Sehr geehrte wer-weiss-was-Nutzer!
Ich habe ein ganz großes Problem, wo ich hoffe, daß mir jemand einen Rat zukommen lassen kann.
Meine Ehefrau (55 Jahre) versucht seit längerer Zeit den Pkw-Führerschein zu erwerben.
Sie ist leider bereits mehrfach durch die Prüfung gefallen.
Es ist leider so, daß sobald der Prüfer hinter ihr sitzt alles im Argen ist und nichts mehr klappt.
Die größten Probleme hat sie mit der Autobahn.
Wie kann man die Prüfungsangst und die Angst vor dem Versagen in Grenzen halten.
Wir hatten schon daran gedacht die Fahrschule zu wechseln.
Jodoch muß man sagen, daß ja nicht der Fahrschullehrer Schuld ist sondern die Psyche meiner Frau und mit jedenmal des Versagens wird es schlimmer.
Hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Problem oder gibt es eine Fahrschule rund um Bad Camberg/Hessen,welche sich mit solchen Problemfällen beschäftigt.
Meine Frau denkt schon daran aufzugeben obwohl sie fahren kann.
Ich denke,daß es doch ratsam wäre einen Neurologen zunächst einmal zu Rate zu ziehen.
Es wurden auch schon Beruhigungstabletten eingenommen,jedoch führten diese nicht zum Erfolg.Ich denke eher,daß diese den Umstand noch verschlimmern.
Kann uns einer einen Rat geben,vielleicht gibt es diesbezüglich auch eine Selbsthilfegruppe.
Es wäre sehr nett, wenn eine Antwort käme.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo [EDIT: Name entfernt]
Das Problem deiner Frau nennt man Pruefungsangst. Schau dir zunaechst
mal den wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Prüfungsangst
und die darin weiterfuehrenden links an, damit ihr die Sache besser
einordnen koennt.
Ein therapeutisch erfolgversprechender Ansatz ist meiner laienhaften
Meinung zufolge die Kognitive Verhaltenstherpie, deren Prinzip ich in
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
beschrieben habe.
Ob eine Therpie noetig ist, weiss ich nicht. Sie waere wahrscheinlich
auch nur kurz (5-10 Sitzungen), da es sich um ein begrenztes Problem
handelt.
Warte auch noch Antworten anderer Forumsteilnehmer ab.
Viel Glueck, Tychi
Jodoch muß man sagen, daß ja nicht der Fahrschullehrer Schuld
ist sondern die Psyche meiner Frau und mit jedenmal des
Versagens wird es schlimmer.
Wechsle den Lehrer!! Ein Fahrlehrer hat genau diese Aufgabe, nämlich den Prüfling durch die Prüfung zu bringen, um jeden Preis. Da gibt es allerhand Tricks, die ein guter Lehrer eben draufhat. Vielleicht nutzt es auch, wenn es eine Lehrerin ist. Sie darf sich ja nicht einreden, daß es praktisch ihre „Schuld“ ist daß sie es nicht schafft, oder daß sie einen psychischen Knacks hat und Therapie braucht oder derartiges.
Hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Problem
Ja mir ging es auch so, und ich habe den Führerschein sogar ein zweites Mal machen müssen (in zwei Ländern, im Abstand von 10 Jahren) und es hat geklappt, nachdem ich einige Lehrer „durchhatte“! Am Ende fand ich die perfekte Lehrerin, die mich zur Prüfung gebracht hat.
Ich denke,daß es doch ratsam wäre einen Neurologen zunächst
einmal zu Rate zu ziehen.
Zuerst wechsle mal den Lehrer.
Es wurden auch schon Beruhigungstabletten eingenommen,jedoch
führten diese nicht zum Erfolg.Ich denke eher,daß diese den
Umstand noch verschlimmern.
Tabletten nehmen und Autofahren???
Gruß
dataf0x
Sehr geehrte wer-weiss-was-Nutzer!
Ich habe ein ganz großes Problem, wo ich hoffe, daß mir jemand
einen Rat zukommen lassen kann.
Meine Ehefrau (55 Jahre) versucht seit längerer Zeit den
Pkw-Führerschein zu erwerben.
Sie ist leider bereits mehrfach durch die Prüfung gefallen.
Es ist leider so, daß sobald der Prüfer hinter ihr sitzt alles
im Argen ist und nichts mehr klappt.
Die größten Probleme hat sie mit der Autobahn.
Hallo [EDIT: Name entfernt],
Das Problem ist nicht, dass der Prüfer hinter ihr sitzt, sondern dass Du willst, dass sie selbst Auto fahren sollte. Warum denn?? Ehrlich zu Dir: sie sollte niemals versuchen Autos zu steuern, denn sonst haben wir irgenwann einen tödlichen Unfall mehr. Deine Frau hat sicherlich andere gute Fähigkeiten mit Dir das leben zu meistern, aber Autofahren : Bitte nein !!
Mit Gruss: hardy
Wenn es sich tatsächlch nur um Prüfungsangst handelt (was gut sein kann) bestünden in der Tat sehr gute Behandlungsmöglichkeiten durch Verhaltenstherapie (klassische Verhaltenstherapie wirkt hier ebenso gut wie kognitive Verhaltenstherapie). Eine Möglichkeit bestünde z.B. in einer massierten In-Sensu-Exposition (Konfrontation in der Vorstellung) mit den gefürchteten Prüfungssituationen unter therapeutischer Anleitung. Gegebenenfalls können zusätzlich Entspannungstechniken eingesetzt werden, um den Abbau der Angst zu unterstützen. Realistisch wären in der Tag 5-10 Behandlungseinheiten zu veranschlagen, um das die Problematik gut in den Griff zu bekommen.
Sorry, aber diese Logik kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn Winneburgs Angaben stimmen und es sich tatsächlich um Prüfungsangst handelt (und nicht um allgemeine Unbegabung), dann würde von seiner Frau nicht mehr Gefahr ausgehen als von allen anderen Verkehrsteilnehmern auch. Sollte man Schülern mit Prüfungsangst vor höheren Schulabschlüssen abraten?
Prüfungsangst ist unabhängig von der geprüften Fähigkeit und die Tatsache, dass Selbsteinschätzung und Selbstvertrauen häufig aufs Drastischste von der Realität abweichen dürfte auch bekannt sein.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
Wechsle den Lehrer!! Ein Fahrlehrer hat genau diese Aufgabe,
nämlich den Prüfling durch die Prüfung zu bringen, um jeden
Preis.
nö, hat er nicht (um jeden Preis). Er ist Fachmann auf seinem Gebiet, hat vielleicht auch den einen oder anderen Trick drauf. Aber Psychater mit Spontanheilungskräften muss er nicht sein.
Grüße,
J~
Aber Psychater mit Spontanheilungskräften muss er nicht
sein.
Es ist ja auch nicht jeder, der bei Fahrprüfungen versagt, gleich ein Fall für den Psychiater! Ich würd eher vermuten, daß das recht häufig vorkommt. Einen Versuch wärs jedenfalls wert.
Gruß
dataf0x
Hai, [EDIT: Name entfernt],
in „meiner“ Fahrschule haben sie Panic-Prüflinge mit einem raffinierten Trick durch die Prüfung gebracht: einige Stunden vor der eigentlichen Prüfung wurde zu jeder Fahrstunde von irgendwo eine Person abgeholt, die dann mit wichtigem Gesicht und einer Schreibunterlage im Font des Wagens saß - die auftretende Prüfungsangst war kein Problem - war ja gar nicht der Prüfer…
Ich hatte das Glück, dabei zu sein, als einer anderen Fahrschülerin eine dieser „unwichtigen Gestalten aus dem Font“ plötzlich gratulierte und ihr den Führerschein überreichte - die arme Frau ist vor Schreck fast ohnmächtig geworden, doch - zu spät - sie hatte die Prüfung schon bestanden…
Sprech doch mal mit der Fahrschule, ob die nicht bereit wären, das gleiche Spiel mit Deiner Frau zu treiben - also zu jeder Fahrstunde eine „Pseudo-Prüfer“ einzusammeln und ihr einfach nicht zu sagen, wann der echte drin sitzt.
Gruß
Sibylle
PS: und wenn ihr dann gemeinsam unterwegs ist: sag niemalsnicht irgendetwas zu ihrem Fahrstil - verkneif Dir jegliches „Da ist rot“ oder „Vorsicht, Radfahrer“, halt Dich nicht irgendwo fest und laß keinerlei Kommentare ab - sonst wirst Du ganz schnell zum größeren Problem, als jeder Prüfer es ist… 
Hey Sibylle,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Zu der angeführten Fahrschule möchte ich anfragen,ob sich diese in Hessen befindet.
Wir hatten dem Fahrlehrer ja schon so einen ähnlichen Vorschlag gemacht,jedoch ist er nicht darauf eingegangen.
Es wäre nett,wenn Sie uns noch einmal eine Antwort hierzu geben könnten.
Mit freundlichen Grüßen und ein schönes Wochenende
Ronald [EDIT: Name entfernt]
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hai,
Zu der angeführten Fahrschule möchte ich anfragen,ob sich
diese in Hessen befindet.
nee, eher nicht so - mehr so in Berlin… für Euch nicht soo praktisch…
Das ist aber ziemlich unerheblich, da es kein berliner Phänomen ist, sondern eine Eigeninitiative der Fahrschule. Notfalls müsst ihr Euch nach einer anderen Fahrschule erkundigen, die sowas macht und etwas näher bei Euch liegt…
Gruß
Sibylle