Ungleichnamige Ladungen ziehen sich an, gleichnamige Ladungen stoßen sich ab. Klar.
Aber jetzt stellte mir jemand die Frage „Warum ist das eigentlich so?!!“
Eine befriedigende Antwort dazu will mir einfach nicht einfallen.
Wisst ihr weiter?
Plus und Minus
Hallo, Nina,
da habe ich mir auch lange Gedanken drüber gemacht, bis klar war, daß das einfach nur eine (historisch zu verstehende) Frage der Benennung/Definition ist, warum sich „gleichnamige Ladungen abstoßen und nicht im Gegenteil anziehen“ und warum man das „negativ“ und „positiv“ nannte.
Ursprünglich gab es eben nur „geladen“ und „ungeladen“.
Und (elektrisch) „geladene Dinge“ stießen sich ab.
(Während beim Magnetismus von anfang an beide Effekte auftraten)
Das heißt aber, daß man das Streifen eines Stabes an Katzenhaar bzw. das ÜberdieHaareStreifen eines Pullis als Ladevorgang betrachtete, sondern das "ansammeln (schaufeln) der so erzeugten (separierten) Ladungen auf einer Metallkugel, oder ähnlichem.
Das elektrisch zu verstehende Haftenbleiben der Haare am Kamm oder Pullover hat man also nicht als Ladungswirkung betrachtet. (naja, Plastik-Kämme gibs aber auchnochnicht lange).
Historisch gabs (meines Wissens nach) also nicht gleich von anfang an „gleiche und entgegengesetzte“ Ladungen, sondern nur „Ladung“.
Erst als man feststellte, dasses „(Auf)Ladungen“ gibt, die anziehende und solche, die abstoßende Wirkungen haben, kamen die Begriffe „gleichnamig“ und „ungleichnamig“ in die Welt.
In Zusammenhang mit der Gravitation gibt es ja bekanntlich solche entgegengesetzten Phänomene nicht.
Wenn man von „Antimaterie“ absieht, und darüber gibts noch nicht vielmehr als kluges Gerede.
da habe ich mir auch lange Gedanken drüber gemacht, bis klar
war, daß das einfach nur eine (historisch zu verstehende)
Frage der Benennung/Definition ist, warum sich „gleichnamige
Ladungen abstoßen und nicht im Gegenteil anziehen“ und warum
man das „negativ“ und „positiv“ nannte.
das ist mir schon klar - könnte ja auch „a“ und „b“ heißen.
Ursprünglich gab es eben nur „geladen“ und „ungeladen“.
Und (elektrisch) „geladene Dinge“ stießen sich ab.
(Während beim Magnetismus von anfang an beide Effekte
auftraten)
nur: warum ist es eben so, dass diese „geladenen Dinge“ sich abstoßen (und nicht einfach nix machen, oder sich anziehen)?
nur: warum ist es eben so, dass diese „geladenen Dinge“ sich
abstoßen (und nicht einfach nix machen, oder sich anziehen)?
Darum geht es mir!
Hui, das ist wirklich schwierig zu erklaeren und da werden etliche Physiker, auch ich, Schwierigkeiten haben es plausibel ueberhaupt in Kuerze in Worten formulieren zu koennen ausser blabla a la „…Eigenschaft des Feldes und schwafel …“. Sowohl anschaulich als auch plausibel kann es vielleicht Richard Feynmann, einer der besten Didaktiker ueberhaupt. Ich habe in Deine Vita geschaut, von daher glaube ich, dass seine Buecher Dir gefallen wuerden. Um die Anziehung zwischen Ladungen zu verstehen, muss man wenigstens halbwegs populaerwissenschaftlich Erkenntnisse der QED verstehen und fuer seine Arbeiten an der QED bekam Feynman, der beste Didaktiker der Physik imho, den Nobelpreis.
Bitte siehe evtl. hier:
„QED. Die seltsame Theorie des Lichts und der Materie.“
von Richard P. Feynman:
habe ich schon vor etlichen Jahren gelesen.
Habe es mir gestern nochmal vorgenommen; in dem Buch findet sich keine Antwort darauf.
Habe auch diverse andere Bücher (nicht populärwissenschaftlich) gestern nochmal durchgeschaut; allerdings (auf die Schnelle) nix gefunden.
Die Erklärung sollte möglichst… hmmm, einfach sein.
Nicht für mich (mich schrecken weder Fachbegriffe noch Formeln ab ), sondern für den Fragensteller.
Der Fragensteller geht nämlich in die 9. Klasse Gymnasium und hat keine über den Schulunterricht hinausgehenden Physikkenntnisse…
Meinst du wirklich dafür gibt es eine erklärung??
Wie erklärst du denn woher die Gravitationskraft kommt??
Wieso bewegt sich ein Körper gleichförmig geradlinig wenn keine Kraft wirkt??
Woher kommt die Schrödingergleichung??
Dies sind alles einfach Erfahrungstatsachen, welche zwar nicht belegt, aber eben auch nicht wiederlegt werden können.
Akzeptiere doch einfach, dass wir noch nicht alles wissen…
Den Artikel von Miklo kann ich nur bestätigen. Die Physik ist eine Beschreibungssprache, die versucht, die Welt um uns zu beschreiben.
Der Gertsen hat zu dem Thema Elektrostatik eine gute Einleitung. Er macht immer wieder das physikalische Denken deutlich :
Gegenseitige Ladungen ziehen einander an mit der Kraft F, und daraus folgt dies und jenes und es steht in Relation mit dem auf die und die Weise. ABER ES KÖNNTE AUCH ANDERS SEIN. Und daß sich entgegengesetzte Ladungen anziehen, folgt alleine aus einer Beobachtung heraus und kann nicht durch Formeln belegt werden.
Ich würde sagen, das ist eine „Erfahrungstatsache“. Auf gut deutsch, es ist so, aber man weiß nicht warum. Man kann den Vorgang und die Kraft mit Formeln beschreiben, und vielleicht die Dynamik über quantenelektrodynamische Modelle beschreiben, aber dennoch - man weiß nicht warum es so ist.
Magnetöne
Bei aller Freundschaft: ich stehe nicht (mehr) auf Links, das Gespräch ist lebendiger, wie wir sehen.
Hallo, Nina,
es ist ja noch verzwickter!
Das, was man am ehesten „Elementarmagnet“ nennen könnte, die konstante Kreisbewegung eines einzelnen elektrischen Elementarladung (zB Elektron/Positron), hat ja auch eine „positive“ und „negative“ Seite.
Eben! „Seite“! Zur einen Seite anziehend, zur anderen Seite abstoßend.
Auf einen zweiten solchen „Elementarmagneten“.
Denn nur nicht „permanentmagnetisiertes“ Eisen (und Nickel und Kobalt) wird in jedem Fall, von jeder der beiden Seiten angezogen, weil sich die „Elementarmagneten“ im Eisen mit den äußeren Umliegenheiten arrangieren.
Bei permanent magnetisiertem Eisen bleibt dann ja bekanntlich nur dieses Arrangement/diese Anordnung, und kann zB durch Erwärmung wieder zerstört werden.
Also: nach einer Richtung „a“ (oder „positiv“), nach der anderen „b“ (oder „negativ“).
Also ist der („unschuldige“ nackte) Raum doch gerichtet, und zwar nicht nur bzgl einer dominanten Masse?
Der Raum (noch) nicht, aber die (Kreis)Bewegung.
Und, da sich der Kosmos anscheinend ausdehne (und: je weiter auseinander, desto schneller, „vermuten gewöhnlich gut unterrichtete Wissenschaftler“), sei also auch der Raum „gerichtet“ (mach außen).
Könnte man nicht aber (mit Einsteinscher Phantasie) auch sagen, „überall schiebt sich laufend Raum dazwischen“? Dann wären „dazwischen“ und „auseinander“ die einzigen Gerichtetheiten.
Und wenn nun sich „Raum laufend anhäuft/dazwischenschiebt“, der Gesamtraum sich aber laufend genausostark ausdehnt, dann…?
Mich doicht, „warum Ladungen/Dinge auf einander wirken“
ist eine ähnliche Frage wie die nach der Endlich/Unendlichkeit der Welt(en): wnn sie endlich ist (sind): was ist „dahinter“? Und wenn sie unendlich ist, wo ist das alles her und warum nicht „in zwei Richtungen“?
Sind vielleicht die Sterne „Atome“ im Bein irgendeiner Hyperwissenschaftlerin, die gerade Hypersterne betrachtet? Weiß man das?
Oder sind wir vielleicht alle „nur“ Computeranimationen? Und wenn ja, welcher Generation?
Warum stirbt eigentlich alles?
Ist „Leben/Existenz“ positiv?
Wir können offensichtlich nicht einmal verändern, daß etwas „heißt“; höchstens der Name, das „wie“, ist in bestimmtem Maße änderbar. Zum Bleistift, ob wir Kraft „F“ oder „K“ nennen.
Allerdings „Unforce“ machte keinen Sinn.
Ob wir Menschen eines Tages „wenigstens“ den Mond „in die Luft fliegen lassen können“? Oder sind wir in „dieser Welt“ gefangen?
Gibt es „Seele“? Haben/sind einzelne Menschen Seelen?
Oder gibt es die "Geschichte der menschlichen (Gesamt)Seele?
Welche Frage packen wir zuerst an?
Vergessen wir nur nicht, uns immer wieder (neu) zu wundern!
Oh, Wunder, Mira-kel (= „Kuk-el“)
moin, manni.
P.S.: Würde mich froien, wenn jemand die Liste dieser grundlegenden Frage noch weiter ergänzen würde!
Ungleichnamige Ladungen ziehen sich an, gleichnamige Ladungen
stoßen sich ab. Klar.
Aber jetzt stellte mir jemand die Frage „Warum ist das
eigentlich so?!!“
das kann dir niemand beantworten - die physik erklaert Naturgesetze nicht, sondern beschreibt sie. Es wird dir auch niemand erklaeren koennen was Gravitation, schwache und starke Kernkraefte und Magnetismus ist.
Eine befriedigende Antwort dazu will mir einfach nicht
einfallen.
Die Abstoßung ist leicht erklärbar - die Anziehung dagegen verstehe ich auch nicht .
Du mußt dir das so vorstellen: Nehmen wir z.B. mal zwei Elektronen die sich abstoßen. Stell’ dir vor, dass sie ein gemeinsames elektrisches Feld haben, dass den Raum ausfüllt. Die Kräfte, die schließlich zum Auseinanderstreben der Teilchen führen, werden über das elektrische Feld durch Störungen übertragen. Die Störung breitet sich jetzt durch das Feld von dem einen zum anderen Teilchen aus - interessant ist dabei, dass diese Störung sich als separates Partikel manifestiert
deswegen spricht man oft davon, dass die Kräfte über den Austausch von Teilchen übertragen werden. Das Partikel, das bei EM - Feldern die Kraft überträgt - also die Manifestation der zum anderen Teilchen strebenden Störung - ist das Photon. Dieses Photon hat einen Impuls. Wenn das Photon - die Störung - das andere Elektron trifft, überträgt es diesen Impuls an das andere Elektron und stößt es so praktisch weg. So kommt die Abstoßung zwischen zwei Elektronen zustande. Wie es allerdings kommt, dass sich unterschiedliche Ladungen anziehen ist mir auch ein Rätsel… muß so eine Art Sogwirkung sein.
ich dachte diese ‚Interpretation‘ gilt nur bei Stoessen
Wie meinst du das?
wenn du zwei elektronen (oder protonen) aufeinander schiesst tauschen sie ein impuls-quant in Form eines Photons aus … das jetzt aber in die Feldtheorie einzubringen halt ich fuer etwas gewagt (allerdings versteh ich von Kernphysik nicht viel, dafuer aber etwas von Elektromagnetischen Feldern und ich hoer das in dem Zusammenhang zum ersten Mal
Stell dir doch einfach zwei Zahnräder vor. Sie greifen genau ineinander. Beide haben an ihren Achsen einen Motor. Der zweite Motor ist z. Z. im Leerlauf. Das erste Zahnrad dreht sich, das zweite läuft mit. Genau in entgegengesetzter Richtung, wie das erste! Übertragen: Plus und Minus laufen gut zusammen. Jetzt wird der Motor des zweiten Zahnrades angeschmissen, genau in der gleichen Richtung wie der erste. Aber jetzt funktioniert die Harmonie nicht mehr: Entweder die Zähne der Zahnräder werden abrasiert oder alles kommt zum Stillstand oder ein Zahnrad springt aus der Spur.
Das gleiche werden Elektronen, mit ihren verschiedenen Spinns (Drehrichtungen der Elektronen) machen.
Die Bezeichnung positiv und negativ sind historisch und rein subjektiv.
gruß
Gertfried
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ich dachte diese ‚Interpretation‘ gilt nur bei Stoessen
… aber bei Stößen kommen sich die Elektronen doch (fast) nie so nah, dass sie sich berühren (wenn sie überhaupt Ausdehnung haben). Demnach sind Stoss und Abstossung in dem Fall gleichwertig.