mathias hat (fast) recht, aber…
hallo robert,
Piezolektrizität tritt nur auf, wenn eine substanz in einer
nicht zentrosymmetrischen raumgruppe kristallisiert.
Ist der Umkehrschluß zwingend?? Also das eine Substanz, die in
einer nicht zentrosymmetrischen raumgruppe kristallisiert auch
zwingend piezolektrisch sein muß?
piezo heisst ja nix anderes, als dass mechan. verformung / druck eine el. polarisation erzeugt, daher das wort ausm griech… dazu ist deine symmetrievorgabe eine notwendig und (eigtl. bzw. fast) hinreichende vorr. (für eine erklärung bin ich ohne bilder und matrizen/tensorrechnung pädagogisch nicht ausreichend geschickt…).
warum fast, warum (m)eine modifikation zu:
Antwort: Nein.
die frage ist letztlich eine definitions/messtechnische frage, denn auch wenn es nicht so wäre:
aber es muß zum Beispiel ein Nichtleiter sein, in
denen sich Ladungen (=Ionen und Elektronen davon) aufgrund von Verformungen
verschieben.
sprich: es sei ein leiter, dann könnte man vom standpunkt des theoretikers aus sagen, dass es die polarisation hat, man kann sie nur nicht messen, weil sie durch die freien ladungsträger ‚maskiert‘ ist. aber natürlich wäre die leitfähigkeit durch die polarisation verändert etc. pp.
als praktiker würde ich so antworten wie mathias. was ich nicht messen kann ist mir egal.
Ich weiß zwar nicht genau, welche Werkstoffe eine solche Unsymmetrie in der
Kristallisation aufweisen,
zb. ferroelektrika wie bariumtitanat, pzt (= Pb(Zr/Ti)O_3 )…etc. erstmalig (im sinne der wissenschaft) wurde der effekt, glaub ich, am seignettesalz festgestellt.
keine garantie für die antwort, wenn ich falsch liege, wärs peinlich, habe über so zeug promoviert…ist aber schon herrlich lang her
hth,
stefan