Besonderheit: ‚keine‘
Hallo, liebe Uschi,
ich hoffe deine Eingangsfrage („Du willst jetzt hoffentlich nicht allen Ernstes eine Liste mit allen Nomen, die keine Pluralendung haben. Davon gibt es nämlich Unmengen.“) ist nicht wirklich „akkusativisch“ gemeint, du bist ja immerhin so nett und gibst selbst Antworten.
Und ich finde es schon eine tolle „Besonderheit“, die Mühe, die du dir gemacht hast.
Ich persönlich finde aber die Frage keineswegs offtopic´, z.B. das item: die Kegel´ (mathematisch) und `die Kegeln´ (Bowling); oder ist letzteres nur Dialekt? (Siehe auch meine Anführung im Brief an Fritz von Heute)
Stellt sich mir jedenfalls die Frage nach den Ausnahmen von der Regel.
Z.B. auch das Mittel´ - die Mittel´, okay, aber was ist mit `begrenzten Mitteln´? Nur ein sprachmelodischer Effekt?
Natürlich sind auch alle („urgermanisch gebildeten“?)
Berufsbezeichnungen sicher auch nicht „Pluralfähig“, wie mein Vater, der Bäcker war (Vater´ aber wohl, pluralfähig, meinich). Aber eben: "die Chirurgen", die ja in der Einzahl nicht die Endung -er haben). Und wohl: die Rosinenpuper´ und Rechthaber´, Kater´ (okay, kein Beruf), und auch Pater´, die ja nicht Päter´ werden.
Und was ist mit den Müttern? Die weiblichen, meine ich.
Dasses Buttern, Büttern´ und Futtern, Füttern´ nicht gibt, ist ja in dem anderen ßrädd schon besprochen worden.
Wohl Gevattern´, ano Gemüttern´, eher schon ein (herum)Gemütter´. (Ist aber keine eigentlich grammatische Frage) Und doch gibts auch Vetteln´ und Vettern´, nicht nur in der Wirtschaft. Hat das vielleicht etwas mit der (vorgeschichtlichen) Arbeitsteilung zu tun (die wifmen´ als die kollektive Haushaltsführung)? Während die wermen´ dem Haushalt einzeln vorstanden? Anders vielleicht als wie der Bäcker´, der (nur) `am Gebäcke teilhat´? Bei uns im Dorf gab´s 3 Bäcker, (mindestens 2 waren auch Trinker), sie haben also gemeinsam für das laibliche (eha!) Wohl des Dorfes gesorgt (und sich auch gegenseitig ausgeholfen, wenn einer mal zuviel hatte, wo der andere zuwenig von hatte).
Ich möchte hier nun schließlich einfach doch noch einmal auf Euer Bedenken meines schon älteren Vorschlags dringen, ein Brett „Etymologie/Ursprünge“, oder ähnlich, einzurichten, damit ich mein Eingreifen hier wirklich auf grammatische Paradoxa begrenzen kann. Docha! Und wenn ihr das auch nicht für sinnvoll haltet, dann bestehge ich auf einer Erklärung!
Und hoiffe immer noch, den schlechten Ruf des Forums in wirklich aufgeweckten sensitiven Kreisen etwas korrigieren zu können.
Krüße, batschi, moin, manni