PKV Welche? Bin am verzweifeln!

Hallo,

also ich bin 35 Jahre und verheiratet (keine Kinder). Ich möchte zum 01.01.04 (selbstständig)in eine PKV wechseln und weiß nicht welche.
Ich habe hier im Forum schon ein ganzes Weilchen gestöbert. Aber nur mit geringem Erfolg.
Von welchen PKV soll ich mir Angebote einholen. Soll ich auf einen Makler zurückgreifen?
Gibt es eine Internetadresse wo ich einen mehr oder weniger unabhängigen Versicherungsvergleich erhalten kann.
Wie hoch sollte die SB maximal sein. Was empfehlt Ihr mir.
Viele Grüsse
Claus

hallo Claus,
es gibt hier im WWW mehrere Makler und Mehrfachagenten. Wenn Du denen schreibst (e-Mail) werden die Dir bestimmt helfen. Lass Dir von den doch einen Vergleich machen. Schreibe ihnen, auf was Du besonders Wert legst (2- oder 1-Bettzimmer, Überschreiten der GOÄ, Brille, Heilpraktiker, usw.)
Da Du selbständig bist (wirst), würde ich mir die Tarife mit Selbstbeteiligung genauer anschauen. Die rentieren sich ganz besonders für Selbständige. Ein Beispiel: ein Tarif ohne SB kosten sagen wir mal 300 Euro monatlich (alles zusammen: KV + PPV + AR). Nun gibt es den Tarif für sagen wir mal 200 Euro aber mit 300 Euro SB. Was ist Dir nun lieber: 300 Euro monatlich hinlegen, oder 225 Euro max. (incl. der SB umgerechnet auf den Monatsbeitrag) zu zahlen?
Wenn möglich, nimm einen Tarif mit Überschreiten der GOÄ.
Grüße
Raimund

Wenn möglich, nimm einen Tarif mit Überschreiten der GOÄ.
Grüße
Raimund

An dieser Stelle gleich eine Rückfrage: Meine PKV hat mir gesagt, eine Limitierung der GOÄ auf den 3,5 fachen Satz sei nicht nachteilig, da es äußerst selten vorkommt, dass diese „Grenze“ überschritten wird. Wenn im Regelwerk der Versicherung eine Begrenzung genannt wird, kann trotzdem ein höherer Satz abgerechnet werden und zwar dann, wenn man eine Begründung schreibt. Stimmt das so ?

nein!
Hallo Stoppel,
wenn das so wäre, würde die Gresellschaft das in den Versicherungsbedingungen reinschteiben. Es gibt 4 Arten der leistungen (Ausrutscher nach unten zähle ich jetzt mal nicht)

  1. die Tarife, die bis zum Regelsatz zahlen (2,3 GOÄ)
  2. die, die bis zum Höchstsatz zahlen (3,5 GOÄ)
  3. Die, die bis zum Höchstsatz zahlen, aber bei besnonderer Begründung und Anfrage evtl. auch darüber zahlen (keine Garantie)
  4. Die keine Begrenzung auf die GOÄ haben.
    Ab 2. - 4. muss der Arzt grundsätzlich eine Begründung reinschreiben. (eine der leichtesten Übungen der Ärzte)
    Es ist richtig, dass ein Überschreiten der GOÄ nicht oft vorkommt. Denn das gibt es nur für sehr komplizierte und schwierige Behandlungen. Und wie oft brauchst Du z.B. eine organtransplantation? Oder eine Mikrochirurgie? Doch selbst bei alltäglichen Opertationen kann es vorkommen: Bandscheiben-OP wenn Du einen spezialistzen dafür aufsuchst (im eigenem Freundeskreis erlebt), bei Implantaten (Zahnarzt). Selbst erlebt.
    Doch gleichgültig ob oft oder selten: wenn Du es brauchst und nicht hast, dann ist es zu spät. Dann kannst du nur sagen: Herr Dr. entweder zum Höchstsatz oder ich suche eijen anderen Arzt. Oder zahlst drauf.
    Also: sieh mal in den Versicherungsbedingungen nach: steht´s so drin, ist´s ok, steht´s nicht drin, wird auch nicht geleistet.
    Grüße
    Raimund

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Um dich etws aufzuheitern…
Ich habe auch jahrelang gestöbert und überlegt…
Dann habe ich die HUK genommen.
Bin auch ganz zufrieden, aber nach der letzten Rechnung habe ich dann
gemerkt, dass mir 90 Euro für eine Kermaikverblendung bei einer Krone
im Backenzahnbereich abgezogen wurden.
Solche Schlingen gibts aber wohl überall.
icht mehr zu lange zögern, im Notfall kannst du auch nochmal wechseln…

Gruß
Garry

Hallo Claus,
leider kenne ich keine Seite wo man einen unabhängigen Vergleich beziehen kann, da die Tarife der einzelnen Versicherungen sehr unterschiedlich ausgelegt sind (siehe Posting Raimund). Es bleibt dir also nix anderes übrig dich selbst auf den Weg zu machen. Entweder zu einem größeren Makler der die einzelnen Tarife bis auf die kleinste Einzelheit vergleichen kann oder selber sich die Ratings anschauen und dann selber die Vergleiche einhohlen.

Zu der Selbstbeteiligung kann ich nur sagen, das die SB nicht nur nach der Beitragsersparnis ausgesucht werden kann, sondern auch im Zusammenhang mit deinen bisherigen Arztbesuchen (ambulanter Bereich). Bsp. du warst die letzten Jahre sehr oft beim Arzt und es scheint, das es sich nicht verändern wird, dann die SB so wählen, das er Monatsbeitrag entsprechend reduziert wird. Warst du die letzten nur 1-2 mal bei Arzt kann die SB auch höher sein. Diese und folgende Berechnungen solltest du dir gegenüberstellen lassen:

  • Leistungsvergleich der Tarife
  • Unternehmenskennzahlen (Schadenquote, Rücklagen, Kapitalanlagen, Kostenquotee, etc)
  • Lebensphasenberechnung (Wie entwickeln sich die Beiträge bei zukünftiger Heirat und Kinder)
  • Beitragsentwicklung

Gruß
Martin

hallo garry,
da hast Du dich aber mehr vom Beitrag, als von der Leistung leiten lassen, oder?
Wäre nicht gerade meine erste Wahl!
Grüße
Raimund

Danke, das war interessant.
Ja bei mir steht drin: bis zum Höchstsatz der GOÄ. Das hatte ich vor der Vertragsunterschrift nachgefragt und dann kam eben die Aussage „…das kommt eigentlich so gut wie nie vor“ und wenn dann kann ich ein Begründung schreiben und dann wird das auch gewährleistet. Aber wenn ich so deine Ausführunge lese, komme ich zu einem anderen Schluss bzw. fühle mich nicht ganz wohl bei der Sache.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo Stroppel,

wann hast Du die KV abgeschlossen?
Schreibe mir mal mit E-Mail (das ist kein Thema für das Board) wann und bei wem und welchen Tarif.
Grüße
Raimund

Lieber Raimund,
in keinem Hochglanzprospekt steht
‚ab dem fünften Zahn bezahlen wir keine Keramikverblendung‘.
Ich kenne nur die eine Versicherung, aber ich glaube viele viele
sind gleich…

Grüße
Garry

Ok, erstmal Danke habt mir doch etwas weiterhelfen können.
Aber gibt es nicht sowas wie ne Liste von empfehlenswerten PKV. Klar ist mir geworden, dass die einzelnen Beträge je nach Leistungsumfang stark differieren können.
So habe ich beispielsweise bei der SDK gesehen, dass es einen Tarif für Existenzgründer gibt. Die soll annähernd die gleichen Leistungen bieten wie die GKV (nennt sich Basic) die Versicherungsunterlagen habe ich jedoch noch nicht erhalten.

Wie lange dauert es eigentlich von der Antragstellung bis zum Versicherunsschutz. Gibts da Erfahrungswerte?
Und kennt vielleicht jemand einen der als Versicherungsmakler zuverlässig arbeitet?
Würde mich freuen nocheinmal Hilfe von Euch zu bekommen

Gruß
Claus

Wie lange dauert es eigentlich von der Antragstellung bis zum
Versicherunsschutz. Gibts da Erfahrungswerte?

Sind keine großen Gesundheitsrückfragen notwendig dabb gehts in 3-4 Tagen (Annahmebestätigung zu dem im Antrag vereinbarten Konditionen), sind Fragen offen kann es auch mal 2 Wochen sein. Tip von mir:„Sollten Fragen offen sein, dann selbst zu Arzt und den den Bericht ausdrucken lassen und selber zur Versicherung damit. Wenn die erst Anfragen müssen und warten bis der Arzt sich gemeldet hat, kann schon einige Zeit ins Land gehen“!

Und kennt vielleicht jemand einen der als Versicherungsmakler
zuverlässig arbeitet?

Für was??
Gruß

Martin

Finger weg!
hallo Claus,
diese Badsistarife bieten nur den max. 2,3 GOÄ, meist sogar weniger. Der Arzt verlangt aber grundsätzlich mindestens 2,3 GOÄ, machmal auch darüber.
willst Du jedesmal, wenn Du bei einem neuen arzt bist mit dem das Schachern anfangen, ob er dich zum sagen wir mal 1,9 fachen Satzu auch behandeln will?
also 3,5 sollten es auf alle Fälle sein. Wenn möglich auch darüber.
Zu den Tabellen. Die hast Du, wenn Du Dich an einen makler wendest, der sich auf KV spezialisiert hat. Der sollte auch ein gutes Vergleichsprogramm verwenden. Wenn er dieses so verwendet, wie es vorgeschrieben ist (lt. Gerichtsurteile), dann hat der Vergleich eine Liste aller im Programm enthaltenen Versicherungen, eine Liste aller den Voreinstellungen entsprechenden Tarife (nicht alle sind für Dich geeignet) und eine Liste der berechnezten Versicherungen, Tarife und Beiträge samt eff. Beiträge. Anschließend noch 2 oder 3 ausführliche Ausrechnungen. Ob er Versicherungen herausgenommen hat, erkennt man sehr oft daran, dass die HUK fehlt. Der Grund: diese Gesellschaft zahlt den meisten Maklern keine Provision, sondern max. 50 Euro Bürokostenzuschuss. Ein gute Makler hat solche Spielchen nicht nötig.
Grüße
Raimund

Makler
hallo Claus

Und kennt vielleicht jemand einen der als Versicherungsmakler
zuverlässig arbeitet?

um nicht Eigenwerbung zu machen: da wäre z.B. Martin. Oder Marco.
Gibt bestimmt noch welche, die sauber arbeiten. Ich würde mal sagen, diejenigen, die hier im WWW sind dürften zu der Kategorie zählen
Grüße
Raimund