PKV? oder bei der GKV bleiben?

Hallo,
ich überlege schon länger ob sich für mich (mit Familie) ein wechsel in die PKV lohnt.

Hier ein paar Fakten:
Meine Frau und Tochter muß ich jetzt bei mir in der GKV mit Versichern, meine Frau arbeitet aber noch auf 400€ und ist zu dem noch Freiberuflich (noch im Aufbau,im Monat so 150€) tätig.
Nach dem ich mal bei der GKV nachfragte wurde gesagt das sie mit ca. 250€ rechnen müßte, was ich und meine bessere Hälfte für übertrieben hält.

Mir ist klar das ich für Frau und Tochter je eine extra Police abschliesen muß, was auch wieder Kostet, bei besseren Leistungen.
Wir bekammen letzte Woche Werbung von unserer GKV für eine Zusatzversicherung, ups das wäre nur für meine Frau und mich noch mal 130€ zusätzlich um annähernd die Leistungen von der PKV zu bekommen.

Was mich noch abschreckt sind höhere Beiträge im Alter, und überhöte Rechnungen vom Arzt.

Hat vielleicht jemand ein paar anregungen für mich wie ich mich entscheiden soll?

Danke
Schnorz

Hallo,

bei den preislichen Überlegungen kann ich Dir nicht helfen, aber eines möchte ich aus ganz persönlicher Erfahrung zu bedenken geben:

Wenn einer von Euch mal ernsthaft krank wird (möge es nie passieren!!) kommt der-/diejenige niemals mehr in eine PKV hinein (bzw. nur unter enormen Aufschlägen oder mit Einschränkungen).

Ich habe im eigenen Kreis miterlebt, wie stark sich bei schweren Erkrankungen die Behandlungen für gesetzlich und privat Versicherte unterscheiden können. Das war für mich ein wichtiger Punkt bei meiner eigenen Entscheidungsfindung.

Mark

stimmt!
Hallo,

ich habe es selbst erlebt, mit Diabetes und Bluthochdruck bspw. kommst Du in keine PKV. Ich bin jetzt immer noch bei meiner GKV und zahle einen - im Gegensatz zu den PKVs - günstigen Tarif. Sicherlich erhalte ich kein Einzelzimmer oder Chefarzt-Behandlung. Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich zum Arzt gehen kann und meine Ruhe habe.

Bei der PKV ist auch die Selbstbeteiligung mit einzurechnen, wenn Du regelmässig Medikamente benötigst, dann kannst Du die schon einmal komplett selbst bezahlen (solange Du unter der SB bleibst), auch müssen die Behandlungen erst einmal von Dir selber getragen werden und werden später von der PKV beglichen.

Lasse Dich auf den Preisvergleichsseiten nicht über die günstigen Angebote der PKV täuschen, Du und Deine Frau werden älter und dann steigen die Preise auch. Und letztendlich, wenn Du mal in der PKV bist, dann bleibst Du da solange bist Du entweder arbeitslos oder pflichtversichertes Arbeitsverhältnis beginnst.

Ich weiß zwar nicht wie alt Du bist, aber für mein Alter machen die Preisunterschiede zwischen GKV und PKV nicht viel aus.

Gruß
Christian

Hallo Christian,
erst mal Dake für die Antwort(en).

Hallo,

ich habe es selbst erlebt, mit Diabetes und Bluthochdruck
bspw. kommst Du in keine PKV. Ich bin jetzt immer noch bei
meiner GKV und zahle einen - im Gegensatz zu den PKVs -
günstigen Tarif. Sicherlich erhalte ich kein Einzelzimmer oder
Chefarzt-Behandlung. Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich
zum Arzt gehen kann und meine Ruhe habe.

Ich lege bestimmt keinen Wert auf Chefarzt-Behandlung und Einzelzimme.

Bei der PKV ist auch die Selbstbeteiligung mit einzurechnen,
wenn Du regelmässig Medikamente benötigst, dann kannst Du die
schon einmal komplett selbst bezahlen (solange Du unter der SB
bleibst), auch müssen die Behandlungen erst einmal von Dir
selber getragen werden und werden später von der PKV
beglichen.

Ja und das ist so eine Sache die mich noch zögern läst.

Lasse Dich auf den Preisvergleichsseiten nicht über die
günstigen Angebote der PKV täuschen, Du und Deine Frau werden
älter und dann steigen die Preise auch. Und letztendlich, wenn
Du mal in der PKV bist, dann bleibst Du da solange bist Du
entweder arbeitslos oder pflichtversichertes Arbeitsverhältnis
beginnst.

Ich weiß zwar nicht wie alt Du bist, aber für mein Alter
machen die Preisunterschiede zwischen GKV und PKV nicht viel
aus.

Ich bin 36 also auch nicht viel jünger als du.

Gruß
Christian

Korrektur…
Hallo,

ich habe es selbst erlebt, mit Diabetes und Bluthochdruck
bspw. kommst Du in keine PKV. Ich bin jetzt immer noch bei
meiner GKV und zahle einen - im Gegensatz zu den PKVs -
günstigen Tarif.

Das ist aber nur in Verbindung mit dem Ririkozuschlag gedacht, oder? Denn ein Tarif mit Leistungen der Kasse ist über die Hälfte und mehr günstiger. Übrigesn kann man auch mit Diabetes und Bluthochdruch privat versichert werden: ist nur eine Frage des Beirages. Bei Beamten ist es sogar so, dass sie zwangsweise angenommen werden müssen.

Sicherlich erhalte ich kein Einzelzimmer oder
Chefarzt-Behandlung. Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich
zum Arzt gehen kann und meine Ruhe habe.

Die Bettenzahl ist eigentlich Nebensächlich. Wichtiger ist die freie Wahl der Arztes. Die hast Du in der Kasse nicht.

Bei der PKV ist auch die Selbstbeteiligung mit einzurechnen,
wenn Du regelmässig Medikamente benötigst, dann kannst Du die
schon einmal komplett selbst bezahlen (solange Du unter der SB
bleibst),

Wer zwingt Dich, einen Tarif mit Selbstbeteiligung abzuschließen? Es gibt sehr viele Tarife ohne SB und trotzdem günstiger als die Kasse.

auch müssen die Behandlungen erst einmal von Dir
selber getragen werden und werden später von der PKV
beglichen.

Auch falsch. Du wirst vom Arzt behandelt und bekommst am Quartalsende eine Rechnung. Die reichst Du bei der Versicherung ein und bekommst ca 14 Tage später das Dir zustehende Geld überwiesen. Erst dann zahlst Du den Arzt.

Lasse Dich auf den Preisvergleichsseiten nicht über die
günstigen Angebote der PKV täuschen, Du und Deine Frau werden
älter und dann steigen die Preise auch.

Auch falsch: denn die Beiträger der Kassen steigen noch schneller. Dazu kommen die stetigen Leistungseinschränkungen.

Und letztendlich, wenn
Du mal in der PKV bist, dann bleibst Du da solange bist Du
entweder arbeitslos oder pflichtversichertes Arbeitsverhältnis
beginnst.

Warum sollte das ein Nachteil sein? Wer mal privat versichert war, der will doch gar nicht mehr zurück. Warum sollte er vom Mercedes in den Smart absteigen?

Ich weiß zwar nicht wie alt Du bist, aber für mein Alter
machen die Preisunterschiede zwischen GKV und PKV nicht viel
aus.

Das ist evtl. richtig.
Das hängt mit der besseren Kalkulation der Privaten zusammen. Es wäre ja auch unfair, wenn jemand der 40 jahre lang Altersrückstellungen gespart hat genau die gleichen Leistungen im Alter hat, wie einer, der mit 60 dazu ging.
also bitte, bevor Du etwas über eine Versicherungsart von Dir gibst: genau recherchieren!
Sonst kommen nur soche Fehler raus wie oben.
Grüße
Babalou

Hallo,
schön das du anderer Meinung bist.
So richtig hat mir bis jetzt aber noch keiner weiter helfen können.

Na vielleicht kommt ja noch der richtige Anstoss.

Gruß
schnorz

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Hallo,
aus der Sicht der GKV dazu folgendes:
Wenn deine Frau aufgrund Ihres Einkommens aus der Familienver-
sicherung raus muss, hier ist die Grenze mtl. 400,00 € bei
Erwerbseinkommen, dann muss sie sich selbst versichern.
Das kosten aber keine 250,00 €, sondern nur ca. 126,00 €.
Die von dir erwähnt freiberufliche Tätigkeit liegt mit dem Einkommen
so niedrig, dass nicht von einer hauptberuflichen Selbständigkeit
ausgegangen werden kann.
Den geringsten finanziellen Aufwanf dür deine Frau wäre (wenn der
Arbeitgeber mitmacht) eine Tätigkeit mit 401,00 €, dan würde
Krankenversicherungspflicht eintreten und es würden nur die
401,00€ zur Beitragszahlung herangezogen, die 150,00 € aus der
freiberuflichen fielen total weg.
Eine andere Lösung wäre, die geringfügige Tätigkeit einzuschränken,
damit insgesamt nicht mehr als 400,00 € rauskommen, dann bleibt
die Familienversicherung (Kostenfrei) bestehen - ist immer noch
billiger als 550,00 € monatliches Einkommen und dafür eine
eigene Vollversicherung, egal ob PKV oder GKV.
Übrigens - bei der GKV zählt nur das Einkommen, nicht das Alter, das
Geschlecht oder gar der Gesundheitszustand.
Gruss
Günter Czauderna

Danke für deine ausfürliche Antwort, ich glaube du hast uns ein gutes Stück geholfen.

Gruß
schnorz

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