Planetentöne

Hallo Leute!

Beim Mittagessen hat mich (als Astrnomie-Interessierten) eine leicht esoterisch angehauchte Mitarbeiterin gefragt, ob ich etwas über folgendes Thema wüßte:

Angeblich hat irgendwer berechnet, dass man die Energien der Planeten (inkl. Sonne) auf Töne umrechnen kann. Die Sonne z. B. entspricht dann einem Cis. Und das Tolle ist, dass wohl die indische Sitar auf Cis gestimmt ist, während die Kultur darum sehr sonnenorientiert ist … :-?

Weißt du was darüber? Würde mich freuen, wenn du es mir mitteilst!

Viele Grüße

David

Hallo Leute!

Beim Mittagessen hat mich (als Astrnomie-Interessierten) eine
leicht esoterisch angehauchte Mitarbeiterin gefragt, ob ich
etwas über folgendes Thema wüßte:

Angeblich hat irgendwer berechnet, dass man die Energien der
Planeten (inkl. Sonne) auf Töne umrechnen kann. Die Sonne z.
B. entspricht dann einem Cis. Und das Tolle ist, dass wohl die
indische Sitar auf Cis gestimmt ist, während die Kultur darum
sehr sonnenorientiert ist … :-?

Weißt du was darüber? Würde mich freuen, wenn du es mir
mitteilst!

Ich weiss nur soviel:
Für (fast) jeden gewünschten einfachen Zusammenhang läßt sich eine geeignete Berechnungsformel hinbiegen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen hat das sicher nichts zu tun.

Jörg

Hi,

die hoehe der Cheopspyramide ist ein (fast) genauer gerader Bruchteil der durchschnittlichen Entfernung Sonne-Erde (ein Millionstel, ein Millardstel, irgendwie sowas) - woher wussten die Aegypter das nur so genau???
Willst Du noch mehr Beispiele fuer Esotherische Theorien?
Oder mal was wissenschaftliches: die Geburtenrate in Niedersachsen korreliert hochsignifikant mit der groesse der niedersaechsischen Storchpopulation.

Ich hoffe, die Botschaft ist angekommen :wink:

Gruss

Thorsten

die hoehe der Cheopspyramide ist ein (fast) genauer gerader
Bruchteil der durchschnittlichen Entfernung Sonne-Erde (ein
Millionstel, ein Millardstel, irgendwie sowas) - woher wussten
die Aegypter das nur so genau???

Hi Thorsten,

Du hast den wahren Witz noch gar nicht erfaßt: …der durchschnittlichen Entfernung in Kilometern! Die Erbauer der Pyramiden müssen also mehrere tausend Jahre vor der Einführung des metrischen Systems die Länge eines Kilometers gekannt haben… :wink:

Mit freundlichem Gruß
Martin

Lösung
Vielen Dank für eure Antworten!

Im Voraus bemerkt: Ich halte überhaupt nichts von diesem blöden esoterisch, mystischem Gelaber. Wenn man sich eine Formel so hinbiegt, dass man für die Sonne ein Cis rausbekommt, die Planeten genauso berechnet und dann eine Tonleiter erhält - das hätte mich beeindruckt.

Folgender Link (http://www.planetware.de/tune_in/Tontafel.html) zeigt dir, was meine Kollegin eigentlich gemeint hat. Klickst du z. B. auf Sonnentag, so erhältst du eine Erklärung, wie man zu dem Ton gekommen ist. Weil man allerdings immer andere Oktaven genommen hat, ist das nicht besonders interessant.

Aber ist es nicht spannend, dass in der Anfangszeit unserer Firma nur feurige und lebhafte Widder zusammengearbeitet haben und jetzt alles so gut läuft? :wink:

Viele Grüße

David

Hi Martin,

dann darf ich wohl annehmen, dass auch Du zu denen gehörst, die Putenwurst mit 30% weniger Fett pro 100g genießen - bei einem Pfund Wurst sind das dann schon 150%. Herzlichen Glückwunsch!

Gruß Ralf

Hi Thorsten,

Du hast den wahren Witz noch gar nicht erfaßt: …der
durchschnittlichen Entfernung in Kilometern! Die
Erbauer der Pyramiden müssen also mehrere tausend Jahre vor
der Einführung des metrischen Systems die Länge eines
Kilometers gekannt haben… :wink:

Mit freundlichem Gruß
Martin

dann darf ich wohl annehmen, dass auch Du zu denen gehörst,
die Putenwurst mit 30% weniger Fett pro 100g genießen - bei
einem Pfund Wurst sind das dann schon 150%. Herzlichen
Glückwunsch!

Neeeiiinnn :wink:!!! Mensch Ralf, mein Posting war doch 150 % ironisch gemeint! Aber zugegeben: Die Ironie ist nicht eindeutig zu erkennen, wie ich gerade mit Entsetzen festgestellt habe. Oh weh, hätte nich passieren dürfen! Sorry!

Für alle, die’s interessiert, hab ich hier noch was Nettes zur „Pyramidenreligion“:

[…]Piazzi-Smith und andere stellten extreme Behauptungen auf. Nachdem man als Längenmaß das „Pyramiden-Yard“ (PY) zugrundegelegt hatte, – es beträgt 1/20000000 des Erddurchmessers (64 Zentimeter) –, stellte man fest, daß die Basisseitenlänge der Großen Pyramide 365.25 PY mißt – was wiederum genau der Anzahl der Tage im Jahr entspricht. Soll das heißen, die Erbauer der Pyramide kannten den Durchmesser der Erde? Oder die taggenaue Dauer eines Jahres? Beachten Sie, daß derart präzise Zahlenangaben eine Vermessung der Basiseitenlänge mit der erstaunlichen Genauigkeit von fünfzehn Zentimetern voraussetzen, was sich angesichts des Zustands der Pyramide als schwierig erweisen dürfte. Außerdem beträgt das Doppelte der Diagonalen genau 25826 Pyramiden-Inches (1 PI entspricht 1/25 PY), und das ist der Präzessionszyklus der Erdachse in Jahren. Wohlgemerkt: diejenigen, die diese Zahl mit einer solchen Genauigkeit angeben, behaupten damit implizit, sie hätten die Diagonale mit einer Genauigkeit von weniger als 1 PI, also in der Größenordnung von Zentimetern vermessen.[…]

(Aus „The sceptical inquirer“, Band „Mein paranormales Fahrrad“).

In einem Leserbrief wird diese Passage wie folgt kommentiert:

Cornelis de Jager berührt in seinem Artikel beiläufig einen Punkt, der, wenn auch vielleicht nicht von zentraler Bedeutung, so doch hilfreich sein kann, wenn es darum geht, die Kompetenz derer zu beurteilen, die die Wunder der Pyramiden, von Stonehenge und so weiter preisen.
De Jager erwähnt, das Verhältnis der Höhe der Großen Pyramide zu ihrer Seitenlänge sei 1 zu pi/2, was scheinbar darauf hindeute, daß die Baumeister den Wert der Zahl pi gekannt haben. Des weiteren betrage die Seitenlänge in „Pyramiden-Yards“ genau 365.25, woraus manche folgerten, die Ägypter hätten die Länge eines Jahres genau gemessen. Eigentlich finde ich beide Behauptungen gar nicht so unplausibel – doch dann schießen die Mystifizierer sich selbst in den Fuß, indem sie sagen: „Außerdem beträgt das Doppelte der Diagonalen genau 25826 Pyramiden-Inches, und das ist der Präzessionszyklus der Erdachse in Jahren.“ Sind drei Zufälle überzeugender als zwei? In diesem Fall nicht: Sobald die Seitenlänge so bemessen ist, daß sie der Anzahl der Tage im Jahr entspricht und die Höhe in einem Verhältnis zum Wert der Zahl pi steht, liegt die Länge der Diagonalen fest. Der Planer hat keine Freiheit, sie irgendeiner dritten Konstanten anzupassen. Und jeder, der mir erzählen will, diese Größenverhältnisse seien bedeutsam, sollte mir erst einmal erklären, warum durch pi die Zahl der astronomischen Tage im Jahr in einem Verhältnis zum Präzessionszyklus der Erdachse steht.

Richtig gut, was?

Mit freundlichem Gruß
Martin

Verzeihung! (o.T.)
.

Angeblich hat irgendwer berechnet, dass man die Energien der
Planeten (inkl. Sonne) auf Töne umrechnen kann. Die Sonne z.
B. entspricht dann einem Cis. Und das Tolle ist, dass wohl die
indische Sitar auf Cis gestimmt ist, während die Kultur darum
sehr sonnenorientiert ist … :-?

Toene sind Frequenzen.
Energien von Lichtquanten stehen ueber
Energie=Planck-Konstante*Frequenz in Beziehung.
Doch!!! Diese Frequenzen haben nichts mit den hoerbaren Toenen
zu tun. Es sind die Frequenzen elektromagnetischer Strahlung
(oder einfach ausgedrueckt, die Farbe von Licht).
Wie man von einer Energie der Sonne zum Ton Cis kommen will,
ist mir schleierhaft. Vor allem, welche Energie der Sonne ist
gemeint? Die im Gravitationsfeld „gespeicherte“ potentielle
Energie? Die abgegebene Strahlungsenergie? Die kinetische
Energie der relativistischen Protonen und Elektronen (oder ganz
simpel der Sonnenwind)? Die Energie des magnetischen Feldes
der Sonne? Die kinetische Energie der Sonnenrotation? Die
kinetische Energie der Konvektion (Granulation)? Oder gar die
Summe aller Energien?
Du siehst, alles spricht ueber Energie, aber die Energie
hat viele Gesichter…

MEB