Hallo,
ist es möglich per Laser Luftmoleküle zu ionisieren, sprich einen sichtbaren Plasmapunkt zu setzen der gleichzeitig verhindert, daß der Laser seinen Weg fortsetzt. Welche Energie ist dafür ca. erforderlich und kann man diese Energie weitgehend in Licht umsetzen?
Gruß D.K.
Hallo,
grad am letzten Wochenende war ein Bericht dazu in der Zeitung. Man kann das machen, indem man mehrere Laserstrahlen an einem Punkt konzentriert, so daß nur an dieser Stelle die notwendige Energie aufgebracht wird. Wie groß die ist, stand leider nicht dabei.
Das es mit einem einzelnen Strahl nicht funktioniert, ist offensichtlich.
Daß der Strahl nicht vollständig an dieser Stelle absorbiert wird, scheint mir auch logisch - wo gebt es schon eine vollständige Absorbtion.
Gruß
Axel (Laie auf diesem Gebiet)
Hallo,
schau mal hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/70213
Gruß vom Wiz
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Hallo!
ich kenne mich zwar mit der Materie auch nicht gerade aus, aber vielleicht kann ich etwas zur benötigten Energie beitragen.
Luft besteht zu 78 Vol. % aus Stickstoff und ca. 21 Vol. % Sauerstoff, daher kann man wohl den Rest vernachlässigen.
Die erste Ionisierungsenergie (Energie die notwendig ist um das erste Außenelektron aus dem Atom zu entfernen) für diese zwei Elemente liegt bei 1402,3 kJ/mol für N2 und 1313,9 kJ/mol für O2. Ob das aber „schon“ ausreicht um einen Plasmapunkt zu erzeugen weiß ich nicht. Ich würde eher darauf tippen das man noch mehr „draufbraten“ muss.
Gruß
Sven
Hi,
ja das ist nicht nur möglich, sondern sogar oft ein lästiges Problem, wenn man im Laserlabor mit kräftigen Laserpulsen arbeitet und aus irgendeinem Grund das Licht irgendwo mal fokussiert wird, zB in einem Strahlaufweiter-Teleskop.
Es entsteht ein laut knallender Plasmapunkt (sieht wie ein Funke aus, Stichwort „optischer Durchbruch“), der das Licht streut. Das Plasma hat schlechte Absorptionseigenschaften, da die freien Elektronen das Licht streuen, zB ein Problem bei laserinduzierter Fusion.
Der Prozess hängt weniger von der Energie als von der Leistungsdichte ab, Abschätzung über Feldstärke des Lichtes > Ionisationsenergie des Gases, typischerweise einige Megawatt pro cm²
Gruß
Moriarty
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Hallo Moriarty,
bitte entschuldige mein Laiengetöse und schon mal gleich die nächste evtl. dumme Frage.
Laut knallender (Plasmapunkt) = Energie
Siehst du eine Möglichkeit, einen theoretischen Weg das zu steuern? Sprich…ideal…kein Knall, gerade genug Energie um einen Lichtpunkt zu erzeugen?
Der Prozess hängt weniger von der Energie als von der
Leistungsdichte ab, Abschätzung über Feldstärke des Lichtes
> Ionisationsenergie des Gases, typischerweise einige
Megawatt pro cm²
Also um genau das zu verhindern, ist der Gedanke möglich über die Reduzierung der Feldstärke des Lichts den Energieverbrauch zu verringern?
Wenn ich die ca. Daten von 1400kj/mol nehme dann komme ich eigentlich auf gar kein so großen Energieverbrauch um zB. 1024 x 860 Lichtpunkte zu erzeugen. Sehe ich das falsch?
Danke und Gruß
D.K.
Luft besteht zu 78 Vol. % aus Stickstoff und ca. 21 Vol. %
Sauerstoff, daher kann man wohl den Rest vernachlässigen.
Die erste Ionisierungsenergie (Energie die notwendig ist um
das erste Außenelektron aus dem Atom zu entfernen) für diese
zwei Elemente liegt bei 1402,3 kJ/mol für N2 und 1313,9 kJ/mol
für O2. Ob das aber „schon“ ausreicht um einen Plasmapunkt zu
erzeugen weiß ich nicht. Ich würde eher darauf tippen das man
noch mehr „draufbraten“ muss.
Hallo Sven,
danke für deine Antwort, sie hat mir entscheidende Einblicke gegeben.
Wenn ich die ca. Daten von 1400kj/mol nehme dann komme ich eigentlich auf gar kein so großen Energieverbrauch um zB. 1024 x 860 Lichtpunkte zu erzeugen. Sehe ich das falsch?
Danke und Gruß
D.K.