Pille abgesetzt - körperliche reaktionen

hallo zusammen,

seit 5 wochen nehm ich die pille nimmer (cerazette).
nach 3 wochen hatte ich dann die erste leichte blutung, aber nur 3 tage. die vorboten in form von rückenschmerzen habe ich mit einem homöopathischen mittel ganz leicht in den griff bekommen. ich mache parallel eine ausleitung, da ich im letzten jahr sehr viele antibiotika und schmerzmittel genommen habe und nun keine medikamente mehr nehmen will, außer eben globoli.

nun merke ich, dass ich seit dem absetzen immer einen geschwollenen bauch habe und ein völlegefühl, aber paradoxerweise gepaart mit heißhunger. ich kann kaum aufhören zu essen, wenn ich mal anfange. meine fitness hat auch schwer nachgelassen; ich war viel fitter und belastbarer (körperlich), aber seit dem absetzen krieg ich nur mein laufbandtraining hin im fettverbrauchsbereich, aber sobald ich hier bei mir im wohngebiet die staffeltreppen hochsteige (wohne oberste hanglage) bleibt mir die puste weg und mir wird schlecht. früher bin ich die engelsgleich hochgeschwebt…

kann das absetzen der pille so wirken? ist mir echt unangenehm, ich arbeite nebenher in einem fitness studio und krieg grad nix gebacken an den geräten. mein trainer wundert sich auch schon, was da los ist.

ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.

liebe grüße,
sonja

Hallo Sonja,

das was Du beschreibst, glaube ich, sind eher die Folgen der „Rückkehr der Normalität“ nach Beendigung der Antiobose. Du schreibst leider nicht, weshalb Du so lange und so viele Antbiotika nehmen musstest.

ABs werden in aller Regel zur Bekämpfung einer Infektion verordnet. Nun gibt es leider Infektionen, welche äußerst hartnäckig sind und den monatelangen Einsatz von ABs notwendig machen. Wenn mann dann die ABs absetzt, wirken diese noch eine geraume Zeit im Körper nach. Je nach Dauer und Dosierung der ABs bis zu einem halben Jahr.

Wenn nun, nach - sagen wir - diesem halben Jahr die ABs ihre Restwirkung aufgeben/aufgegeben haben, dann wird erstmals deutlich, wie es Dir wirklich geht und ob die Antibiose erfolgreich war oder eben nicht. Ich kenne ja weder die Beschwerden vor der AB-Therapie, noch während dieser. Aber mir klingt das halt so, als ob die ganze Entzündung nur betäubt gewesen wäre (während der AB) und jetzt wieder voll erblühen kann.

Solltest Du auf Borreliose hin behandelt worden sein, ist darauf hinzuweisen, dass nach neuesten Erkenntnissen diese Erreger (bzw. Co-Erreger) sehr vital und langlebig sind und oft nur mit einer Kombinationstherapie aus mehreren ABs GLEICHZEITIG nicht nur betäubt, sondern wirklich abgetötet werden können. Also müsste man auch wissen, woraus Deine Antibiose (wie lange, welche Dosierung, welche Mittel und gegen was) bestand.

Insbesondere die übermäßige Müdigkeit ist ein recht sicheres Zeichen für meine oben genannte Vermutung. Denn auch die CFS ist ja medizinisch ganz und gar nicht überzeugend erklärt.

Ich glaube nicht, dass es mit dem Absetzen der Pille zu tun hat.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

seit 5 wochen nehm ich die pille nimmer (cerazette).
nach 3 wochen hatte ich dann die erste leichte blutung, aber
nur 3 tage. die vorboten in form von rückenschmerzen habe ich
mit einem homöopathischen mittel ganz leicht in den griff
bekommen. ich mache parallel eine ausleitung, da ich im
letzten jahr sehr viele antibiotika und schmerzmittel genommen
habe und nun keine medikamente mehr nehmen will, außer eben
globoli.

nun merke ich, dass ich seit dem absetzen immer einen
geschwollenen bauch habe und ein völlegefühl, aber
paradoxerweise gepaart mit heißhunger. ich kann kaum aufhören
zu essen, wenn ich mal anfange. meine fitness hat auch schwer
nachgelassen; ich war viel fitter und belastbarer
(körperlich), aber seit dem absetzen krieg ich nur mein
laufbandtraining hin im fettverbrauchsbereich, aber sobald ich
hier bei mir im wohngebiet die staffeltreppen hochsteige
(wohne oberste hanglage) bleibt mir die puste weg und mir wird
schlecht. früher bin ich die engelsgleich hochgeschwebt…

ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief
und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit
wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.

hi alex,

danke für die antwort. ich hatte letztes jahr im winter/dieses frühjahr pfeiffersches drüsenfieber. im zeitraum anf. november bis ende april hab ich quasi ständig AB genommen, weil ich laufend augenentzündungen, nasen-neben- und stirnhölenvereiterungen hatte, angina, lungenentzündung… ende april war die lungenentzündung dann auch mal abgeheilt und ich habe mitte mai mit ausdauersport angefangen und mich da echt gut entwickelt. ich bin 3 - 4 mal die woche 1 - 1,5 stunden laufen gewesen, hab das fahrrad wieder aus dem keller geholt, krafttraining im studio angefangen… in recht kurzer zeit hab ich einiges an fitness und kraft und körperstraffung erreicht, mich super gefühlt. ende juni hatte ich einen autounfall, nachdem ich dann mal 4/5 wochen zwangspause hatte, danach aber wieder voll loslegen konnte. dieses total schlappe fällt eben zeitlich genau auf das absetzen der pille… wobei die ausleitung der AB in der homöopathischen behandlung auch gleichzeitig begann… stimmt eigentlich.
sollte mir also das antibiotika quasi ein „gutes körpergefühl“ vorgegaukelt haben? ähnlich wie doping?
wäre es ratsam nochmal beim doc meine blutwerte auf ebv prüfen zu lassen? das muss doch echt mal ein ende nehmen…

grüßle,
sonja

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Hallo Sonja,

ja, der EBV gehrt auch zu diesen hartnäckigen Erregern. Aber Achtung: EBV ist ein Virus. Und gegen Viren helfen ABs in aller Regel nicht (siehe Grippe). Also ich denke, dass Du eine Mehrfach-Entzündung hattest (d.h. mit mehreren Erregern gleichzeitig). Möglicherweise waren darunter auch Bakterien auf die die Antibiotika gewirkt (oder zumindest vermeindlich gewirkt im Sinne von „betäubt“) haben. Denn bei EBV bekommt man keine Antibiotika, da sie gegen den EBV nicht wirken.

Das Pfeiffer’sche Drüsenfieber ist ja aber nur eine Ausformung, wie sich der EBV zeigen kann.

Wenn wir den Weg jetzt mal rückwärts gehen, dann kommen wir zu folgendem Ergebnis:

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch den EBV ausgelöst.

Vorletzter Schritt: Der Übertragsungsweg des EBV ist bisher nur unvollständig medizinisch erforscht.

Drittletzter Schritt: Nachgewiesen ist, dass der EBV (zumindest AUCH) von Zecken übertragen wird.

So und jetzt gehen wir von diesem Punkt aus wieder in Richtung Ursachenforschung: Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Die wohl bekannteste ist die FSME (Hirnhautentzündung), eine relativ seltene aber sehr schwere Krankheit, gegen die es Gott sei Dank einen gut verträglichen Impfstoff gibt. Jeder in Deutschland sollte sich gegen diese FSME impfen lassen, da die Zahl der FSME -Fälle in den letzten Jahren erschreckend zugenommen hat. Die Wissenschaftler führen das auf den Klimawandel zurück.

Viel häufiger aber weniger bekannt ist die Borreliose. Es ist ein Begriff, der heute als Art Sammelbegriff verwendet wird für ca. ein Dutzend Einzelerkrankungen, welche alle durch Zecken übertragen werden und welche sich alle in ähnlichen Symptomen äußern. Die chronische Müdigkeit ist eines dieser ca. 130 Symptome. Geschwollene Augen wäre ein anderes und und und. Natürlich hat kein Mensch alle 130 Symptome, und schon gleich gar nicht gleichzeitig. Aber dann verschwindet mal ein Symptom, dafür erscheint ein anderes, wandernde Schmerzen (Gelenke, Muskeln) wäre auch so was typisches. Diese Erkrankungen werden überwiegend (aber nicht ausschlie´ßlich durch Bakterien verursacht). Viele dieser Erreger sind aber sehr zäh und ausdauernd. Daher muss man in aller Regel diese Entzündungen mit einer hochdosierten, langandauernden MEHRFACH-Antibiose (also mehrere Antibiotika gleichzeitig) bekämpfen.

Die Lungenentzündung ist übrigens eine typische Sekundärkrankheit dieser Borreliose- (oder Co-Errreger-)Erkrankung: Das Immunsystem versucht mit aller Macht, der Erreger Herr zu werden und verbraucht daher so viel Energie, dass dann der Erreger der Lungenentzündung fast ungehindert „sein Werk verrichten“ kann. In unglücklichen Fällen kann daran dann der Betroffene sterben. (Im Totenschein steht dann „Lungenentzündung“, aber nichts von der Ursache Borreliose).

Thema Ärzte und diese Krankheitszusammenhänge: Leider sind alle von Zecken übertragenen Krankheiten noch sehr wenig erforscht und es existiert unter der Ärzteschaft viel Halbwissen und noch viel mehr falsche Meinungen über Verlauf und wirksame Therapie, so dass man leider feststellen muss, dass man davon ausgehen muss, dass der Arzt genau so viel davon versteht und weiß wie eine Kuh von der Mathematik. - Nämlich gar nichts. Deutschlandweit gibt es etwa eine Handvoll Ärzte, welche sich nach heutigem Wissensstand ganz gut auskennen. In ganz München ist beispielsweise kein einziger.

Insbesondere die übermäßige Müdigkeit ist ein recht sicheres
Zeichen für meine oben genannte Vermutung. Denn auch die CFS
ist ja medizinisch ganz und gar nicht überzeugend erklärt.

ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief
und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit
wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.

Thema Bluttests/Untersuchungen: Es fehlen definitiv noch geeignete serologische Werkzeuge, dadurch sind alle Bluttests ziemlich bis sehr unsicher in ihren Ergebnissen. Die Fehlerquote liegt teilweise weit über 50% (ich hatte mal was gehört von 80-85% Fehler, wurde aber am Freitag von einem dieser Spezialisten, der eigene klinische Studien durchgeführt hatte, darauf hingewiesen, dass es „nur“ ca. 65% Fehlerquote sei). Da viele Ärzte bluttest-gläubig sind, ist dann „Borrelien-Nachweis negativ“ für diese schon das Amen, dass dann ja gar keine Borre vorliegen kann. Dass das aber nur heißt: bei einer Fehlerquote von 65% haben wir keine Borrelien finden können", kapieren viele Ärzte nicht. Es ist wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen, da sie die Erreger die überwiegende Zeit gar nicht im Blut sondern in den Zellen oder den Zellwänden aufhalten. Das Blut benutzen sie nur um von einem Ort innerhalb des Körpers an einen anderen auszuweichen, wenn dieser mit Medikamenten „beschossen“ wird. Ähnlich wie wir die Autobahn benutzen: um von A nach B zu kommen. Und wenn man jetzt eine Untersuchung macht „Absuchen aller Autobahnen nach dem Auto vom Alexander“, dann wird man auch nicht fündig, weil ich gar nicht auf der Autobahn bin. Daraus aber zu folgern: „Den Alexander, den gibt es nicht“ ist wohl offensichtlicher Quatsch. Aber genau das tun manche Testverfaren. Sie suchen nur im Blut („Autobahn“). Und die Ärzte ziehen dann - „Serologie Blut Borrelien negativ“ unglücklicherweise die falschen Schlüsse: „Nein, Sie haben keine Borreliose“.

Also mein Rat: Trotz der hohen Fehleranfälligkeit: Lass Dein Blut auf den EBV und Borrelien sowie die wichtigsten Co-Erreger testen (Borrelien, Erlichien, Babesien, Rickettsien, Clamydien, Yersinien, Bartonellen - das dürften die wichtigsten/häufigsten Erreger sein, die durch Zecken übertragen werden). Achtung: Bestehe auf ein Speziallabor, die solche Tests auch durchführen können. (Testverfahren: LTT, Westernblot, ELISPOT; aber bitte nicht den ELISA, letzterer liefert die Ergebnisse innerhalb von 3 Tagen und ist das unsicherste Verfahren auf diesem Gebiet). Für Süddeutschland ist eines der wenigen Labore, die dies auf qualitativ hohem Niveau durchführen in Ettlingen bei Karlsruhe, für Westdeutschland in Köln und für Nord- und Ostdeutschland in Berlin. Bitte nicht in einem Feld- Wald- und Wiesenlabor, da diese Tests echt aufwendig sind. Immer in Hinterkopf: „Positiv“ heißt: Ja, ich habe es tatsächlich, aber „Negativ“ heißt noch lange nicht, dass ich es nicht habe - man hat halt nur nichts gefunden!.

Einen letzten Hinweis noch: Die Übertragung der Erreger kann jahrelang zurückliegen und in Dir geschlummert haben, ohne ausgebrochen zu sein. Daher ist es (leider) auch keinerlei Indiz, wenn Du sagst: „Ich habe aber gar keine Zecke gehabt“. Zum Einen bemerkt man diese kleinen Monster gar nicht immer, zum Anderen kann es so lange her sein, dass Du es einfach nur vergessen hast. Zum Dritten gehen heute seriöse Wissenschaftler davon aus, dass man sich diese Erreger auch durch einen Mückenstich zuziehen kann. Und wer rennt schon wegen jedem Muckenstich zum Arzt? Niemand. Es wäre auch lächerlich. (Wobei die Ärzte ja heute schon für Deutschland warnen, dass durch die Klimaerwärmung in den nächsten Jahren durchaus bei uns mit dem Auftreten von Malaria zu rechnen ist).

Notiz am Rande: Du weißt ja, dass heute die Geschichtler davon ausgehen, dass letztlich die Zecken einer der Hauptgründe war, warum Napoleon bei seinem Russland-Feldzug verloren hat (an den Leichen- resp. Knochenresten der gefallenen Soldaten hat man Untersuchungen durchgeführt und bei einer Vielzahl neben dem EBV auch Borrelien und andere Co-Erreger gefunden). In älteren Aufzeichnungen dagegen wird immer davon gesprochen, dass viele in seiner Armee an Pfeifferschem Drüsenfieber (!!! sic!) gestorben seien: Durch die Infektion seien die Soldaten so geschwächt und schlapp gewesen, bis hin zur völligen Auszehrung und Tod. Aber der Russlandfeldzug ist ja glücklicherweise beendet und Du musst auch nicht an ihm teilnehmen, also stehen Deine Chancen schon deutlich besser als die der armen Soldaten :smile:

ich hatte letztes jahr im winter/dieses
frühjahr pfeiffersches drüsenfieber. im zeitraum anf. november
bis ende april hab ich quasi ständig AB genommen, weil ich
laufend augenentzündungen, nasen-neben- und
stirnhölenvereiterungen hatte, angina, lungenentzündung…
ende april war die lungenentzündung dann auch mal abgeheilt
und ich habe mitte mai mit ausdauersport angefangen und mich
da echt gut entwickelt. ich bin 3 - 4 mal die woche 1 - 1,5
stunden laufen gewesen, hab das fahrrad wieder aus dem keller
geholt, krafttraining im studio angefangen… in recht kurzer
zeit hab ich einiges an fitness und kraft und körperstraffung
erreicht, mich super gefühlt. ende juni hatte ich einen
autounfall, nachdem ich dann mal 4/5 wochen zwangspause hatte,
danach aber wieder voll loslegen konnte. dieses total schlappe
fällt eben zeitlich genau auf das absetzen der pille… wobei
die ausleitung der AB in der homöopathischen behandlung auch
gleichzeitig begann…

ABs braucht man nicht ausleiten. Ich nehme an, diese Formulierung ist von Dir nur unglücklich gewählt und Du meinst in Wirklichkeit „den beschleunigten Abtransport der Giftstoffe, die die Bakterienkadaver im Körper hinterlassen.“

stimmt eigentlich.
sollte mir also das antibiotika quasi ein „gutes körpergefühl“
vorgegaukelt haben? ähnlich wie doping?

ja, guter Vergleich

wäre es ratsam nochmal beim doc meine blutwerte auf ebv prüfen
zu lassen?

ja

das muss doch echt mal ein ende nehmen…

Du brauchst einen langen Atem! (damit meine ich in diesem Fall „Geduld“!). Lies Dir möglichst viel Fachwissen über das Internet an, dann merkst Du schnell wie katatstrophal schlecht viele Ärzte sind. Bloß nicht gutgläubig sein gegenüber den Aussagen der Weißkittel!

Soweit für den Moment.

Wenn Du noch mehr Infos willst/brauchst, kannst Du Dich gerne nochmal melden.

Schnelle Besserung wünscht Dir

Alexander

(P.S.: bitte Alexander, nicht Alex Danke.)

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Hallo Sonja,

mir sind da noch zwei Dinge eingefallen, die noch nicht angesprochen wurden.

Du schreibst in Deinem Ursprungsbeitrag von lang anhaltender Antibiotika-Einnahme. Du weißt, dass ABs massiv die Darmflora schädigen. Was hast Du denn während und auch nach Deiner Antibiose getan, um Deiner Darmflora wieder auf die Beine zu helfen? Welche AB hast Du denn eigentlich genommen? Du weißt, dass manche ABs strikte Abstinenz von Milchprodukten (Milch, Käse, Joghurt, Quark, Butter etc.) von mindestens 4 Stunden vor und nach der AB-Einnahme erfordern? Du weißt und hast hoffentlich berücksichtigt, dass Weißmehlprodukte (normales Brot, Semmeln, Kuchen), Zuckerhaltiges (Süßigkeiten), Kaffee und je nach AB vielleicht noch das eine oder andere mehr nicht gegessen oder getrunken werden darf. Ich hoffe Dein Arzt hat Dich darüber aufgeklärt und Du hast es befolgt.
Also erster Punkt: was tust Du, um Deine Darmflora zu regenerieren?

Zweiter Punkt: Oftmals ist eine Folgeerkrankung bei langandauernder Antibiotika-Einnahme eine Pilzinfektion. Diese Krankheit, am bekanntesten ist wohl der Candida-Pilz, greift den gesamten Körper an, von der Zunge (weißlich bis gelblich belegt) über Speiseröhre, Magen-Darm-Trakt bis hin zu Leber, Nieren, After und Geschlechtsteilen (z.B. Afterjucken, Brennen beim Urinieren, bei Frauen Ausfluss). Nun ist aber die Candida auch wieder der gleiche Fall: Sie ist ebenfalls nur extrem schlecht über Blut- oder Stuhlproben nachweisbar, da sich der Pilz - ähnlich wie im Wald - immer im „Nest“ aufhält. D.h. in einem relativ kleinen Bereich sind viele Pilzsporen, in den übrigen Bereichen wenige bis gar keine. Die Candida, die ebenfalls bei den Ärzten weitenteils eine unbekannte Krankheit ist, hat viele Symptome, die der Borreliose oder deren Co-Erreger-Erkrankungen sehr ähneln. Daher macht es die Unterscheidung ob Candida oder Borre vorliegt, seeeehhhr schwer. Ein ganz typisches Symptom für die Candida ist beispielsweise auch die extreme Müdigkeit, die Du ja beschreibst. Also wohlgemerkt: wenn Candida, dann denke ich, dass dies eine Folgeerkrankung ist durch die Antibiose und einer ungenügenden Beachtung aller Ernährungsnotwendigkeiten, die diese mit sich bringt.
Auch der Heißhunger würde dazu passen…

Was macht denn eigentlich Dein Heilpraktiker mit Dir? Du schreibst von „Ausleitung“. Das ist mir zu allgemein. Was genau? wie oft pro Woche? wie lange pro Sitzung? wie lange in Monaten? etc.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief
und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit
wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.

hallo alexander,

vielen lieben dank für deine beiträge!

also, ich bin eigentlich wegen meiner seit 6 monaten extrem schlechten haut zur praktikerin gegangen, weil mir der hautarzt auch wieder nur antibiotika verschrieben hat und ich nach 4 monaten keine mehr nehmen wollte - haben eh nix gebracht.

die heilpraktikerin meinte, dass ich nach so einer erkrankung und so langer AB-einnahme meine darmflora aufbauen müsste. ich nehme nun seit etwa 6 wochen jeden morgen und abend heilerde ein, pro symbio flor (5 tropfen) und okubaka D7 (5 stück).
zur heilprakti bin ich dann nach 4 wochen wieder gegangen, weil sie einfach mal ein feedback wollte, wie es sich in der zwischenzeit entwickelt und wie ich mich fühle. in 4 wochen hab ich wieder einen termin und soll diese homöopathischen mittel weiterhin einnehmen, da die ausscheidung/entgiftung wohl eine ganze weile dauert.
aber sonst macht die auch nix… aber wenn das rum ist, will sie mir irgendwelche anderen kügelchen geben…

ich habe verschiedene antibiotika genommen, weil manche schon gar nicht mehr wirken oder die nebenwirkungen zu sehr waren (übelkeit, schwindelanfälle…). irgendwann war´s dann auch mal soweit, dass ich blutigen durchfall und magenprobleme bekam, wohl auch wegen der überreizung durch die ganzen medikamente. eine magenspiegelung ergab dann eben auch eine heftige atrumgastritis gegen die es wieder medikamente gab…
da mein pfeiffersches durch übelstes herpes an den augen (und zuvor hatte ich nicht ein herpesbläschen in meinem leben) begleitet war, nahm ich auch wochenlang virustatika ein, um das ein wenig einzudämmen… das mit der milch wusste ich, da ich die beipackzettel immer lese und mich dann auch daran halte.

ausfluss habe ich übrigens keinen, auch juckt nix.

ich glaub, das was ich da alles in den 6 monaten geschluckt habe, schlucken andere ihr leben lang nicht…

ach ja, nach der lungenentzündung bekam ich 8 spritzen vitamin b komplex, alle zwei wochen in den pomuskel injeziert, zur stärkung meiner immunabwehr.

sonst fällt mir an symptomen nix mehr ein…

liebe grüße,
s.

Hallo Sonja,

mir sind da noch zwei Dinge eingefallen, die noch nicht
angesprochen wurden.

Du schreibst in Deinem Ursprungsbeitrag von lang anhaltender
Antibiotika-Einnahme. Du weißt, dass ABs massiv die Darmflora
schädigen. Was hast Du denn während und auch nach Deiner
Antibiose getan, um Deiner Darmflora wieder auf die Beine zu
helfen? Welche AB hast Du denn eigentlich genommen? Du weißt,
dass manche ABs strikte Abstinenz von Milchprodukten (Milch,
Käse, Joghurt, Quark, Butter etc.) von mindestens 4 Stunden
vor und nach der AB-Einnahme erfordern? Du weißt und hast
hoffentlich berücksichtigt, dass Weißmehlprodukte (normales
Brot, Semmeln, Kuchen), Zuckerhaltiges (Süßigkeiten), Kaffee
und je nach AB vielleicht noch das eine oder andere mehr nicht
gegessen oder getrunken werden darf. Ich hoffe Dein Arzt hat
Dich darüber aufgeklärt und Du hast es befolgt.
Also erster Punkt: was tust Du, um Deine Darmflora zu
regenerieren?

Zweiter Punkt: Oftmals ist eine Folgeerkrankung bei
langandauernder Antibiotika-Einnahme eine Pilzinfektion.
Diese Krankheit, am bekanntesten ist wohl der Candida-Pilz,
greift den gesamten Körper an, von der Zunge (weißlich bis
gelblich belegt) über Speiseröhre, Magen-Darm-Trakt bis hin zu
Leber, Nieren, After und Geschlechtsteilen (z.B. Afterjucken,
Brennen beim Urinieren, bei Frauen Ausfluss). Nun ist aber die
Candida auch wieder der gleiche Fall: Sie ist ebenfalls nur
extrem schlecht über Blut- oder Stuhlproben nachweisbar, da
sich der Pilz - ähnlich wie im Wald - immer im „Nest“ aufhält.
D.h. in einem relativ kleinen Bereich sind viele Pilzsporen,
in den übrigen Bereichen wenige bis gar keine. Die Candida,
die ebenfalls bei den Ärzten weitenteils eine unbekannte
Krankheit ist, hat viele Symptome, die der Borreliose oder
deren Co-Erreger-Erkrankungen sehr ähneln. Daher macht es die
Unterscheidung ob Candida oder Borre vorliegt, seeeehhhr
schwer. Ein ganz typisches Symptom für die Candida ist
beispielsweise auch die extreme Müdigkeit, die Du ja
beschreibst. Also wohlgemerkt: wenn Candida, dann denke ich,
dass dies eine Folgeerkrankung ist durch die Antibiose und
einer ungenügenden Beachtung aller Ernährungsnotwendigkeiten,
die diese mit sich bringt.
Auch der Heißhunger würde dazu passen…

Was macht denn eigentlich Dein Heilpraktiker mit Dir? Du
schreibst von „Ausleitung“. Das ist mir zu allgemein. Was
genau? wie oft pro Woche? wie lange pro Sitzung? wie lange in
Monaten? etc.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

ach ja, und müüüüüüüüüüüüüüüüüde bin ich… ich schlafe tief
und fest und die ganze nacht durch, aber ich fühl mich seit
wochen nicht ausgeschlafen und immer gerädert.

Hallo Sonja,

*dummguck weil nixversteh*

also irgendwie stehe ich offenbar auf dem Schlauch.

Einmal schreibst Du von EBV (= Virus), dann schreibst Du von Hautproblemen und einen Satz weiter von Herpes (= ebenfalls ein Virus). Wenn ich jetzt mal als „extreme Hautprobleme“ eine Gürtelrose annehme, dann ist das auch eine Virusinfektion.

Wie ich schon schrieb: gegen Viren helfen keine Antibiotika!
Verwirrt bin ich, weil ich immer noch nicht weiß, wogegen Du die ABs bekommen hast. Irgendwie passt da für mich (fast) gar nichts zusammen. Was hat denn der Hautarzt als Diagnose gestellt (hoffentlich doch eine bakterielle Entzündung; soviel trau sogar ich den Ärzten noch zu, dass die wissen, dass man Viren mit ABs nicht beikommen kann). Wenn Du nicht hier über das Forum ins Detail gehen willst, kann ich das aber auch sehr gut verstehen. Ziel meiner ausführlichen Antworten ist einfach, Dir mögliche Ursachen aufzuzeigen (ich sage nicht, dass es das sein MUSS, nur es KÖNNTE es sein) und eine gewisse Skepsis gegenüber den Weißkitteln Dir anzuempfehlen, da diese oft genug (leider) einfach nur Mist erzählen.

Und wie gesagt, das CFS ist alles andere als von den Medizinern verstanden. Ein Stochern im Nebel, Stecknadel im Heuhaufen.

Wenn Du willst, kannst Du ja versuchen, mich vom „Schlauch-Stehen“ zu befreien.

die heilpraktikerin meinte, dass ich nach so einer erkrankung
und so langer AB-einnahme meine darmflora aufbauen müsste.

richtig.

da die ausscheidung/entgiftung
wohl eine ganze weile dauert.

auch richtig

ich habe verschiedene antibiotika genommen, weil manche schon
gar nicht mehr wirken oder die nebenwirkungen zu sehr waren
(übelkeit, schwindelanfälle…). irgendwann war´s dann auch
mal soweit, dass ich blutigen durchfall und magenprobleme

hört sich nicht gut an.

da mein pfeiffersches durch übelstes herpes an den augen (und
zuvor hatte ich nicht ein herpesbläschen in meinem leben)
begleitet war, nahm ich auch wochenlang virustatika ein, um
das ein wenig einzudämmen…

ich lese immer nur Virus

ich glaub, das was ich da alles in den 6 monaten geschluckt
habe, schlucken andere ihr leben lang nicht…

da kann meine Frau (sie leidet seit 2,5 Jahren an Borreliose) leicht mithalten! *schiefgrins, anders wäre es uns auch lieber*

ach ja, nach der lungenentzündung

hier steht jetzt zum ersten Mal was bakterielles! Dagegen helfen ABs. Aber:

bekam ich 8 spritzen vitamin
b komplex, alle zwei wochen in den pomuskel injeziert, zur
stärkung meiner immunabwehr.

genau hier schreibst Du nichts von ABs

sonst fällt mir an symptomen nix mehr ein…

mir momentan auch nichts mehr

Viele liebe Grüße und schnelle Besserungwünscht

Alexander

aaaaaaaaaalso,
angefangen hat alles mit einer dicken erkältung und plötzlichem herpesbefall an den augen, rundum, ich sah aus wie ein monster. körperlich war ich total down. gegen die erkältung bekam ich antibiotika, das herpes hat man „zu spät“ als solches diagnostiziert und erst mal keine medikamente sondern nur salben verschrieben.
die erkältung wurde etwas besser, aber insgesamt körperlich einfach total unten.
innerhalb von etwa 5 wochen hatte ich dreimal eine eitrige angina, augenentzüdungen und immer wieder neue herpesblasen um die augen.
beim zweiten herpesschub, bei dem ich sofort nach den ersten anzeichen zum arzt ging, verschrieb der mir gleich virustatika und weil mein immunsystem so schwach war als schutz gegen superinfektionen antibiotika. da sich die anginas und die herpessache quasi die türklinke in die hand gaben machte mein doc irgendwann mal einen EBV-test und siehe da, er war positiv und mein titter extrem hoch.
in den folgenden wochen/monaten pendelte ich zwischen angina, nasen-nebenhöhlen- und stirnhölenvereiterungen, eitriger augenentzündung, herpesbefall und einfach einem total schlechten allgemeinbefinden.
sobald was infektiös war, gab es antibiotika.
ende januar dann plötzlich der magen und der durchfall.
zwei wochen ruhe, wieder eitrige angina und hohes fieber - wieder antibiotika.
dann anfang märz die lungenentzündung. wieder antibiotika.
danach ging es los mit den vitamin b spritzen.
mit ende der lungenentzündung bekam ich extreme hautprobleme, wobei die jedoch eher psychischer natur waren. nachdem diese nach 6 wochen nicht besser wurden, ging ich zum hautarzt. der verschrieb mir wieder antibiotika, täglich eine halbe tablette doxy wolff, über den zeitraum von 40 tagen. danach bin ich wieder hin, weil es nicht besser wurde. also neues rezept… nach 3 wochen hab ich aber damit aufgehört, weil ich einfach nicht noch länger AB in mich reinstopfen wollte, vor allem, wenn es eh nicht half.
da ich mich in der schulmedizin nicht mehr gut aufgehoben fühlte, ging ich dann ende august zur heilpraktikerin - wegen meinem hautproblem, seit der lungenentzündung war es in der pfeifferschen hinsicht ja recht ruhig geworden.
aber natürlich musste ich ihr die ganze vorgeschichte erzählen - daher will sie erst mal entgiften.

so, ich hoffe ich konnte nun licht ins dunkle bringen.
du kannst mir glauben, ich hab eine odyssee im kleinformat hinter mir - für mich zumindest. und so langsam hab ich den kanal voll vom krank und schlapp sein! mir ging es zwei monate richtig gut (bis auf die haut), ich war topfit! und seit ich diese entgiftung mache und die pille abgesetzt habe, bin ich wieder total im sack. zwar keinerlei erkältungsmerkmale und auch kein herpes, aber einfach total schlapp, müde und nicht belastbar.

liebe grüße an deine frau!

sonja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ach, und alexander:
die hautprobleme die ich habe sind kein herpes, sondern einfach eine massive akne.
und ich hatte selbst in der pubertät keine pickel!!

Sonja,

ja, gegen Akne gibt es tatsächlich wirksame Antibiotika. Aber nach allem, was Du schreibst („hat eh nichts geholfen“) und auch hier wieder:

und ich hatte selbst in der pubertät keine pickel!!

bin ich mir ziemlich sicher, dass es KEINE Akne war/ist. Was sagt denn der Heilpraktiker dazu? Die haben oft ein deutlich besseres Gespür für die wahren Krankheiten als diese „Halbgötter in Weiß“.

Aber ansonsten - ganz ehrlich: ich kenne mich mit der Borre und den Co-Erreger-Erkrankungen so einigermaßen aus, auch womit „man“ das ganz gerne verwechselt, aber das, was Du da schreibst und erlitten hast, da passe ich. Ich hoffe ja immer noch, dass sich irgend ein anderer Wissender in unser bisheriges Zwigespräch einklinkt und weitere Tipps gibt, die dann zielführend sind. Hast Du Dich schon genauer über das CFS (sollte es Dir unbekannt sein: = chronisches Müdigkeits-Syndrom = chronical fatigue syndrom) übers Internet näher informiert? Heutzutage muss nämlich der Patient sich selbst darum kümmern, die richtige Krankheit herauszufinden und am besten auch gleich dem Arzt die Behandlungsmethode vorschlagen, sonst wird’s nämlich nichts, mit der Genesung. Der Gesundheitspolitik sei Dank. Nur, wenn Du Dich selbst informierst, hast Du auch eine Chance, den allergrößten Murks der Ärzte abwehren zu können. Lass mal Dein Blut wie schon früher beschrieben, auf die Borrelien und Co-Erreger testen, ebenso auf den Candida-Pilz. Vielleicht hast Du ja Glück, und es kommt was Positives dabei raus. Dann wüsstest du wenigstens, welche Krankheit Du wirklich hast.

Wie gesagt, ich bin mit meinem Wissen (bin auch nur Laie!!!) jetzt am Ende. Wenn Dir nicht noch was Weiteres einfällt, weiß ich wirklich nicht mehr weiter.

Viele Grüße und Dir eine schnelle Besserung

Alexander

und wie wäre es ---- vieeeeel profaner ------- an eine Allergie zu denken? Bist Du umgezogen? Hast Du neue Möbel bekommen? einen neuen Teppichboden? wurde geweißelt? -> Chemikalienallergie? Hast Du einen neuen Partner, der andere Essgewohnheiten hat und Du dadurch andere Dinge ißt oder kochst? -> Lebensmittelallergie? Hast Du etwa zeitgleich Internet-Anschluss mit Funk (Wireless-LAN) bekommen -> Elektrosmog? Wurde in unmittelbarer Umgebung ein neuer Handy-Sendeturm aufgestellt? Und und und. Ist irgendwas im besagten Zeitraum anders geworden, was sich vielleicht auf Deine Gesundheit ausgewirkt haben könnte?

so, jetzt ist aber wirklich Schluss. Überlegen musst Du Dir das selbst.

Schönen Abend

Alexander

hallo alexander,

einen allergietest auf blutbasis haben wir schon gemacht, da war aber alles okay.
ich bin vor 3 monaten umgezogen, habe aber nicht gestrichen, da die wohnung schon in top zustand war, laminatböden sind drin.
es gibt hier wohl einen handyturm im umkreis. davor habe ich allerdings neben einer großen firma mit allen möglichen sendeantennen auf dem gelände gewohnt…
wireless hab ich seit mitte juli, die müdigkeit ist aber seit ende august.

die HP meinte zu meinem hautbild, dass es wohl diesen psychischen ursprung hat (kam über nacht, nach der trennung vom partner), und sich irgendwas nun blockiert. und eben die ganzen medikamente.

ich werd jetzt mal zu einem anderen allgemeinarzt gehen und meine müdigkeit schildern, zusätzlich nochmal bluttests machen. mal sehen, was dem einfällt.

vielen dank für deine ganzen umfangreichen nachrichten!

und alles gute für deine frau!

lg,
sonja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]