Liebe/-r Experte/-in,
Ich bin selbst Arzt (naja, Anästhesist:smile: und habe jetzt
in der Familie einen Fall von multiplem Myelom. Frau, 70
Jahre, ausgedehnte Osteolysen, keine Hyperkalziämie,
keine Niereninsuffizienz, β2-Mikroglobulin 3,0 mg/L,
Bence-Jones- Proteine im Urin negativ, Gen-Tranlokation
negativ. Ausser einer leichten Hypothyreose hat sie keine
Nebenerkrankungen.
Ich habe natürlich im Internet viel gelesen und weiß
jetzt nicht so recht was ich von der von unseren
Hämatologen vorgeschlagenen Therapie halten soll. Es soll
mit Bendamustin / Prednisolon angefangen werden und dann
ggf. Bortezomib oder ein anderes neueres Medikament
dazugegeben werden. Bortezomib wollen sie auch am
liebsten nicht geben, wegen häufiger Neuropathien.
Meine Frage: laut der DGHO-Leitlinien von Oktober 2008
ist „eine altersadaptiert-dosisreduzierte Hochdosis-
Chemotherapie mit Transplantation autologer
Blutstammzellen ist auch bei älteren Patienten (bis 70-75
Jahre) möglich“. Hiesige Hämatologie (Uni Leipzig) macht
das nicht, hier ist die Grenze 65 Jahre. Was ist davon zu
halten? Sollen wir anderen Arzt suchen? Wie finde ich
jemanden, der die Transplantation machen würde und hat
das ganze einen Sinn?
Ich danke für jede Antwort!