Frau, 56 J., genetisch vorbelastet, d.h. Mutter hat Glaukom. Aus den beiden Elterlinien liegt auch eine Dispositon zur Katarakt vor.
Die Sehprobleme traten sehr plötzlich auf. Innerhalb einer Woche war ein Lesen nicht mehr möglich, auch nicht mit Lupe oder sogar mit dickem Strich geschriebene Telefonnummern waren und sind nicht mehr zu lesen.
Neben den üblichen AA-Untersuchungen ist ein CRT gemacht worden, genauere Daten habe ich nicht. Am Fr. soll ein MRT gemacht werden.
Es sollen beide Sehnerven betroffen sein. Das deutet für mich auf einen akuten Glaukomanfall hin.
Schäden hier sind wohl nicht mehr zu reparieren.
Ein Schlaganfall wäre eine weitere Möglichkeit.
Es wird bislang nur ein hochdosiertes B12-Vitaminpräparat gegeben.
Welche Funktion hat dann B12? Kann es die Nerven wieder „beruhigen“, ich fürchte nicht.
Wir wissen beide, dass die Situation besch… ist, also bitte nur sachliche Infos und nicht „Schönreden“, Lösungen/Ideen, die Hoffnung machen sind natürlich willkommen.
Hatte die Frau extreme Schmerzen im Augen- und Kopfbereich? Glaukomanfälle gehen - so jedenfalls habe ich das immer erlebt - mit wahnsinnigen Schmerzen einher, sodass die Patienten es kaum zum Arzt geschafft haben.
Der Verlust des Sehens *so* unglaublich schnell lässt (mich) eher an eine andere bzw. weitere Ursache denken.
Möglicherweise eine bds. Sehnvernen-Entzündung oder eine neurologische Ursache?
Mit Vitamin B 12, das schriebst Du ja, will man dem Nervensystem etwas Gutes tun.
Ich drücke beide Daumen, dass der MRT die Ursache zeigt, damit die Behandlung schnell eingeleitet werden kann. Und daher würde ich jetzt versuchen Ruhe zu bewahren und die Ergebnisse abwarten.
Hatte die Frau extreme Schmerzen im Augen- und Kopfbereich?
[…]
Meines Wissens sind keine Schmerzen aufgetreten.
[…]
Möglicherweise eine bds. Sehnvernen-Entzündung oder eine
neurologische Ursache?
Wenn es „nur“ eine Entzündung ist, besteht ja eine Chance auf (zumindest teilweise) Heilung.
Es wurde doch ein Neurologe mit ins Boot geholt?
Ja, ein Neurologe ist konsultiert worden.
Mit Vitamin B 12, das schriebst Du ja, will man dem
Nervensystem etwas Gutes tun.
Ich drücke beide Daumen, dass der MRT die Ursache zeigt, damit
die Behandlung schnell eingeleitet werden kann. Und daher
würde ich jetzt versuchen Ruhe zu bewahren und die Ergebnisse
abwarten.
Tja, das ist schwierig, wenn jemand eine Eine-Frau-Firma führt und auf das Lesen angewiesen ist, z.B. E-Mails, Briefe, Rechnungen …
ich habe jetzt nicht sehr viel Zeit und werde mir die Links lieber in Ruhe ansehen bevor ich dazu etwas sage, aber wie ich Deine Antworten kenne, werden sie informativ sein.
wenn das Ganze schmerzfrei abgelaufen ist, halte ich - so aus der Ferne betrachtet - das eher nicht für einen akuten Glaukomanfall.
Eine Sehnervenentzündung tritt manchmal als erstes Anzeichen einer MS auf, und ist bei entsprechender Behandlung (Cortison hochdosiert) gut behandelbar.
Aber, wie gesagt, es ist Spekulation.
Grade wenn die Frau so massiv unter Druck steht, wäre bei der möglichen Ursache einer Neuritis Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe ganz wichtig.
Ich weiß nicht, ob man vor den Ergebnissen und dem Arztgespräch etwas über die Vermutungen zur Ursache sagen sollte, tendiere eher zum Schweigen.
Mein hochbetagter Vater sagt immer: „lass erstmal Holz zu Kohle werden, und dann kannst Du grillen“.
Also die Fakten abwarten, und wenn es eine Sehnervenentzündung ist kann man die erfolgreich behandeln, sodass das Sehvermögen wieder hergestellt wird!
Es wird bislang nur ein hochdosiertes B12-Vitaminpräparat
gegeben.
Widersprichst du dir hier nicht selber etwas? Ein Schlaganfall „wäre eine Möglichkeit“, aber es werden nur Vitamine gegeben? Was macht das für einen Sinn? Wurde ein Schlaganfall denn ausgeschlossen?
Also wenn die Person nicht sowieso gerade im Krankenhaus ist, um diese Sache abzuklären, dann würde ich mich umgehend im nächsten Krankenhaus in der Neurologie vorstellen, und zwar als Notfall. Ich würde mit einer stationären Aufnahme rechnen (Tasche packen).
Neben den üblichen AA-Untersuchungen ist ein CRT gemacht
worden, genauere Daten habe ich nicht. Am Fr. soll ein MRT
gemacht werden.
weiter unten wurde ja schon Diabetes erwähnt, Du bist darauf aber nicht eingegangen.
Zu hoher Blutzucker kann zu Sehstörungen führen und da wären dann auch beide Augen betroffen.
Also: ist denn der Blutzucker gemessen worden?
Wenn nicht, dann sofort auf zur nächsten Apotheke. Das dauert zwei Minuten, kostet € 1,-- und - egal ob nüchtern oder mit was im Magen - gibt zwar keinen sooooo genauen Wert, aber zumindest eine Aussage- bzw. Ausschlußmöglichkeit.
Der Apotheker kennt die üblichen Werte.
vlt. bin ich nicht darauf eingegangen, da Diabetes meines Wissens ausgeschlossen wurde. Ok. eine Rückmeldung wäre nicht schlecht gewesen.
Ich möchte aber jetzt auch nicht immer wieder nachhaken, wir haben beschlossen, dass wir die MRT-Untersuchung abwarten, dann nochmal alle Infos sammeln und sortieren. „Jeden Tag ein bisschen“ macht nur nervös.
D.h. ich informiere mich hier zunächst nur für micht! Und hier erkenne ich den Nutzen von wer-weiss-was und auch dem Brett „Medizin“!
Ich habe einige Hinweise bekommen, die ja auch Mut machen.
Die Sehprobleme traten sehr plötzlich auf. Innerhalb einer
Woche war ein Lesen nicht mehr möglich, auch nicht mit Lupe
oder sogar mit dickem Strich geschriebene Telefonnummern waren
und sind nicht mehr zu lesen.
Im Prinzip hat Angelika recht, allerdings halte ich ein Geschechen im Rahmen einer MS unwahrscheinlich, da die Patientin zu alt ist. (Das ist Statistik! Keine sichere Aussage.)
Da beide Sehnerven betroffen sind, würde ich zunächst an ein rheumatisches Geschehen denken (da kommt Angelikas Entzündung wieder ins Spiel). Sehr gut mit hohen Cortisondosen zu beherrschen.
Andere Möglichkedit und nicht so schön: Tumor im Bereiche des Chiasma opticum oder im Bereich der Sehrinde, letzteres ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich.