Tach zusammen hat jemand einen Fachbericht zu dem Thema Platinenherstellung (belichten entwickeln ätzen ) oder kennt eine gute adresse ??? ich steh echt auf dem Schlauch…
Vielen Dank schonmal Dennis
erst mal mit htttp://www.metager.de suchen
Tach zusammen hat jemand einen Fachbericht zu dem Thema
Platinenherstellung (belichten entwickeln ätzen ) oder kennt
eine gute adresse ??? ich steh echt auf dem Schlauch…
Vielen Dank schonmal Dennis
Hallo Dennis,
wer nur fragt muß warten bis einer antwortet
wer selber sucht ist oft schneller
(und selbsrändiger und unabhängiger)
Ich bin der Meinung als ALLERERSTES sollte man SELBST
zum Beispiel mit
und entsprechenden Stichworten suchen
ERST wenn man damit nicht fündig geworden, ist sollte man andere
bemühen.
die Stichworte platine ätzen
200 Sekunden maximale anfängliche Suchzeit einstellen
lieferten neben immer auftretemdem Schrott 3 WIRKLICH brauchbare links wo es erklärt wird
also auf geht’s: learn to help youself !
P.S.:
Dein Posting hört sich ein bißchen so an wie
„kann mir mal jemand kostenlos bis in fünf Minuten
einen fertigen Fachbericht mit meinem Namen fertig gedruckt und gebunden zusenden?“
sorry, einen artikel oder so kann ich nicht anbieten, aber ich hab selber schon mal platinen geätzt, weswegen ich den ablauf in seinen grundzügen kenne:
zuerst wird auf die platine eine durchsichtige folie aufgelegt, auf der mit lichtundurchlässiger farbe die leiterbahnen aufgedruckt sind… dann wird sie für ca. eine halbe stunde in ein ätzbad gelegt, um das nichtbeleuchtete kupfer abzulösen…
zur vervollständigung wird sie dann in eine entwicklerlösung getaucht, dann abgewaschen und getrocknet… fertig ist die platine
du kannst aber sicher in jeder ht (f. elektrotechnik) nachfragen, die wissen sicher besser bescheid
mfg schoko
Hallo Dennis,
wieviel Platinenmaterial hast Du schon versaut und wieviele eingeätzte Löcher in den Klamotten?
Also:
Du verwendest eine mit Foto-Positivlack beschichtete Leiterplatte. Als Vorlage für die späteren Leiterbahnen verwendest Du Deinen Entwurf, den Du mit Klebe- oder
Anreibesymbolen auf transparentem Zeichenpapier herstellst. Weil Du ja einen PC hast, geht das mit einem geeigneten Programm viel einfacher auch damit. Ausdruck per Laserdrucker auf transparentem Papier oder Folie (ein Tintenstrahldrucker ist oft nicht deckend genug).
Zum Belichten wird die Entwurfsfolie auf die beschichtete Seite der Leiterplatte gelegt. Darauf kommt eine Glasplatte zum gleichmäßigen Andrücken. Im Idealfall liegt die Schicht der
Entwurfsfolie (Klebesymbole oder Druckerschwärzung) auf der Fotoschicht der Leiterplatte. Damit das klappt, muß Dein Entwurf oder Ausdruck aber seitenverkehrt (spiegelbildlich) sein.
Noch alles klar?
Dann weiter:
Belichtet wird mit UV-Licht einer speziellen Glühlampe (gibt’s bei Conrad) oder mit einem speziellen Belichtungsgerät (gibt’s auch bei Conrad). Wenn Du sowas hast, kannst Du Dir die oben beschriebene Glasplatte zum Andrücken schenken. Das macht schon das Belichtungsgerät. Die Belichtungszeit richtet sich nach der Art Deiner Vorlage (klare Folie oder matt-transparentes Zeichenpapier) und nach der Lichtquelle. Wenn Du die UV-Lampe
kaufst, stehen aber Richtwerte in der Betriebsanleitung. Die Belichtung bewirkt eine chemische Veränderung des Fotolacks in der Weise, daß die belichteten Stellen der Leiterplatte im Entwicklerbad freigewaschen werden. Wo kein Licht hinkommt, schützt der Fotolack die Kupferschicht vor dem Angriff des Ätzbades. Du hast Dir eine flache Kunststoffschale aus dem Fotobedarf oder auch von Conrad besorgt. Dort hinein kommt jetzt der Entwickler, den Du aus 10 Gramm Ätznatron und 1 Liter handwarmem Wasser ansetzt.
Vorsicht!!!
Das Zeug ätzt Dir nicht sofort Löcher ins Fell, aber es löst langsam aber sicher Haut und Fingernägel auf. Wenn Du Spritzer in die Augen bekommst, augenblicklich mit viel klarem
Wasser ausspülen. Spritzer auf der Kleidung siehst Du zuerst nicht, aber es gibt entfärbte Stellen und nach der nächsten Wäsche eingefressene Löcher. Also alte Klamotten anziehen.
Es gibt immer Spritzer!
Die belichtete Leiterplatte bewegst Du für etwa 30 -60 Sekunden im Entwicklerbad hin und her. Dabei siehst Du, wie sich der Fotolack an den belichteten Stellen löst und die nackte
Kupferschicht zum Vorschein kommt. Leiterplatte aus dem Entwickler nehmen und mit reichlich Wasser gründlich abspülen. So naß wie sie ist, kommt sie sofort ins Ätzbad. Das setzt Du vorher aus 200 Gramm Ammoniumpersulfat (als Ätzsulfat im Handel) und 1 Liter reichlich handwarmen Wasser an. Mit frischer Ätzlösung dauert der Ätzvorgang etwa 10 Minuten. Dabei die Leiterplatte im Bad bewegen. Nach dem Ätzen mit klarem Wasser spülen und abtrocknen.
Die getrocknete Leiterplatte kannst Du jetzt mit einem lötfähigen Lack vor dem Vergammeln schützen.
Fehlt nur noch das Bohren. Dafür gibt es z. B. von Proxon für den Heimbedarf ausreichende Maschinchen. Als Bohrer für glasfaserverstärktes Leiterplattenmaterial eignen sich nur
Hartmetallbohrer. Gewöhnliche HSS-Bohrer sind in dem Material sofort stumpf und werfen einen Grat, der beim Verlöten der Bauelemente Probleme bereiten würde.
Du brauchst einige Übung, bis Du so zu ordentlichen Leiterplatten kommst. Außerdem gibt es noch andere geeignete Ätzchemikalien. Du kommst um eigene Erfahrungen nicht herum,
zumal jeder Arbeitsschritt die Gefahr in sich birgt, die Leiterplatte zu verderben.
Ein Problem ist die Entsorgung der Chemikalien. Solltest Du diese ins Abwasser gießen, neutralisiere vorher wenigstens den Entwickler (Lauge) mit dem Ätzbad. Viel besser ist es
aber, Du verwendest das Zeug einige Male (läßt sich in eindeutig beschrifteten (!) Kunststoffflaschen aufbewahren) und gibst es dann bei einer Sammelstelle ab.
Gruß
Wolfgang