eine Implosion setzt einen Unterdruck voraus. Elektronenröhren sind fast luftleer, deswegen lastet der normale Luftdruck auf ihnen, also 1000 bmar (in hektoPascal weiß ich’s gerade nicht) pro Quadratzentimeter…
eine „normale“ Bildröhre hat zwar eine Last eines LKW an Luftdruck zu verkraften, das schafft sie aber auf allen Glasflächen, die nicht die Frontscheibe sind, mit Glasstärken von etwa 2 mm. Nur die Frontscheibe und der Rahmen drumrum sind bis zu 3 cm dick, da besteht also sehr hohe Sicherheit gegen Implosion, man muss schon mit einem Hammer mit spitzer Finne volle Kanne reinhauen oder mit Kleinkaliber reinschießen, damit das knallt.
Plasmabildschirme haben zwar meines Wissens auch einen leichten Unterdruck in den einzelnen Gasentladungskammern, der ist aber kein Vakuum, außerdem sind die einzelnen Gaskammern voneinander getrennt.
Also, schieß mal los oder hau druff!
Gruß
WB
erstmal herzlichen Dank für eure schnellen Antworten.
Ich bin auch der Meinung, dass zwar Plasma nur bei Unterdruck funktioniert (das ist sicher), aber die Druckverhältnisse eben „ungefährlich“ sind.
Vielleicht weiss jemand noch etwas mehr?
Ich bin auch der Meinung, dass zwar Plasma nur bei Unterdruck
funktioniert (das ist sicher),
Das ist nicht sicher und stimmt nicht, aber das Vakuum vereinfacht physikalisch die „Erzeugung“ des Plasmas (siehe Link unten).
aber die Druckverhältnisse eben „ungefährlich“ sind.
Vielleicht weiss jemand noch etwas mehr?
Die „Gefahr“ bei einer Implosion geht von zwei Punkten aus:
Durch die Größe (Tiefe) einer braunschen Bildröhre werden Glassplitter erst weit hineingedrückt und dann wieder herausgeschleudert, was bei Flachbildschirmen durch die geringe Bautiefe nicht gegeben ist.
Durch Zerstörung der Röhre kann es mechanisch bedingt zu Kurzschlüssen kommen, die u.U. einen Brand auslösen können.
Jedoch sind 99,9% aller Fernseher-Implosionen auf einen vorherigen Brand zurückzuführen und nicht umgekehrt, denn einfach so implodiert keine Bildröhre. Das steht dann nur nachher so in den Medien …