Plasma-Übersetzt als Galle oder Gelee?

Hallo!

Ich habe hier ein Problem mit der Übersetzung des Wortes PLASMA.
Ein Freund will als Übersetzung GALLE gehört haben während ich nur, nach Langmuir, GELEE kenne.

Ich hoffe uns kann jemand helfen und sagen, welche der beiden Möglichkeiten richtig ist oder ob es eine genauere Übersetzung gibt!

Vielen Dank für die Mühe im Voraus.

Tschüß

Lothar

Hallo Lothar,

wenn man auf den Ursprung des Wortes zurück geht, so habt ihr - fürchte ich - beide Unrecht.

Plasma, von spätlateinisch „plasma“, dies von griechisch „πλσμα“ bedeutet einfach: Geformtes, Gebildetes, Geknetetes;
vom Verb plassein / plattein (Ich verzichte hier auf die griechischen Buchstaben.), was (etwas Weiches, eine weiche Masse) kneten, formen, bilden, gestalten bedeutet.

Welche Bedeutung das Wort inzwischen an- und übernommen hat, ist eine andere Sache.

Gruß Fritz

Hallo!

Ich habe hier ein Problem mit der Übersetzung des Wortes
PLASMA.
Ein Freund will als Übersetzung GALLE gehört haben während ich
nur, nach Langmuir, GELEE kenne.

Ich hoffe uns kann jemand helfen und sagen, welche der beiden
Möglichkeiten richtig ist oder ob es eine genauere Übersetzung
gibt!

Hallo Lothar
wenn es wissenschaftlich gemeint ist, schau mal hier:

Das Plasma (griech.: das Formbare) als den vierten Aggregatzustand zu bezeichnen, schließt sich einerseits den griechischen Philosophen an, die die Elemente Erde (fest), Wasser (flüssig), Luft (gasförmig) und Feuer (Plasma) kannten. Andererseits ist die Bezeichnung als neuer Aggregatzustand auch aus moderner Sicht durchaus treffend, weil bei den hohen Temperaturen die Atome in positive Ionen und negative Elektronen zerfallen und damit die Zerlegung der Materie in ihre Bestandteile durch einen neuen Prozeß fortgesetzt wird.
Ein Plasma ist ein vollständig oder teilweise ionisiertes Gas, das als nunmehr elektrisch leitendes Medium eine Reihe von Eigenschaften besitzt, die es von Gasen, Flüssigkeiten oder festen Körpern deutlich unterscheidet.

„Vom Plasma sprechen die Physiker erst seit kurzer Zeit, doch gesehen hat es schon jeder. In dem imposanten Schauspiel, das Blitz und Nordlicht bieten, ist das Plasma der Hauptakteur. Wer einmal das „Vergnügen“ hatte, eine Kurzschluß in der elektrischen Leitung zu verursachen, hat ebenfalls mit dem Plasma Bekanntschaft gemacht. Der Funke, der von einem Leiter zum anderen überspringt, besteht aus dem Plasma einer elektrischen Entladung in der Luft. Wenn wir abends durch die Straßen einer Großstadt spazieren und die Lichtreklamen sehen, denken wir nicht daran, daß in jeder Röhre das Plasma der Edelgase Neon oder Argon leuchtet. Jeder auf eine ausreichend hohe Temperatur erhitzte Stoff geht in den Plasmazustand über. Eine gewöhnliche Flamme besitzt eine gewisse elektrische Leitfähigkeit; sie ist - wenn auch in geringem Maße - ionisiert, sie ist ein Plasma.“

Unser technisches Zeitalter ist ohne Plasmen nicht denkbar. Die Chips in diesem und jedem anderen Computer werden mit Plasmaverfahren geätzt, flache Computerbildschirme benutzen Plasmadisplays, Gaslaser, in denen das Plasmamedium Atome oder Moleküle anregt, werden in der Forschung, Industrie, Medizin und Umweltanalytik eingesetzt. Neue Werkstoffe werden mit Plasmabrennern erzeugt. Zur Lösung der Energieprobleme künftiger Generationen ist die Aufrechterhaltung einer kontrollierten Kernfusion nunmehr in greifbare Nähe gerückt.

99% des leuchtenden Universums ist im Plasmazustand. Es sind die kalten Bedingungen auf unserem Planeten, die uns die klassischen Aggregatzustände als die „natürlichen“ erscheinen lassen.

Alle Sterne sind Plasmen, weil sie sehr heiß sind, aber auch das Medium zwischen den Sternen ist im Plasmazustand. Dieses Gas ist so dünn, daß bereits das schwache Sternlicht dazu ausreicht, den Atomen, das ein oder andere Elektron zu entreissen und damit zu einer nennenswerten Ionisation zu führen. Selbst wenn nur ein Ion auf 100.000 neutrale Atome kommt, reagiert das Gas auf elektrische und magnetische Kräfte - es ist ein Plasma. Deshalb gilt die Plasmaphysik als Grundlagenwissenschaft für die Astrophysik.

In Plasmen wirken also elektrische und magnetische Kräfte, die die Bewegungen der Teilchen stark beeinflussen. Die viel leichteren Elektronen können sich relativ zu den 2000 mal schwereren Ionen schnell bewegen. Dies führt wie in Metallen zu elektrischen Strömen, die wiederum Magnetfelder produzieren. Da die geladenen Teilchen an die magnetischen Feldlinien gebunden sind, entstehen Röhren, in denen Plasma strömt.

Sonst sag mal, was Du meinst :wink:
Gruß
Rainer