PKV-Tarife - Erhöhung im Rahmen?

Hallo Versicherungs-Experten!

Ich bin seit ziemlich genau 3 Jahren in einer PKV, die seither kontinuierlich an der Kostenschraube gedreht hat. Und wie ich finde ziemlich heftig.

Von November 2002 bis jetzt (inklusive der mir gerade mitgeteilten Erhöhung für 2006) um gut 70 Euro! Frage an euch: Ist das tatsächlich noch moderat? Mein Versicherungsvertreter behauptet, dass seine Versicherung im Vergleich nur moderat teurer geworden ist. Ehrlich gesagt kann ich das kaum glauben.

Und könnt ihr mir eine andere, günstigere PKV empfehlen?:smile: (ich bin in der Württembergischen und soll ab 2006 408 Euro pro MOnat zahlen, eingestiegen bin ich vor drei Jahren mit 330 Euro. Ich habe dort nur einen Grundtarif, also kein Chefarzt im KH, kein Einzelzimmer, kein Tagegeld.)

Beste Grüße,

Barbara

Ist das tatsächlich noch moderat?

Da Fragen nach Prämienerhöhungen hier immer wieder und immer öfter auftauchen, mal ein paar allgemeine Worte:

Die Kassen dürfen nicht einfach so erhöhren: die sog. „Beitragsanpassungen“ regeln sich vielmehr in §§ 12 a bis 12 e VAG, 178 g VVG und § 8 b MB/KK. Demnach müssen die Versicherer eine jährliche Überprüfung und Neukalkulation durchführen. Zu Erhöhungen ist die Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders erforderlich. Dennoch unterliegen Erhöhungen der umfassenden rechtlichen und tatsächlichen Prüfung durch die Zivilgerichte. Wenn man als entsprechend rechtsschutzversichert ist, kann man sich den Spaß machen und gegen eine Beitragsanpassung vorgehen: es wird dann überprüft, ob die Anpassung nach aktuariellen Grundsätzen mit den bestehenden Rechtsvorschriften in Einklang steht. Hierzu bestellt das Gericht in der Regel einen Sachverständigen (Aktuar).
Bevor man zum Anwalt tapert, kann man als VN beim Versicherer die erwähnte Zustimmungserklärung des Treuhänders anfordern. Weitere Unterlagen stellen die Versicherer meist nicht zur Verfügung.
Gegenstand einer gerichtlichen Prüfung sind dann nur die Unterlagen, die der Versicherer dem Treuhänder vorgelegt hatte. Waren diese z.B. nicht vollständig oder wurden diese erst nach der Mitteilgung über die Beitragsanpassung übersandt, ist´s nichts mit der Anpassung - der Versicherer kann nämlich nicht nachbessern.

Also: wenn man will, kann man den Versicherer ein bißchen ärgern…

Ciao, Wotan

Hallo Versicherungs-Experten!

Ich bin seit ziemlich genau 3 Jahren in einer PKV, die seither
kontinuierlich an der Kostenschraube gedreht hat. Und wie ich
finde ziemlich heftig.

Von November 2002 bis jetzt (inklusive der mir gerade
mitgeteilten Erhöhung für 2006) um gut 70 Euro! Frage an
euch: Ist das tatsächlich noch moderat? Mein
Versicherungsvertreter behauptet, dass seine Versicherung im
Vergleich nur moderat teurer geworden ist. Ehrlich gesagt kann
ich das kaum glauben.

Hast du dir denn mal die Kennzahlen des Unternehmens zeigen lassen?
Da kannst du sehen wieviel sie für Limitierung der Beiträge ausgeben.

Und könnt ihr mir eine andere, günstigere PKV empfehlen?:smile:

Günstigere gibt es viele, aber ist denn günstig alles was du möchtest?
Günstig bist du nur versichert wenn du es auch bleibst.
nach 3 jahren „könnte“ man noch wechseln genauso Tarif wechsel innerhalb der Gesellschaft, aber überlege gut. PKV ist fürs leben und nicht immer nur für 3 jahre. Jedesmal verlierst du deine Alterungsrückstellungen. Du solltest dich von einem Makler dazu beraten lassen.

(ich bin in der Württembergischen und soll ab 2006 408 Euro
pro MOnat zahlen, eingestiegen bin ich vor drei Jahren mit 330
Euro. Ich habe dort nur einen Grundtarif, also kein Chefarzt
im KH, kein Einzelzimmer, kein Tagegeld.)

Du bist selbständig, oder? Es gibt da eine Versicherung die hat einen Gruppentarif für Journalisten wenn du einem Verband anghörst. Sie kommt aus Köln und hat drei grüne Buchstaben.

Hallo Wotan!

Den ganzen Arbeitsaufwand zu betreiben ist meiner Meinung nicht ganz angebracht und wird auch nicht von Erfolg gekrönt sein.

Lg
Björn Bause

Hallo,

Ich bin seit ziemlich genau 3 Jahren in einer PKV, die seither
kontinuierlich an der Kostenschraube gedreht hat. Und wie ich
finde ziemlich heftig.

Nicht die PKV dreht an der Kostenschraube, oder denkst Du, die erhöhen freiwillig und ohne Not Ihre Prämien in einem Markt der (leider) preisorientiert ist???

Von November 2002 bis jetzt (inklusive der mir gerade
mitgeteilten Erhöhung für 2006) um gut 70 Euro! Frage an
euch: Ist das tatsächlich noch moderat?

Weniger als 20 Euro p.m. und p.a. ist moderat und entspricht der Kostenentwicklung!

Mein

Versicherungsvertreter behauptet, dass seine Versicherung im
Vergleich nur moderat teurer geworden ist. Ehrlich gesagt kann
ich das kaum glauben.

Das ist, wenn es so denn sein sollte, nur temporär. Das wird dann später durch höhere Anpassungen wieder ausgeglichen!

Hast du dir denn mal die Kennzahlen des Unternehmens zeigen
lassen?
Da kannst du sehen wieviel sie für Limitierung der Beiträge
ausgeben.

Bei einem Unternehmen, dass seit 1998 am Markt ist??? Kennzahlen??? Etwa Kennzahlen des PKV Verbandes??? Natürlich! Die PKV Unterne´hmen haben gemeinsam Zahlen entwickelt, an denen Laien erkennen können wer ein Guter und wer ein Schlechter ist!!! Was kann man Euch alles verkaufen, weil ich habe noch zwei unkaputtbare Fernseher und drei funktionsunfähige Waschmaschinen!

Und könnt ihr mir eine andere, günstigere PKV empfehlen?:smile:

Definiere günstiger? meinst Du preis, oder Leistung oder Beitragsstabilität???

Günstigere gibt es viele, aber ist denn günstig alles was du
möchtest?
Günstig bist du nur versichert wenn du es auch bleibst.
nach 3 jahren „könnte“ man noch wechseln genauso Tarif wechsel
innerhalb der Gesellschaft, aber überlege gut. PKV ist fürs
leben und nicht immer nur für 3 jahre. Jedesmal verlierst du
deine Alterungsrückstellungen. Du solltest dich von einem
Makler dazu beraten lassen.

Das könnte ersetzen wir besser durch „lass es“. Die Würtemmbergische ist 1. nicht schlecht und 2. kalkuliert sie eher richtig! Du kannst Dich in der Leistung verbessern um den Preis, Deine bisherige AR zu verlieren und das erhöhte Risiko eines Rücktritts zu erhöhen.

(ich bin in der Württembergischen und soll ab 2006 408 Euro
pro MOnat zahlen, eingestiegen bin ich vor drei Jahren mit 330
Euro. Ich habe dort nur einen Grundtarif, also kein Chefarzt
im KH, kein Einzelzimmer, kein Tagegeld.)

Das mit dem „kein Tagegeld“ könnte ein böser Fehler sein!

Du bist selbständig, oder? Es gibt da eine Versicherung die
hat einen Gruppentarif für Journalisten wenn du einem Verband
anghörst. Sie kommt aus Köln und hat drei grüne Buchstaben.

DKV - die hben die Gruppenverträge mit den Journalistenverbänden!

Viele Grüße
Thorulf Müller

[email protected]


http://www.stoexperts.de/baypol/fundgrube/pinguin.mpg

Hallo Mario,

sorry für die Sendepause - mein kleines Baby hält mich ziemlich auf Trapp:smile:. Ich bin keine Vollblutjournalistin, sondern arbeite auch mal journalistisch, meistens aber eher im PR- und Werbebereich - deshalb bin ich auch nicht im DJV.

Und zu dem Poster untendrunter. Das war ja meine Frage: Ob diese Erhöhung tatsächlich als moderat gilt. Ich empfinde das als heftig. 30 Euro im Monat sind ja 360 Euro im Jahr mehr. Und wenn das jedes Jahr so weiter geht arbeite ich bald nur noch für die KV-Beiträge. (kann man sich ja hochrechnen, wo ich da in 10 Jahren bin.) Nächstes Jahr wären das fast 5000 Euro nur KV-Beiträge.

Aber bei mir hat sich gerade eh was ganz anderes ergeben - ich werde nächstes Jahr komplett für einen Auftrageber arbeiten, der mich auch anstellen wird für dieses Projekt. Also bin ich sowieso erstmal wieder in der GKV. Damit hat sich das erstmal Thema erledigt. So schnell kann’s gehen:smile:…

Danke aber für die Antworten,

viele Grüße,

Barbara