in unserem baumbestandenen Garten wachsen viele Pilze.
Wenn ich die in den Biomüll tue, sterben die Sporen durch die beim Verrottungsprozess entstehende Wärme ab?
Oder tue ich die besser nicht da rein, damit ich dem anhnungslosen Käufer des Kompost nicht den Garten mit Pilzsporen verseuche?
In unserem baumbestandenen Garten wachsen viele Pilze.
Wenn ich die in den Biomüll tue, sterben die Sporen durch die
beim Verrottungsprozess entstehende Wärme ab?
Die kommerziellen Verfahren der Kompostierung töten sowas durch feuchte Hitze ab, genauso wie Unkrautsamen.
Oder tue ich die besser nicht da rein, damit ich dem
anhnungslosen Käufer des Kompost nicht den Garten mit
Pilzsporen verseuche?
Pilzsporen sind in der Natur allgegenwärtig. Das Wachsen von Fruchtkörpern ist aber an so spezielle Bedingungen gebunden, dass alles im Boden passen muss. Pilze im Garten sehe ich positiv und würde mich über ihr Wachstum freuen. Wenn es nicht gerade aggressive Baumzerstörer sind, die lebendes Holz angreifen, verwerten sie nur totes Material und fördern die Bodengare.
Udo Becker
Hallo Horst,
hat wohl nicht direkt mit dem Ursprungsposting zu tun, aber doch mit Pilzen im weiteren Sinne : Habe gehört, dass von Sternrußtau (mW ein Pilz) befallener Holzschnitt nicht in den Biomüll gehört, da dieser Pilz besonders resitent sein soll. Trifft das wirklich zu ?
Gruß
Karl
Hallo Pilzfreunde,
Richtig, grundsätzlich sollten alle durch pflanzliche Schädlinge befallenen Pflanzenteile von Kompost ferngehalten werden, egal ob Monilia-Mumie von Apfel-oder Birnbaum oder Kräuselkrankheit - befallene Pfirsichblätter usw. - so etwas sollte thermisch entsorgt, also verbrannt werden; offenes Feuer ist weitgehend untersagt, also wäre eine Müllverbrennungsanlage angemessen.
Höhere Pilze wie das Originalposting sie andeutet können IMHO kompostiert werden, vielleicht mit Ausnahme des Hallimasch, der ein arger Forstschädling ist. Ob die Kompostierungswärme ausreicht, Pilzsporen anzutöten, ziehe ich stark in Zweifel.
Besten Gruß
von Julius
wie udo becker oben schrieb, brauchen die fruchtkörper ihre speziellen bedingungen. bei den schadpilzen ist das „ihr eigener wirt“. der bekannte mehltau z.b., der sich auf vielerlei pflanzen ansiedeln kann, ist dennoch nie der gleiche, wenn er auf rosen, gurken oder weintrauben wächst.
wegen dieser spezialisierung auf einen ganz bestimmten, lebenden(assimilierenden!) organismus können befallene pflanzen problemlos auf den kompost gegeben werden. auf totem material ist keine weiterentwicklung möglich.
ein sonderfall ist die monilla. sie kann dann kompostiert werden, wenn der pilz gut abgedeckt ist und nicht zum zwischenwirt zurückwandern kann.
hier taucht immer wieder mal die empfehlung auf, befallene pflanzen zu verbrennen. das ist aber nicht notwenidig. auch die kräuselmilbe überlebt nicht auf einem angetrockneten blatt.