PKV-Gesellschaften

Hallo alle zusammen,

ich erwäge als freiwillig Versicherter von der GKV in die PKV zu wechseln und spreche das - man schaue ! - mit meinem MLP-Berater nächste Woche durch.
Mich würde im Vorfeld interessieren, welche „brauchbaren“ PKV-Gesellschaften mit „alten“ und damit recht beitragsstabilen Tarifen es gibt - man will sich ja nicht alles aufschwatzen lassen !

Danke schon mal im Voraus.

MfG, Björn.

Sehr geehrter Herr Dietz,
ich persönlich bin mit der DEBEKA sehr zufrieden und kenne auch sehr viele Kollegen, die das Preis-Leistungsverhältnis dieser Versicherung gut finden.Es ist natürlich die Frage, ob es sich angesichts einer kommenden Bürgerversicherung noch lohnt zu wechseln, aber bis diese Reform eingeleitet wird, können sie es ja mit der PKV probieren. Vorsicht: Die DEBEKA versichert bei Angestellten ambulante Versorgung nicht zu 100%, sondern nur zu 70% bis 90%- je nach Vertrag. Der Rest ist Selbsbehalt (Krankenhaus wird zu 100% übernommen). Im Erstattungsfall hat es noch nie Probleme gegeben, die Kasse zeigt sich (bis jetzt noch) recht großzügig. Trotzdem sollte man keine überzogenen Forderungen an die PKV stellen - egal an welche -, da dies die Monatsbeiträge in die Höhe treiben kann, denn sie rechnen natürlich - wie alle anderen Unternehmen in der Wirtschaft auch und wollen bzw. müssen Profit machen, um die Beiträge für das Alter einigermaßen stabil zu halten. Wollen Sie eine Familie gründen und planen Sie Kinder ein, dann bleiben Sie besser in der GKV, da Sie dort die Familienanghörigen kostenlos mitversichern können. In der PKV muss jede einzelne Person versichert sein!!!
MfG. Monika

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ARAG (ca 30 Jahre alt, nur 1 Tarifwerk)
Barmenia VC (ca. 18 Jahre alt, 2 Tarifwerke)
Central: EKN (früher KN, ca. 14 Jahre alt, 2 Tarifwerke)
das aus dem Stehgreif.
TZarifwerk bedeutet, dass diese Gesellschaft nur 1 oder 2 Tarifwerke haben: ein positives Zeichen. Denn mit dem müssen sie sehr vorsichtig umgehen um konkurrenzfähig zu bleiben. Versicherungen mit 5 und mehr Tarife sind mit Vorsicht zu genießen. Es gibt gute dabei… aber leider auch viele Ex- und Hoppgesellschaften: schnell mal einen Tarif auf den Markt werfen. Extrem günstig kalkulieren und viele anlocken. Die gehen nach der x-ten Anpassung und lassen Alterrückstellungen zurück. Oder müssen drin bleiben, weil sie inzwischen ein „schlechtes Risiko“ geworden sind und von keiner anderen Gesellschaft genommen werden. Das sind die Gesellschaften, die den Privaten den Ruf versauen.
Zu der oberen Gruppe werde ich mal etwas mehr suchen.
Grüße
Raimund

Hallo Björn,

mir fallen da so einfach auf die Schnelle mal die SDK oder die alte Oldenburger ein.

Hinweise auf die Beitragsstabilität gibt’s u.a. hier:

http://www.pkv.net/

Grüsse

Sven

Hallo Monika,

ist in der Tat so, dass ich - falls ich noch eine Familie gründen sollte - Kinder und Ehefrau (falls sie daheim ist) mitversichern muss.
Spannend sind bei der Auswahl somit auch deren Beiträge.

MfG, Björn.

hallo Blörn,
muss es nicht!
leider wird bei solchen Vergleichen immer eine Topp-Tarif der privaten mit den Leistungen der GKV gemacht.
Wenn du einen echten Vergleich machen willst, dann nimm einen Tarif der Privaten der ähnliche mickri… (entschuldigung Günter!) hervorragende Leistungen wie die Kasse hat. Dann wirst Du sehen, dass Du je nach Eintrittsalter bis zu 3 Kinder samt Frau mitversichern kannst und trotzdem nicht über den Beitrag der Kasse kommst.
Und jetzt die fortführende Planung: wann sind die Kinder wieder aus dem haus? ist dann Deine bessere Hälfte dann weiter daheim, oder fällt ihr die Decke auf den Kompf und will arbeiten? Schwupp, ist sie wieder pflichtversichert (so unter der BBG). Du aber hast einen extrem günstigen Beitrag. Und ganz besonders im Alter! Wenn aber Deine Frau daheim bleibt, dann habt ihr beide einen günstigen Beitrag.
Grüße
Raimund

der alte hut
der alte hut. immer schön die rosinen rauspicken und die solidargemeinschaft geht den bach runter. aber klar, wenn es wirtschaftlich schlechter geht, dann kann ich davon profitieren und die GKV nimmt mich wieder. das ist totsl asozial.

der alte Neid (deutsche eigenschaft…)
hallo,
was hat das jetzt mit unserem Thema zu tun?
Wenn du deinen neid loswerden willst, dann tu es an der richtigen Stelle.
Nur weil Du zu wenig verdienst (oder nicht selbständig bist) und deswegen Dich nicht privat versichern kannst, müssen doch andere nicht genauso versichert sein wie du, oder?
Das ist wie beim Autofahren: jeder der schneller fahren kann als ich ist ein Raser.
Oder : jeder der sich ein teureres Auto leisten kann ist ein Krimineller. (Eigentum ist Diebstahl)
Genauso denkst Du bei Krankenversicherungen. Deine Hutschnur ist die Richtschnur für die Welt. Wer anders handelt ist asozial und kriminell.
Arme Welt.
Grüße und ein schönes Wochenende
Raimund

neid?

ich verdiene seit mehreren jahren oberhalb der bemessungsgrenze.

ich finde es reichlich typisches maklerverhalten, wenn man auch noch damit argumentiert, dass einen im schlechten fall die solidargemeinschaft wieder aufnehmen muss.

gesetzeslage hin oder her. das ist in gewisserweise unmoralisch, auch wenn gesetze eine moral nicht kennen.

Servus,

in einem wirtschaftlich schlechten Fall muss die Solidargemeinschaft einen zunächst per se erstmal gar nicht aufnehmen.
Und wenn ich die Möglichkeit hätte, Solidargemeinschaft hin oder her, ich würde auch gehen.

Die Solidargemeinschaft wird im Übrigen auch in der PKV praktiziert. Und zum anderen bedeutet das Solidaritätsprinzip: Soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich. (rein leistungstechnisch betrachtet)

Nur frage ich mich eben, ob 90% der Menschen Hilfe benötigen.

Gruß
Marco

Die Solidargemeinschaft wird im Übrigen auch in der PKV

praktiziert.

Das kann man nicht so stehen lassen, denn die PKV kann schlechte Risiken einfach ablehnen. das kann die gesetzliche nicht.

das ist das Rosinen picken.