Aber: Man muss die geringe absolute Anzahl der Beschwerden
auch als eine Spitze eines Eisberges betrachten.
Richtig - menschen mit juritischer Grundkenntnis beschweren
sich nicht - z.B. Verwaltungsbeamte!
Vielleicht haben Verwaltungsbeamte aber auch eine gewisse angeborene Fatalität gegenüber einer solchen "Institution"sentscheidung; Auch geht es ja nicht nur um berechtigte Beschwerden, sondern es werden auch die unberechtigten Beschwerden mitgezählt. Diese lassen auf ein schlechtes Beschwerdemanagement/schlechtes Kommunikationsverhalten bei abweisenden Entscheiden des Versicherers schließen.
Die
wenigsten unzufriedenen Kunden nutzen halt die Bafin.
Einige auch den Ombudsmann oder auch beides (sind noch einmal
3000 Beschwerden!) und einige Klagen gleich! jetzt ist die
Frage wo der Gerichtsstand ist - das hängt davon ab wer
vermittelt!
Das im KFZ-Beschwerderanking grundsätzlich die
Direktversicherungen im negativen Sinne vorne sind, lässt
vermutlich auf ein schlechtes Regulierungsverhalten schließen,
vielleicht aber auch auf den fehlenden Außendienst, der
ablehnde Bescheide nicht vermitteln kann. Denkbar ist aber
auch, dass gerade schon bei Beginn des Vertrages massenhaft
Probleme entstehen, etwa durch falsche Erwartungen bei der
SF-Einstufung.
Oder falsche Angaben bei Antragstellung oder auch fehlende
Unterstützung bei Schäden, wo falsche Formulierungen oft, ganz
oder teilweise, zum Verlust des Versicherungsschutzes führen!
Richtig! Die Gründe sind multikausal.
Wenn aber eine SchwarzmeerflottenUV mit von sich aus
SuperExtremTollen Bedingungswerk und trotz kleinem Bestandes
die mit Abstand schlechteste Beschwerdequote
Quote - Zahl der Verträge im Verhältnis zum Bestand! Das ist
Blödsinn! Je kleiner der Bestand, desto weniger Beschwerden
reichen für Verzerrungen!
Richtig. Wie gesagt ist eine starke Verzerrung gerade bei niedrigen Bestand schnell möglich.
Wenn die SOVAG wegen Leistungen bereits viele Beschwerden
hätte, dann kann das auf der Einhaltung von Bedingungen
beruhen. Würde aber schon wegen des Alters des Bestandes zum
Nachdenken anregen! Da dürften noch keine Schadenfälle in
Größenordnung vorhanden sein!
0)…dann kann das auf der Einhaltung von Bedingungen beruhen. Damit meinst du „glaub ich“ das vermeiden der Kulanz. Sprich= der Kunde bekommt das, was er bedingungsmäßig eingekauft hat.
Gerade weil der Kunde bei der Sovag ein umfangreiches Bedingungs/Vertragswerk einkauft, sind die hohen Beschwerdezahlen zumindest bemerkenswert. Was genau der Grund hierfür ist, kann ich nat. nicht beweisen, meine Intention war es ja eh nicht. (Beitragssteigerung/Vermittlerqualität sind ja auch nur Vermutungen deinerseits; es geht ja nur um eine tendenzielle Aussagekraft. Die anderen Gründe nennst du ja auch nur als Beleg dafür, dass die Statistik dE grundsätzlich null Aussagekraft hat, um dir nicht zu unterstellen, das du damit meintest, dass man mit der Statistik auf diese/deine gründe rückschließen kann)
1)die Beschwerdenanzahl bezieht sich doch auf ein Kalenderjahr. Auch neue Gesellschaften haben doch genauso wie alte Versicherungen eine ähnliche Schadenquote zu erwarten unter der Bedingung, das Sie ähnliche Risikogruppen durch ihre Vertriebswege ansprechen.
2)Je besser die Bedingungen sind (Sovag-AUBs sind hervorragend!) desto eher erstaunt die hohe abs. Anzahl der Beschwerden. Selbstverständlich können andere Gründe (zB. Vermittler"typus", Intellekt des Kunden, und und und) den Rückschluss von „Beschwerdenanzahl“ auf „Verhalten des Versicherers im Schadensfall“ überlagern.
Fundiert kann das eh nur ein Statistiker begründen, wie belastbar die Zahlen sind. Selbstverständlich stelle ich eine Vermutung an. Aber zu meist müssen wir Entscheidungen auf unvollkommener Informationsbasis treffen. Jedoch bin ich schon froh, wenn ich meine Vermutungen dementsprechend vorsichtig kennzeichne. Im Gegensatz zu Bildzeitung und StiftungWarentest, die solche Zusammenhänge in einfachster Weise skizzieren.
in absoluter Anzahl Auffälligkeiten aufweist,
liegt das vielleicht an der Vermittlungspraxis und den
Vermittlern?
Ja! Vielleicht sind Vermittler des Sovag-Produktes höheren Fluktuation ausgesetzt.
dann lässt das
fast nur auf eine entsprechend schlechten und unfairen
Verhalten des Versicherers schließen/vermuten.
oder auf Beitragssanierung? hatten da welche billig gekauft
und waren die niedrigen Beitragsanpassungen gefühlt sehr hoch?
Auch ein möglicher Grund (Multikausilität). Ist mir aber nicht bez. SOVAG bekannt. Verfolge die SOVAG aber auch nicht so intensiv.
Zumindest eine gewisse Ausagekraft kann man der Statistik
entnehmen, wenn man diese mit entsprechend kritisch Vorsicht
betrachtet.
Nein! Ein Profi kann mit vielen zusätzlichen informationen,
die teilweise weich erhoben werden etwas sagen - ihr m.E.
nicht - ihr stellt Vermutungen an!
Richtig. Die Beschwerdenanzahl lässt nur Vermutungen zu!
Thorulf Müller
Grüsse Christian
PS: Es ist mir jetzt auch nicht eine Herzensangelegenheit die Belastbarkeit der Bafinstatistik durchzuargumentieren. Wollte nur meine bescheidene Meinung einwerfen. mE hat diese Statistik eine gewisse Ausagekraft, dE so gut wie keine. Gerne lese ich jetzt noch deine Reaktion auf meine Vermutungen.
Nochmals Grüße Christian