Pläne der SPD

Hi!

Wie steht Ihr zu den aktuellen Planungen der Regierung bzgl.

  • Vollbeschäftigung bis 2010

  • Abschaffung der Meisterpflicht

  • Erleichterungen für Mitelständler bei Buchhaltung, Seteurn u.s.w.

?

Ohne ein mutiges Konzept wird das wohl Bundeshilfe für Länderwahlkämpfe bleiben, schätze ich.
Denn mir bleibt schleierhaft, wie die Unterstützung von Unternehmern mit den Klassenkampfparolen der letzten Monate zusammenpasst.

Will die Regierung wirklich in den sauren Apfel beissen und zu den vielgeschmähten „neoliberalen“ Konzepten greifen, die ja offenbar nach einhelliger Ansicht über die Parteien hinweg der einzige Weg áus der Krise zu sein scheinen?
Oder wird man sich der Parteilinken beugen und die Goldreserven verscherbeln?

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

  • Vollbeschäftigung bis 2010

Vollbeschäftigung werden wir irgendwann wieder haben. Die demographische Entwicklung läßt kaum einen anderen Schluß zu. Das wird aber gewiß später als 2010 sein. Um zu mehr Beschäftigung zu kommen, ist ein ganzes Paket an Maßnahmen nötig. Keine Einzelmaßnahme wird es bringen. Mehr Menschen müssen mit neuen Produkten in die Selbständigkeit. Dabei sind Finanzierungsprobleme zu lösen. Arbeit muß billiger werden. Zehntelprozente bringen dabei nichts. Sozialabgaben müssen deutlich fallen. Auch Löhne müssen flexibler werden. Flächentarifverträge müssen weg.
Ansonsten ist 2010 ein heute bequem zu nennendes Datum. Mehr nicht.

  • Abschaffung der Meisterpflicht

Es ist tatsächlich nicht einzusehen, weshalb man zum Verlegen von Teppichboden einen Meisterbrief braucht. EU-Regelungen und die Freizügigkeit innerhalb der EU werden hier den Zwang für Änderungen bringen.

  • Erleichterungen für Mitelständler bei Buchhaltung, Steuern
    u.s.w.

Da habe ich bisher noch nichts Konkretes gehört. Wobei Buchhaltung, also die Aufzeichnung von Geschäftsvorfällen, eine betriebliche Notwendigkeit ist. Was es da nennenswert zu vereinfachen gibt, ist mir nicht klar. Im Gegenteil, wer einigermaßen den Überblick behalten will, macht mehr, als das fiskalisch Notwendige.

Gruß
Wolfgang

  • Vollbeschäftigung bis 2010

Da schliesse ich mich Wolfgang an.

  • Abschaffung der Meisterpflicht

Da schliesse ich mich Wolfgang an.

  • Erleichterungen für Mitelständler bei Buchhaltung, Seteurn
    u.s.w.

Das ist schön unkonkret. Irgendwelche Erleichterung wird rotgrün beschliessen. Die Mittelständer werden dann sagen: sind zu wenig. Und die Union wird sagen: sind die falschen.

Ohne ein mutiges Konzept wird das wohl Bundeshilfe für
Länderwahlkämpfe bleiben, schätze ich.
Denn mir bleibt schleierhaft, wie die Unterstützung von
Unternehmern mit den Klassenkampfparolen der letzten Monate
zusammenpasst.

Da es in den letzten Monaten keine Klassenkampfparolen gab, gibt es da auch kein Problem.

Will die Regierung wirklich in den sauren Apfel beissen und zu
den vielgeschmähten „neoliberalen“ Konzepten greifen, die ja
offenbar nach einhelliger Ansicht über die Parteien hinweg der
einzige Weg áus der Krise zu sein scheinen?

Wenn du mir jetzt noch sagen kannst, was diese Konzepte (ist Vollbeschäftigung bis 2010 auch ein Konzept?) mit Neolibealität zu tun haben?

Oder wird man sich der Parteilinken beugen und die
Goldreserven verscherbeln?

Das hat nur mal die CSU gewollt. Nur einen Einfluss hat rotgrün da eh nicht drauf. Wenn die Bundesbank die nicht rausrücken will, dann werden die nicht rausgerückt.

Hi,

  • Vollbeschäftigung bis 2010

lol, wollen die jetzt auch Planwirtschaft und Sozialismus und wenn ja warum dauert das solange bis zur Vollbeschäftigung??

  • Abschaffung der Meisterpflicht

Was soll das bringen? Ich halte einen Meisterzwang in Bezug auf die Qualität der Ausführungen für sehr sinnvoll, wer andererseits schlumpert bekommt letztendlich sowieso kein Geld, ist also im Vorfeld gezwungen, Meisterwissen zu erwerben.

  • Erleichterungen für Mitelständler bei Buchhaltung, Steuern
    u.s.w.

Das ist Puderung als Behandlungsmethode bei Krebs.

Anscheinend scheint für diese Wirtschaftsform kein anderes Rezept zu greifen, als durch Eingriffe in Sozialsysteme die Profitmaximierung noch ein paar Jahre auszudehnen. Ich frage mich echt, wieviel der Ottonormalbürger sich in diesem Land noch gefallen läßt. Verarsche seit 30 Jahren und der großteil macht mit. Für mich unbegreiflich.

Gruß
Frank

hallo Frank,

  • Abschaffung der Meisterpflicht

Was soll das bringen? Ich halte einen Meisterzwang in Bezug
auf die Qualität der Ausführungen für sehr sinnvoll, wer
andererseits schlumpert bekommt letztendlich sowieso kein
Geld, ist also im Vorfeld gezwungen, Meisterwissen zu
erwerben.

Nein, eine meisterpflicht ist ein Anachronismus aus dem Mittelalter. Eine Abschaffung heißt ja nicht grundsätzlich schlechtere Qualität. Man kann ja zur Ausübung einer Selbständigen tätigkeit eine spezielle prüfung verlangen. Außerdem sind die Gesellen eines Handwerks genauso gut, wie der Meister.
Ein Blödsinn ist auch, z.B. einen Elektroingeneur, der sein Dipl ing. hat und seit mehreren Jahren in diesem beruf praktisch gearbeitet hat, den Betrieb einer Firma zu verbieten: ihm fehlt die Meisterprüfung.

Grüße
Raimund

Moin Raimund,

Nein, eine meisterpflicht ist ein Anachronismus aus dem

Mittelalter. Eine Abschaffung heißt ja nicht grundsätzlich
schlechtere Qualität.

Richtig

Man kann ja zur Ausübung einer Selbständigen Tätigkeit eine spezielle Prüfung verlangen. Außerdem sind die Gesellen eines Handwerks genauso gut, wie der Meister.

Manchmal sogar besser, aber du fühlst dich doch auch wohler, wenn ein Meister an deinem Auto rumschraubt als ein Geselle o. Azubi?

Ein Blödsinn ist auch, z.B. einen Elektroingeneur, der sein
Dipl ing. hat und seit mehreren Jahren in diesem Beruf
praktisch gearbeitet hat, den Betrieb einer Firma zu
verbieten: ihm fehlt die Meisterprüfung.

Deutschland ist halt ein Land der Bürokratie!

Was macht denn ein Meisterbetrieb, wenn es den Titel ‚Meister‘ nicht mehr gibt, wirbt er dann auch nicht mehr damit? Wohl kaum, schließlich sind wir doch alle nach Titeln hinterher!

viele Grüße

G

Moin Geisha,

Nein, eine meisterpflicht ist ein Anachronismus aus dem

Mittelalter. Eine Abschaffung heißt ja nicht grundsätzlich
schlechtere Qualität.

Richtig

Man kann ja zur Ausübung einer Selbständigen Tätigkeit eine
spezielle Prüfung verlangen.

Genau. Die nennen wir dann Meisterprüfung. *g*
Ernsthaft: wo wäre da der Vorteil?

Im übrigen: Gesellen sollen ja keine Lehrlinge ausbilden dürfen. Da wohl kein Meister unter einem Gesellen arbeiten will, heisst das dann wohl, dass Gesellenbetriebe nur ein Einmannunternehmen sind.

Also ein Vorteil. Aber nur ein kleiner.

Ciao

Ralf

Hi Ralf,

Im übrigen: Gesellen sollen ja keine Lehrlinge ausbilden
dürfen. Da wohl kein Meister unter einem Gesellen arbeiten
will, heisst das dann wohl, dass Gesellenbetriebe nur ein
Einmannunternehmen sind.

Naja, in der Praxis sieht es ja nun doch so aus, dass die Gesellen die Auszubildenden ausbilden. Also wieder nur ein Bürokratiestreich! Aber es gibt ja noch den Ausbilderschein (Lechz, ein Titel … gib mir mehr).

Mal sehen, was bei den Plänen am End realisiert wird?

schönen Tach noch

G

Hi Frank!

  • Vollbeschäftigung bis 2010

lol, wollen die jetzt auch Planwirtschaft und Sozialismus und
wenn ja warum dauert das solange bis zur Vollbeschäftigung??

Das liegt daran, dass man erst 2006 mit der PDS auf Bundesebene koalieren kann.

  • Abschaffung der Meisterpflicht

Was soll das bringen? Ich halte einen Meisterzwang in Bezug
auf die Qualität der Ausführungen für sehr sinnvoll, wer
andererseits schlumpert bekommt letztendlich sowieso kein
Geld, ist also im Vorfeld gezwungen, Meisterwissen zu
erwerben.

Und weshalb funktioniert dann auch ausserhalb Deutschjlands und Österreichs das Handwerk?
Die Italiener haben keine Meister. Trotzdem sind die südtiroler Holzhäuser deutlich hochwertiger als die deutschen.

  • Erleichterungen für Mitelständler bei Buchhaltung, Steuern
    u.s.w.

Das ist Puderung als Behandlungsmethode bei Krebs.

Gut gesagt.

Anscheinend scheint für diese Wirtschaftsform kein anderes
Rezept zu greifen, als durch Eingriffe in Sozialsysteme die
Profitmaximierung noch ein paar Jahre auszudehnen. Ich frage
mich echt, wieviel der Ottonormalbürger sich in diesem Land
noch gefallen läßt. Verarsche seit 30 Jahren und der großteil
macht mit. Für mich unbegreiflich.

Eigenartigerweise werden alle Bevölkerungsschichten außer die der Politiker und Beamten verarscht. Und keiner regt sich auf.

Grüße,

Mathias

hallo Ralf,
Gesellen dürfen Lehrlinge ausbilden!
Es müssen halt Gesellen sein, die die Prüfung zum Gesellen bestanden haben.
Müsste mich schon sehr täuschen.
Denn damals, als ich meinen Gesellenbrief erhielt, hieß es, jetzt darfst Du unsere Lehrlinge ausbilden.
Geht auch gar nicht anders.
Grüße
Raimund

moin Raimund,

das stimmt so nicht ganz, ein geselle darf unterweisen ausbilden darf nur der, der auch eine ausbildereignungsprüfung hat.
das ist auch der unterschied zwischen dem industriemeister und dem handwergsmeister. wo bei der IM im rahmen seiner meisterausbildung die ausbildereignungsprüfung machen kann aber nicht muß, diese aber beim HM pflicht ist.

cu
schnorz

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.Hi Raimund
Abschaffg. Meisterpflicht sehnt sich so mancher nach, wird auch seit 100 Jahren endlich Zeit,
Neoliberalismus ist nicht gut fürs Volkswohl, is n zu kalter Sozialismus, der auf die Dauer eskaliert innerhalb uns,Republik.
Tschüüße

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hallo Schnorz
könnte so sein.
Ich vermute aber, dass ich deswegen Lehrlinge ausbilden darf, weil ich kein Handwerker, sonder Kaufmann bin. Gelernt: Groß- und Aussenhandelskaufmann. Und da gibt es keine Meister.
Grüße
Raimund

ok :wink:

dann wirst du aber bestimmt auch keine probleme mit den Handwerkskammern bekommen wenn du ein betrieb auf deinem erlehrnten beruf eröffnest.
cu
schnorz

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richtig!
War wohl ein nicht so guten Beispiel von mir! :smile:
Grüße
Raimund