Gibt es einen Grund warum im ENglischen das N weggelassen wird, bzw. im Deutschen beibehalten wird?
Gibt es einen Grund warum im ENglischen das N weggelassen
wird, bzw. im Deutschen beibehalten wird?
Gott zum Gruß!
(ein Gruß ist hier ja üblich)
Platon, Apollon: die griechische Fassung des Namens.
Im Lateinischen ist -n als Endung nicht gebräuchlich, deshalb lautet die Fassung der Namen hier: Apollo, Plato (deklinabel nach der 3. Deklination, allerdings entsprechend dem „natürlichen Geschlecht“ als Maskulinum).
Strabon: auch im Lat. so, vielleicht um die Verwechslung mit dem lat. Familiennamen Strabo (= Schieler) zu vermeiden.
In die europäischen Sprachen gingen die Namen dann meistens in der lateinischen Fassung ein, weil Latein die Wissenschaftssprache war.
Schöne Grüße!
Hannes
Dabei hört man im Deutschen ja auch öfter die Form Apoll ohnne die ganze Endung, nie dagegen Plat.
Grüße
Ostlandreiter
Platon, Apollon: die griechische Fassung des Namens.
Im Lateinischen ist -n als Endung…
Dann sollte man doch besser die original-griechische Version gebrauchen als den Umweg über die lateinische Übersetzung zu wählen.
(Anderenfalls ist das genauso doof wie eine griechische Siegesgöttin*) amerikanisch auszusprechen)
*) ich meine natürlich NIKE
Dann sollte man doch besser die original-griechische Version
gebrauchen als den Umweg über die lateinische Übersetzung zu
wählen.
Schon schon, Klaus! Ich kann es nicht ändern und es ist mir auch egal.
Nur führt das dann wieder zu sehr gewöhnungsbedürftigen Ergebnissen:
Hómeros, Aristotéles, Aristophánes, Sokrátes usw.
Gruß!
Hannes
Platon, Apollon: die griechische Fassung des Namens.
Im Lateinischen ist -n als Endung…
Dann sollte man doch besser die original-griechische Version
gebrauchen als den Umweg über die lateinische Übersetzung zu
wählen.
Dies geschieht auch. Angefangen hat es schon im 18. Jhdt., dass man statt der lateinischen Götternamen etwa die griechischen Formen nahm.
Bei Goethe findest du noch beide Formen, auch Hölderlin gebraucht beide, geht aber bei Zeus so weit, dass er ZEVS schreibt.
Aber das dauert halt, bis es sich durchsetzt.
Auch ist es ein Unterschied, ob man über die Äneis spricht oder über die Ilias.
Ähnlich ist es auch bei Begriffen; Nietzsche schreibt noch „Mythus“; das würde heute kein Wissenschaftler mehr schreiben.
Andererseits wird man wohl kaum je vom Rhythmos sprechen, denn der Rhythmus ist zu allgemein geworden.
In dieser Hinsicht ist das Deutsche übrigens viel näher dem griechischen Original als es die anderen europäischen Sprachen. Wie schmerzt es mich, wenn ich von Tscheesare und Tschitzerone und Wirtschilio sprechen höre. Da lob ich mir meinen Kikero und Kaisar.
Die eher spaßige Variante Loogik als Loggik (mit ganz kurzem o) und loogisch als loggisch zu sprechen, habe ich ich erst kürzlich erwähnt.
Der schon angesprochene Apoll ist eigentlich mit Apostoph zu schreiben, denn da wird aus Gründen des Versmaßes oder der pötischen Sprache das Schluss-o eliminiert.
Wir haben in der Schule im Griechischunterricht nur von Plato und Apollo, von Aphrodite und Zeus etc. (gesprochen: et ketera!) gesprochen. Und nur im Lateinunterricht gab es Venus, Vulkan, Merkur etc. (gesprochen: et ketera!)
Gruß Phrydreikos