Hi,
Es gab doch mal ein Programm namens Neotrace oder so, dass
versprach den Ort des Rechners ziemlich exakt zu
lokalisieren…
Das macht auch nicht viel mehr als tracert, bloß daß es versucht, die Hops auf einer groben Karte darzustellen. Aber wenn Dir das gefällt, benutz es ruhig, schlechter als Kommandozeile ist’s auch nicht.
Ich hab dein Faq durchgelesen. Erleuchtend und einleuchtend.
Trotzdem habe ich noch eine Frage. Du schreibst:
„Gerade unter Windows Betriebssystemen interagiert Software.
Damit meine ich, daß neu installierte Software die bereits
vorhandene in ihrer Funktion
beeinträchtigen kann, z.B. durch veränderte Registryeinträge
oder Austausch von Systemdateien“
Den Aspekt mit der interagierenden Software habe ich
verstanden, jedoch verstehe ich nicht, inwiefern so die
Funktionalität der PF beeinträchtigt wird.
Das ist auch ein recht schwammiges Argument, muß ich zugeben. Grundsätzlich hänge ich halt der Strategie an, so wenig Software wie irgend möglich zu installieren, weil es ja ein recht bekanntes Phänomen unter Windows sein dürfte, daß man sich mit jeder neuen Software den Rechner ein Stückchen mehr vollmüllt, und irgendwann irgendwas nicht mehr funktioniert, und kein Mensch weiß, warum genau (hängt meist mit irgendwelchen .dlls, Registry-Einträgen o.ä. zusammen). Das Argument richtet sich also nicht direkt gegen Personal Firewalls, sondern gegen den Spruch „Naja, aber schaden tut sie ja auch nicht.“.
Ansonsten sind die Argumente, die du gegen PFs anführst recht
beeindruckend. Vorallem das Beispiel, indem beschrieben wird,
wie der Real Player die Firewall umgeht. Wenn ich dich richtig
verstanden habe, läuft dass so ab:
Bei dem Start einer Internetsession gibst du deinem Browser
den Zugang zum Netz frei, dem Real Player verbietest du den
Zugang. Wenn das Progamm es dann nicht schafft direkt ins
Internet zu gelangen, benutzt es den Weg über den Browser, der
ja schon die Berechtigung hat?
Genau so.
Wie hat man sowas entdeckt?
So etwas entdeckt man, indem man einfach mal akribisch den Netzwerktraffic auf den unteren Abstraktionsebenen (ISO/OSI-Layer 3/4) mitschneidet und analysiert. Das ist allerdings schon was für Fortgeschrittene bis Experten.
Läuft der gleiche Trick auch über
Windows Media Player, dem ich ständig den Zugang zu Internet
verbiete?
Das weiß ich nicht genau. Ich hab mich da selbst noch nicht an solche Analysen unter Windows gemacht, weil ich solche Software nicht nutze und generell schon fast Microsoftfrei bin.
Warum haben solche Applikationen wie Media Player oder Real
Player eigentlich Heimweh nach ihrem Mutterserver?
Lizenzen abchecken, persönliche Daten zu Werbezwecken versenden… Überwachung und Kontrolle.
Gruß,
-doc
PS: Es ist generell denkbar, fortschrittliche und professionelle Personal Firewall-Produkte im industriellen Umfeld sinnvoll einzusetzen. Allerdings halte ich selbst dort andere Konzepte für wesentlich besser.