Plankton

Hallo ihr,

ich lies gerade ein Buch von Thor Heyerdahl über seine erste Überquerung mit einem Floß.
Darin schreibt er das man problemlos sich wochen- sogar monatelang problemlos und ohne Bedenken von Plankton ernähren könnte.
Genug vorhanden sei ja im Meerwasser,kann man das so stehen lassen?
(Man darf ja auch an solch großen Persönlichkeiten zweifeln,ne?)

Und dann noch folgendes,was ich über Plankton gelesen habe:
90 % des Sauerstoffs stammt aus dem Meer,wovor Plankton verantwortlich ist.Bisher bin ich immer davon ausgegangen der Sauerstoff wird von den Bäumen umgewandelt.
Wer kann auch dazu mal Stellung nehmen?

Gruß mit Dank
Matthias

Hallo Matthias

Darin schreibt er das man problemlos sich wochen- sogar
monatelang problemlos und ohne Bedenken von Plankton ernähren
könnte.

Mit Plankton sind all die Lebewesen gemeint, die sich nicht aus eigener Kraft gegen eine Strömung durchsetzen können. Das sind neben ein- und mehrzelligen Algen, an die Du hier wahrscheinlich denkst, auch Bakterien, tierische Einzeller, kleine Krebse und Fischlarven und noch einige andere. Nordseekrabben sind z.B. auch Plankton, und von denen kann man sich toll ernähren! Dazu noch ein paar Algen und man hat eigentlich alle Nährstoffe, die man so braucht. Allerdings sind einige Algen giftig, und die müßte man dann aussortieren.
Schwieriger stelle ich mir dabei eher vor, an das Plankton 'ranzukommen. Man braucht die entsprechenden Fangvorrichtungen, einen Kochtopf und genügend Süßwasser, um das ganze herunterzuspülen. Das alles auf einem schwankenden Floß á la Heyerdahl, naja ich weiß nicht.

Und dann noch folgendes,was ich über Plankton gelesen habe:
90 % des Sauerstoffs stammt aus dem Meer,wovor Plankton
verantwortlich ist.Bisher bin ich immer davon ausgegangen der
Sauerstoff wird von den Bäumen umgewandelt.
Wer kann auch dazu mal Stellung nehmen?

Die Zahl stimmt in etwa schon. Bäume und überhaupt fast alle Pflanzen produzieren zwar Sauerstoff, aber nur während einer etwa 10-14stündigen Aktivitätsphase und natürlich nur bei Tageslicht. Die übrige Zeit verbrauchen sie Sauerstoff und produzieren Kohlendioxid, genau wie die Tiere. Nur der geringe Teil des Kohlenstoffs, der beim Wachstum der Pflanze in Ihr verbaut wird, setzt dauerhaft Sauerstoff frei. Ansonsten brauchen sie genauso viel Sauerstoff auf, wie sie herstellen.
Der Sauerstoff, den wir nun so fleißig wegatmen (und wegverbrennen) wird tatsächlich von sogen. Blaualgen oder Cyanobakterien (ob das nun flanzen oder Bakterien sind, darüber läßt sich vortrefflich streiten) im Meer produziert. Sie produzieren den Sauerstoff und haben danach keine Verwendung mehr dafür, weshalb sie ihn dauerhaft freisetzen. Ohne diese kleinen Dinger wäre es hier ganz schön stickig :wink:
Das ganze trifft dann auch ein Dilemma, in dem Ökologen stecken: Die Regenwälder werden in der Presse immer als besonders schützenswert dargestellt, weil sie die ‚grüne Lunge‘ des Planeten seien. Tatsächlich ist das Meer die Lunge, der Anteil der Regenwälder an der Sauerstoffproduktion ist gering. So gesehen ist diese Aussage also falsch, aber auf der anderen Seite sind die Regenwäler durchaus äußerst schützenswert - nur sind diese Gründe wesentlich schwerer zu vermitteln, weshalb es keine groß angelegt Kampagne gibt, den Irrtum mit der ‚grünen Luneg‘ darzustellen - nach dem Motto - ‚Es ist zwar Blödsinn, aber es ist nützlicher Blödsinn‘.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig.

Gruß
Majikthise

*klugscheissModus*

Hallo Matthias

Darin schreibt er das man problemlos sich wochen- sogar
monatelang problemlos und ohne Bedenken von Plankton ernähren
könnte.

Mit Plankton sind all die Lebewesen gemeint, die sich nicht
aus eigener Kraft gegen eine Strömung durchsetzen können. Das
sind neben ein- und mehrzelligen Algen, an die Du hier
wahrscheinlich denkst, auch Bakterien, tierische Einzeller,
kleine Krebse und Fischlarven und noch einige andere.
Nordseekrabben sind z.B. auch Plankton, und von denen kann man
sich toll ernähren! Dazu noch ein paar Algen und man hat
eigentlich alle Nährstoffe, die man so braucht. Allerdings
sind einige Algen giftig, und die müßte man dann aussortieren.
Schwieriger stelle ich mir dabei eher vor, an das Plankton
'ranzukommen.

Man braucht die entsprechenden
Fangvorrichtungen, einen Kochtopf und genügend Süßwasser, um
das ganze herunterzuspülen. Das alles auf einem schwankenden
Floß á la Heyerdahl, naja ich weiß nicht.

Das ist nicht so schwierig, wie es sich anhört - man zieht einfach ein Stück Gardinenartigen Stoff hinter sich her, dann fängt man genug Plankton.

Und die giftigen Einzelligen Algen sind anscheinend so weit in der Minderzahl, das man das, was man da aus der Gardine kratzt, einfach so essen kann.

(Zu mindest beschreibt er das in einem seiner Bücher so - ich weiss gerade nicht mehr so genau, ob es „Kon-Tiki“ oder „Expedition Ra“ war, die habe ich vor Jahren das letzte mal gelesen.
Muß ich dringend mal wieder tun.)

Blaualgen oder
Cyanobakterien (ob das nun flanzen oder Bakterien sind,
darüber läßt sich vortrefflich streiten)

Kann man eigentlich nicht - Pflanzen sind definiert (zumindest haben das die Profs bei uns so in den Vorlesungen gesagt) als eukaryothische Lebewesen mit Chloroplasten und Mitochondrien als Endosymbionten, Zellwand (im Unterschied zu einer Zellmembran), und jada, jada, etc.

Blaualgen sind Bakterien, die vieleicht die Vorläufer von Chloroplasten, aber auf jeden Fall, als Prokaryonten, Bakterien.

*höm*
Sorry, konnte ich mir gerade nicht verkneifen.

Grüßlis!
Scrabz aka Philipp.