Hallo,
ich bin kein „Versicherungsfuzzy“ … lediglich eine
Verbraucherin…
Das sieht man an der Antwort…, *gg*
Das hier ist ein sehr wichtiger Punkt - bezüglich KV-Beiträge
im Alter…keiner kann heute genau sagen, wie sich die
Beiträge in der privaten KV entwickeln werden und auch nicht
wie und wann die Gesetze von den Politikern in den nächsten
Jahren geändert werden.
Du verwechselst die GKV mit der Privaten. Die Politiker bestimmen, was in der Kasse geleistet wird. Was die Privaten leisten und was sie verlangen geht den Politikern einen feuchten Kehricht an.
Dass kein Mensch die Entweicklung vortraussehen kann, ist klar. Doch mit etwas größerer Wahrscheinlichkeit kann man es bei den Kassen sagen: sie werden noch mehr abspecken. Das Ziel ist eine absolute Grundversorgung, nicht mehr.
Trotz Altersrückstellungen für die Versicherten traue ich den
privaten KVs alles zu …
Warum? Hast Du mit den Prtivaten schlechte Erfahrungen gemacht, oder sprichst Du hier das nach, was die Konkurenz von der Gepäcknetzklasse (Kassen) unter vorgehaltener Hand erzählen?
sollte zukünftig auf Grund
Änderungen der Gesetze Neukunden ausbleiben, (und die alten
Kunden noch länger leben) sieht es doch irgendwann für viele
privat Versicherten nicht mehr so rosig aus - horrende
Beitragssteigerungen könnte eine Folge sein (gilt natürlich
auch für die GKVs mit weiteren Leistungskürzungen).
Das ist Wunschdenken der Kassen. Es wird aus Finanzierungsgründen nicht kommen. Die Privaten waren seit jeher günstiger und werden es bleiben. Der Politiker, dar das ändern will, war die längste Zeit im Bundestag. Ist auch sehr unwahscheinlich: 90 % der Politiker sind privat versichert.
hier würde ich folgendes dazu schreiben (meine persönliche
Meinung):
…Unterm Strich rechnet sich der Übertritt zur Privaten.
…WENN ich erwarte, daß ich einkommensmäßig (Gesamteinkommen
& Vermögen) in 30+ Jahren zu den oberen 10-20% der Rentnern
gehören werde.
Das wird jeder freiwillig versicherte. Denn welcher Rentenversicherte tut sich das an, dass er sich auf die Rente verlässt. Er wäre verlassen. Es wird für die bis ca. 35-jährigen nur noch eine Einheitsrente geben. Da bin ich mir absolut sicher.
Das ist natürlich heute als junger Mensch sehr schwer
vorherzusagen (außer wenn man möglicherweise eine große
Erbschaft erwartet)…wenn eine Person z.B. schon mit 30/35
J. ein Jahreseinkommen von €70.000 aufwärts hat und damit
rechnet, sein ganzes Leben lang immer *weit*
überdurchschnittlich zu verdienen, dann glaube ich, kann man
sich ernsthaft überlegen, sich privat zu versichern (mit oder
ohne kleine Familie).
Du würdedst Dich wundern wieviel über diese Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Und Beamte sind sowieso traditionell privat versichert. Ist umm einiges günstiger und natürlich wesentlich besser. Ich schätze mal, dass höchstens 5 % gesetzlich versichert sind.
(Als Selbständiger ist die Lage vielleicht ein bißchen anders,
aber trotzdem…)
Warum ist die Lage anders? Sehr viele Selbständige fangen viel zu spät an, mit der Altersvorsorge. Wenn dann der Betrieb nicht das abwirft, was er bringen soll, nagen sie am Hungerztuch oder leben von der Minirente der Frau.
Aber wenn man nur knapp über der BBG liegt, dann würde ich das
nicht machen, weil ich mir die KV-Beiträge im Alter vielleicht
doch nicht leisten kann und mir das Risiko zu hoch ist z.B. w/
Änderung der Gesetze (i.e. das Alter für den letzt möglichen
Wechsel -w/ Einkommen unter der BBG- zurück in die GKV wird
plötzlich von 55J. auf z.B. 40J. gesenkt) nie wieder zurück in
die GKV kommen zu können - um nur einen KV-Beitrag nach einem
vielleicht ‚bescheidenen Einkommen‘ zahlen zu müssen.
Bei den jetztigen Politikern ist alles möglich!
Warum sollte er zurück gehen? Wenn der Beitrag für ihn zu hoch ist, dann hat er die Möglichkeit in den Standarttarif (ab 55) zu wechseln. Den muss jede Private im Angebot haben. dieser Tarif darf nicht mehr kosten, als die Kasse. Wo also liegt das Problem, das Risiko?
Ein Beispiel: ich bin natürlich privat versichertt, klar. Mein Beitrag (sehr gute Absicherung) war bisher 350 €. Bei der Kasse würde ich ca. 520 € bezahlen (incl. Pflegepflichtversicherung) Ich habe einen Selbsbehalt von 500 €. Nimmst Du jetzt diese 500 € und teilst die durch die Anzahl der Monate (also 12) so kommt ein Monatsbetrag von 42,- € heraus. Dies addiere ich jetzt zu den 350 € ergibt also eine Maximalbelastung von 392 €, also ca. 130 € im Monat weniger, als die Kasse. Und das mit 2 Bettzimmer, 100 % Brille…
Nun werde ich in einen Tarif wechseln, der nur 255 € kosten wird. Dafür bin ich sogar 1-Bettzimmer versichert. Die Selbstbeteiligung steigt auf 1.000 € im Jahr. Also Rechnung: 1000 : 12 = 83 €. Diese SB addiere ich jetzt auf meinen Monatsbeitrag = 333 € monatlich Max. Da 2004 eine Beitragsanpassung kommt, spare ich jeden Monat ca. 120 €. Das mal 12 = ca. 1440 €.Dafür muss eine Oma lang für stricken!
Ein Nachteil der Kassen habe ich bisher noch gsr nicht erwähnt: der Beitrag steigt jedes Jahr so sicher wie das Amen in der Kirche: jeder Jahr wird die BBG angehoben! Dazu kommt die fast 2 mal jährliche Prozentuale Beiztragsanpassung und die einhergehenden Leistungseinschränkung. Eine Leistungseinschränkung ist bei den Privaten für bestehende Verträge nicht möglich. Selbst in den letzten 2 Jahren sind diese bei den Privaten immer mehr angehoben worden.
Also, was spricht gegen die Privaten?
Nichts!
Grüße
Raimund