PKV und Beihilfe wg. Bundeswehrangehöriger

Hallo,

ich würde gerne meinen Tarif der privaten Krankenversicherung umstellen lassen, da ich mit einem Zeitsoldaten verheiratet bin. Ich weiß, dass irgendwie mir 70% Beihilfe zustehen würden, das war’s aber auch schon.

Sowohl die Berater meiner Krankenkasse tappen im Dunkeln als auch die Stellen, an die mein Mann zur Zeit herankommt(offensichtlich mangels Erfahrung oder mangels Lust), daher hätte ich einige Fragen hinsichtlich der Abrechnung, Einreichung von Rechnungen etc.

Wer kennt sich denn damit aus?

Versicherungsgesellschaft ist übrigens die DBV Winterthur.

Gruß,

Claudia

Hallo Claudia,
mal ganz kurz: wichtig ist, was Du selbst machst: Bist Du selbst versichert, da berufstätig, bist Du mitversichert, da nicht berufstätig? Bist Du vielleicht sogar selbstständig?

Die Beihilfe bekommst du vom Bund, für die restlichen % kannst Du einen Beihilfeergänzungstarif (oder Quotentarif) wählen, wenn Du darunter fällst.

Ich denke mal, daß Raimund oder Marco aus dem Kopf noch weiter helfen können.
Ciao
Andreas

hallo Andreas,
danke für die Blumen… leider ist das Kapital Bundeswehr nicht ganz meine Sparte. Aber ich werde versuchen mich schlau zu machen.
Grüße
Raimund

etwas konkreter das Problem…
Hallo Andreas und gleich auch mal hallo an Raimund,

das Problem ist nicht, dass ich den Tarif bei der Krankenversicherung nicht bekommen würde. Man hilft mir von der dortigen Seite absolut nicht mit der „Praxis“, z.B. welche Beihilfestelle für mich denn als Bundeswehr-Angehörige zuständig ist. Ich habe keine Ahnung, wie und wo ich meine Arztrechnungen einreichen soll.

Auslöser war, dass ich eben, bevor ich den Beihilfetarifvertrag unterschrieb, gestern noch einmal auf der Hotline des Versicherers angerufen habe, weil ich ein paar Sachen erklärt haben wollte.

Da ich 70% Beihilfeanspruch habe, zahlt die Kasse jetzt nur noch 30%. Das ist ja theoretisch in Ordnung. Ich weiß aber nicht, bei welcher Stelle ich die restlichen 70% einfordern soll. Die völlig blödsinnige Antwort an der Hotline war: „Ja dort, wo Ihr Mann auch seine Rechnungen einreicht“. Naja, da mein Mann freie Heilfürsorge bekommt, ist das ja Quatsch… Das habe ich dann auch gesagt und bekam nur ein „Ja, dann müssen Sie das selbst herausbringen.“

Wer kann mir helfen? Es ist wirklich nervig…

Ach ja, Du wolltest doch noch über meine Arbeit wissen: Ich bin von der Ausbildung her Ärztin, von der beruflichen Einstufung momentan selbständig, da ich eine kleine Firma gegründet habe. Die wirft bis jetzt noch nicht viel ab, jedoch muss ich halt mich als Selbständiger versichern. Ab März 2002 bin ich dann wahrscheinlich auch noch halbtags als Ärztin im Praktikum beschäftigt, um meine Approbation (Berufserlaubnis) zu bekommen.

Es wäre wirklich klasse, wenn mir hier geholfen werden kann. Der Beihilfetarif würde mir ein paar finanzielle Sorgen für die nächsten 2 Jahre abnehmen, bis sich das bei mir alles gefestigt hat. Aber bevor ich mich jetzt da in was verrenne und auf 70% meiner Gesundheitskosten hockenbleibe, weil ich nicht weiß, wer die mir bezahlt, muss ich halt erst noch voll versichert bleiben :frowning:( .

Das Angebot von der Krankenkasse gilt noch etwa 3 Wochen, bis dahin sollte ich eine Entscheidung getroffen haben.

Gruß,

Claudia

Hallo Claudia,

ich versuche die Frage mal aus dem Kopf zu beantworten.
Ich bin leider nicht zu Hause und habe dadurch nicht die evtl. nötigen Dinge zur Hand. Dies wird sich auch erst Samstag ändern.

Falls also meine Aussage etwas anderes beinhalten sollte, als ich sage, korrigiere ich mich dann. Okay?

Ich habe keine Ahnung, wie und wo ich meine
Arztrechnungen einreichen soll.

Dein Mann ist angestellter des Bundes, wenn man es rein arbeitsrechtlich betrachten würde. Somit ist die für ihn maßgebliche Stelle die Beihilfestelle des Bundes.

Dein Mann bekommt zwar freie Heilfürsorge, aber dies nur auf dem Papier. Es gibt auch da Leistungseinschränkungen, wo meines Wissens nach nur noch %-Anteile gezahlt werden. Dies müsste ich nochmal in den Unterlagen nachsehen.
Also auch er müsste sich für diesen etwaigen Fall dann an die Beihilfe des Bundes wenden.

Und zur Beihilferegelung generell: Solange dein Einkommen unter einem bestimmten Einkommen liegt, kannst du dies in Anspruch nehmen. Die Höhe dieses Einkommens liegt/ lag etwas um die 35.000 DM p.a. Brutto.
Auch dies lese ich nochmal genau nach.

Vielleicht habe ich schon ein wenig weiterhelfen können, ansonsten gedulde dich bitte bis zum WE.

Gruß
Marco

keine Arztrechnungen bei freier Heilfürsorge
Hallo Marco,

danke auch Dir, dass Du Dich meinem Problem annimmst. Alles, was Du geschrieben hast, z.B. das mit den 35000 DM p.a. ist richtig. Darum geht es auch gar nicht mehr. Dass ich den Tarif bekomme, ist schon klar, ich müsste nur noch den Vertrag unterschreiben.

Jedoch ist absolut nicht klar, welche Stelle unseres Staates für mich die 70% übernimmt, die die Krankenkasse dann eben nicht zahlt. Mein Mann reicht keinerlei Rechnungen irgendwo ein, weil er nicht zu zivilen Ärzten, sondern nur zu den Bundeswehr-Sanitätseinrichtungen gehen DARF. Daher kann er mir bei der Beantwortung dieser Frage gar nicht weiterhelfen, leider… Auch die Stellen bei ihm im Stützpunkt haben ihm in dieser Frage nicht weiterghelfen können/wollen…

Ich habe jetzt parallel über die Experten-Suche 9 Berufssoldaten im „heiratsfähigen“ Alter recherchiert, vielleicht können die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern…

Ich wäre Dir wirklich dankbar, wenn Du in Deinen Quellen noch was herausfinden könntest. Wirklich nett von Dir und Euch allen hier im Brett, denn es ist ein großes und v.a. zur Zeit teures Problem…

Gruß,

Claudia

Hallo Claudia,

da ich selber auch ein paar Jahre beim Bund war, kann ich Dir aus eigener Erfahrung nur den Rat geben der mir selber sehr geholfen hat.

Wende Dich am besten an eine Versicherung die sich auf die Beihilferegelungen für Beamte besonders auskennen.
Möchte ja hier keine Werbung machen, meine Versicherung die HUK, hatte in jeder Kaserne Vertrauensleute (gugt bestimmt auch andere!), da sollten sich Du und Dein Mann einmal hinwenden, da er ja die Besonderheiten, wie freie Heilführsorge usw. am besten auskennt.
Sollte Dein Mann keine Vertrauenspersonen einer Versicherung kennen, dann muß er mal seinen Spieß fragen.

Ach ja, meine Frau hat ihre Rechnungen immer an die HUK gesendet :smile:)

Gruß
Karl-Heinz

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Tja…
Hallo Karl-Heinz,

das wäre eine schöne Sache gewesen. Man hatte mir gerade jedoch im Hinblick auf meine Situation, dass ich heiraten würde und dann Beihilfe bekäme, die DBV Winterthur angeraten… Offenbar war das ein wenig voreilig und kurzsichtig…

Wie auch immer, jetzt bin ich halt erst einmal hier, und muss damit zurecht kommen, wie es eben so bei der DBV vorgesehen ist…

Aber danke trotzdem…

Claudia

Liebe Leute,

ich danke Euch herzlich für Eure Hilfe !! Möglicherweise sind wir über den Rücklauf der Expertensuche von Bundeswehrseite ein wenig weitergekommen, da zumindest man beim Heer (leider keinen Marinesoldaten gefunden, der sich damit konkret auskennt) die Problematik und die zuständigen Stellen kennt, die ich brauche, um meine Abrechnung zu machen.

Falls jemand (Raimund, Marco?) noch Infos hat, sende er/sie sie mir bitte via E-Mail.

Schönen Tag noch,

Eure Claudia

Hallo Claudia,

was ich gesagt habe gilt genau so für die DBV!!

Wende Dich da mal an einen örtlichen Vertreter der die Kasere betreut.

Gruß
Karl-Heinz

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Das war ja genau das Problem, dass meine Krankenkasse eben keinen Vertreter für die Bundeswehr hat, den sie mir nennen konnte… Daher kam es ja zu diesen Fragen hier.

Aber ich denke, wir sind zumindest durch einige Rückantworten von Soldaten weitergekommen, wo wir auf Bundeswehrseite nachbohren können…

Claudia

Hallo Claudia,

hier sind Agenturen der DBV-Wintherthur in Deiner Region, für den öffentlichen Dienst (falls Du diese noch nicht kennst):

Agentur: Konrad; Ansprechpartner: Hans-Hermann Konrad 26655 Westerstede, Vom-Stein-Str. 38

Agentur Oldenburg-Nord; Ansprechpartner: Michael Grote 26215 Wiefelstede / Metjendorf, Metjendorfer Landstraße 13 B

Agentur:Hoyer; Ansprechpartner Klaus Hoyer 26129 Oldenburg, Goerdelerstr. 10

Quelle: DBV-Winterthur

Gruß
Karl-Heinz

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Danke !!
Lieber Karl-Heinz,

ich danke Dir herzlichst. Nein, auch das hat man mir bisher versäumt zu sagen, dass es außer der Vermittlung, die mich noch zu meinen Berlin-Zeiten geworben hat, DBV-Berater in meiner jetzigen Gegend gibt… Möglicherweise haben die Herrschaften mehr Zeit als die an der Hotline.

Claudia

Freie Heilfürsorge
Hi Claudia,

okay… also ich habe eben nochmal in meinen Büchern nachgelesen.

Freie Heilfürsorge: Die Heilfürsorge ist eine besondere Form der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Beamten. Sie wird in der Regel den Beamten gewährt, die während der Ausübung ihres Dienstes besonderen Gefahren ausgesetzt sind (z.B. Polizei und Bundeswehr). Die freie Heilfürsorge übernimmt in der Regel für den Beamten 100% der erstattungsfähigen Krankheitskosten.

Die Heilfürsorge deckt jedoch nicht alle entstehenden Krankheitskosten ab (z.B. das Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung, teilweise auch Lücken im ambulanten Bereich).

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Für berücksichtigungsfähige Ehegatten und Kinder besteht Anspruch auf Beihilfe entsprechend der jeweiligen Beihilfevorschrift.


Bundeswehr: Soldaten der Bundeswehr haben während des aktiven Dienstes Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung.
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Für seine berücksichtungsfähigen Ehegatten und Kinder hat der Soldat Anspruch auf Beihilfe nach der Bundesbeihilfeverordnung.

Also werden die Rechnungen dann an die Bundesbeihilfe geschickt.

Gruß
Marco

ps. und auch bei dem rest lag ich ja gar nicht so schlecht :wink:

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Alles klar !
Hallo Marco,

alles klar, dann ist definitiv der Bund Beihilfestelle, muss nur noch den richtigen finden, dem ich dann die Rechnungen in die Hand drücke…

Vielen Dank für Deine Mühe,

Claudia

http://www.franke.de.cx/