PKV-GKV-Vergleichsrechnung

Hallo,

ich habe gelesen, dass die Beiträge der GKV in den letzten Jahren im Durchschnitt um 3% gestiegen sind, die der PKV um 6% pro Jahr (z.B. wikipedia).

Nun habe ich eine Modellrechnung angestellt unter der Annahme, dass die Beitragsentwicklung bei diesen Prozentzahlen bleibt.

Alter: 35 Jahre
Versicherungsbeginn: Januar 2010
Beitrag GKV + Zusatzversicherung: 350 EUR
Beitrag PKV: 200 EUR

Die Modellrechnung ergibt folgendes:
Aufgrund des schnelleren Wachstums der PKV-Beiträge sind im Jahr 2029 die PKV-Beiträge soweit gestiegen, dass sie das der Niveau der Variante GKV + Zusatzversicherung erreicht haben. Wenn ich das bis dahin gesparte Geld (aus der Differenz der Beiträge) jährlich mit 4% verzinst angelegt habe, reicht das Sparkonto, die Mehrkosten der PKV ab 2030 zu tragen bis ins Jahr 2047. Der Versicherungsnehmer hat dann ein Alter von 72 Jahren erreicht. Für die restliche Lebenszeit sind dann die höheren Beiträge der PKV anderweitig zu finanzieren. Würde ich monatlich zusätzlich 50 EUR für diese nicht gedeckten Mehrkosten im Alter zurücklegen, würde die Finanzierung der Mehrkosten durch die PKV bis ins Jahr 2053 (Alter 78 Jahre) gesichert sein.

Wäre eine PKV mit zu einem Einstiegbeitrag von 150 EUR zu haben, würden die Beiträge der PKV ab dem Jahr 2040 höher sein als die dder GKV, die angesparten Beträge würden bis zum Jahr 2066 (Alter 92 Jahre) vorhalten. Mit den zusätzlich angesparten 50 EUR pro Monat würde die Finanzierung der Mehrkosten durch die PKV bis ins Jahr 2071 (Alter 96 Jahre) gesichert sein.

Was sagt ihr zu dieser Modellrechnung? (Ich kann sie euch gerne mal als Excel schicken.)

Diskutiert werden soll hier nur die Finanzierung der PKV bzw. GKV, nicht die jeweiligen allgemeinen Vor- und Nachteile.

Herzliche Grüße

Peter

Hallo,

meine Glaskugel ist gerade wegen der hohen Luftfeuchtigkeit angelaufen und nicht sehr hilfreich. Allerdings sollte ein Variable noch einbezogen werden.
Ab dem Rentenalter zahlt der PKV-Versicherte weiterhin den vollen Beitrag.In der GKV wird der Beitrag nur noch aus den vorhandenen Einkünften berechnet.
Das gleiche gilt auch während des Arbeitslebens, wenn das Einkommen sinkt, wenn auch nur vorübergehend. Da es bei den Jüngeren heute kaum noch bruchsichere Lebensläufe gibt, ist dies sogar wahrscheinlich.

Gruß Woko

Hallo,
wirklich nicht böse gemeint, aber welchen Zweck soll denn eine reine Vergleichs-Hochrechnung bringen? Mal unterstellt, dass die Zahlen so stimmen und mal einfach in den Raum gefragt: Welcher Vergangenheits-Zeitraum wäre für eine 30-40 Jahres-Zukunftsprognose der richtige Betrachtungszeitraum? Da reichen wohl die „letzten Jahre“ kaum.

Dann aber:

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen doch für beide an und die sind zunächst mal der Grund, warum Beiträge ansteigen. So dann kommt systembedingt in der GKV noch dazu, dass sich der demographische Wandel (mehr Ältere, weniger Jüngere) auswirkt, während die PKV anders kalkuliert ist.

Also dann fehlt da noch

  • die Leistungsseite
  • die Ungewissheit, was mit der GKV in der Zukunft passiert (da gibt es keinen Vertrag, sondern die Politik legt grundsätzlich fest)
  • die PKV hat vertragliche Leistungen, in der GKV hängt alles vom Wohlwollen der Politik ab
  • die Ungewissheit, was die Politik mit der PKV macht (Begehrlichkeiten)

und und und

Die Rechnung mag mathematisch richtig sein (das habe ich aber ehrlich nicht nachgerechnet), aber für was die gut sein soll, frage ich mich schon.

Gruß
Andreas

Berechnungs-Zeitraum war 20 Jahre
Hallo Andreas!

Welcher Vergangenheits-Zeitraum wäre für eine 30-40
Jahres-Zukunftsprognose der richtige Betrachtungszeitraum?
Da reichen wohl die „letzten Jahre“ kaum.

Sorry, dass ich nicht genauer war: Der Zeitraum, aus dem die Steigerungsraten von 3% bzw. 6% errechnet wurden, war 20 Jahre (Finanztest).

dann kommt systembedingt in der GKV noch dazu, dass sich
der demographische Wandel (mehr Ältere, weniger Jüngere)
auswirkt, während die PKV anders kalkuliert ist.

Das habe ich nicht verstanden. Kannst Du das mal erklären?

Also dann fehlt da noch

  • die Leistungsseite
  • die Ungewissheit, was mit der GKV in der Zukunft passiert
    (da gibt es keinen Vertrag, sondern die Politik legt
    grundsätzlich fest)
  • die PKV hat vertragliche Leistungen, in der GKV hängt
    alles
    vom Wohlwollen der Politik ab
  • die Ungewissheit, was die Politik mit der PKV macht
    (Begehrlichkeiten)

Ich habe ja geschrieben, dass ich nur den Finanzierungsaspekt betrachten will.

Grüße

Peter

Was sagt ihr zu dieser Modellrechnung? (Ich kann sie euch
gerne mal als Excel schicken.)

Wie schon geschrieben sinkt der GKV- Beitrag eines Rentners in der Regel drastisch ab, weil weniger Einkommen vorhanden ist.

In der GKV sind ggf. Familienangehörige beitragsfrei mitversichert.

Fazit: Die PKV bietet sehr gute Leistungen für Leute, die sich das auch leisten können.

In der GKV sind ggf. Familienangehörige beitragsfrei
mitversichert.

Ergänzung:

  • Wenn die Frau auch arbeitet und relativ viel verdient, kann sie nicht beim Mann mitversichert sein.
  • Wenn die Frau Beamtin ist, können die Kinder auch über ihre Beihilfe mitversichert sein. Die Beihilfe übernimmt für Kinder 80%.

Fazit: Die PKV bietet sehr gute Leistungen für Leute, die sich
das auch leisten können.

Zumindest darf man sich von den niedriegen Einstiegssätzen der PKV nicht täuschen lassen und sollte sich die vielen Besonderheiten genau überlegen.

Hallo Peter,

Sorry, dass ich nicht genauer war: Der Zeitraum, aus dem die
Steigerungsraten von 3% bzw. 6% errechnet wurden, war 20 Jahre
(Finanztest).

OK, Du musst hier die Frage stellen, welche Leistungseinschränkungen in den letzten 20 Jahren in der GKV dazugekommen sind.

dann kommt systembedingt in der GKV noch dazu, dass sich
der demographische Wandel (mehr Ältere, weniger Jüngere)
auswirkt, während die PKV anders kalkuliert ist.

Das habe ich nicht verstanden. Kannst Du das mal erklären?

Ich versuche es: Die GKV wird per Umlage finanziert. Viele zahlen ein, viele erhalten Leistungen, die PKV wird individuell finanziert mit Ausgleich im Versicherungskollektiv. Du zahlst individuell ein, Du bildest für Deinen Vertrag Alterstrückstellungen. In der GKV spielt das Verhältnis Einzahler zu Empfängern eine große Rolle und damit auch die Tatsache, dass die Gesellschaft immer älter wird. Dieser Aspekt spielt in der PKV eine sehr untergeordnete Rolle, da das Älterwerden einkalkuliert ist.

Ich habe ja geschrieben, dass ich nur den Finanzierungsaspekt
betrachten will.

Klar, aber es gibt immer zwei Seiten bei einer Gleichung. Wenn es dann z.B. Leistungskürzungen gibt oder Zuzahlungen, dann müssten die bei der Betrachtung ebenfalls monetär bewertet werden, um das vergleichbar zu machen. Anders gesagt: Wenn eine Leistung nur auf einer Seite gekürzt wird, wird es zu einer Ungleichung und die Betrachtungsweise ist zu kurz gesprungen.

Gruß
Andreas

Grüße

Peter

ich habe gelesen, dass die Beiträge der GKV in den letzten
Jahren im Durchschnitt um 3% gestiegen sind, die der PKV um 6%
pro Jahr (z.B. wikipedia).

Das ist leider eine Milchmädchenrechnung, weil in der GKV parallel die Leistungen zurückgefahren wurden. Außerdem: Was bedeuten durchschnittliche Werte für eine bestimmte Person ?

Nun habe ich eine Modellrechnung angestellt unter der Annahme,
dass die Beitragsentwicklung bei diesen Prozentzahlen bleibt.

GKV und PKV unter Beitragsgesichtspunkten zu betrachten, halte ich für falsch. Die Medizin wird nunmal von Jahr zu Jahr teurer, das betrifft beide Systeme gleichermaßen. Wenn die Beitragshöhe der GKV langsamer steigt als bei der PKV, bezahlen die Versicherten diesen Ansteig auf andere Art und Weise.

Was sagt ihr zu dieser Modellrechnung? (Ich kann sie euch
gerne mal als Excel schicken.)

Dein vergleich hinkz, weil Du neben den reinen Beiträge auch die Zuizhalungen die alle Versicherten leisten müssen, einbeziehen mußt (und nicht kannst). Dass die Praxisgebühr in alle Ewigkeit 10 € pro Quartal betragen wird, steht nirgendwo geschrieben. GKV-Versicherte bekommen bestimmte Medikamente und Leitsungen gar nicht mehr erstattet und müssen sie komplett selber bezahlen, Dieser Trend wird sich sicherlich fortsetzen. Bei PKV-Versicherten hängt dieser Punkt extrem von versicherten Tarif ab.

Hallo,

Hallo,

ich habe gelesen, dass die Beiträge der GKV in den letzten
Jahren im Durchschnitt um 3% gestiegen sind, die der PKV um 6%
pro Jahr (z.B. wikipedia).

im Durchschnitt vielleicht, aber nicht für Leute, die über der BBG liegen und nur die sind überwiegend das Klientel der PKV!
Leg mal diese Statistik den Leuten vor, die bei der GKV eine exorbitante Beitragserhöhung bekommen haben, da sie über den BBGn liegen! (die müssen leider jedes Jahr mitziehen)
I.d.R. wird also jedes Jahr die BBG erhöht - das betrifft wohl einen Großteil der Bevölkerung nicht, aber gerade das pot. PKV-Klientel und nur für die ist ein Vergleich GKV - PKV zulässig! Von den indirekten Beitragserhöhungen der GKV ganz zu schweigen - den LEIISTUNGSKÜRZUNGEN!
Deine Modellrechnung sollte also sofort in die nächste Mülltonne!

Gruß cooler

P.S. Bei uns war es ab 1978 so (Vergleich zur GKV):

Mann 1948 geb., ist 1978 (also mit 30 J.) zu uns gekommen (Volltarif 10%SB,max.400EUR im Jahr, 2Bettzi.,Chefarzt)ab 1995 incl. Pflegevers…
1978 = 87,40 EUR, 2007 = 395 EUR / GKV 1978 = 148,79 EUR (1970=50,10)
2007 = 594 EUR
Rechne selbst!

Hallo!

ich habe gelesen, dass die Beiträge der GKV in den letzten
Jahren im Durchschnitt um 3% gestiegen sind, die der PKV um 6%
pro Jahr (z.B. wikipedia).

im Durchschnitt vielleicht, aber nicht für Leute, die über der
BBG liegen und nur die sind überwiegend das Klientel der PKV!
Leg mal diese Statistik den Leuten vor, die bei der GKV eine
exorbitante Beitragserhöhung bekommen haben, da sie über den
BBGn liegen! (die müssen leider jedes Jahr mitziehen)
I.d.R. wird also jedes Jahr die BBG erhöht - das betrifft wohl
einen Großteil der Bevölkerung nicht, aber gerade das pot.
PKV-Klientel und nur für die ist ein Vergleich GKV - PKV
zulässig!

Genau so sind die 3% ausgerechnet.

1980
Bemessungsgrenze 1.610,57 EUR
Beitragssatz 11,75%
Beitrag 189,23 EUR

2004
Bemessungsgrenze 3.487,50 EUR
Beitragssatz 14,30%
Beitrag 498,72 EUR 334,38 EUR

Ergibt 3% Beitragssteigerung pro Jahr über die 24 Jahre.

Von den indirekten Beitragserhöhungen der GKV ganz
zu schweigen - den LEIISTUNGSKÜRZUNGEN!

Das stimmt. Praxisgebühr und notwendig gewordene Zuzahlungen müsste man einrechnen.

Grüße

Peter

Wozu soll das gut sein?
Schönen Tag auch,
wozu soll dieser Beitragsrechner gut sein. Schau ich nicht in die Vergangenheit sondern in die Zukunft, so gibt es nach Expertenmeinung evtl. bald keine gKV mehr so wie wir sie kennen, weil eines 100% gesichert ist — wir können sie nicht mehr bezahlen. Also wer die Wahl hat ob er auf der Titanic weiter mit fährt oder aussteigen kann … na ja – wie war das mit dem Frosch im Wasserglas, das langsam erhitzt wird?

Steigt man rechtzeitung in die PKV ein, zahlt man bei besserer Leistung einen geringeren Preis. Legt man das ersparte zurück für die Altersrückstellungen, dann hat man auch im Ruhestand einen vernünftigen Preis und eine vernünftige Leistung … und im Alter ist man viel mehr auf eine gute Krankenversicherung angewiesen.

und es gibt noch viel mehr… aber ist ja nur ne kurze Antwort. … Hört mal was der Raffelhüschen zur Zukunft und Sicherheit der gKV sagt.

Gruß
der Ruhestandsplaner

Schönen Tag auch,
wozu soll dieser Beitragsrechner gut sein. Schau ich nicht in die Vergangenheit sondern in die Zukunft, so gibt es nach Expertenmeinung evtl. bald keine gKV mehr so wie wir sie kennen, weil eines 100% gesichert ist — wir können sie nicht mehr bezahlen. Also wer die Wahl hat ob er auf der Titanic weiter mit fährt oder aussteigen kann … na ja – wie war das mit dem Frosch im Wasserglas, das langsam erhitzt wird?

Steigt man rechtzeitung in die PKV ein, zahlt man bei besserer Leistung einen geringeren Preis. Legt man das ersparte zurück für die Altersrückstellungen, dann hat man auch im Ruhestand einen vernünftigen Preis und eine vernünftige Leistung … und im Alter ist man viel mehr auf eine gute Krankenversicherung angewiesen.

und es gibt noch viel mehr… aber ist ja nur ne kurze Antwort. … Hört mal was der Raffelhüschen zur Zukunft und Sicherheit der gKV sagt.

Gruß
der Ruhestandsplaner

Glaube nur der Statistik die du selber fälscht ?
Hallo,
so einfach geht das nicht.
Neben einer Umrechnung der Leistungseinschränkungen in der GKV in den vergangenen Jahren müssten bei einer ordnungsgemäßen Vergleichsrechnung auch weitere Komponenten berücksichtigt werden. Z.B. die Beitragspflicht für Betriebsrenten in der GKV; die Einführung des gesetzlichen Zuschlages in der PKV. Auch wäre zu überlegen inwieweit die zunehmende Bezuschussung der GKV aus Steuermitteln (auch GKV-Versicherte sind Steuerzahler) in eine derartige Berechnung einfließen müsste. Von individuellen Kriterien mal ganz abgesehen. Die oben beschriebene Statistik ist nur für eins gut - den Papierkorb.
Gruß Joerg Koenig

Versicherungsvertreter…
Auffällig, wieviele Versicherungsvertreter sich hier zu Wort melden und die PKV anpreisen.

Joerg Koenig: Versicherungskaufmann
cooler: Finanz-Makler
Nordlicht: Versicherungsvermittler
Caspar: Kreditberater

Kein Wunder, kassieren sie ja auch 5-8 Monatsbeiträge als Provision bei Abschluss einer solchen Versicherung.

Die verwendeten Formulierungen, um meine Berechnungen abzuwerten - oft ohne sachliche überzeugende Argumente-, erinnern mich eher an Stammtisch:

„Glaube nur der Statistik die du selber fälscht?“
„Die oben beschriebene Statistik ist nur für eins gut - den Papierkorb.“
„Deine Modellrechnung sollte also sofort in die nächste Mülltonne!“
„Milchmädchenrechnung“

Die Aussage meiner Berechnung bleibt bestehen: Man sollte nicht auf die niedrigen Anfangsbeiträge der PKV reinfallen, sondern sich bewusst sein, dass man über die Dauer eines langen Lebens eher mehr bezahlt als bei der GKV. Die in der Anfangszeit gesparten Beiträge sollte man auf jeden Fall gut anlegen. Und das Beispiel war jetzt noch ohne mitzuversichernde Kinder.

Ansonsten gibt es außer den Beiträgen natürlich unterschiedlichste Kriterien, nach denen man entscheiden kann.

Herzliche Grüße

Peter

Milchmädchenrechner
Hallo,

und die Kernaussage „Wer den Vergleich auf den Zahlbeitrag reduziert, macht es falsch, weil er zig Sachen übersieht“ bleibt und ist belegt.

kopfschüttelnd
Andreas

P.S. Wie überraschend ist es eigentlich, dass sich im Versicherungs-Experten-Brett Leute melden, die in der Versicherungsbranche tätig sind?

noch mal kopfschüttelnd

Hallo,

Auffällig, wieviele Versicherungsvertreter sich hier zu Wort
melden und die PKV anpreisen.

cooler: Finanz-Makler

völlig falsch! ich bin angestellter Fachbereichsleiter auf dem Gebiet der bAV!
Ich habe mit der PKV (fast) nichts am Hut, nur dahingehend, dass ich seit 1988 selbst privat versichert bin und mich u.a. deshalb (fast) perfekt auskenne (wahrscheinlich ein kleines bisschen mehr als du (LOL) )

Kein Wunder, kassieren sie ja auch 5-8 Monatsbeiträge als
Provision bei Abschluss einer solchen Versicherung.

Spassvogel! Denn sie wissen nicht, was sie schreiben (ich rede jetzt von meiner Person)!

„Milchmädchenrechnung“

Das trifft zu!
Würde die PKV (wenn´s brennt) munter die Leistungen reduzieren dürfen, wie die GKV, dann…
aber das kannst du ja selbst überlegen!
Darüberhinaus stimmt deine Rechnung nicht mal ansatzweise, zumindestens nicht, was mit meiner Gesellschaft zusammenhängt!

Die Aussage meiner Berechnung bleibt bestehen: Man sollte
nicht auf die niedrigen Anfangsbeiträge der PKV reinfallen,
sondern sich bewusst sein, dass man über die Dauer eines
langen Lebens eher mehr bezahlt als bei der GKV. Die in der
Anfangszeit gesparten Beiträge sollte man auf jeden Fall gut
anlegen. Und das Beispiel war jetzt noch ohne
mitzuversichernde Kinder.

Jeder Fall ist seriöserweise individuell zu prüfen , da nützt auch deine Schreibe nichts!
Ich z.B. werde mit großer Wahrscheinlichkeit ein großer Profiteur der PKV gewesen sein, auch beitragstechnisch!

Gruß cooler

P.S: Du hast dich ein bisschen in den Bereich der Unsachlichkeit verändert und hast die Objektivität etwas beiseite geschoben! Angefressen? Und warum?

Auffällig, wieviele Versicherungsvertreter sich hier zu Wort melden und die PKV anpreisen.

Kein Wunder, Köche, Schuster und Verkäufer kennen sich bei diesem Thema in der Regel auch nicht aus.

Caspar: Kreditberater

Was hat der mit der PKV zu tun ?

Kein Wunder, kassieren sie ja auch 5-8 Monatsbeiträge als
Provision bei Abschluss einer solchen Versicherung.

Aber nur beim Abschluß, für unsere Äußerungen hier bekommen wir höchstens ein Sternchen.

Die verwendeten Formulierungen, um meine Berechnungen
abzuwerten - oft ohne sachliche überzeugende Argumente-,
erinnern mich eher an Stammtisch:

Dann qualifizierst Du Dich selber ab. Du hast nur einige Facetten des Problems verwendet udn andere, nicht minder wichitge, völlig ausgeblendet. Offenbar ist Dir die Komplexität des Problems nicht bekannt.

Die Aussage meiner Berechnung bleibt bestehen: Man sollte
nicht auf die niedrigen Anfangsbeiträge der PKV reinfallen,

Richtig.

sondern sich bewusst sein, dass man über die Dauer eines
langen Lebens eher mehr bezahlt als bei der GKV. Die in der

Das ist eine Behauptung, die auf falschen Annahmen beruht. Du hast die Eigenanteile der Versicherten beider System völlig ignoriert, erwartest aber das Deine Gesamtkostenberechnung anerkannt wird.

Anfangszeit gesparten Beiträge sollte man auf jeden Fall gut anlegen.

Eimverstanden, aber Vosicht: dafür bekommen die bösen Vermittler auch eine Provision.

Ansonsten gibt es außer den Beiträgen natürlich
unterschiedlichste Kriterien, nach denen man entscheiden kann.

Um es deutlich zu machen. Ich will niemand für die PKV bekehren. Ich kenne die Nachteile der PKV genausogut wie ihre Vorteile, bin schließlich selber mit der gesamten Familie seit 25 Jahren PKV versichert. Da ich mich seit geraumer Zeit mit diesem Thema beschäftige, kenne ich aber auch die Nachteile der GKV.

Meiner Meinung nach ist die Entscheidung GKV oder PKV (für die, die wählen können !) eine Systementscheidung und keine finanzielle Entscheidung. Keiner kann heute voraussehen, wie sich die Gesundheitskosten und damit die Versicherungsbeiträge beider Systeme in den nächsten 5 oder 10 Jahren entwicklen werden. Deswegen ist es verfehlt, die Entscheidung für eines dieser Systeme über die Beiträge herbeizuführen.

Sorry!
Guten Tag,

danke für Deine erneute Antwort!

Sorry hiermit an alle, falls ihr euch angegriffen gefühlt habt. Vielleicht hätte ich den letzten Eintrag anders formulieren sollen.

Ich fand es nur auffällig

  • dass sich alle so einseitig und nahezu vorbehaltslos für die PKV ausgesprochen haben
  • dass alle meine Berechnungen mit Verachtung und mitleidsvoll belächelnd in der Luft zerrissen haben
  • dass niemand davor warnt, dass die niedrigen Einstiegsbeiträge nur am Anfang da sind und die Beiträge im Alter entsprechend höher sind, sodass man nicht eigentlich von einem Kostenvorteil sprechen kann.

Auch wenn ich die Zuzahlungen in meiner Kostenaufstellung nicht berücksichtigt habe, glaube ich da meiner Berechnung immer noch. Selbst wenn man 200 EUR jährlich als Zuzahlung berechnet, bleibt es bei meinen Beispielrechnung dabei, dass im Alter die erhöhten Kosten die Ersparnis in jungen Jahren wieder wettmachen. Vielleicht sieht es anders aus, bei Personen, die schon mit 30 Jahren in die PKV gehen. Und vielleicht entwickeln sich die Beiträge in den nächsten Jahrzehnten anders als in den letzten 20 Jahren, aber so lange man keine besseren Daten hat, muss man die Berechnungen auf Basis der Vergangenheit anstellen.

Wie Du sagst, das ganze eher eine Systementscheidung und keine finanzielle und daher bin ich auch trotz der erhöhten Kosten im Alter immernoch am Überlegen zu wechseln.

Herzliche Grüße

Peter

Hallo,
es ist verständlich, dass Du dich mit der Thematik auseinandersetzt, aber der Ansatz ist leider falsch. Wie Nordlicht schrieb: Es handelt sich um einen Systemwechsel. Die künftige Beitragsentwicklung PKV/GKV hängt u.a. entscheidend von der Politik ab. Die ist nicht vorhersehbar. Beispiele: Seit dem Jahr 2000 muss die PKV ihre Beiträge mit einer 10%igen, zusätzlichen Alterungsrückstellung kalkulieren. Dieser „gesetzliche Zuschlag“ wirkte sich auf die Entwicklung der Neuzugangsbeiträge entsprechend aus. Für Personen, die zu diesem Zeitpunkt bereits PKV-versichert waren, wurde der Zuschlag in 2%igen Stufen über mehrere Jahre verteilt erhoben. Wenn ich nun die Beitragsentwicklung PKV/GKV über diesen Zeitraum vergleiche - wächst der PKV-Beitrag durch die Einführung des gesetzl. Zuschlages überproportional. Der Zuschlag dient aber der Beitragsstabilität im Alter! Zum 1.7.09 wurde der Beitragssatz für GKV-Versicherte gesenkt; ermöglicht, weil zusätzliche Steuermittel in den „Gesundheitsfonds“ fließen.
Fakt ist: die Kosten im Gesundheitswesen werden steigen. Auch die Alterspyramide in Deutschland (mehr ältere, kranke-weniger junge, gesunde) wird für die Zukunft- insbesondere für die GKV - erneute Finanzierungsprobleme bedeuten. Der Gesetzgeber wird hierauf - in welcher Form auch immer - reagieren müssen. Ob dies dann zu Lasten der PKV- oder der GKV-Versicherten erfolgt???
Der Blick in die Vergangenheit kann bestenfalls Hinweise geben. Eine Aussagekraft für die Zukunft ist keinesfalls möglich.
Gruß Joerg Koenig