zusätzlich Aufständerungen und ggf. Beschwerungen. Bei Aufdachaagen nur Dachharken. Meist ist auch der Aufwand für die Leitungsverlegung größer.
meine PV-Anlage besteht aus drei Teilen. Zwei davon auf Dächern, eines aufgeständert.
Bei tiefstehender Sonne habe ich bei der Aufgeständerten Anlage (wie sie auch bei Deinem Carport wäre) teils massive Abschattungen der hinteren Modulreihen.
Da jeder Anlagenteil über einen seperaten Wechselrichter läuft, kann ich gut bilanzieren und kriege bei der Anlage auf dem Dach, die die gleiche Ausrichtung hat, eine rund 20 % bessere Ausbeute, bezogen auf die Fläche.
Selbst die nicht optimal ausgerichtete Anlage auf dem Dach ist um ein weniges besser als die optimal ausgerichtete aufgeständerte.
Ein weiterer Vorteil ist, daß die Anlage höher montiert ist, was eine bessere Lichtausnutzung ergibt und so die Ausbeute zusätzlich erhöht.
Wobei es - bei neuer Dachdämmung - einen Sinn machen könnte,
eine dachintegrierte Photovoltaikanlage nachzudenken, um die
Dachziegel durch Module als Dachhaut zu ersetzen.
zu dem vorschlag gehört noch der hinweise, daß auf eine vernünftige hinterlüftung der module geachtet werden sollte.
je heißer, desto weniger ertrag.
Wie schon vorher geantwortet, gibt es natürlich für die beiden Anlagenarten Vor- und Nachteile. Besonders bei der Dachanlage ist wirklich die Hinterlüftung ein Thema! Bei meiner Anlage waren in den letzten 10 Jahren 3 mal Einzelnemodule ausgefallen und hätten wohl auch einen größeren Kurzschlussschaden verursacht, wenn die Module nicht mit einem guten Abstand von den Dachpfannen montiert wären. Ein weiterer Punkt ist tatsächlich die Wärmeentwicklung bzw. die Temperatur der Module, je kälter um so besser ist die elektrische Ausbeute/ Wirkungsgrad. Bei der Betrachtung flache Garage und 30° Neigung Dach ist natürlich auch sehr wichtig die Ausrichtung. Dies Fragen sind eigentlich nur von einer Fachfirma zu beantworten.
Gruß ReinerW
Generell kann ich mich den anderen Antworten inhaltlich nur anschließen und fasse mal zusammen:
Schrägdach = Montage-Arbeitslohn meist höher als bei Carport-Flachdach (vor allem, wenn ein Gerüst gebraucht werden sollte), Neigung und Ausrichtung zum optimalen Ertragspunkt steht und fällt mit dem Dach als vorgegebener Schrägfläche, Verschattung muss geprüft werden (Gauben, Schornsteine, höhere Nachbarhäuser), Hinterlüftung und damit Modulkühlung nicht immer optimal zu lösen, Modulaustausch und Modulreinigung teuer
Carport = Module müssen aufgeständert werden (Gestell ist teurer als Dachlösung), tlw. ist die Tragfähigkeit/Windlast auf Carport-Dächern ein Problem. Dafür braucht man wohl eher kein Gerüst für den Aufbau und die Module können optimal auf Ertragslage ausgerichtet werden in Himmelsrichtung und Neigung. ABER aufgeständerte Module brauchen mehr Stellfläche als Dachmodule, da sie sich untereinander abschatten wenn die Abstände zwischen den Reihen nicht ausreichend groß gewählt werden. Kabel müssen vom Carport zum Einspeisepunkt geführt werden, wenn das im Freiland ist, wird es teuer (entweder steht der Wechselrichter im Carport, dann betrifft das die Wechselstromleitung oder der WR ist im Haus am Einspeisepunkt, dann betrifft das die Gleichstromleitungen der einzelnen Modulstrings (auch das sind je String um die 400-600 Volt und das muss sicher verlegt werden.
Fazit: Solarteur um ein Angebot bitten und dann wird man auch vernünftig und konkret ortsbezogen beraten.
Dachintegrierte Module sind nicht der Hit ! Wird der Solarteur auch nicht wirklich empfehlen.
Eine Speicherlösung von Anfang an einplanen, denn langfristig ist nur der Eigenverbrauch sinnmachend und ökonomisch. Selbst wenn nicht sofort ein Speicher eingebaut wird, kann man den Stromspeicher konzeptionell als „Blindstelle“ einplanen und kabeltechnisch vorrüsten.
Solarthermie nicht vergessen. Rechnet sich und es macht absolut Sinn, einen Teil der Dachfläche für die Brauchwasser-Erwärmung und Heizungsunterstützung gedanklich zu reservieren.