Plankton

Hi,

ich frage mich, wieso eigentlich Plankton hauptsächlich in kalten Gewässern vorkommt, während tropische Meere meist ziemlich klar sind. Eigentlich ist ja dort die eingestrahlte Energiemenge pro Oberfläche viel größer, sodaß eigentlich auch mehr Lebewesen davon leben können müßten.
Ist das Plankton hitzeempfindlich oder wird zB in einem tropischen Riff alles brauchbare sofort verwertet (ähnlich einem Regenwald, der ja auch nur eine dünne Humusschicht aufweist). Oder fehlen etwa im Wasser gelöste Nährstoffe?

LG
Stuffi

Hallo Stuffi,

das tropische Meere eher Wüsten sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Die Lösslichkeit von Sauerstoff wird oberhalb von 15 °C eher schlecht, sodaß pro Volumeneinheit Wasser weniger Lebewesen vorkomen können.

  2. Nährstoffgehalt:
    In kalten Gewässern, die keine Nährstoffe enthalten gibt es auch wenige Lebewesen. Es muß also einiges zusammenkomen, damit das Leben blüht.

Es ist aber so, daß in kalten Gewässern wegen der besseren Sauerstoffversorgung die Nahrungskette dichter und somit auch die Anzahl der Lebewesen höher ist.
Weiterhin läßt sich sehen, daß in nährstoffreichen Gewässern relativ wenige Arten mit jeweils großen Individuenzahlen vorkommen (Heringsschwärme), in nährstoffarmen Gewässern aber relativ viele Arten mit jeweils geringen Indiviuenzahlen, die viele ökologische Nischen besser ausfüllen können (Spezialisten).

Blaues Wasser ist übrigens ein sicheres Zeichen für Nährstoffarmut. Blau ist die Wüstenfarbe des Wassers.

Gandalf