PKV Großschadentarife für Freiberuflerin

Hallo zusammen,

meine Frau ist Mitte 40 und bisher noch gesetzlich versichert, möchte aber in die PKV aufgrund der besseren Leistungen. Ein Vollschutz in ihrem Alter kostet aber locker 600-700 Euro.

Deswegen denke ich, daß ein Großschadentarif eine sehr gute Alternative für sie ist. Hier kann man sich durch einen relativ günstigen Beitrag sehr gut absichern. Bleibt sie gesund, spart sie am Beitrag, wird sie (schwer) krank, hat sie eine gute Absicherung. Der insgesamt höhere Beitrag (SB mit eingerechnet) ist dann auch gerechtfertigt.

Da ich (Ehemann) Hauptverdiener bin und wir finanziell einige Rücklagen haben, denke ich, daß die Großschadentarife für sie richtig sind.

Natürlich sind bei diesen Tarifen die Altersrücklagen auch nicht besonders hoch, weswegen wir dann auch noch monatlich Beträge für die PKV im Alter zurücklegen werden.

Folgende Tarife (in Klammern Beiträge inkl. Pflegeversicherung/Selbstbeteiligung/Beiträge mit eingerechneter SB) habe ich mir mal näher angesehen:

Hallesche: NK4 (ca. 235 € / 2750 / 465 €)
DKV: GST (ca. 250 € / 3300 / 525 €)
Universa: VE 2000G (315 € / 2000 / 480 €)
AXA: Eco 2600 (280 € / 2600 / 500 €)

Der Tarif der Halleschen ist insgesamt am Günstigsten, was den Beitrag angeht, allerdings hat er auch Einschränkungen, bei der ambulanten Psychotherapie, Heilpraktikern und den Heilmitteln. Hier werden nur 80% erstattet bis max. 2600 Euro. Auch im Zahntarif gibt es Einschränkungen bis 550 Euro 100%, danach nur 75%). Ausserdem gibt es Höchstgrenzen für die ersten 10 Jahre.

Bem AXA Eco 2600 ist die Psychotherapie zwar nicht auf eine Anzahl Sitzungen begrenzt, aber es gibt eine Staffelung bis zu welcher Sitzung welche Sätze erstattet werden. Im Zahntarif gibt es 90 % Erstattung bis zu jährlich gestaffelten Höchstgrenzen. Hilfsmittel werden zu 100% erstattet, wenn man sie über den Versicherer bezieht, sonst 75%.

Auch bei der Universa gibt es Höchstbeträge im Zahntarif. Für Zahnbehandlung wird hier 100%, für Zahnersatz 80 % erstattet. Bei Psychotherapie gibt es nur max. 2600 Euro in den ersten 5 Jahren. Auch bei den Hilfsmitteln gibt es Einschränkungen.

Den für mich auf den ersten Blick ausgewogensten Großschadentarif bietet die DKV. Größere Einschränkungen konnte ich nicht finden. Die SB ist zwar mit 3300 Euro am Höchsten, aber dabei besteht halt auch immer die Hoffnung, daß man diese nie voll ausschöpft bzw. nur in wenigen Jahren voll ausschöpft.

Andere Tarife habe ich nicht berücksichtigt, da man bei den meisten anderen Versichern die Tarife online nicht ausrechnen kann.

Übrigens: Meine Frau ist im Großen und Ganzen gesund. Eine Allergie wird aber sicherlich einen Risikozuschlag erfordern.

Es würde mich sehr freuen, wenn vielleicht ein Experte mir sagen könnte, ob meine Recherchen zutreffen und ob es evtl. noch andere interessante Tarife für mich gibt.

Vielen Dank schon einmal.

Ciao

Willi

Guten Tag Willi 2,
vorneweg: es gibt auch andere interessante Tarife. Aber:
Am grundsätzlichen Problem mit „Mitte 40“ in die PKV zu wollen, dabei offensichtlich Wert auf Psychotherapie-Leistungen zu legen, eine
Allergie mitzubringen, möglichst keine Einschränkungen zu bekommen
und mit diesen Vorbedingungen einen Großschaden-Anbieter zu finden,
der nicht zur Tariferöffner- und -wiederzumacher-Gilde mit allen Folgen zählt, ist schwer.
Wenn Sie wissen, worauf es Ihnen ankommt, können Sie einfach
weitersuchen oder Sie beauftragen einen Makler, der Ihnen seinen
Vorschlag differenziert begründet.
Gruß
Günther

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Hallo Günther,

danke für Ihre Antwort.

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich müsste mich dafür entschuldigen, dass meine Frau mit Mitte 40 in die PKV möchte. So richtig wieter hilft mir nämlich die Antwort nicht.

Ich habe schon einen Makler eingeschaltet, das Ergebnis steht aber noch aus. Aber ich mache mich eben auch gerne selbst schlau, weil ich nie weiß, ob ich an einen guten oder einen schlechten Makler geraten bin. Wenn ich mich aber schon selbst informiert habe, dann hilft mir das auch bei einem Maklergespräch weiter.

Natürlich bin ich für jeden Vorschlag (auch wenn es kein Großschadentarif ist) dankbar.

Dafür habe ich ja auch im Expertenforum geschrieben, in der Hoffnung, dass mir jemand einen Tipp geben kann.

Gruß

Willi

Guten Tag Willi,
keinesfalls wollte ich Sie zu einer Entschuldigung animieren.
Dazu besteht kein Anlass. Die Einschränkungen, die ich aufgelistet habe, dienten dazu, zu verdeutlichen, dass die Suche nicht einfach ist
und das Ergebnis nicht billig sein kann. Es ist nun mal eine
Binsenweisheit, dass eine Person Anfang dreißig und ohne gesundheitliche Einschränkung bzw. ohne Präferenzen einfacher und billiger an Versicherungsschutz kommt als eine Person mit ungünstigeren Vorbedingungen.
Davon abgesehen gehen spezielle Tarifempfehlungen über das hinaus, was hier im Brett geleistet werden darf.
Eine allgemeine weitere Empfehlung lautet - wenn Sie schon Ihrem
Makler nicht ganz über den Weg trauen - gehen Sie zeitgleich an
verschiedene Makler per Suchmaschine. Die freuen sich alle ein Bein
aus, wenn sie für Sie ein Angebot präsentieren dürfen.
Im Gegenzug könnten Sie fair agieren, indem Sie demjenigen, der Ihnen
das aus Ihrer Sicht beste Angebot rasch und detailliert unterbreitet,
auch den Zuschlag geben. Damit sich die teure Software und das
Gehirnschmalz auch für den Makler rechnet.
Gruß
Günther

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Hallo Willi,

m.W. hat sich die Karstadt-Quelle-Versicherung auf solche Tarife spezialisiert. Man muss sich allerdings vorab durchchecken lassen - dafür gibt es keine Gesundheitsfragen, soviel ich weiß.

Gruß,
Andreas

Hallo zusammen,

meine Frau ist Mitte 40 und bisher noch gesetzlich versichert,
möchte aber in die PKV aufgrund der besseren Leistungen. Ein
Vollschutz in ihrem Alter kostet aber locker 600-700 Euro.

Deswegen denke ich, daß ein Großschadentarif eine sehr gute
Alternative für sie ist. Hier kann man sich durch einen
relativ günstigen Beitrag sehr gut absichern. Bleibt sie
gesund, spart sie am Beitrag, wird sie (schwer) krank, hat sie
eine gute Absicherung. Der insgesamt höhere Beitrag (SB mit
eingerechnet) ist dann auch gerechtfertigt.

Da ich (Ehemann) Hauptverdiener bin und wir finanziell einige
Rücklagen haben, denke ich, daß die Großschadentarife für sie
richtig sind.

Hallo Günther,

danke nochmals für Ihre Antwort.

Da habe ich wohl bei der ersten Antwort etwas falsch interpretiert. Sorry, dafür.

Ich weiß natürlich, daß es mit Mitte 40 schwierig ist, ein passendes Angebot für eine PKV zu finden.

Was ich eben erhofft hatte, war, daß mir jemand ein paar Anregungen oder Tipps geben kannn.

Ich selbst bin schon länger bei der HUK Coburg krankenversichert und ich weiß, daß die HUK hier meist im Internet nicht empfohlen wird, weil sie z.B. angeblich zu wenig für die Altersvorsorge tut. Trotzdem war ich bisher eigentlich ganz zufrieden. Wie natürlich die Beiträge in 20 Jahren sind, kann ich nicht beurteilen.

Genauso habe ich mir einfach ein paar Hinweise zu den Gesellschaften erhofft, die ich erwähnt hatte. Jede Anregung hilft mir eben bei der Entscheidungsfindung weiter.

Ich hab auch schon daran gedacht, mir ein paar Vergleiche bzw. Empfehlungen über das Internet geben zu lassen. Dabei habe ich aber immer die Sorge, daß ich danach mit Werbepost von diesen Makler totgeschlagen werde. Wäre eine anonyme Anfrage per Email möglich, hätte ich das schon genutzt. Aber man muß eben immer gleich alle persönlichen Daten preisgeben.

Deswegen habe ich eben hier eine Anfrage gestartet.

Gruß und ein schönes Wochenende noch

Willi

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Hallo Andreas,

danke für die Info.

Wie sieht es denn mit der Qualität der Karstadt-Versicherung aus? Da habe ich wirklich keine Ahnung.

Gruß

Willi

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Hallo Andreas,

danke für die Info.

Wie sieht es denn mit der Qualität der Karstadt-Versicherung
aus? Da habe ich wirklich keine Ahnung.

Gruß

Willi

guckst du hier:

http://www.gesundheitsfinanzierung.com/index.php?&me…