Hallo Sonja,
ja, der EBV gehrt auch zu diesen hartnäckigen Erregern. Aber Achtung: EBV ist ein Virus. Und gegen Viren helfen ABs in aller Regel nicht (siehe Grippe). Also ich denke, dass Du eine Mehrfach-Entzündung hattest (d.h. mit mehreren Erregern gleichzeitig). Möglicherweise waren darunter auch Bakterien auf die die Antibiotika gewirkt (oder zumindest vermeindlich gewirkt im Sinne von „betäubt“) haben. Denn bei EBV bekommt man keine Antibiotika, da sie gegen den EBV nicht wirken.
Das Pfeiffer’sche Drüsenfieber ist ja aber nur eine Ausformung, wie sich der EBV zeigen kann.
Wenn wir den Weg jetzt mal rückwärts gehen, dann kommen wir zu folgendem Ergebnis:
Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch den EBV ausgelöst.
Vorletzter Schritt: Der Übertragsungsweg des EBV ist bisher nur unvollständig medizinisch erforscht.
Drittletzter Schritt: Nachgewiesen ist, dass der EBV (zumindest AUCH) von Zecken übertragen wird.
So und jetzt gehen wir von diesem Punkt aus wieder in Richtung Ursachenforschung: Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
Die wohl bekannteste ist die FSME (Hirnhautentzündung), eine relativ seltene aber sehr schwere Krankheit, gegen die es Gott sei Dank einen gut verträglichen Impfstoff gibt. Jeder in Deutschland sollte sich gegen diese FSME impfen lassen, da die Zahl der FSME -Fälle in den letzten Jahren erschreckend zugenommen hat. Die Wissenschaftler führen das auf den Klimawandel zurück.
Viel häufiger aber weniger bekannt ist die Borreliose. Es ist ein Begriff, der heute als Art Sammelbegriff verwendet wird für ca. ein Dutzend Einzelerkrankungen, welche alle durch Zecken übertragen werden und welche sich alle in ähnlichen Symptomen äußern. Die chronische Müdigkeit ist eines dieser ca. 130 Symptome. Geschwollene Augen wäre ein anderes und und und. Natürlich hat kein Mensch alle 130 Symptome, und schon gleich gar nicht gleichzeitig. Aber dann verschwindet mal ein Symptom, dafür erscheint ein anderes, wandernde Schmerzen (Gelenke, Muskeln) wäre auch so was typisches. Diese Erkrankungen werden überwiegend (aber nicht ausschlie´ßlich durch Bakterien verursacht). Viele dieser Erreger sind aber sehr zäh und ausdauernd. Daher muss man in aller Regel diese Entzündungen mit einer hochdosierten, langandauernden MEHRFACH-Antibiose (also mehrere Antibiotika gleichzeitig) bekämpfen.
Die Lungenentzündung ist übrigens eine typische Sekundärkrankheit dieser Borreliose- (oder Co-Errreger-)Erkrankung: Das Immunsystem versucht mit aller Macht, der Erreger Herr zu werden und verbraucht daher so viel Energie, dass dann der Erreger der Lungenentzündung fast ungehindert „sein Werk verrichten“ kann. In unglücklichen Fällen kann daran dann der Betroffene sterben. (Im Totenschein steht dann „Lungenentzündung“, aber nichts von der Ursache Borreliose).
Thema Ärzte und diese Krankheitszusammenhänge: Leider sind alle von Zecken übertragenen Krankheiten noch sehr wenig erforscht und es existiert unter der Ärzteschaft viel Halbwissen und noch viel mehr falsche Meinungen über Verlauf und wirksame Therapie, so dass man leider feststellen muss, dass man davon ausgehen muss, dass der Arzt genau so viel davon versteht und weiß wie eine Kuh von der Mathematik. - Nämlich gar nichts. Deutschlandweit gibt es etwa eine Handvoll Ärzte, welche sich nach heutigem Wissensstand ganz gut auskennen. In ganz München ist beispielsweise kein einziger.
Insbesondere die übermäßige Müdigkeit ist ein recht sicheres
Zeichen für meine oben genannte Vermutung. Denn auch die CFS
ist ja medizinisch ganz und gar nicht überzeugend erklärt.
ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief
und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit
wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.
Thema Bluttests/Untersuchungen: Es fehlen definitiv noch geeignete serologische Werkzeuge, dadurch sind alle Bluttests ziemlich bis sehr unsicher in ihren Ergebnissen. Die Fehlerquote liegt teilweise weit über 50% (ich hatte mal was gehört von 80-85% Fehler, wurde aber am Freitag von einem dieser Spezialisten, der eigene klinische Studien durchgeführt hatte, darauf hingewiesen, dass es „nur“ ca. 65% Fehlerquote sei). Da viele Ärzte bluttest-gläubig sind, ist dann „Borrelien-Nachweis negativ“ für diese schon das Amen, dass dann ja gar keine Borre vorliegen kann. Dass das aber nur heißt: bei einer Fehlerquote von 65% haben wir keine Borrelien finden können", kapieren viele Ärzte nicht. Es ist wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen, da sie die Erreger die überwiegende Zeit gar nicht im Blut sondern in den Zellen oder den Zellwänden aufhalten. Das Blut benutzen sie nur um von einem Ort innerhalb des Körpers an einen anderen auszuweichen, wenn dieser mit Medikamenten „beschossen“ wird. Ähnlich wie wir die Autobahn benutzen: um von A nach B zu kommen. Und wenn man jetzt eine Untersuchung macht „Absuchen aller Autobahnen nach dem Auto vom Alexander“, dann wird man auch nicht fündig, weil ich gar nicht auf der Autobahn bin. Daraus aber zu folgern: „Den Alexander, den gibt es nicht“ ist wohl offensichtlicher Quatsch. Aber genau das tun manche Testverfaren. Sie suchen nur im Blut („Autobahn“). Und die Ärzte ziehen dann - „Serologie Blut Borrelien negativ“ unglücklicherweise die falschen Schlüsse: „Nein, Sie haben keine Borreliose“.
Also mein Rat: Trotz der hohen Fehleranfälligkeit: Lass Dein Blut auf den EBV und Borrelien sowie die wichtigsten Co-Erreger testen (Borrelien, Erlichien, Babesien, Rickettsien, Clamydien, Yersinien, Bartonellen - das dürften die wichtigsten/häufigsten Erreger sein, die durch Zecken übertragen werden). Achtung: Bestehe auf ein Speziallabor, die solche Tests auch durchführen können. (Testverfahren: LTT, Westernblot, ELISPOT; aber bitte nicht den ELISA, letzterer liefert die Ergebnisse innerhalb von 3 Tagen und ist das unsicherste Verfahren auf diesem Gebiet). Für Süddeutschland ist eines der wenigen Labore, die dies auf qualitativ hohem Niveau durchführen in Ettlingen bei Karlsruhe, für Westdeutschland in Köln und für Nord- und Ostdeutschland in Berlin. Bitte nicht in einem Feld- Wald- und Wiesenlabor, da diese Tests echt aufwendig sind. Immer in Hinterkopf: „Positiv“ heißt: Ja, ich habe es tatsächlich, aber „Negativ“ heißt noch lange nicht, dass ich es nicht habe - man hat halt nur nichts gefunden!.
Einen letzten Hinweis noch: Die Übertragung der Erreger kann jahrelang zurückliegen und in Dir geschlummert haben, ohne ausgebrochen zu sein. Daher ist es (leider) auch keinerlei Indiz, wenn Du sagst: „Ich habe aber gar keine Zecke gehabt“. Zum Einen bemerkt man diese kleinen Monster gar nicht immer, zum Anderen kann es so lange her sein, dass Du es einfach nur vergessen hast. Zum Dritten gehen heute seriöse Wissenschaftler davon aus, dass man sich diese Erreger auch durch einen Mückenstich zuziehen kann. Und wer rennt schon wegen jedem Muckenstich zum Arzt? Niemand. Es wäre auch lächerlich. (Wobei die Ärzte ja heute schon für Deutschland warnen, dass durch die Klimaerwärmung in den nächsten Jahren durchaus bei uns mit dem Auftreten von Malaria zu rechnen ist).
Notiz am Rande: Du weißt ja, dass heute die Geschichtler davon ausgehen, dass letztlich die Zecken einer der Hauptgründe war, warum Napoleon bei seinem Russland-Feldzug verloren hat (an den Leichen- resp. Knochenresten der gefallenen Soldaten hat man Untersuchungen durchgeführt und bei einer Vielzahl neben dem EBV auch Borrelien und andere Co-Erreger gefunden). In älteren Aufzeichnungen dagegen wird immer davon gesprochen, dass viele in seiner Armee an Pfeifferschem Drüsenfieber (!!! sic!) gestorben seien: Durch die Infektion seien die Soldaten so geschwächt und schlapp gewesen, bis hin zur völligen Auszehrung und Tod. Aber der Russlandfeldzug ist ja glücklicherweise beendet und Du musst auch nicht an ihm teilnehmen, also stehen Deine Chancen schon deutlich besser als die der armen Soldaten 
ich hatte letztes jahr im winter/dieses
frühjahr pfeiffersches drüsenfieber. im zeitraum anf. november
bis ende april hab ich quasi ständig AB genommen, weil ich
laufend augenentzündungen, nasen-neben- und
stirnhölenvereiterungen hatte, angina, lungenentzündung…
ende april war die lungenentzündung dann auch mal abgeheilt
und ich habe mitte mai mit ausdauersport angefangen und mich
da echt gut entwickelt. ich bin 3 - 4 mal die woche 1 - 1,5
stunden laufen gewesen, hab das fahrrad wieder aus dem keller
geholt, krafttraining im studio angefangen… in recht kurzer
zeit hab ich einiges an fitness und kraft und körperstraffung
erreicht, mich super gefühlt. ende juni hatte ich einen
autounfall, nachdem ich dann mal 4/5 wochen zwangspause hatte,
danach aber wieder voll loslegen konnte. dieses total schlappe
fällt eben zeitlich genau auf das absetzen der pille… wobei
die ausleitung der AB in der homöopathischen behandlung auch
gleichzeitig begann…
ABs braucht man nicht ausleiten. Ich nehme an, diese Formulierung ist von Dir nur unglücklich gewählt und Du meinst in Wirklichkeit „den beschleunigten Abtransport der Giftstoffe, die die Bakterienkadaver im Körper hinterlassen.“
stimmt eigentlich.
sollte mir also das antibiotika quasi ein „gutes körpergefühl“
vorgegaukelt haben? ähnlich wie doping?
ja, guter Vergleich
wäre es ratsam nochmal beim doc meine blutwerte auf ebv prüfen
zu lassen?
ja
das muss doch echt mal ein ende nehmen…
Du brauchst einen langen Atem! (damit meine ich in diesem Fall „Geduld“!). Lies Dir möglichst viel Fachwissen über das Internet an, dann merkst Du schnell wie katatstrophal schlecht viele Ärzte sind. Bloß nicht gutgläubig sein gegenüber den Aussagen der Weißkittel!
Soweit für den Moment.
Wenn Du noch mehr Infos willst/brauchst, kannst Du Dich gerne nochmal melden.
Schnelle Besserung wünscht Dir
Alexander
(P.S.: bitte Alexander, nicht Alex Danke.)