Bin mit meinem Mann mit dem Auto nach Rostock gefahren und unterwegs in einen Autostau geraten. Der Freund meines Mannes saß vorne und ich hinten mit seiner Frau. Im Stau bekam ich plötzlich das Gefühl der Enge und wollte sofort zur Tür hinaus, miten auf der Straße! Ich konnte meine Füße nicht ausstrecken, weil es zu eng im Wagen war und das löste diese Gefühle aus. Ich habe soetwas noch nie gehabt.
Kann mir jemand hierzu etwas sagen ?
Das könnte ein Hinweis auf Klaustrophobie oder eine gemeine Panikattacke sein. Du solltest mit deinem Arzt darüber reden, denn Panikattacken können phys. Ursachen haben, aber auch ebensogut psychisch begründet sein…
lg
Kate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Evelin
War es ein zweitüriges Auto? Dann finde ich Deine Reaktion völlig normal und angemessen.
Welcher normale Mensch hält das hinten im Stau im vollen Auto schon aus?
Gruß,
Branden
sehr viele menschen erleben das in ihrem leben, wenige sprechen offen darüber, man gilt schnell als …angsthase? weichei? usw.usw.
du solltest dir ganz genau den verlauf der situation nochmal in erinnerung rufen: was ist passiert? im auto, schreck, und dann? wahrscheinlich ging alles wieder rückwärts: weniger schreck, beruhigung, weitergefahren. passiert ist also nichts schlimmes, nur etwas, das du dir nicht erklären kannst. kann man auch nicht so einfach. wichtig ist, dass du abspreicherst: es ist überhaupt nichts schlimmes passiert, wenn es morgen wieder passieren würde, wäre es ebenfalls nur komisch, sonst nix. du kennst dich also schon damit aus.
plötzliches angsterleben kann als stress-symptom in belastungsphasen des lebens auftreten. mach dir keine sorgen und setz dich auf jeden fall wieder in ein auto hinten rein.
hattest du nur Panik oder auch andere physische Symptome?
Mir ist neulich aus heiterem Himmel in der überfüllten Straßenbahn schwarz vor Augen geworden und so weiter, ich dachte, ich sterbe, wenn ich nicht sofort rauskann aus der Bahn. Aber kaum dass ich zwei Sekunden an der frischen Luft war, war ich topfit.
Da weiß ich bis heute nicht, wo das herkam, ich hab nie zu niedrigen Blutdruck und bin hundert Mal vorher und hundert Mal hinterher in der vollen Straßenbahn gefahren, ohne das mir das was ausgemacht hätte. Das hat sich ein einziges Mal noch wiederholt.
Also ich würde nicht befürchten, dass du jetzt dauerhaft nicht mehr lange im Auto sitzen kannst oder so - vielleicht kamen da nur verschiedene Faktoren zusammen wie schlechte Luft, psychische Verfassung, bestimmtes Essen etc, daran lag es wohl bei mir.
Solange sich das nicht wiederholt, würde ich mir keine großen Sorgen machen, wenns aber ständig wieder passiert, dann schon, auch eine Klaustrophobie fängt ja vielleicht klein an.
Viele Grüße
Sonja
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ach ja, die Panikattacken.
Ich habe das erste mal sowas gehabt, da war ich allein bei meiner (damaligen) Freundin. Scheinbar grundlos, aus dem Nichts heraus, dachte ich ich muss sterben. Ich hatte 5, 6 mal den Telefonhörer in der Hand (112-mäßig), legte aber immer wieder auf.
Inzwischen hab ich das nicht mehr, weil ich ein Buch von einer Betroffenen gelesen habe. Sie schrieb, dass es „die Angst vor der Angst“ sei. Panikattacken müssen nicht ortsbedingt sein, das kann auch einfach so passieren. Wenn man begreift, dass einem nichts passieren wird, geht das weg. Nicht dagegen ankämpfen, sonder es einfach passieren lassen, das hilft. Die Angst löst sich dann sozusagen im Nichts auf. Ich denke, das ist ne Zivilisationskrankheit.
Inzwischen hab ich das nicht mehr, weil ich ein Buch von einer
Betroffenen gelesen habe. Sie schrieb, dass es „die Angst vor
der Angst“ sei. Panikattacken müssen nicht ortsbedingt sein,
das kann auch einfach so passieren. Wenn man begreift, dass
einem nichts passieren wird, geht das weg. Nicht dagegen
ankämpfen, sonder es einfach passieren lassen, das hilft. Die
Angst löst sich dann sozusagen im Nichts auf. Ich denke, das
ist ne Zivilisationskrankheit.
Gruß
Hi!
Hab ich ähnlich gesehen, leider kamen dann zu den Panikattacken auch Schwindelanfälle, so dass ich nicht einfach weiterarbeiten konnte. Jetzt steh ich wieder bei Null und diese Attacken stellen eine ernste Behinderung meiner Arbeit dar, den Stress --> Panik --> noch mehr Stress Kreislauf konnte ich noch nicht wieder durchbrechen…
Hab ich ähnlich gesehen, leider kamen dann zu den
Panikattacken auch Schwindelanfälle, so dass ich nicht einfach
weiterarbeiten konnte. Jetzt steh ich wieder bei Null und
diese Attacken stellen eine ernste Behinderung meiner Arbeit
dar, den Stress --> Panik --> noch mehr Stress Kreislauf
konnte ich noch nicht wieder durchbrechen…
Versuche es mal mit Magnesiumtabletten, fang mit einer am Tag an und steigere dann, falls du keine Veränderung bemerkst, mal auf bis zu drei am Tag. Es kann Durchfall auftreten, aber das schadet nicht bzw. geht mit der Zeit vorbei. Wenn die Panik- und Schwindelanfälle dadurch aufhören oder zumindest leichter werden, hast du einen Anhaltspunkt und solltest bei der Einnahme bleiben. Ich hatte dasselbe, und werde mein Leben lang Magnesium einnehmen (bin dadurch komplett beschwerdefrei - nach anfänglich langem Leidensweg mit unnötigen Krankenhaus- und Kuraufenthalten).