Pocket PC während der Bauphase

Hallo liebes Forum,

ich schreibe gerade an meiner Diplomarbeit und versuche nun an Meinungen zu kommen, die schließlich nicht in Büchern stehen.

Und zwar kurz zum Inhalt der Arbeit:

Auf der Baustelle werden Mängel heute noch dokumentiert mit Diktiergerät und Kamera oder es werden vor Ort Notizen gemacht. Anschließend werden diese Daten im Büro über ein PC Programm zusammengetragen und gespeichert und evtl. weiterverarbeitet, z.B. schreiben von Mängelanzeigen oder Behinderungsanzeigen. Diese Art der Dokumentation ist sehr zeitaufwendig und nicht immer hat mein eine Kamera dabei und man muss erneut auf die Baustelle um den Mangel zu dokumentieren. Es gibt sog. Pocket PC`s oder auch PDA genannt, die nicht nur die Funktion einer Kamera haben, eines Notizblockes, Diktiergerät. Sie haben auch die Funktion, das man mit den Geräten online gehen kann. Man kann diese Daten direkt vor Ort in ein Programm einlesen und man weiß direkt, durch eine Datenbank, wer die ausführende Firma war und kann denen direkt per Mail eine Mängelanzeige zukommen lassen. Wenn man den Baustellenrundgang beendet hat, kommt das mobile Gerät auf eine Docking Station und das Gerät synchronisiert mit dem Computer die soeben erfassten Daten.

Ich untersuche hier die Officeanwendungen, die bei großen Firmen in Verwendung sind und schaue nach mobilen Lösungen, die es schon auf dem Markt gibt. Wie ist die Anwenderfreundlichkeit und wie wird heute gearbeitet. Will man überhaupt eine solche mobile Lösung oder vertraut man auf die alte Technik…

Mein Fragen an Euch:

Gibt es hier im Forum Experten, die Erfahrungen mit Pocket PCs während der Bauphase hatten oder haben?
Wie kommt Ihr damit zurecht?
Falls Ihr noch nicht damit gearbeitet habt, könnt Ihr Euch das vorstellen, mit einem PDA die Mängel zu dokumentieren und später nur noch den PDA mit dem Computer zu synchronisieren?

Sicherlich stellen die Antworten die Meinungen jedes Einzelnen dar, aber mir geht es darum die Akteptanz festzustellen.

Ich danke Euch für Eure Antworten.

Gruß, Meike

Hallo!

Baustelle, Gerüst, Staub, Maße sind aufzunehmen, Skizzen anzufertigen - das geht nicht nur im Baucontainer, sondern direkt am Ort des Geschehens. Einen Schreibtisch schleppt keiner mit, also muß schon mal die nackte Schachtwand aus Beton als Schreibunterlage herhalten. Außerdem pfeift der Wind samt Regen gerade waagerecht durch die Baustelle und dabei will jemand mit seinem PDA spielen. Solche Vorstellungen halte ich für praxisfern.

Ein PDA oder Handy ersetzt im übrigen niemals eine brauchbare Kamera, wenn es nicht um Urlaubsschnappschüsse, sondern um Dokumentation geht. Ich bin zwar kein Architekt, aber durchaus baustellenerprobt. Ich benutze für solche Anwendungen eine hochwertige Digitalkamera, mit der ich in jeder dunklen Ecke, im Keller oder im Abwasserschacht sichere Ergebnisse erziele. Ein ordentliches Nivellier, Maßband, evtl. Meßrad, Zollstock und ansonsten Papier, Bleistift, eine einfache Schreibunterlage mit Klemmvorrichtung für Skizzen und ein Diktiergerät. Ausformulieren kann man den Kram später im trockenen Büro, wenn Helm, Stahlkappenschuhe und Handschuhe nicht mehr nötig sind.

aber mir geht es darum die Akteptanz festzustellen.

Praxisferner Spielkram, der keinen Baustelleneinsatz übersteht und effektive Arbeit behindert. Ein PDA/Laptop - als Ergänzung und nicht als Ersatz für die aufgezählten Utensilien - ist zuweilen sinnvoll. Das Mitschleppen ganzer Zeichnungsstapel kann man sich damit manchmal ersparen. Nur manchmal deshalb, weil bei Besprechungen, Ergänzungen und evtl. Änderungen vor Ort ein Bildschirm kein brauchbarer Ersatz für die großformatige Zeichnung auf Papier ist.

Gruß
Wolfgang

Seh ich ähnlich wie Wolfgang
und stehe dem finanziellen Aufwand doch sehr, sehr skeptisch gegenüber.

Das lustige dabei ist, emnid, hat vor ca 14 Tagen eine Meinungsumfrage zur Akzeptanz von dem firlefanz durchgeführt.
Vielleicht da mal ankopfen–wenngleich es fraglich ist ob die Daten herausrücken. Aber vielleicht mal den Fragebogen durchlaufen?

http://epanel.emnid.de/index.asp?Redirect=True

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Wolfgang,

Baustelle, Gerüst, Staub, Maße sind aufzunehmen, Skizzen
anzufertigen - das geht nicht nur im Baucontainer, sondern
direkt am Ort des Geschehens. Einen Schreibtisch schleppt
keiner mit, also muß schon mal die nackte Schachtwand aus
Beton als Schreibunterlage herhalten. Außerdem pfeift der Wind
samt Regen gerade waagerecht durch die Baustelle und dabei
will jemand mit seinem PDA spielen. Solche Vorstellungen halte
ich für praxisfern.

Da gebe ich Dir absolut Recht. Viele größere Baufirmen denken jedoch darüber nach eine solche mobile Lösung einzusetzen und selbst auf der diesjährige DEUBAU Messe waren sehr viele Anbieter, die sich auf den mobilen Einsatz spezialisieren.

Ich arebeite selber als Bauleiterassistentin und bei dem kalten Wetter kommt noch hinzu, dass man zu kalte Finger hat um diesen kleinen Stift zu halten oder wenn die Sonne stark scheint kann man das Display nicht mehr erkennen.
Ich untersuche diese Programme auf ihre Tauglichkeit. Meine Meinung steht da fest.

Mit meiner Frage wollte ich mal sehen, ob es Menschen gibt, die so etwas toll finden.

Ein PDA oder Handy ersetzt im übrigen niemals eine brauchbare
Kamera, wenn es nicht um Urlaubsschnappschüsse, sondern um
Dokumentation geht. Ich bin zwar kein Architekt, aber durchaus
baustellenerprobt. Ich benutze für solche Anwendungen eine
hochwertige Digitalkamera, mit der ich in jeder dunklen Ecke,
im Keller oder im Abwasserschacht sichere Ergebnisse erziele.
Ein ordentliches Nivellier, Maßband, evtl. Meßrad, Zollstock
und ansonsten Papier, Bleistift, eine einfache
Schreibunterlage mit Klemmvorrichtung für Skizzen und ein
Diktiergerät. Ausformulieren kann man den Kram später im
trockenen Büro, wenn Helm, Stahlkappenschuhe und Handschuhe
nicht mehr nötig sind.

Viele Softwarefirmen stellen sich vor, dass sie hier dem Bauleiter Zeit sparen können, und er mehr auf der Baustelle ist als im Büro.
Aber wie gesagt, es sind Softwareentwickler und keine Bauleiter, die das Teil auf der Baustelle bedienen müssen.

Vielleicht finde ich trotzdem noch jemanden, der davon absolut begeistert ist, denn so jemanden muss es doch auch geben, sonst wäre die ganze Software doch rausgeschmissenes Geld.

Danke für die Meinung,

Gruß, Meike

und stehe dem finanziellen Aufwand doch sehr, sehr skeptisch
gegenüber.

Das lustige dabei ist, emnid, hat vor ca 14 Tagen eine
Meinungsumfrage zur Akzeptanz von dem firlefanz durchgeführt.
Vielleicht da mal ankopfen–wenngleich es fraglich ist ob die
Daten herausrücken. Aber vielleicht mal den Fragebogen
durchlaufen?

http://epanel.emnid.de/index.asp?Redirect=True

Hallo Willi,

vielen Dank für den Tipp. Ich habe Emnid eine Anfrage gestellt, jedoch glaube ich eher, dass sie ihre Ergebnisse nicht einfach so weiterleiten.

Gruß, Meike

Hallo,

ich kenne zumindest ein erfolgreiches Projekt, bei dem die SAP eine Anbindung einer Lagererfassung über einen Pocket PC realisiert hat.

Und die FH-Brandenburg hat einen Pocket PC in Industrieverpackung zu ähnlichen Zwecken entwickelt, der über WLAN die Daten transferiert.
Dafür gabs sogar den Innovationspreis des Landes Brandenburg.

Gruß

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin.
Also, ich bin privater Bauherr und habe schon sei fast 2 Jahren einen PDA. Der mir momentan ganz nützlich ist. Ich habe darauf z.B. meinen Küchenplan, oder verschiedene Dokumente, die ich erst gescannt habe und dann abgespeichert habe. Nebenbei kann man ganz gut die Diktierfunktion gebrauchen und zuhause dann abhören und vernünftig aufschreiben. Da ich mit dem „Stift“ direkt auf dem Display schreiben kann, kann man sich auch schnell Notizen machen, wenn man nicht Diktieren möchte. :smile: Wenn ich Fotos von Schäden mache, kann ich sie auf dem PDA abspeichern und später vorzeigen, wenn ich nicht auf dem Bau bin. Da hilft das große Display ganz gut. Abgesehen davon habe ich alle Kontakte darauf gespeichert. Mit Telefonnummer, Handy, Adresse usw.
Fazit:
Kann ganz hilfreich sein, ist aber kein muss. Ich hatte mein PDA schon vorher und gebrauch diesen dann natürlich auch. Extra für den Bau hätte ich mir keins gekauft.
Gruß, Timo

Hi,
auch ich kann Wolfgang nur zustimmen. Arbeite selbst als Bauleiter in einer größeren Firma. Bei uns sind insbesondere bei den jüngeren Mitarbeitern PDAs gerngenutzte Helferlein, aber eben meist nur für die üblichen Anwendungen, also Termine, Adressen, Synchto zum Laptop usw- ich will auf meinen nicht verzichten. Auf der Baustelle zur Mängelerfassung/Dokumentation haben sie wenig praktischen Nutzen. Hier sind der A-4-Block, Diktiergerät und die Digicam die besseren Alternative, da schneller zu benutzen, Skizzen mir Anmerkungen können besser angefertigt werden etc.

Ich kann mich noch an eine Bausoftwarezeitschrift erinnern, etwa 5 Jahre alt. Hier wurden schon Bauanwendungen für den Palm vorgestellt, die sich aber nicht durchsetzten. Fraglich, ob der Markt die Anwendungen fordert, oder eben die Hersteller eine neue Anwenderklientel suchen, um ihren Absatz ztu steigern.
Grüße Alex

Hallo Wolfgang,

Baustelle, Gerüst, Staub, Maße sind aufzunehmen, Skizzen
anzufertigen - das geht nicht nur im Baucontainer, sondern
direkt am Ort des Geschehens. Einen Schreibtisch schleppt
keiner mit, also muß schon mal die nackte Schachtwand aus
Beton als Schreibunterlage herhalten. Außerdem pfeift der Wind
samt Regen gerade waagerecht durch die Baustelle und dabei
will jemand mit seinem PDA spielen. Solche Vorstellungen halte
ich für praxisfern.

Da gebe ich Dir absolut Recht. Viele größere Baufirmen denken
jedoch darüber nach eine solche mobile Lösung einzusetzen und
selbst auf der diesjährige DEUBAU Messe waren sehr viele
Anbieter, die sich auf den mobilen Einsatz spezialisieren.

Ich arebeite selber als Bauleiterassistentin und bei dem
kalten Wetter kommt noch hinzu, dass man zu kalte Finger hat
um diesen kleinen Stift zu halten oder wenn die Sonne stark
scheint kann man das Display nicht mehr erkennen.
Ich untersuche diese Programme auf ihre Tauglichkeit. Meine
Meinung steht da fest.

Mit meiner Frage wollte ich mal sehen, ob es Menschen gibt,
die so etwas toll finden.

Ein PDA oder Handy ersetzt im übrigen niemals eine brauchbare
Kamera, wenn es nicht um Urlaubsschnappschüsse, sondern um
Dokumentation geht. Ich bin zwar kein Architekt, aber durchaus
baustellenerprobt. Ich benutze für solche Anwendungen eine
hochwertige Digitalkamera, mit der ich in jeder dunklen Ecke,
im Keller oder im Abwasserschacht sichere Ergebnisse erziele.
Ein ordentliches Nivellier, Maßband, evtl. Meßrad, Zollstock
und ansonsten Papier, Bleistift, eine einfache
Schreibunterlage mit Klemmvorrichtung für Skizzen und ein
Diktiergerät. Ausformulieren kann man den Kram später im
trockenen Büro, wenn Helm, Stahlkappenschuhe und Handschuhe
nicht mehr nötig sind.

Viele Softwarefirmen stellen sich vor, dass sie hier dem
Bauleiter Zeit sparen können, und er mehr auf der Baustelle
ist als im Büro.
Aber wie gesagt, es sind Softwareentwickler und keine
Bauleiter, die das Teil auf der Baustelle bedienen müssen.

Vielleicht finde ich trotzdem noch jemanden, der davon absolut
begeistert ist, denn so jemanden muss es doch auch geben,
sonst wäre die ganze Software doch rausgeschmissenes Geld.

Danke für die Meinung,

Gruß, Meike