Pkw Gebläse mit Relais ansteuern + absichern

Ich plane den Einbau einer Motorvorwärmung (quasi Tauchsieder-Prinzip per Flansch im Motorblock, 230V, Zeitschaltuhr).

Nun würde ich gerne per Relais (230V) 12V auf das Gebläse legen, um mit der Vorwärme den Innenraum zu heizen bzw. die Frontscheibe zu enteisen.

FRAGE: Somit erhält das Gebläse temporär eine zweite 12V-Versorgung. Muss ich die erste oder zweite Leitung irgendwie absichern bzw. per Diode einen „Rückfluss“ verhindern?

Für ein Info wäre ich SEHR dankbar.

Nun würde ich gerne per Relais (230V) 12V auf das Gebläse
legen, um mit der Vorwärme den Innenraum zu heizen bzw. die
Frontscheibe zu enteisen.^

Folgenden Einwand habe ich: soweit mir bekannt beziehen viele (die meisten …?) Autos die Wärme für die Innenraumheizung über einen Wärmetauscher aus dem Kühlwasser. Mit der Motorvorwärmung wärmst Du das Wasser im Motorblock an, Du hast also beim Losfahren schnell warm im Inneren, aber bei ausgeschaltetem Motor zirkuliert natürlich nichts, weil die Wasserpumpe nicht läuft. Der Wärmetauscher kann also nicht vom Tauchsieder profitieren, und das Gebläse wälzt kalte Luft um, so lange der Motor nicht angelassen wird.

–> es wird IMHO nicht funktionieren. Außer Du baust eine aktive elektrische Heizung zusätzlich zum Gebläse ein.

„Richtige“ Autospezialisten mögen mir widersprechen.

Armin.

Ich plane den Einbau einer Motorvorwärmung (quasi
Tauchsieder-Prinzip per Flansch im Motorblock, 230V,
Zeitschaltuhr).

Die Dinger sind nich dafür ausgelegt, den Innenraum mit erwärmen zu können. Die haben nur ein paar zig bis hundert Watt, da ja die Kühlmittelpumpe nicht läuft und bei mehr Leistung das Kühlmittel am Heizelement kochen würde.

Nun würde ich gerne per Relais (230V) 12V auf das Gebläse
legen, um mit der Vorwärme den Innenraum zu heizen bzw. die
Frontscheibe zu enteisen.

Nur wird da erstens zu wenig Wärme erzeugt und zweitens kommt die Wärme ohne laufenden Motor nicht zum Heizungswärmetauscher.

Bei den meisten Auto-Vorwärmern kann man einen Innenraumheizlüfter dazu kaufen, der speziell für Autos konstruiert ist (insbesondere was den Überhitzungsschutz angeht). Wenn Du sowieso 230 V ins Auto bringst, dann nutze die auch im Innenraum.

Alles klar!
DANKE + Alles klar!

Das Vorwärmelement (Tauchsieder) hat übrigens 500 W Leistung und erwärmt das Wasser auf +80 Grad. Ich bin davon ausgegangen, dass das Kühlwasserthermostat bereits vorher öffnet und somit der große Kühlkreislauf inkl. Wärmetauscher / Heizung mit Warmwasser versorgt wird.

Alternativ gibt es noch Vorwärmelemente zum Einbau am Kühlwasserschlauch. Heizen die dann eigentlich nur den großen Kreislauf?

Aber abschließend: Wäre eine Diode o.ä. notwendig gewesen?

Ich plane den Einbau einer Motorvorwärmung (quasi
Tauchsieder-Prinzip per Flansch im Motorblock, 230V,
Zeitschaltuhr).

Je nach Aussentemperatur dauert das aber mehrere Stunden, bis der Motor, je nach größe auch nur Handwarm wird. Ob sich der Aufwand lohnt?

Nun würde ich gerne per Relais (230V) 12V auf das Gebläse
legen, um mit der Vorwärme den Innenraum zu heizen bzw. die
Frontscheibe zu enteisen.

FRAGE: Somit erhält das Gebläse temporär eine zweite
12V-Versorgung. Muss ich die erste oder zweite Leitung
irgendwie absichern bzw. per Diode einen „Rückfluss“
verhindern?

Für ein Info wäre ich SEHR dankbar.

DANKE + Alles klar!

Das Vorwärmelement (Tauchsieder) hat übrigens 500 W Leistung
und erwärmt das Wasser auf +80 Grad. Ich bin davon
ausgegangen, dass das Kühlwasserthermostat bereits vorher
öffnet und somit der große Kühlkreislauf inkl. Wärmetauscher /
Heizung mit Warmwasser versorgt wird.

generell: mein Freund hat sich so ein teil in seinen Polo eingebaut, und es funktioniert gnadenlos gut. in Skandinavien sind solche Lösungen sowieso sehr verbreitet, also durchaus empfehlenswert.

Einziger Wermutstropfen: er hat manchmal vergessen, das Auto abzustecken bevor er losgefahren ist, wenn man den Stecker nicht überlegt positioniert, so dass er loslässt, reißt man ihn ab.

Aber der Innenraum bleibt leider kalt.

Alternativ gibt es noch Vorwärmelemente zum Einbau am
Kühlwasserschlauch. Heizen die dann eigentlich nur den großen
Kreislauf?

Ich denke, dass das nichts ändert. Der Einbauplatz hängt wohl vor allem von den baulichen Gegebenheiten des Motors ab, und deshalb gibt es da verschiedene Lösungen.

Aber abschließend: Wäre eine Diode o.ä. notwendig gewesen?

Wolltest Du den Strom aus der Batterie entnehmen, oder von der 220V Versorgung abzwacken? Der Bedenkenträger meldet sich sofort wieder. Soweit ich KFZ Schaltpläne im Kopf habe (und da ist auch jedes Auto irgendwie anders …) liegt der Gebläseschalter über eine Sicherung und ein Relais (das mit der Zündung oder der Gerätestellung des Zündschlosses schließt) auf der Batterie/Lichtmaschine. Du würdest Deinen Zulauf vermutlich hinter den Schalter klemmen. Wenn der Gebläseschalter und/oder die Zündung auf Aus ist, sollte das klappen.

Wenn der Gebläseschalter auf An ist, aber die Zündung auf Aus, wirst Du vermutlich versehentlich mehr oder weniger viele andere Verbraucher im Armaturenbrett unfreiwillig mit Strom versorgen. Und wenn die Zündung auch noch an geht, liegen die Batterie und die Lichtmaschine an.

Fall 1: Deine Stromversorgung liefert mehr Spannung als das Bordnetz hat: --> Deine Spannungsversorgung fühlt sich als Batterieladegerät. Eine Strombegrenzung würde ihr das Leben retten.

Fall 2: Deine Spannungsversorgung liefert weniger Spannung --> Batterie und Lichtmaschine versuchen, Saft in Deine Ladeschaltung zu pumpen. Da käme nun die Diode als Lebensretter ins Spiel.

Beides ließe sich aber relativ leicht ausschließen, wenn Du ein Relais mit 1xUm Kontakt einsetzt. Der Gebläsemotor kommt an den gemeinsamen Anschluss, der stromlos eingeschaltete Kontakt an den Gebläseschalter-Ausgang, und der andere an Deine Spannungsquelle, so dass das Gebläse entweder an Deiner Versorgung, oder am Bordnetz hängt, aber nicht an beiden.

Armin.

Je nach Aussentemperatur dauert das aber mehrere Stunden, bis
der Motor, je nach größe auch nur Handwarm wird. Ob sich der
Aufwand lohnt?

Hm, handwarm? Das wären immerhin +37 Grad (besser als -5 Grad :wink:
Ich bin mal von max. 4 Stunden Vorwärmzeit ausgegangen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt müsste das doch reichen, oder?

Beides ließe sich aber relativ leicht ausschließen, wenn Du
ein Relais mit 1xUm Kontakt einsetzt. Der Gebläsemotor kommt
an den gemeinsamen Anschluss, der stromlos eingeschaltete
Kontakt an den Gebläseschalter-Ausgang, und der andere an
Deine Spannungsquelle, so dass das Gebläse entweder an Deiner
Versorgung, oder am Bordnetz hängt, aber nicht an beiden.

Armin.

Danke Armin!

Das mit dem Relais macht Sinn: Entweder Spannung regulär (sobald Zündung ein) oder wenn die 230V ein weiteres Relais schalten: von Dauerplus (dann ist eh Zündung aus).

Aber vermutlich bekomme ich ohne Umwälzung zu wenig oder gar keine Wärme in den Wärmetauscher. Bleibt nur der Griff zu einem 230V-Heizlüfter. Und der tut sich in einem zugigen Cabrio mit Stoffverdeck sehr schwer. Da wäre die fahrzeuginterne Gebläselösung - mit Fokus auf die Frontscheibe - schon sehr reizvoll.

Nochmals Danke an Euch alle. Falls mir noch was unter kommt, poste ich es hier…

Und Tschüss

Hallo!

Nun, ich sage mal so:
Also so eine elektrische Vorwärmung ist schon was feines,
die muss man aber an einer wohlüberlegten Stelle einbauen, damit das Wasser auch den Motorblock erwärmt, und nicht den Kühler.

Zur Innenraumerwärmung muss ich sagen, dass das im Prinzip schon möglich ist, es gibt da von Bosch elektrische Zusatzwasserpumpen, die das Wasser durch den Heizungswärmetauscher pumpen könnten.

Aber so wie ich mir das vorstelle, wird dann wohl ehr die Wärme in den Innenraum gehen, und der Motor nicht richtig warm werden.

Ich würde mich da mehr auf den Motor konzentrieren, wenn der einmal läuft, kommt dann ja sofort warme Luft.
Oder aber, wie schon geschrieben, den Innenraum irgendwie mit 220V beheizen,
ist blos wegen der Brandgefahr sehr gut zu überlegen.

Grüße, Steffen!