plötzlicher Herztod/Vorbeugung

Hallöle,
ich hab grad in einer Zeitschrift einen Artikel über den plötzlichen herztod gelesen und der hat mich erhlich gesagt ziemlich erschrocken, da der artikel mit einer 16-jährigen Schwimmerin anfängt, die beim Training plötzlich stirbt.
Die diagnostik dieses Gendefekts erfolgt per Ruhe-, Belastungs-, und Langzeit-EKG und Ultraschall (laut Artikel).
Lässt man sowas beim Sportmediziner machen?
Kann ich zu meiner Hausärztin gehn und sagen, dass ich das machen lassen möchte? Gibt`s das auf „Überweisung“ oder muss ich das alles „privat oganisieren“?Was kostet das Vergnügen?
LG
Fritzi

hallo fritzi,

ja, das ist schon ein problem. junge hochleistungssportler brechen tot zusammen.
wo sport doch so gesund ist.
vorbeugen? gendefekt? eher die dopingmafia.

strubbel
4:open_mouth:)

Hi,

vorbeugen? gendefekt? eher die dopingmafia.

Nicht so ganz, hiernach

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/Heft%2…

ist das statistische Risiko für junge Sportler den plötzlichen Herztod zu erleiden 2,5 mal so hoch wie bei Nichtsportlern, ist aber gegenüber anderen Lebensrisiken immer noch sehr niedrig.

CU

Axel

P.S.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Re…

Herztod und Statistik-Interpretation
Hallo.

der hat mich erhlich gesagt ziemlich erschrocken

[Der Artikel hat Dich erschreckt, worauf Du erschrocken bist. Soviel Deutsch sei erlaubt.]

Normalerweise fallen junge, organisch gesunde Sportler nicht einfach tot um. Anders sieht es aus - und darauf läuft auch der von Axel zitorene Artikel heraus - wenn bereits ein Herzfehler vorhanden ist. Bspw. kann eine Mandelentzündung, die unter der individuellen ‚Bemerkensschwelle‘ liegt, also keine ärztliche Behandlung nach sich zieht, zu Veränderungen des Herzmuskelgewebes führen. Ebenso rheumatische Erkrankungen, aber auch eine ganze Reihe anderer Dinge. Genetische Defekzte kommen ebenfalls in Frage.

Nun ist es so - und deswegen sind für eine Erkennung (die durchaus nicht sicher ist) auch drei Sorten EKG erforderlich - dass im Alltag keine oder nur unwesentliche Beschwerden vorhanden sind, mit denen ein Nichtsportler uralt werden kann. Der Herzmuskel beim Sportler wird zwar trainiert, die Herzklappen und was sonst noch an Ersatzteilen da herumliegt dagegen bleiben, wie sie sind. Vergleiche das mit einem überladenen Auto - man weiß, dass es irgendwann kaputtgehen wird. Ob das dann aber ein Achsenbruch, eine verbrannte Kupplung oder ein kapitaler Motorschaden wird, ist nicht vorherzusagen …

Vorgeschädigtes Herz ist vorgeschädigtes Herz. Beim Sportler ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass die fatale Überlastung erreicht wird, höher als beim Untrainierten - auch deshalb, weil man innerhalb gewisser Grenzen, wenn man Sport treibt, auch dazu neigt, „den inneren Schweinehund zu besiegen“; während also der Nichtsportler einfach stehen bleibt, wenn er nicht mehr kann, geht der Sportler bewusst und gewollt über das Limit, auch, wenn die Gallensteine scheppern und die Milz quietscht.

[@Strubbel : Bei einer 16jährigen fällt es mir schwer, an einen dopingbedingten Herztod zu glauben. Nicht, weil ich das den Leuten nicht zutrauen würde - bewahre! -, sondern weil die negativen Auswirkungen des Dopings typischerweise erst spät, bei sehr vielen nach Ende der aktiven Laufbahn, auftreten. Um eine gesunde junge Frau mit Doping umzubringen, müsste man schon einiges anstellen, was dann mit Sicherheit bei einer Obduktion herauskäme. Klammer zu]

Dass das Risiko für junge Sportler, am plötzlichen Herztod zu sterben, signifikant höher ist als bei Nichtsportlern der gleichen Altersgruppe, könnte man ganz zynisch auch so kommentieren, dass die Nichtsportler eben nur mal belastet werden müssten, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Trotzdem ist Sport für jede Altersgruppe gesund : Spätestens im dritten Lebensjahrzehnt erhöht sich die Lebenserwartung und -qualität für den Sportler drastisch gegenüber seinen unsportlichen Altersgenossen.

Gruß Eillicht zu Vensre

Nochmals Hallo,

Nun ist es so - und deswegen sind für eine Erkennung (die
durchaus nicht sicher ist)

Genau das ist in diesem Fall, der hier dokumentiert wird passiert:

http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft03…

Darauf wird am Ende des Artikels auch hingewiesen, dass mit den üblichen Methoden der Diagnostik nicht immer nachgewisen werden kann, ob eine Vorschädigung vorhanden ist.

An diesen Fall erinner ich mich deswegen, weil ich selbst an diesem Lauf teilnahm, aber schon länger im Ziel war und erst im Nachhinein von Bekannten an der Piste hörte, dass da etwas passiert sei und erst später von dem traurigen Ausgang erfuhr.

CU

Axel

pillen
hallo ezv,

10% derjenigen jugendlichen, welche kraftsport betreiben, mehmen entsprechende anabolika in teils astronomischen dosen ein. diese aussage machte ein fachmann im RBB anlässlich der berichterstattung über die bundesweiten razzien gegen die anabolikamafia.
10% sind natürlich nicht die mehrheit, aber ganz unwahrscheinlich ist das pillenwerfen nicht.
müsste man noch klären, welche herzschäden partypillen verursachen.

strubbel
M:open_mouth:)