Hallo Raimund,
- wird es keine Bürgerversicherung geben, das ist rechtlich
ausgeschlossen.
Ich glaube, man könnte die deutsche Verfassung ändern.
- würden die Kasse finanziell auf die Knie gehen, wenn sie
die ganzen Privatrentner übernehmen müsste.
Wären die Beiträge in der GKV nach Einkommen (und Vermögen) bemessen, würden viele der zur Zeit PKV-Versicherten-Rentner (und Beamten) sowieso den Höchstbeitrag (ca. 500 EUR) in der GKV zahlen müssen - das wäre ein Plus für die GKVs. Du als 63-jähriger PKV-Vers. zahlst doch momentan weniger als das, oder?
Den eines ist absolut sicher: wenn eine Regierung das machen würde
(wäre Selbstmord), dann würde jeder bisherige Privatpatient
zwangsweise in die Kasse müssen. Dies aber würde zum
Zusammenbruch der kassen führen. Denn einen Beitrag von 18 %
würde zur Katastrophe führen.
Daß die Ärzte bei den PKV-Versicherten mit hohen GOÄ-Sätzen abrechnen können, führt auch zu den viel höheren Beiträgen für die PKV-Versicherten.
Ich glaube, viele Menschen wären bereit bis zu 20% des Einkommens für die eigene Gesundheit auszugeben.
Ein Aussenvor lassen der private, nach dem Motto:
„ätschibätsch, wärste damls nicht in die Private gegangen“,
ist nicht machbar.
Das hoffe ich auch für die PKV-Versicherten.
Die Gerichte würden ausserdem so überhäuft, dass sie
zusammenbrechen würden.
Das könnte ich mir vorstellen.
Kurz: es ist nicht machbar. Der Zug ist abgefahren. Das hätte
man damals regeln müssen, als die privaten als Alternative zur
GKV zugelassen wurden. Jetzt ist es zu spät und würde zum Tod
der Parteien führen, die dies verbrochen haben.
Ich finde, es ist nie zu spät (siehe die Abschaffung der Beamten in der Schweiz vor 4 Jahren). Oder z.B. die jetztige Diskussion über die Wehrpflicht in Deutschland…
Die deutsche Gesellschaft u.a. wird sich in den nächsten 30-40 Jahren *radikal* verändern (ob durch Globalisierung, Krieg, usw) - das ist 100% sicher. Hat sich etwa Dein Leben seit Deiner Kindheit bzw. die deutsche Gesellschaft in den letzten 63 Jahren nicht radikal verändert?
Gruß
Sarah