Physik ohne Atome?

Was hat es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Physikern (auch dem späteren „Quanten“-Planck) so schwer gemacht, sich mit der Atomistik anzufreunden? Woraus bestand denn für sie noch die Welt?

Was hat es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Physikern
(auch dem späteren „Quanten“-Planck) so schwer gemacht, sich
mit der Atomistik anzufreunden?

Hallo,
ich verstehe deine Frage nicht. Wenn man feststellt, dass das Atom doch nicht das kleinste ist, warum soll man dem Gedanken anhängen?
Grüße
Ulf

Was hat es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Physikern
(auch dem späteren „Quanten“-Planck) so schwer gemacht, sich
mit der Atomistik anzufreunden? Woraus bestand denn für sie
noch die Welt?

Das kann man nicht in einem Satz beantworten aber wenn es dich wirklich
interessiert, kann ich dir folgendes Buch wärmstens empfehlen.
http://www.amazon.de/Physiker-Max-Planck-Zerfallen-W…

Gruß
Stefan

ich verstehe deine Frage nicht. Wenn man feststellt, dass das
Atom doch nicht das kleinste ist, warum soll man dem Gedanken
anhängen?

Unter „Atomistik“ verstehe ich in diesem Zusammenhang das Forschen nach dem Kleinsten - „Atom“ heißt ja wörtlich „das Unteilbare“ -, auch wenn die moderne Physik auf die unmissverständlichere Bezeichnung „Elementarteilchen“ ausgewichen ist. An diesem Elementaren ist aber der frühe Planck noch ebenso wenig interessiert gewesen wie der Mainstream der damaligen Physiker. Woher dieses Desinteresse? Nichts scheint mir natürlicher zu sein, als in der Physik nach den kleinsten Bestandteilen der Materie zu fragen. Oft lese ich, stattdessen sei man damals ganz am „Kontinuierlichen“ orientiert gewesen, ohne Sinn für „Diskretes“. Obwohl doch die Chemie im 19. Jahrhundert schon bis zur Bestimmung von Atomgewichten der Elemente fortgeschritten war.

Hallo!

Was hat es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Physikern
(auch dem späteren „Quanten“-Planck) so schwer gemacht, sich
mit der Atomistik anzufreunden? Woraus bestand denn für sie
noch die Welt?

Ich glaube, dass zu dieser Zeit es keinem namhaften Physiker Probleme bereitet hat, sich mit dem Modell anzufreunden. Lange vorher hatte Dalton schon seine Gesetze aufgestellt, Mendeljew das Periodensystem entworfen, Boltzmann und Co. die statistische Mechanik begründet, usw.

Allerdings war es so, dass man noch kein Vorstellung davon hatte, wie groß (bzw. wie klein) die Atome tatsächlich waren. Der abschließende Beweis war noch nicht erbracht und so verwendete man die Atomhypothese vor allem als sehr mächtiges Werkzeug zur Erklärung makroskopischer Phänomene.

Daneben gab es Bereiche der Physik, wo man ohne dieses Modell auskam. Klassische Strömungslehre und die klassische Akustik sind Beispiele für Kontinuumsmechanik. Auch heute noch geht man in diesen Teilgebieten der Physik von mechanisch verformbaren, aber vollkommen homogenen Körpern aus.

Wahrscheinlich hatte man im ausgehenden 19. Jahrhundert noch keine sehr scharfe Vorstellung davon, wie sich z. B. die Viskosität auf atomarer Ebene erklären lässt und man verwendete daher beide Modelle, ohne abschließend zu entscheiden, welches nun das „richtige“ ist.

Michael

Hallo Zenon,

Was hat es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Physikern
(auch dem späteren „Quanten“-Planck) so schwer gemacht, sich
mit der Atomistik anzufreunden? Woraus bestand denn für sie
noch die Welt?

zu dieser Zeit hatten nur einige Physiker prinzipielle Probleme mit den Atomen. Viele hatten eine mehr oder weniger vage Vorstellung von Atomen, andere bevorzugten mehr eine Art Feldtheorie, die Materie als Knotenpunkte von Feldern betrachteten. Eine exakte qualitative oder gar quantitative Vorstellung gab es damals aber noch nicht.

Das änderte sich erst mit Plank & Co

Gandalf