Hallo Userine!
Das ist so eine typische Reaktion, für deren Ironie ich kein
Verständnis aufbringen kann und möchte.
Typisch? So so und wofür wenn ich fragen darf? Solche Wortwahl hat doch immer was mit Schubladendenken zu tun…in welcher Schublade befinde ich mich denn?
(Die Frage ist rhetorisch, Du brauchst sie nicht beantworten)
Die Wahl eines Elternvertreters am ersten Elternabend - vor
allem dann, wenn eine Klasse neu zusammengestellt wurde und
sich die Eltern eigentlich nicht kennen - ist absoluter
Quatsch.
Stimmt, aber wie kommst Du darauf, daß es im konkreten Beispiel so ist? Immerhin kennen sich die Eltern spätestens nach der zweiten Elternratswahl. In der Klasse meines Sohnes kenne ich einen Großteil der Eltern bereits seit der Grundschule. Ich denke hier sollten auch keine Verallgemeinerungen getroffenen werden.
Und die Elternvertretung der Schule darf ruhig auch in Anspruch genommen werden! Wen man nicht in die Verantwortung nimmt, dem darf man nicht Untätigkeit vorwerfen.
Ich wollte mein Beispiel nicht ausweiten, bei uns war es so,
daß sich einige der Eltern nicht trauten, deren Kindern
betroffen waren, wir haben es trotzdem hingekriegt, mag sein
es war Zufall, mag sein wir hatten die richtigen
‚Verbündeten‘, jeder Fall ist anders, ich wollte nur
darstellen, daß mir nie in den Sinn gekommen wäre , die Presse
einzuschalten.
Ich denke, dass das jeder für sich entscheiden muß.
Auch das ist richtig. Aber man darf doch wohl Argumente Für und Wider geben? Wie der Betroffene diese dann bewertet liegt eh außerhalb unseres Einflusses.
Mir geht es um Menschen die im Fernsehen Rache nehmen möchten
oder Genugtuung suchen. Aus meiner Sicht ist es ein schmaler
Grat den man geht, wenn man sich der Presse ausliefert.
Bei vielen Wegen die wir beschreiten balancieren wir auf einen
schmalen Grat, es kommt letztendlich nur darauf an, was wir
daraus machen und wieviel Verantwortung wir in die Waagschale
legen.
Eben…wir sind uns einig.
Sicher, aber ich glaube eben auch immer daran, daß man mit
Konfrontation nicht wirklich weit kommt. Es ist manchmal
schwer, sich nur auf sachliche Aspekte zu konzentrieren, aber
ich man muß es versuchen.
Dass man mit Konfrontation nicht wirklich weiter kommt?
Im Sinne von Krieg und echter Frontenbildung schon! Einer wird formaler Sieger bleiben, aber immer verlieren beide!
Wer Konfrontationen aus dem Weg geht, läuft in die falsche
Richtung. Wir stehen in unserem Leben so mancher Konfrontation
gegenüber und man hat dabei nur zwei wirkliche Möglichkeiten:
entwerder man stellt sich ihr sachlich und meistert sie oder
man legt den Rückwärtsgang ein und kommt im Leben nicht von
der Stelle.
Wobei letzteres ein Weglaufen ist.
Die Wahl der Mittel macht’s.
Meine Großmutter schrieb mir folgende Worte ins Poesiealbum:
Freundlich und ernst, das merke wohl,
wenn Dir’s mit Menschen glücken soll,
der Ernst zuweilen wehe tut,
die Freundlichkeit machts wieder gut.
Ich versuche eben immer zuerst ohne unnötige Polarisierung zu Lösungen zu finden. Meine Erfahrungen damit sind gut, auch wenn ich manchmal meine Wut erst mal runterschlucken mußte. Die Ergebnisse befriedigen hinterher umso mehr.
Wenn man an die Presse geht, schneidet man der Gegenseite die Möglichkeit ab, mit einer gewissen Würde einen Fehler einzusehen…etwas wogegen sich jeder Mensch instinktiv wehrt, jemand schrieb das hier schon treffend, man läuft Gefahr, Täter- und Opferrolle zu wechseln. Und das Kind lernt nun, daß seine Lehrerin vielleicht von der Öffentlichkeit gescholten wird, vielleicht sogar, daß sie sich unter dem Druck bei ihm entschuldigen muß, aber daß man sich ausspricht und Einsicht zeigt, dieser Weg dürfte versperrt sein. Das finde ich schade, weil ich eben glaube, solche Erfahrungen würden das Kind mehr stärken.
Nein sicher nicht, dann können wir Diskussion hierüber aber
auch lassen, denn JEDES der hier dikutierten Probleme muß ein
Stück weit abstrahiert werden, jeder der hier ein Problem
postet, sollte sich dessen bewußt sein. Ich hatte auch nicht
den Eindruck, daß Kalle das nicht selbst weiß und durchaus
selbst unterscheiden kann, wer sein Problem getroffen hat und
wer nicht.
Und ich hatte nicht den Eindruck, dass Kalle psychologisches
sezieren und beurteilen über die eventuelle Ursache dieser
Problematik hören wollte.
Ich interpretiere ganz gern selbst, was ich lese
)! Oder wollen wir zukünftig hier im Board erst darüber diskutieren, welche Meinungen ein Autor wohl zu wissen wünscht?
Ich erlaube mir selten ein Urteil über andere, schon
garnicht,wenn ich die betreffende Person nicht persönlich
kenne.
LOL, natürlich nicht! Kennen wir uns?
Unangemessen ist das Verhalten der Lehrerin, denn der Schüler
hat einen Vor- und Nachnamen.
Das haben wir alle hier wohl mehrfach bejaht!
Pigeldi soll eine anerkannt positiv belegte Figur sein? Ich
würde das mal gerne nachlesen, würdest Du mir bitte sagen, wo
das steht?
Ich weiß nicht, ob irgendeine Institution, die Du anerkennen würdest dieses irgendwo schriftlich niedergelegt hat
), aber lies einfach weiter unten im ersten Thread nach, nicht nur ich habe den kleinen Kerl als liebenswert eingestuft. Es gibt dort sogar einen Link und ein Beispiel.
Für den Schüler bedeutet die Anrede nichts anderes, als dass
ihn seine Lehrerin mit einen Schwein vergleicht.
Wenn ich mich recht erinnere, lag bereits die Vermutung nahe, daß der Lehrerin die Assoziation zu dem Namen Frederik gebildet hat, aber ich fürchte, genau das ist nun alles nicht mehr klärbar.
Stellen wir mal in den Raum, dass das mit Pigeldi schon
längere Zeit geht. Was zu Beginn vielleicht noch ein Scherz
war, hat sich über einen gewissen Zeitraum für den Schüler zu
einem ziemlichen Problem entwickelt.
Und es gibt für bestimmte Kinder nichts schlimmeres, als
täglich dem Gelächter seiner Klassenkameraden ausgesetzt zu
sein und das unter Mithilfe der Klassenlehrerin.
Das ist sicher für ALLE Kinder schlimm. Ich habe auch nie bestritten, daß es für das Kind schlimm ist…schlimm ist, wenn die wirkliche Ursache nicht aufgedeckt wird! Wer sagt Dir denn, daß diese Geschichte nicht nur der Auslöser war? Der Tropfen, der ein Faß zum Überlaufen brachte, das vielleicht gar nicht die Lehrerin füllte?
Es gibt durchaus seriöse Zeitungen und Reporter, die damit
sehr vorsichtig umgehen und mit Blauäugikkeit hat das nichts
zu tun.
Mag sein, aber an eine solche wurde sich offenbar nicht gewandt.
Was bitte sind „angemessene Mittel“? Könntest Du die
vielleicht genauer beschreiben?
Habe ich mehrfach getan, nur scheinen zumindest wir beide sehr unterschiedliche Maße anzulegen.
Ich übertrage nichts von mir auf andere. Aber es geht hier
auch nicht um einen Fall, sondern um ein Kind.
Aber ich kann Dir sagen, dass Vorkommnisse wie die, die mein
Sohn erdulden mußte, keine Seltenheit sind und auch das fing
mit Kleinigkeiten, die einem nicht weiter auffallen, an.
Und wenn nun jeder, dem solche Kleinigkeiten auffallen das über die Öffentlichkeit regeln möchte, welche Mittel wären dann in solchen Fällen ‚übrig‘, die Du in Deinem persönlichen Fall geschildert hast?
So? Und genau über das WIE habe ich eben eine andere Meinung
als Du!
Auch eine Art der Konfrontation
.
Wenn bei Dir schon eine andere Meinung wirklich Konfrontation bedeutet, dann ist dies ein möglicher Grund für unsere Verständnisprobleme.
Gruß Heike