Re: Richtiges Brett 
Hallo Fritze,
finde ich nicht unbedingt
Gerade in der Chaostheorie z.B. kommt man mit der Descarte-Newtonschen, also klassisch-naturwissenschaftlichen Denkweise nicht unbedingt weiter. Nicht, daß im Chaos die Gesetze der Physik ungültig wären, aber die Vorgänge im Chaos sind so komplex, daß sie nicht mehr berechenbar sind.
Da gibt es ja den Versuch, wo eine Kugel an einer Schnur über zwei nebeneinanderliegenden Magneten pendelt und schließlich über einem der Magneten zur Ruhe kommt. Über welchem, hängt davon ab, über welchem Punkt der Grundfläche die Kugel startet.
Es gibt Bereiche, bei denen klar ist, wo die Kugel enden wird (z.B. wenn man die Kugel in unmittelbarer Nähe einer der beiden Magnete losläßt), aber dann eben auch Regionen, wo die Verschiebung des Ausgangspunktes um Millimeterbruchteile genügt, um die Kugel über dem anderen Magneten enden zu lassen. Wenn man das ganze noch feiner (_Mikro_meter anstatt _Milli_meter) auflöst, so sieht man, daß das Ergebnis nicht nur von _Milli_meter zu _Milli_meter, sondern auch von _Mikro_meter zu _Mikro_meter unterschiedlich ist. Wenn man dann die Auflösung noch weiter erhöht, spielen schnell nicht mehr berechenbare Störgrößen wie minimale Luftströmungen u.v.a.m. eine Rolle.
Zudem, und das ist jetzt entscheidend, kommt man auch irgendwann an eine prinzipiell-physikalische Grenze: Je genauer man den Ort eines Masseteilchens (Kugel) einschränkt, desto „unschärfer“ wird die Geschwindigkeit des Teilchens (Heisenbergsche Unschärferelation). Am besten sieht man das, wenn man ein Elektron durch ein enges Loch in Richtung eines Bildschirmes schießt: in dem Moment, wo das enge Loch die Position des Teilchens exakt definiert, wird die Geschwindigkeit des Teilchens unscharf, d.h. es bekommt z.B. zu seiner Vorwärts- noch eine zusätzliche Seitwärtsgeschwindigkeit, wohlgemerkt ohne daß eine Kraft im Newtonschen Sinne auf das Elektron eingewirkt hätte.
Auf dem Schirm vorne sieht man also nicht einen Punkt, sondern (interessanterweise) ein „schießscheibenartiges“ Beugungsmuster (hier ein Bild: http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~milq/kap5/ima…). Das Teilchen verhält sich also plötzlich nicht mehr wie ein Teilchen, sondern wie eine Welle. Wo es auftrifft, ist nur mit Wahrscheinlichkeit, aber nicht mit Sicherheit vorhersagbar, wobei es aber Kreise gibt, auf denen es (konsistent mit den Beugungsgesetzen) niemals auftrifft (das sind die dunklen Kreise dieser Beugungsfiguren). Soll heißen: welche Quergeschwindigkeit das Teilchen gewinnt, ist nicht berechenbar, es ist ein rein stochastischer Prozeß. Interessanterweise behält das Elektron dabei seine Materieeigenschaften bei. So ist es z.B. durch Magnetfelder ablenkbar, was bei einer elektromagnetichen Welle nicht der Fall sein dürfte.
Mit ein- und derselben Versuchsanordnung kann man also einerseits korrekt und schlüssig beweisen, daß ein Elektron ein Teilchen ist, genauso korrekt gelingt andererseits der Nachweis einer elektromagnetischen Welle.
Mit anderen Worten: Der Versuch ist nicht objektiv (also nicht unabhängig von den Erwartungen des Experimentators) durchführbar. Das Ergebnis ist zwangsweise von den subjektiven Erwartungen (mit Bezügen zum „Weltbild“ und zum „Glauben“) des Wissenschaftlers geprägt. Man könnte das, vor allem unter einem spirituellen Aspekt, also durchaus so sehen, daß die physikalischen Eigenschaften des Elektrons durch die Denkweise des Wissenschaftlers definiert werden.
Das wäre z.B. einer von vielen denkbaren spirituellen Aspekten in der Physik. Die Frage ist also in diesem Brett ganz gut positioniert 
Oliver
P.S: Interessant in diesem Zusammenhang auch die Entdeckung, daß sich Teilchen bzw. Wellen bzw. Informationen sich mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten können - wenn das der Eyperimentator so erwartet:
http://www7.ewebcity.com/unkraut/licht1%5B1%5D.htm
Wie es in dem Artikel so schön geschrieben steht: Sowohl die Befürworter als auch die Gegner dieses Experimentes haben recht, „dank“ der Heisenbergschen Unschärferelation (dort auch Link). Wiederum alles eine Frage der Sichtweise, eine absolute Wahrheit gibt es im Endeffekt nicht 