PKW leasingvertrag

Liebe/-r Experte/-in,
ich bin seit einem Jahr vollständig freiberuflich als mobiler Musiklehrer auf Achse.
Meinen 12 Jahre alten Dreier wollte ich eigentlich noch „auf fahren“.
Jetzt steigen aber die Sprittpreise ins Astronomische.
Da denke ich darüber nach, ihn noch zu veräußern und auf
einen sparsamen Kleinwagen umzusteigen.

Was würden Sie mir empfehlen?
Jährliche Fahrleistung: ca 15.000 km
(ggf. rein beruflich nutzbar)
Die Strecken liegen im Bereich von 20km-
eher Landstraße und Stadtverkehr
(täglich ca 60-70km)

  1. Welchen Kraftstoff-Typ?
  2. Welche Eckdaten (steuer- und verbrauchsrelevant)?
  3. Welche Vetragsart? (Leasing, Neuwagen-Leasing mit Restwertvertrag, Neuwagen, Jahreswagen)

Ich hätte etwa Spielraum für bis zu 80€ im Monat.
(ggf. etwas höher)
Für die Neuwagenvarinate müsste ich meine Altersvorsorge kappen. (kommt eher nicht in Frage)

Vielen Dank
markus

Hallo Markus,

diese Fragen zu beantworten fällt mir etwas schwer, da ich mich ausschließlich mit dem Thema Leasing beschäftige, will heißen, der Kunde sucht sich sein Auto aus und kommt dann zu mir, um mit mir einen Leasingvertrag abzuschließen.

Eine Empfehlung für ein Auto fällt schon deshalb schwer, weil die unterschiedlichsten Dinge berücksichtigt werden müssen. Bei vielen ist es eine reine „Bauchfrage“, für welches Auto sie sich entscheiden. Das geht dann schon mit der Farbe los.

Für andere ist es wiederum eine „Prestigefrage“, da man mit manchen Autotypen bei manchen Kunden nicht vorfahren kann. Als krasses Beispiel: Es sieht komisch aus, wenn der mobile Musiklehrer mit einer S-Klasse vorgefahren kommt.

Dann ist es wieder eine Frage der Größe, also fur was muss das Auto noch genutzt werden (können).

Auch der Kraftstofftyp ist nicht ganz einfach zu empfehlen. Klar steht der Diesel mit seinen Verbrauchswerten im Vordergrund. Manche beschweren sich aber wieder über die hohe Steuer (die meines Erachtens locker durch die Einsparung bei den Treibstoffkosten wieder aufgeholt wird, aber auch das ist subjektiv). Dennoch gilt, je geringer die Fahrleistungen, desto weniger lohnt sich der Diesel. Und ob bei einem solchen - wie wahrscheinlich geplanten - Fahrzeugtyp ein Gasantrieb in Frage kommt bzw. lohnt, vermag ich auch nicht zu beurteilen. Auch das ist m. E. eher etwas für Vielfahrer.

Ich an Ihrer Stelle würde mich einmal bei den europäischen Fahrzeugherstellern umschauen, die vielleicht passende Fahrzeuge im Angebot haben, die sich so wie gewünscht kalkulieren lassen. Mehr kann ich leider nicht für Sie tun.

Viel Erfolg und viele Grüße
Mikey

Hallo,

als erstes würde ich gerne erfahren, wie das mit dem Spielraum von € 80,-- per Monat gemeint ist … 80,-- Finanzierungskosten per Monat???

Bei einer Fahrleistung ist die Ersparnis aufgrund des Verbrauches bei einem dieselbetriebenem Fzg nicht all zu hoch.

Am Beispiel eines Toyota Yaris ist das leicht darzustellen:

Benzin 99PS - Verbrauch 5,2l/100km - EUR 1,33/l - GEsamt 1.146,-- EUR per Jahr
Diesel 90PS - Verbrauch 4,2l/100km - EUR 1,47/l - Gesamt 838,-- EUR per Jahr

Ersparnis des Diesel 308,-- EUR; jedoch ein um rund 3.000,-- EUR höherer Listenpreis. Um den Verbrauchsvorteil auszuspielen müsste das Fzg mind 9,7 Jahre im Einsatz sein.

Nun zur Finanzierung. In Anbetracht geringer Zinsen, welche auch noch für die nächsten Jahre zu erwarten sind, ist ein Kredit sicher eine gangbare Alternative.
Dabei ist ein junger Gebrauchter eventuell eine Überlegung wert, da diese einen höheren Rabatt versprechen. Jedoch ist hiebei auf die schon geleisteten Kilometer zu achten. Wer auf ein „jungfräuliches“ Fzg nicht verzichten kann, kommt an einem Neuen ohnehin nicht vorbei.

Im Privatbereich wäre auch die Variante des Finanzleasings anzudenken. Dabei ist die Variante mit Restwert interessant, da dadurch die monatliche Belastung verringert wird. Jedoch sollte der Restwert etwas niedriger als der Marktwert angesetzt werden. Denn der REstwert ist vom Leasingnehmer am Ende zu bezahlen. Sollte daher der Restwert zu hoch angesetzt werden, so verringert dies zwar die Monatsrate, jedoch kann es unter Umständen schwer fallen, den Wagen auszuzahlen und am Markt zu verkaufen.
Speziell die Restwertgestaltung sollte gut überlegt sein, und auf die Fahrleistung und die Dauer des Leasingvertrages abgestimmt sein.

Bei weiteren Fragen bitte eine kurze Nachricht,

lgHM