Hallo Experten,
Wem der alte Thread bekannt ist: Habe mit absicht nochmal einen Neuen eröffnet, weil ich nach einigen Überlegungen nochmal anders ans Problem gegagen bin und sich die Fragestellung verändert hat:
Für Stöße gilt immer der Impulserhaltungs-(= Schwerpunkt-)satz, der Energieerhaltungssatz nur beim idealen elastischen Stoß.
Der ideale unelastische Stoß wird eigentlich immer als einer definiert, bei dem danach beide Massen zusammenhängen bzw. keine Kräfte auftreten, die die Körper voneinander lösen könnten, weil die in der Kompressionsphase eingebrachte Kraft sich in deformation auswirkt.
Defacto hat man also nachher einen Körper mit der gemeinsamen masse, der sich mit der Gesamtgeschwindigkeit bewegt. Wenn man von Massepunkten ausgeht hat man im Prinzip den Schwerpunkt erhalten, was gut zum Schwerpunktsatz passt.
Probleme bekomm ich jetzt beim teilelastischen Stoß, den ich nirgends gut dokumentiert finden kann.
Unabhängig von im anderen Thread beschriebenen Problem, heißt es auf jeden Fall immer die Stoßzahl sei Faktor zwischen Anfangs- und Endgeschwindigkeiten und eine Stoßzahl von 1 stehe für einen vollelastischen stoß, eine Stoßzahl zwischen 0 und 1 ist quasi ne materialkonstante, die den Realfall beschreibt und ne Stoßzahl von 0 soll den unelastischen Stoß beschreiben.
Die Frage ist: Wie passt eine Stoßzahl 0 zu der definition, dass sich die zwei Körper mit einer gemeinsamen (der Schwerpunktgeschwindigkeit) fortbewegen??
Wenn u die geschwindigkeit nach dem Stoß v die davor und e die Stoßzahl ist soll also
u = e * v
sein, was mit e=0 ganz eindeutig u = 0 mit sich bringt, was aber nach dem Impulserhaltungssatz ausgeschlossen ist solange sich nicht die zwei massen mit genau der selben Geschwindigkeit aufeinander zu bewegen.
Natürlich heißt es immer e=0 wäre ein Idealfall, aber andererseits wird er eben wie oben definiert und ich soll ihn am Luftkissentisch zum Beispiel durch Klett-ringe realisieren, wodurch sich dann logischerweise die beiden Gleiter danach zusammen bewegen. Es ist im Prinzip wie beim wirkungsgrad: einer von 100% ist idealisiert und bis jetzt theoretisch (perpetuummobile), einer von 0% ist wohl durchaus realisierbar.
Und noch dazu oder vll. das schlimmere ist, dass in absolut jedem Physik-Buch das ich kenne eine Stoßzahl von 0 mit einem ideal unelastischen Stoß in verbindung gebracht wird, der ,meist vorher, locker flockig mit dem Impulserhaltungssatz angegangen wurde/wird.
Erkennt ihr da den Denkfehler, habt ihr Vorschläge welche definition ich nun als falsch annehmen soll?
Grüße Baer