Wer kann mir physikalisch erklären, ob man bzw. warum, wenn das Wasser kocht, die Temperatur des Herdes reduzieren kann. Die zugeführte Wärmemenge reduziert sich doch, somit dürfte doch weniger Wasser seinen Aggregatzustand wechseln, was wiederrum bedeuten müßte, das die Eier für den gleichen „Kochzustand“ länger im kochenden Wasser verbleiben müßten.
Wer kann mir physikalisch erklären, ob man bzw. warum, wenn
das Wasser kocht, die Temperatur des Herdes reduzieren kann.
Nicht die Temperatur wird reduziert, sondern die zugeführte Wärmemenge. Solange das Wasser kocht, bleibt die Temperatur konstant - egal wie viel Wärme zugeführt wird. Diese Temperatur ist vom Umgebungsdruck abhängig und beträgt auf Meereshöhe ca. 100 °C, im Hochgebirge etwas weniger.
Die zugeführte Wärmemenge reduziert sich doch,
sag ich doch
somit dürfte doch weniger Wasser seinen Aggregatzustand wechseln,
stimmt …
was wiederum bedeuten müßte, das die Eier für den gleichen :„Kochzustand“ länger im kochenden Wasser verbleiben müßten.
Nein, denn die Eier wissen nicht, wie viel Wasser verdampft oder wie groß der Topf ist. Sie „fühlen“ nur die Temperatur, und die ist, wie gesagt, unabhängig davon, wie schnell das Wasser verdampft.
Natürlich kann man Eier auch durchgehend mit der gleichen Einstellung des Herdes kochen. Das führt dann allerdings dazu, dass man bei niedriger Energiezufuhr lange warten muss, bis das Wasser kocht; bei hoher Energiezufuhr verdampft unnötig viel Wasser, was Energieverschwendung ist, denn die Eier werden dadurch auch nicht schneller hart (ausserdem nebelt man ständig die Küche ein). Daher: Schnell aufheizen und dann so weit zurückdrehen, dass die Siedetemperatur gerade mal eben so gehalten wird.