PKV wechseln - Rücklagen auf neue VG übertragen

Hallo,

ich habe irgendwann in den Wochen in den Nachrichten gehört, dass es nun bald möglich sein soll, dass man in Zukunft auch die PKV ohne Nachteile wechseln kann. Dabei werden die Rücklagen, die die bisherige Versichungsgesellschaft über die gesamte Vertragslaufzeit für die erhöhten Kosten im Alter angespart hat, auf die neue Versicherungsgesellschaft übertragen.
Nun die Frage:
Ist dies bereits Realität? Seit wann und wo kann ich darüber nachlesen?
oder
War das wieder einmal eine gute Idee, deren Realisierung durch die Versicherermafia verhindert wurde?

Gruß und Dank
Claudius

Hallo,

ich habe irgendwann in den Wochen in den Nachrichten gehört,
dass es nun bald möglich sein soll, dass man in Zukunft auch
die PKV ohne Nachteile wechseln kann.

Ein Wechsel zieht in der Regel IMMER NAchteile mit sich: Erneute Gesundheitsprüfung, höherer Beitrag, neuen Wartezeiten bzw. Zahnstaffeln.

Dabei werden die
Rücklagen, die die bisherige Versichungsgesellschaft über die
gesamte Vertragslaufzeit für die erhöhten Kosten im Alter
angespart hat, auf die neue Versicherungsgesellschaft
übertragen.
Nun die Frage:
Ist dies bereits Realität?

Nein - soll so ähnlich komme. Aber du wirst nicht deine gesamten Rückstellungen mitnehmen können, sondern nur soviel, wie im Rahmen des neu einzuführenden Basistarifs angespart worden wäre. Der Rest bleibt beim Versicherer.

Seit wann und wo kann ich darüber nachlesen?

http://www.die-gesundheitsreform.de

oder
War das wieder einmal eine gute Idee, deren Realisierung durch
die Versicherermafia verhindert wurde?

War eine mittelmäßige Idee, die laienhaft umgesetzt wurde und meiner Meinung nach schnell wieder abgeschafft gehört, aber egal.

Frank Wilke

Hallo Frank,

erstmal vielen Dank für deine Nachricht.
Naja, ich sehe da schon Vorteile. Denn bisher ist es ja wohl so, dass man, wenn man sich einmal für eine Kasse entschieden hat und in dieser nun auch schon geraume Zeit gewesen ist, faktisch nicht mehr aussteigen kann - richtig?!
Dies könnte sich sich dann vielleicht ändern, oder?
Hinzu kommt, dass die Konkurrenzsituation der Kassen, die sich zur Zeit fast ausschließlich auf den Bereich der Neukunden erstreckt, sich dann auch auf die Bestandskunden bezieht - dies belebt das Geschäft und lässt unter Umständen die Kosten sinken.
Im konkreten Fall sind die Vers.-kosten jährlich und kontinuierlich gestiegen - von 320 DM (1998) auf 260 € (aktuell) und man hat keinerlei Einfluss auf diese Selbstbedienungspraxis der VG.

Gibt es eigentlich eine Internetdatenbank, die die Tarife der unterschiedlichen Versicherer vergleicht?

Gruß Claudius

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Frank,

erstmal vielen Dank für deine Nachricht.
Naja, ich sehe da schon Vorteile. Denn bisher ist es ja wohl
so, dass man, wenn man sich einmal für eine Kasse entschieden
hat und in dieser nun auch schon geraume Zeit gewesen ist,
faktisch nicht mehr aussteigen kann - richtig?!

Die Fakten für den Verbleib in einer KrankenVERSICHERUNG (nicht -kasse, bitte) sind geblieben, einzig er gänzliche Verlust der Altersrückstellung fällt weg. Aber ich denke, es gibt durchaus Gründe, eine Krankenversicherung zu wechseln (Leistungslücken, geschlossene Tarife ohne lohnenswerte Alternativen, etc.). In der Regel lohnt sich das wenn überhaupt nur in den ersten Jahren, da der Einstiegspreis bei der neuen KV durch das deutlich höhere Eintrittsalter sonst einfach nicht mehr attraktiv ist.
Und wenn ich 4, 5 Jahre in einer PKV drin bin… wage ich mal zu behaupten, dass der Verluste eines 4stelligen Betrags in der Altersrückstellung eher einer der letzten Gründe GEGEN einen Wechsel sein wird.

Dies könnte sich sich dann vielleicht ändern, oder?
Hinzu kommt, dass die Konkurrenzsituation der Kassen, die sich
zur Zeit fast ausschließlich auf den Bereich der Neukunden
erstreckt, sich dann auch auf die Bestandskunden bezieht -
dies belebt das Geschäft und lässt unter Umständen die Kosten
sinken.

Im Gegenteil! Der Neukundenzufluss nimmt deutlich ab durch die neue 3-Jahres-Regelung für das Überschreiten der JAEG. Wenn nun noch Bestandskunden wechseln und damit Gelder aus einer Kasse abgezogen werden, die bisher zum Verbleib einkalkuliert waren, so treibt das die Kosten in die Höhe!

Im konkreten Fall sind die Vers.-kosten jährlich und
kontinuierlich gestiegen - von 320 DM (1998) auf 260 €
(aktuell) und man hat keinerlei Einfluss auf diese
Selbstbedienungspraxis der VG.

Hat man bedingt:
Zum einen frühzeitig und immer wieder seinen Berater nerven, ob es nicht eine Möglichkeit zum Wechsel INNERHALB der Gesellschaft gibt - dabei bleiben Ihnen die Rückstellungen ebenfalls erhalten! Ihnen steht der Wechsel in andere Tarife der Gesellschaft offen. Ist Ihr Tarif noch offen im Verkauf? Mailen Sie mir dochmal den aktuellen Tarif.
Weitere Möglichkeit: Selbstbehalt erhöhen!?

Gibt es eigentlich eine Internetdatenbank, die die Tarife der
unterschiedlichen Versicherer vergleicht?

Ich hoffe nicht - für Nich-Insider sind die Leistungsvergleiche ein Nährboden für Fehlinterpretationen. Suchen Sie einen Berater auf, der Ihnen einen Marktüberblick verschaffen kann.

Frank Wilke

Hallo Frank,

ja Transparenz scheint bei den PKVs nicht im Zentrum der Bemühungen zu stehen. Die Tarifbedingungen und die Zusammensetzung der jährlichen Beitragsrechnung ist absolut kryptisch und auch der Durchblick der dazugehörigen Unterlagen gibt mir keine „Erleuchtung“ - eher im Gegenteil. Eigentlich bedauerlich, dass ich einen Fachmann benötige, um in den eigenen Versichungsunterlagen durchzusehen.
Ich denke ich werde Sie nochmal direkt anmailen.

Gruß und herzlichen Dank
Claudius

erstmal vielen Dank für deine Nachricht.
Naja, ich sehe da schon Vorteile. Denn bisher ist es ja wohl
so, dass man, wenn man sich einmal für eine Kasse entschieden
hat und in dieser nun auch schon geraume Zeit gewesen ist,
faktisch nicht mehr aussteigen kann - richtig?!

Die Fakten für den Verbleib in einer KrankenVERSICHERUNG
(nicht -kasse, bitte) sind geblieben, einzig er gänzliche
Verlust der Altersrückstellung fällt weg. Aber ich denke, es
gibt durchaus Gründe, eine Krankenversicherung zu wechseln
(Leistungslücken, geschlossene Tarife ohne lohnenswerte
Alternativen, etc.). In der Regel lohnt sich das wenn
überhaupt nur in den ersten Jahren, da der Einstiegspreis bei
der neuen KV durch das deutlich höhere Eintrittsalter sonst
einfach nicht mehr attraktiv ist.
Und wenn ich 4, 5 Jahre in einer PKV drin bin… wage ich mal
zu behaupten, dass der Verluste eines 4stelligen Betrags in
der Altersrückstellung eher einer der letzten Gründe GEGEN
einen Wechsel sein wird.

Dies könnte sich sich dann vielleicht ändern, oder?
Hinzu kommt, dass die Konkurrenzsituation der Kassen, die sich
zur Zeit fast ausschließlich auf den Bereich der Neukunden
erstreckt, sich dann auch auf die Bestandskunden bezieht -
dies belebt das Geschäft und lässt unter Umständen die Kosten
sinken.

Im Gegenteil! Der Neukundenzufluss nimmt deutlich ab durch die
neue 3-Jahres-Regelung für das Überschreiten der JAEG. Wenn
nun noch Bestandskunden wechseln und damit Gelder aus einer
Kasse abgezogen werden, die bisher zum Verbleib einkalkuliert
waren, so treibt das die Kosten in die Höhe!

Im konkreten Fall sind die Vers.-kosten jährlich und
kontinuierlich gestiegen - von 320 DM (1998) auf 260 €
(aktuell) und man hat keinerlei Einfluss auf diese
Selbstbedienungspraxis der VG.

Hat man bedingt:
Zum einen frühzeitig und immer wieder seinen Berater nerven,
ob es nicht eine Möglichkeit zum Wechsel INNERHALB der
Gesellschaft gibt - dabei bleiben Ihnen die Rückstellungen
ebenfalls erhalten! Ihnen steht der Wechsel in andere Tarife
der Gesellschaft offen. Ist Ihr Tarif noch offen im Verkauf?
Mailen Sie mir dochmal den aktuellen Tarif.
Weitere Möglichkeit: Selbstbehalt erhöhen!?

Gibt es eigentlich eine Internetdatenbank, die die Tarife der
unterschiedlichen Versicherer vergleicht?

Ich hoffe nicht - für Nich-Insider sind die
Leistungsvergleiche ein Nährboden für Fehlinterpretationen.
Suchen Sie einen Berater auf, der Ihnen einen Marktüberblick
verschaffen kann.

Frank Wilke

Dein Postfach scheint voll zu sein…
… werde meine Mail an Dich jedenfalls nicht los.

Gruß Claudius

… werde meine Mail an Dich jedenfalls nicht los.

Gruß Claudius

sorry - mail an Dich ist raus!
*papierkorb auspack und Mail entsorg*

erstreckt, sich dann auch auf die Bestandskunden bezieht -
dies belebt das Geschäft und lässt unter Umständen die Kosten
sinken.

Falsch - die Kosten ergeben sich aus den behandlungskosten des Kollektivs und sind in der Bilanz zu verfolgen! Da nur gute Risiken wechseln können, führt dies sogar zu Nachteilen für kranke und alte Menschen! Das nennt man negative Spiraleffekte!

Im Gegenteil! Der Neukundenzufluss nimmt deutlich ab durch die
neue 3-Jahres-Regelung für das Überschreiten der JAEG.

Falsch - das ist nur ein temporärer Effekt!

P.S.: Wenn die bisher vererbte AR mitgenommen werden kann (zumindest teilweise) dann fällt die Vererbung weg. Das führt zu fehlenden Rückstellungen. Wer muss die auffüllen - die Kunden. Wer zahlt also für die „Mehrleistung“ Mitnahme der AR?? Der Kunde!!!

Thorulf Müller