Plausibel für FA, was wird geprüft?

Hallo,

Ein hypothetischer Fall, bitte keine moralische Bewertung.

Arbeitnehmer Rudi nimmt eine Stellung bei einer Firma in 50 km Entfernung an. Diese Firma hat einen langjährigen Auftrag mit ständigem Personal bei einer Firma die direkt vor Rudis Haustür liegt, deshalb hat Rudi auch dort angefangen. Zur Arbeit fährt Rudi täglich mit dem Rad, 1,5 km.

Würde das Finanzamt prüfen wo Rudi arbeitet wenn er 50 km Arbeitsweg angeben würde? Wenn das Finanzamt prüfen würde, wie würden die vorgehen? Rudi oder die Firma fragen? Würde Rudi hier eine Straftat begehen?

Gruß vonsales

Hallo!

Arbeitnehmer Rudi nimmt eine Stellung bei einer Firma in 50 km
Entfernung an… Zur Arbeit fährt Rudi täglich mit dem Rad, 1,5 km.
Würde das Finanzamt prüfen wo Rudi arbeitet wenn er 50 km
Arbeitsweg angeben würde?

Firmensitz, Wohnsitz und Weg zur Arbeit sind plausibel - vermutlich ginge die Angabe glatt durch.

Aber:
Die Versuchung, beträchtliche Werbungskosten geltend zu machen, ist natürlich groß. Darin liegt auch die Gefahr. Der Arbeitnehmer begibt sich in das Risiko, dass der Betrug durch irgendein Ereignis, durch einen Zufall, einen „wohlmeinenden“ Mitmenschenen, entdeckt wird. Die Folgen werden wenig spaßig sein.

Wer so agiert, läuft mit der dauernden Belastung herum, sich selbst wegen ein bisschen Geld eine Tretmine gelegt zu haben, die jederzeit hochgehen kann. Menschen, die zu solchem Verhalten neigen, zeigen diese Neigung oft als durchgängigen Charakterzug und nehmen sich selbst die Chance eines unbeschwerten Lebens. Was in manchen Kreisen als schlitzohrige Schläue gesehen wird, mag lange funktionieren, bis es sich als hart auf den Verursacher zurückschlagende Dummheit zeigt.

Guck auf den Bundespräsidenten. Keine seiner vielen Dummheiten hätte er finanziell nötig gehabt. Aber nein, er konnte den Hals nicht vollkriegen und wo er einen Vorteil mitnehmen konnte, tat er es. Das hat mit Moral nichts zu tun. Das ist einfach nur Scheiße.

Gruß
Wolfgang

Würde das Finanzamt prüfen wo Rudi arbeitet wenn er 50 km
Arbeitsweg angeben würde?

Unwahrscheinlich.
Viel eher kommt so was durch irgendeinen „ganz dummen Zufall“ (Wegeunfall, oder diverse andere Möglichkeiten … ) oder durch einen missgünstigen Mitmenschen raus. - Da habe ich schon die seltsamsten Sachen mitbekommen.

Würde Rudi hier eine Straftat begehen?

Ja. - und das Finanzamt ist da sehr humorlos! ;-(

Ein paar weitere Gedanken zum Thema:
http://www.klicktipps.de/einkommensteuer-faq.php#ehr…

Gruß JK