PKW- und LKW Diesel

Ein Gruß an alle Dieselfahrer,

ich habe im neuen ADAC-Heft einen Artikel gelesen, dass aus Wettbewerbsgründen die Dieselsteuer für Speditionen EU-weit harmonisiert werden soll, was im Umkehrschluß zuließe, dass die Steuer für PKW-Diesel Sache der EU-Staaten werden darf. Das hieße dann mit Sicherheit, Dieselpreise gleich Benzin- oder gar Superpreise.
Was meint Ihr?

Gruß

Henry

Hi Henry,

bei den stetig steigenden Zahlen an Diesel-PKW ist über kurz oder lang durchaus damit zu rechnen, das Vater Staat davon auch provitieren will und den Dieselpreis nach oben korregiert.

Grüßle
Frank K. *dertrotzMehrkostenlieberBenzinerfährt*

Hi Zusammen,

auch wenn ihr gleich von allen Seiten auf mich einprügelt:
Angesichts der Tatsache, daß Propukte aus .de nach Italien zum Verpacken geschickt werden oder hier in Bayern die Milch von glücklichen Kühen aus Norddeutschland verkauft wird und das ganze sich dann auch noch rechnet, so sind für mich die Dieselpreise noch nicht hoch genug.
Ich hab mal irgendwo gelesen, daß sich das Güteraufkommen auf den Autobahnen (teilweise ist LKW-Bahn der treffendere Ausdruck) bbis 2010 verdoppeln soll und vermutlich das verfügbare Einkommen in diesem Maße bis dahin vermutlich nicht nachziehen wird, so kann das nur durch solche „Voll Sinnvollen“ Transporte her kommen.

Das hieße dann mit Sicherheit, Dieselpreise gleich Benzin-
oder gar Superpreise.
Was meint Ihr?

Hi!

Ich habe gerade in einem Link, der weiter oben in den Politikbrettern zum thema Ökosteuer geliefert worden ist, gelesen, dass eine Angleichung der Besteuerung von Diesel und Benzin geplant ist.
Interessant ist doch hier, ob dies dann auch für die Kfz-Steuersätze gilt.

Der reine Vorteil des Benzinverbrauchs bei gleicher Besteuerung wäre beim Diesel dann gar nicht mehr so hoch zu bewerten, da ja Wartungskosten und Steuer deutlich höher sind.
Der Dieselvorteil wird sich dann also in Richtung 80.000 km Fahrleistung p.a. verschieben.

Grüße,

Mathias

ich habe im neuen ADAC-Heft einen Artikel gelesen, dass aus
Wettbewerbsgründen die Dieselsteuer für Speditionen EU-weit
harmonisiert werden soll, was im Umkehrschluß zuließe, dass
die Steuer für PKW-Diesel Sache der EU-Staaten werden darf.
Das hieße dann mit Sicherheit, Dieselpreise gleich Benzin-
oder gar Superpreise.
Was meint Ihr?

Gruß

Henry

Hi Thomas!

Dresche willst?:wink:)

Du hast bereits ein paar Beispiele angeführt wo aufgrund falscher Subventionierungen unnötige Transporte durchgeführt werden. Doch diese wenigen Ausnahmen sind zu vernachlässigen.

Das wirkliche Problem auf den Straßen ist „Just in Time“
Immer mehr Produzenten(ganz ausgeprägt z.B. in der Autobranche) haben keine eigenen Lagerstätten und verwenden den LKW als „rollendes Lager“. Und diese rollenden Lager verstopfen immer mehr die Autobahnen.

Es wird hier immer auf die Bahn hingewiesen. Die Bahn hat jetzt schon keine freien Kapazitäten mehr, ein Ausbau auf das doppelte bzw. 3-fache wäre notwendig um ein einigermaßen „normales“ Service zu bieten.

Und zu guter Letzt noch ein leichter Hieb in deine Richtung:wink:
Denk mal nach wer die erhöhten Dieselpreise letztendlich bezahlt. Und auch das Road-Pricing? Der Frächter? Der Hersteller?
Oder Otto Normalverbraucher?

Gruß Dusan

Für uns teuer genug
Hallo Thomas,
nein Du beziehst keine Prügel, aber eine Erhöhung der Dieselpreise nehmen Dir Deine Bauchschmerzen auch nicht.
Ich werde auch nie verstehen das ganz Deutschland von der Nordseeküste bis zum Elbsandsteingebirge nur Milch trinken kann, wenn Müller draufsteht, während gleichzeitig die Molkerei um die Ecke gerade Konkurs anmeldet weil niemand deren Milch trinkt.
Aber: Wir werden das nicht ändern. Spätestens seit Einführung des privaten Fernsehens lassen sich die Verbraucher ihre Einkaufsgewohnheiten von der Werbeindustrie vorschreiben. Wenn Dieselpreise weiter steigen hast Du den schwarzen Peter, Du mußt mehr bezahlen. Müller macht seine Milch einfach nochmals teurer. Gekauft wirds ja trotzdem. Deutschland ist ein reiches Land, ein paar Euro mehr für die Produkte wird keinen vom Kauf abhalten. Die Güter von der Straße wird man über eine Erhöhung der Dieselpreise nicht erreichen. Gruß elmore

just-in-time oder auch nicht
Hallo Dusan,

Das wirkliche Problem auf den Straßen ist „Just in Time“
Immer mehr Produzenten(ganz ausgeprägt z.B. in der
Autobranche) haben keine eigenen Lagerstätten und verwenden
den LKW als „rollendes Lager“. Und diese rollenden Lager
verstopfen immer mehr die Autobahnen.

dieses Argument lese ich immer wieder und finde es - gelinde gesagt - lustig. Ob die Ware 15 Jahre oder 15 Minuten vor der Verwendung beim Endproduzenten eintreffen soll, hat nun bestimmt keinen Einfluß auf die Anzahl der LKW. Die LKW parken auch nicht auf der Straße, sondern bewegen sich - mit oder ohne just-in-time-Auftrag - mehr oder weniger schnell auf der Straße.

Daß soviele LKW die Stra0ßen verstopfen liegt daran, daß es günstiger ist, Waren an Ort A zu produzieren und dann von Ort A nach Ort B zu karren als direkt an Ort B zu produzieren. Was man dagegen machen sollte oder ob überhaupt, ist eine Frage der politischen und ideologischen Einstellung.

Gruß
Christian

Hi Chris

dieses Argument lese ich immer wieder und finde es - gelinde
gesagt - lustig. Ob die Ware 15 Jahre oder 15 Minuten vor der
Verwendung beim Endproduzenten eintreffen soll, hat nun
bestimmt keinen Einfluß auf die Anzahl der LKW.

Bist sicher ein alter Profi in der Branche und kannst dir diese - gelinde gesagt- Arroganz leisten.

Nur, ohne Just in time könnten die Produzenten eventuell mit der Bahn beliefert werden und nicht mit dem LKW und das würde schon einen Einfluß auf die Zahl der LKW´s haben. Aber diese Variante ist aufgrund der Lagerkosten uninteressant geworden.

Deine anderen Argumente kann ich so stehen lassen. Aber was kann man schon machen wenn diese fiesen, fiesen Polen, Ungarn und Tschechen um ein Zehntel unseres Geldes arbeiten und uns dadurch die Arbeit wegnehmen. Und die EU zur Förderung dieser Standorte auch noch sämtliche Zölle ( waren Zölle nicht seinerzeit zum Schutz der eigenen Wirtschaft gedacht?) und Verkehrsbeschränkungen abschafft.

Und dann gibts auch noch die Kreuz und Quer-Transporte um Förderungen zu erhalten. Aber bitte denk mal nach: Von irgendwas müssen die Beamten doch schließlich auch leben.

Gruß
Dusan

Hallöchen,

Bist sicher ein alter Profi in der Branche und kannst dir
diese - gelinde gesagt- Arroganz leisten.

was ich bin, steht in meiner Visitenkarte, deren Ausfüllen grundsätzlich nicht schaden kann, und wo ich arrogant war, vermag ich nicht so recht erkennen.

Nur, ohne Just in time könnten die Produzenten eventuell mit
der Bahn beliefert werden und nicht mit dem LKW und das würde
schon einen Einfluß auf die Zahl der LKW´s haben. Aber diese
Variante ist aufgrund der Lagerkosten uninteressant geworden.

Wenn Kosten in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, dann schon eher die Kapitalkosten. Mal abgesehen davon, daß ich nicht verstehe, warum die Bahn bei just-in-tim-Produktion und -Belieferung nicht mehr infrage kommen soll.

M.E. nehmen gerade in der Automobilproduktion die Transporte sogar tendenziell ab, weil sich immer mehr Zulieferer direkt bei ihren Kunden ansiedeln.

Gruß
Christian

Hallo,

Bist sicher ein alter Profi in der Branche und kannst dir
diese - gelinde gesagt- Arroganz leisten.

Kann hier keine Arroganz erkennen.

Nur, ohne Just in time könnten die Produzenten eventuell mit
der Bahn beliefert werden und nicht mit dem LKW und das würde
schon einen Einfluß auf die Zahl der LKW´s haben. Aber diese
Variante ist aufgrund der Lagerkosten uninteressant geworden.

Wieso um alles in der Welt soll die Bahn keine Just in time Lieferung ausführen können? Das ist doch ausschließlich ein organisatorisches Problem.

LKW’s haben so große Tanks, das sie ohne zu Tanken durch Deutschland durchfahren. Dieselpreise bezahlt ausschließlich der Endverbraucher.

Meiner Meinung nach sollte sich die Bahn nicht auf viel zu teure Hochgeschwindigkeitsstrecken und Luxuszüge beschränken. Welcher Normalverdiener kann oder will sich das denn leisten. Ich packe mein Auto immer über die Mitfahrzentrale voll. Da kostet das den Mitfahrer etwa 4 Cent den Kilometer. So was sollte die Bahn anbieten. Einfache Züge und günstige Preise, wenig Verwaltung und Verzicht auf Prestigeprojekte. Dann hat in dem Verwaltungswasserkopf evtl. auch jemand Zeit einen Just in time Transport zu organisieren.

Sollte der Diesel teurer werden: Ich wohne unweit der Grenze zu Tschechien, da tanke ich dann lieber dort, ohne deutsche Steuern. Notfalls rüste ich meine Kiste dann auch noch auf Raps um (hatte ich wegen dem Motortuning allerdings nicht unbedingt vor).

Richtig Glück haben nur die Grünen, denn deren Strom kommt aus der Steckdose.

Mit freundlichen Grüßen
Tilo

Hallo Tilo,

LKW’s haben so große Tanks, das sie ohne zu Tanken durch
Deutschland durchfahren. Dieselpreise bezahlt ausschließlich
der Endverbraucher.

Meiner Meinung nach sollte sich die Bahn nicht auf viel zu
teure Hochgeschwindigkeitsstrecken und Luxuszüge beschränken.
Welcher Normalverdiener kann oder will sich das denn leisten.
Ich packe mein Auto immer über die Mitfahrzentrale voll. Da
kostet das den Mitfahrer etwa 4 Cent den Kilometer. So was
sollte die Bahn anbieten. Einfache Züge und günstige Preise,
wenig Verwaltung und Verzicht auf Prestigeprojekte. Dann hat
in dem Verwaltungswasserkopf evtl. auch jemand Zeit einen Just
in time Transport zu organisieren.

Aus meiner Sicht kann die Bahn - zumindest mit Dieselantrieb - umweltfreundlich fahren, weil sie lange Züge, sprich große Massen auf einmal bewegt. Denn E-Loks lassen ja irgendwo rauchen, auch wenns ein so „heiß geliebtes“ AKW ist.
Große Züge mit großen Massen Gütern können natürlich nicht so schnell verteilt werden wie LKW’s. Würde man das System ausbauen, bräucht man dann nicht nur mehr Gleisanlagen, sondern auch mehr Rangierbahnhöfe mit hohem Landschaftsverbrauch?

Sollte der Diesel teurer werden: Ich wohne unweit der Grenze
zu Tschechien, da tanke ich dann lieber dort, ohne deutsche
Steuern.
Da kann ich nur sagen: Du Glücklicher! Denn dieser Ausweg ist nur wenigen gegönnt.

Richtig Glück haben nur die Grünen, denn deren Strom kommt aus
der Steckdose.

…Würden sie die sog Ökosteuer ehrlich als Rentensteuer bezeichnen und nicht mit diesem scheinheiligen Deckmäntelchen versehen, würde ich diese Steuer u.U. noch einsehen, aber so werden die WählerInnen mit mangelndem Durchblick übern Tisch gezogen.

Gruß

Henry

Hallo Christian,
die Fakten sprechen (leider) eindeutig gegen die Bahn. Wer schon mal versucht hat, Güter mit der Bahn zu befördern, stellt schnell fest das die Bahn zu träge, zu teuer und zu unflexibel ist.
Einen LKW kann ich chartern. Er steht genau zu dem gewünschten Zeitpunkt bei mir vor der Tür und ist zum gewünschten Zeitpunkt beim Empfänger. Das funzt mit der Bahn nicht. Gerade bei Partiefrachten ist der LKW interessanter, kein Umladen, keine Zeitverluste, mehr flexibilität. Ruft mich ein Kunde an, das er die Ware doch lieber nach X als nach Z geliefert hätte, lässt sich ein LKW relativ problemlos umdisponieren. Versuch das mal mit der Bahn :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

die Fakten sprechen (leider) eindeutig gegen die Bahn. Wer
schon mal versucht hat, Güter mit der Bahn zu befördern,
stellt schnell fest das die Bahn zu träge, zu teuer und zu
unflexibel ist.

was die - nicht vorhandene - Flexibilität angeht, gebe ich Dir recht.

Aber das betrifft nicht die Automobilhersteller oder andere Hersteller nicht, die auch das jit-Konzept nicht. Die brauchen X Teile zum Termin Y immer am selben Ort. Insofern ist das Bahn-Problem kein Teil des just-in-time-konzepts.

Gruß
Christian

Hallo.

sondern auch mehr Rangierbahnhöfe mit hohem
Landschaftsverbrauch?

So wüst ist das gar nicht mit dem Landschaftsverbrauch der Rangierbahnhöfe. Die sind in so großen Abständen anzuordnen, dass sich das gegenüber Lkw- Umschlagplätzen durchaus lohnt.

Das Problem ist eher, dass die Bahn nicht in der Lage ist, kurze Entfernungen ortsnah zu bedienen. Selbst dort, wo die entsprechenden Gleise etc. noch liegen, ist der Personalbedarf immens. Eine Möglichkeit zur (tw.) Behebung des Problems hat man schon in den Fünfzigern versäumt, nämlich die flächendeckende Einführung automatischer Kupplungen (haben die Amis schon gaaanz lange!).

Gruß kw

Hallo Tilo,

Hallo Henry,

Aus meiner Sicht kann die Bahn - zumindest mit Dieselantrieb -
umweltfreundlich fahren, weil sie lange Züge, sprich große
Massen auf einmal bewegt. Denn E-Loks lassen ja irgendwo
rauchen, auch wenns ein so „heiß geliebtes“ AKW ist.
Große Züge mit großen Massen Gütern können natürlich nicht so
schnell verteilt werden wie LKW’s. Würde man das System
ausbauen, bräucht man dann nicht nur mehr Gleisanlagen,
sondern auch mehr Rangierbahnhöfe mit hohem
Landschaftsverbrauch?

Just in time bedeutet doch nicht „so schnell wie möglich“, sondern „zum richtigen Zeitpunkt“ anzukommen. Zeitigeres losfahren ist doch kein Problem. Der Personalaufwand auf der Straße ist deutlich höher. Jedem „Waggon“ seinen eigenen Schaffner mit Ruhezeiten, Pinkelpausen und Stau. So was gibt es bei der Bahn nicht. Die ehemalige DDR hatte überhaupt keine LKW im nationalen Fernverkehr. Da wurde alles über die Bahn abgewickelt. Da lohnt sich ein Schienennetz überhaupt erst in der Unterhaltung. Für ein paar überteuerte Luxus-Schnellzüge lohnt sich doch der ganze Apparat nicht. Bei dem was die Bahn derzeit leistet, könnte man die auch abschaffen und die Flächen renaturieren, da haben wir mehr davon.

Gruß
Tilo

Gruß

Henry