Politiker stopen in der aktuellen Gesundheitspoli

Hallo Karin,

Wenn Jemand Etwas diktiert (befiehlt), unterdrückt er
zwangsläufig einen Anderen.
Kapital kann man nicht verbieten, wenn Du Das wirklich für
Dich willst, solltest Du jeden Tag Dein Konto leerräumen und
das Geld an ärmere Menschen weitergeben, die aber dann
wiederum das Problem haben, dass sie im Augenblick der
Weitergabe Kapitalisten sind (sie besitzen Kapital).

Du wirfst hier lustig Geld und Kapital durcheinander.
Auch wenn Kapital eine historische Notwendigkeit darstellt, hat dieses Verbot von Kapital einen ökonomischen Zwang. Kapital stellt lediglich vernichteten Arbeitswert dar, einen inneren Wert hat es garnicht. Damit ist seine Existenz der Grund für die desolate Soziallage.

Es geht doch eigentlich um die Umverteilung von zukünftigem
Kapital und in dieser Hinsicht besitzt man in der Regel doch
schon jetzt eine gewisse Macht als Verbraucher -
Konsumauswahl/-einschränkung/-verzicht.

Damit wirtschaftlicher Zusammenbruch.

Natürlich büssen zuerst einmal die „Kleinen Leute“, da sie
dann u.U. ihren Arbeitsplatz verlieren.

…was zu Kaufkraftverlust führt, noch mehr Kapital vernichtet, dadurch noch mehr AP…
War doch bislang jedesmal daselbe Spiel im Kapitalismus, nur vierzig Jahre durch Existenz des Ostblockes aufgehalten worden.

Wenn man das Spiel weitertreibt, werden letztendlich auch die
Grosskapitalisten büssen müssen, indem sie soziale Unruhen
riskieren, währenddessen sie auch ihr Kapital u.U. Umständen
ihre Gesundheit einbüssen könnten.
Um soziale Unruhen zu vermeiden, ist m. E. konstruktives
Diskutieren angesagt - im Klartext „ich hab’ keinen Bock auf
Leichen vor meiner Wohnung“.

Meine Rede. Die ökonomischen Ursachen zu verstehen, ist nicht einfach.

Gruß
karin
dieinKatastrophenfällenzumEinsatzverdonnertwird

Na dann viel Spass :smile:

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Du wirfst hier lustig Geld und Kapital durcheinander.

Die Unterschiede wären?

Auch wenn Kapital eine historische Notwendigkeit darstellt,
hat dieses Verbot von Kapital einen ökonomischen Zwang.
Kapital stellt lediglich vernichteten Arbeitswert dar, einen
inneren Wert hat es garnicht. Damit ist seine Existenz der
Grund für die desolate Soziallage.

Das ist mir zu theoretisch, bitte erkläre Das genauer.

Es geht doch eigentlich um die Umverteilung von zukünftigem
Kapital und in dieser Hinsicht besitzt man in der Regel doch
schon jetzt eine gewisse Macht als Verbraucher -
Konsumauswahl/-einschränkung/-verzicht.

Damit wirtschaftlicher Zusammenbruch.

Wahrscheinlich bis Belegt :frowning:

nur vierzig Jahre durch Existenz des Ostblockes aufgehalten
worden.

Bitte den Zusammenhang erklären.

Die ökonomischen Ursachen zu verstehen, ist nicht
einfach.

Ja.

Gruß
karin
dieinKatastrophenfällenzumEinsatzverdonnertwird

Na dann viel Spass :smile:

Auf so eine Art von Spaß lege ich keinen Wert!

Gruß
Frank

Gruß
karin

Hallo Karin,

Du wirfst hier lustig Geld und Kapital durcheinander.

Die Unterschiede wären?

Teile (grob betrachtet) Geld in den Teil, den du ausgibst (Geld und dessen Tauschwert) und den Teil, den Du gegen Zinsen anlegst.
Der Teil, der angelegt ist, verhilft dir nur dazu, auf Kosten anderer Leute Arbeitswert (in Form von Zeit) zu leben. Selbst verbringst du keine Arbeitszeit, kannst aber ausgeben, konsumieren. Gesamtwirtschaftlich wird der Teil des angelegten Geldes immer größer, es wollen alo alle immer mehr von anderen leben, was ein Ding der Unmöglichkeit ist, da das einzige, was tatsächlich einen Wert darstellt, menschliche Arbeit ist.
Der Rest steht im Kapital bei Marx :smile: (http://www.mlwerke.de)

Auch wenn Kapital eine historische Notwendigkeit darstellt,
hat dieses Verbot von Kapital einen ökonomischen Zwang.
Kapital stellt lediglich vernichteten Arbeitswert dar, einen
inneren Wert hat es garnicht. Damit ist seine Existenz der
Grund für die desolate Soziallage.

Das ist mir zu theoretisch, bitte erkläre Das genauer.

Lies das bitte selbst nach oder nimm es einfach als Kurzfassung so hin.
Kapital braucht Mehrwertquellen, da es nun nicht mehr in der Lage ist, aus Humanressourcen Mehrwert zu produzieren.

Es geht doch eigentlich um die Umverteilung von zukünftigem
Kapital und in dieser Hinsicht besitzt man in der Regel doch
schon jetzt eine gewisse Macht als Verbraucher -
Konsumauswahl/-einschränkung/-verzicht.

Damit wirtschaftlicher Zusammenbruch.

Wahrscheinlich bis Belegt :frowning:

nur vierzig Jahre durch Existenz des Ostblockes aufgehalten
worden.

Bitte den Zusammenhang erklären.

Wirtschaft ohne Kapital ist von Haus aus effizienter, da darin kein Arbeitswert vernichtet wird. Damit war der gesamte Ostblock durch seine Billigexporte Mehrwertlieferant für den Westen. Die Entropie dessen haben die Amis abgekriegt, was man an ihrem Handelsbilanzdefizit von 500 Mrd. sieht. Sie waren Kapitalexporteur Nr. 1.
Darin ist auch der Grund, dass Marx analysierte, dass es einen Kommunismus ausschliesslich weltweit geben kann und deshalb haben sich diese Länder auch alle rein von der Ökonomie her wieder öffnen müssen.
Stell dir die zwei Wirtschaftssysteme wie gegenläufige Zahnräder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vor.

dieinKatastrophenfällenzumEinsatzverdonnertwird

Na dann viel Spass :smile:

Auf so eine Art von Spaß lege ich keinen Wert!

Auch ich nicht. Ich denke, dass die ökonomische Analyse zum Verständnis beiträgt.

Gruß
Frank

Krankenversicherung, grundsätzliches

Das ist doch Quatsch. Wenn man sich so krank fühlt, daß einem
die Verbesserung des Gesundheitszustandes noch nicht 10 Euro
wert ist, dann ist man offensichtlich nicht krank genug. Die
Leute haben sich schon viel zu sehr daran gewöhnt, mit einer
Erkältung (bei der man ohnehin nur die Symptome bekämpfen kann
und das auch noch besser mit Hausmitteln als mit Chemie) zum
Arzt zu rennen, daß wir genau die Probleme haben, die wir
haben.

Hausmittel helfen also.

Ich bezog das auf Erkältungen, den vermutlich - neben den reinen Kaffeekränzchenbesuchen - wohl den häufigsten Grund für Arztbesuche und Krankschreibungen darstellen dürften. Bei Erkältungen kannst Du nicht mehr machen, als die Symptome zu bekämpfen, als da wären: Schnupfen (Kamille inhalieren und schleimlösende Tees vs. Nasenspray und Enzympräparate), erhöhte Temperatur (Wadenwickel vs. Paracetamol) usw.

Wieviel ist
dann die Gesundheit Wert??? 10€? 100€? 1000€? Wie willst Du
Gesundheit an einem Kostenpunkt aufhängen???

Wieso? Damit hast Du angefangen. Du sagst, zehn Euro sind zuviel, ich sage, es ist eine richtige Maßnahme. Was Du anscheinend nicht berücksichtigst: Du bezahlst die zehn Euro so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig zu decken sein. Der Unterschied ist nur, daß beim Eintrittsgeld auch der Aspekt der Kostenverursachung eine Rolle spielt. Da kommt dann ein spannendes, aber seit rd. 30 Jahren in Deutschland unbeliebtes Stichwort ins Spiel: Eigenverantwortliches Handeln.

Ausserdem ging es
mir nicht mal um die 10 Euro, sondern mehr um die Ablehnung
des Arztes, wenn man kein Geld dabei hat. Das ist mir nun
schon öfters passiert, das ich kein Geld dabei hatte…

Naja, mir noch nie. Was lernen wir daraus? Nichts, denn wenn der Arzt nicht zufällig nebenan residiert, dann legt man ohnehin eine gewisse Strecke zurück und auf dem Weg findet man sicher einen Geldautomaten. Außerdem brauchst Du zum Arztbesuch auch Deine Patientenkarte, warum nicht auch Geld? Allein schon wegen der Zuzahlung in der Apotheke, sollte man Geld dabei haben.

In diesen Dingen magst Du vieleicht ein bisschen Recht haben.
Aber nur ein bisschen. Das unterstützt mehr die Theorie
„Klappe halten“. Ob es das bringt… Sicherlich haben die
meisten Bürger keine Ahnung von Politik und versuchen nur das
beste für sich rauszuholen, aber halt nicht alle.

Wenn die Politiker dem Volk nicht begreiflich machen können, warum diese oder jene Entscheidung gut und richtig ist, dann fehlen ihnen offensichtlich bestimmte Fähigkeiten. Da das Volk aber das Pack wählt, hat das Volk das offensichtlich nicht begriffen. Wir brauchen keine mediengeilen Schleimer und Aussitzer, sondern Experten für Finanzen, Marketing, Restrukturierungsmaßnahmen usw. Dumm nur, daß niemand mit der entsprechenden Ausbildung so blöd wäre, einen derart aufreibenden und schlecht bezahlten Job zu übernehmen.

Ausserdem hat die Regierung keinerlei Erklärung abgegeben,
wozu diese 10,- Euro dienen. Soll das die Kassen füllen???

Siehe oben: Irgendwo muß das Geld herkommen. Entweder für alle bemerkbar am Tresen oder unmerklich über die nächste Beitragserhöhung. Mir ist es egal, ich bin privat versichert. Ich kontrolliere jede Position auf der Rechnung und am Ende des Jahres entscheide ich , ob ich die Rechnungen zur Kasse trage oder selbst übernehme und dafür eine fette Rückerstattung kassiere.

Ich erwähnte es zuvor und ich erwähne es erneut: In den letzten drei Jahren ist mein Krankversicherungsbeitrag konstant geblieben, wohlgemerkt: Nicht der Prozentsatz, sondern der absolute Beitrag. Prozentual ist mein Beitrag im Verhältnis also rückläufig gewesen.

Woran liegts?

  1. Der Patient geht nur zum Arzt, wenn er krank ist, weil er sonst entweder die Kosten tragen muß oder auf seine Rückerstattung verzichtet.

  2. Der Arzt rechnet nur ab, was er auch geleistet hat, weil der Patient die Rechnung genau kontrolliert, und wendet nur die Maßnahmen an, die notwendig sind, weil der Patient sonst zickt (siehe oben).

Nebenbei: Ich war echt überrascht, wieviel Ärzte erklären können, wenn ihnen der Patient genau auf die Finger schaut und permanent fragt, wozu denn dieses oder jenes gut ist. Darüber hinaus wird auch erzählt, was man verschreiben will und wenn der Patient sagt, daß er für eine bescheuerte Entzündung am Finger kein Schmerzmittel für 24 Euro braucht, dann wird es auch nicht verschrieben.

  1. Die Krankenkassen haben den Zwang zur Wirtschaftlichkeit, weil die Gesellschaften vielfach börsennotiert sind. Warum gibt es in Deutschland rd. 3000 ges. Krankenversicherungen mit 3000 Vorständen, 3000 Beiräten, 3000 Vertriebsnetzen usw.?

Tja, das System der PKV funktioniert und was ist die Schlußfolgerung des Volkes und der Politik daraus? Wenn nicht gleich die Abschaffung der PKV gefordert wird, dann versucht man doch zumindest alles zu verhindern, was bei der GKV in diese Richtung geht.

Oder die halb kranken vom Arzt weg halten? Es trifft damit die
Falschen. Die die richtig Krank sind und es nicht wissen,
somit auch nicht zum Arzt gehen, weil kost ja 10 Euro, was ist
mit denen? Die verschenken ihr Leben und wissen es nicht…
Ist das Fortschritt???

Haben wir unten schon diskutiert. Ob man bei einem schwarzen Fleck aufm Arm zum Hausarzt geht ist keine Kosten-, sondern eine Mentalitätsfrage. Ich kenne jemanden, läuft schon seit Jahren mit ständigen Schwindelgefühlen rum und geht trotzdem nicht zum Arzt. Ich kenne jemanden, der hustet seit zwei Monaten morgens fies und geht nicht zum Arzt. Genauso kenne ich andere, die für einen Pickel am Ohr zum Arzt rennen. An deren Verhalten wird auch eine Praxisgebühr nichts ändern.

So, jetzt Du wieder.

Gruß,
Christian

hallo.

Was 'n Schwachsinn!

eben. praxisgebühr is im grunde schwachsinn. und mit einer radikalen reform wäre sie auch völlig überflüssig. nur wie gesagt: da traut sich keiner wirklich ran. egal ob er schröder oder stoiber oder wie auch immer heißt. also belastet man den kleinen mann halt schritt für schritt bis zur schmerzgrenze. bzw. man setzt die schmerzgrenze immer weiter nach oben, um einen gewöhnungseffekt zu erzielen. schließlich geht’s uns eh allen zu gut… das ist politk.

pro praxisgebühr spricht aber m.e. immer noch die eindämmung der „just for fun“-arztbesuche.
und wer sich die 10 euro wirklich nicht leisten kann… na, dann stirbt die oma mit 400 euro rente eben fünf jahre eher. „sozialverträgliches ableben“ ist das schlagwort der zeit. vielleicht is das ja der plan der regierung? man stirbt kurz vor dem eintritt ins rentnerdasein. makaber, aber angesichts der finanzmisere im renten- und gesundheitswesen eine einfache möglichkeit, der lage passiv herr zu werden…

gruß

michael

Ich bezog das auf Erkältungen, den vermutlich - neben den
reinen Kaffeekränzchenbesuchen - wohl den häufigsten Grund für
Arztbesuche und Krankschreibungen darstellen dürften. Bei
Erkältungen kannst Du nicht mehr machen, als die Symptome zu
bekämpfen, als da wären: Schnupfen (Kamille inhalieren und
schleimlösende Tees vs. Nasenspray und Enzympräparate),
erhöhte Temperatur (Wadenwickel vs. Paracetamol) usw.

OK, stimmt. krankmeldung ist nur für den Arbeitgeber notwendig, da mit Fieber schlecht arbeiten ist.

Wieso? Damit hast Du angefangen. Du sagst, zehn Euro sind
zuviel, ich sage, es ist eine richtige Maßnahme. Was Du
anscheinend nicht berücksichtigst: Du bezahlst die zehn Euro
so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die
Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig
zu decken sein. Der Unterschied ist nur, daß beim
Eintrittsgeld auch der Aspekt der Kostenverursachung
eine Rolle spielt. Da kommt dann ein spannendes, aber seit rd.
30 Jahren in Deutschland unbeliebtes Stichwort ins Spiel:
Eigenverantwortliches Handeln.

OK, aber warum dann 10 € im Quartal??? Und dann bei jedem Arzt oder nur bei einem? Die Summe und die Vorstellung ist etwas quer.
Als einziges sehe ich, daß alle Leute zahlen müssen, egal ob mit Job oder Arbeitslos etc.

Naja, mir noch nie. Was lernen wir daraus? Nichts, denn wenn
der Arzt nicht zufällig nebenan residiert, dann legt man
ohnehin eine gewisse Strecke zurück und auf dem Weg findet man
sicher einen Geldautomaten. Außerdem brauchst Du zum
Arztbesuch auch Deine Patientenkarte, warum nicht auch Geld?
Allein schon wegen der Zuzahlung in der Apotheke, sollte man
Geld dabei haben.

Ich wohne in der Mitte zwischen bank und Arzt… :frowning:

Wenn die Politiker dem Volk nicht begreiflich machen können,
warum diese oder jene Entscheidung gut und richtig ist, dann
fehlen ihnen offensichtlich bestimmte Fähigkeiten. Da das Volk
aber das Pack wählt, hat das Volk das offensichtlich nicht
begriffen. Wir brauchen keine mediengeilen Schleimer und
Aussitzer, sondern Experten für Finanzen, Marketing,
Restrukturierungsmaßnahmen usw. Dumm nur, daß niemand mit der
entsprechenden Ausbildung so blöd wäre, einen derart
aufreibenden und schlecht bezahlten Job zu übernehmen.

Ich denke, die Verdienen schon nicht schlecht. Aber richtig. Die meisten schlauen Leute sitzen in der freien Marktwirtschaft oder im Ausland.

Siehe oben: Irgendwo muß das Geld herkommen. Entweder für alle
bemerkbar am Tresen oder unmerklich über die nächste
Beitragserhöhung. Mir ist es egal, ich bin privat versichert.
Ich kontrolliere jede Position auf der Rechnung und am
Ende des Jahres entscheide ich , ob ich die Rechnungen
zur Kasse trage oder selbst übernehme und dafür eine fette
Rückerstattung kassiere.

Ich kann mich nicht privat Versichern. Verdiene zu wenig. Angestellter halt. Und zurück bekomme ich auch nix! Wenn schon 10 Euro, dann lieber über monatliche kosten, als wegen dummen 10 € zur bank zu rennen. oder vieleicht die macherei mit Kredit- oder EC-Karten. Alles nur mehr Aufwand…

Ich erwähnte es zuvor und ich erwähne es erneut: In den
letzten drei Jahren ist mein Krankversicherungsbeitrag
konstant geblieben, wohlgemerkt: Nicht der Prozentsatz,
sondern der absolute Beitrag. Prozentual ist mein Beitrag im
Verhältnis also rückläufig gewesen.

Woran liegts?

  1. Der Patient geht nur zum Arzt, wenn er krank ist, weil er
    sonst entweder die Kosten tragen muß oder auf seine
    Rückerstattung verzichtet.

  2. Der Arzt rechnet nur ab, was er auch geleistet hat, weil
    der Patient die Rechnung genau kontrolliert, und wendet nur
    die Maßnahmen an, die notwendig sind, weil der Patient sonst
    zickt (siehe oben).

Nebenbei: Ich war echt überrascht, wieviel Ärzte erklären
können, wenn ihnen der Patient genau auf die Finger schaut und
permanent fragt, wozu denn dieses oder jenes gut ist. Darüber
hinaus wird auch erzählt, was man verschreiben will und wenn
der Patient sagt, daß er für eine bescheuerte Entzündung am
Finger kein Schmerzmittel für 24 Euro braucht, dann wird es
auch nicht verschrieben.

Wie geschrieben, bin leider nicht Privatversichert… Das ändert eine Menge. Habe selber mal in einem Uniklinikum gearbeitet.

  1. Die Krankenkassen haben den Zwang zur Wirtschaftlichkeit,
    weil die Gesellschaften vielfach börsennotiert sind. Warum
    gibt es in Deutschland rd. 3000 ges. Krankenversicherungen mit
    3000 Vorständen, 3000 Beiräten, 3000 Vertriebsnetzen usw.?

Tja, das System der PKV funktioniert und was ist die
Schlußfolgerung des Volkes und der Politik daraus? Wenn nicht
gleich die Abschaffung der PKV gefordert wird, dann versucht
man doch zumindest alles zu verhindern, was bei der GKV in
diese Richtung geht.

Hmmm, ja.

Haben wir unten schon diskutiert. Ob man bei einem schwarzen
Fleck aufm Arm zum Hausarzt geht ist keine Kosten-, sondern
eine Mentalitätsfrage. Ich kenne jemanden, läuft schon seit
Jahren mit ständigen Schwindelgefühlen rum und geht trotzdem
nicht zum Arzt. Ich kenne jemanden, der hustet seit zwei
Monaten morgens fies und geht nicht zum Arzt. Genauso kenne
ich andere, die für einen Pickel am Ohr zum Arzt rennen. An
deren Verhalten wird auch eine Praxisgebühr nichts ändern.

Ich weis nicht, ob da eine Blockade im Hirn entsteht. Die 10 € sollen ja etwas bewirken. Bestimmt auch zu überlegen, ob man nun „wirklich“ Krank ist. Wenn man da aber etwas verschleppt… Sicherlich wird sich bei manchen trotz der 10 € nichts ändern.
Schließlich wird eh an dem Gesetz nichts geändert.

Gruß Thomas

Hallo Christian,

Wieviel ist
dann die Gesundheit Wert??? 10€? 100€? 1000€? Wie willst Du
Gesundheit an einem Kostenpunkt aufhängen???

Das ist Eines der grossen Fragezeichen.

Du bezahlst die zehn Euro
so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die
Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig
zu decken sein.

Der Unterschied besteht darin, dass die Bezahlung über den Beitrag höchstwahrscheinlich gehaltsabhängig erfolgen würde, kleines Einkommen - kleiner Beitrag, grösseres Einkommen - grösserer Beitrag.

Wenn die Politiker dem Volk nicht begreiflich machen können,
warum diese oder jene Entscheidung gut und richtig ist, dann
fehlen ihnen offensichtlich bestimmte Fähigkeiten.
Da das Volk (Einwurf:die Mehrheit der deutschen Bevölkerung)
aber das Pack (Einwurf: Menschen mit entsprechender Ausbildung, die einen aufreibenden und schlecht bezahlten Job ausüben und für Blöd gehalten werden) wählt, hat das Volk das offensichtlich nicht
begriffen.
Wir brauchen keine mediengeilen Schleimer und
Aussitzer, sondern Experten für Finanzen, Marketing,
Restrukturierungsmaßnahmen usw.

Wir brauchen notwendig mediengeeignete Politiker, die dem Volk in verständlichen Worten die Notwendigkeit einer Veränderung der Sozialsysteme erklärlich machen können.

Mir ist es egal, ich bin privat versichert.

Anscheinend nicht wirklich, sonst würdest Du Dich nicht so in dieser Frage engagieren.

Tja, das System der PKV funktioniert und was ist die
Schlußfolgerung des Volkes und der Politik daraus? Wenn nicht
gleich die Abschaffung der PKV gefordert wird, dann versucht
man doch zumindest alles zu verhindern, was bei der GKV in
diese Richtung geht.

Das System der PKV funktioniert derzeit, weil der Einstieg nur Besserverdienenden offen steht.

Gruß,
Christian

Gruß
karin

Ich bezog das auf Erkältungen, den vermutlich - neben den
reinen Kaffeekränzchenbesuchen - wohl den häufigsten Grund für
Arztbesuche und Krankschreibungen darstellen dürften. Bei
Erkältungen kannst Du nicht mehr machen, als die Symptome zu
bekämpfen, als da wären: Schnupfen (Kamille inhalieren und
schleimlösende Tees vs. Nasenspray und Enzympräparate),
erhöhte Temperatur (Wadenwickel vs. Paracetamol) usw.

OK, stimmt. krankmeldung ist nur für den Arbeitgeber
notwendig, da mit Fieber schlecht arbeiten ist.

Von Fieber war nicht die Rede, sondern von erhöhter Temperatur. Fieber ist was anderes und tritt bei einer Erkältung selten auf.

Wieso? Damit hast Du angefangen. Du sagst, zehn Euro sind
zuviel, ich sage, es ist eine richtige Maßnahme. Was Du
anscheinend nicht berücksichtigst: Du bezahlst die zehn Euro
so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die
Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig
zu decken sein. Der Unterschied ist nur, daß beim
Eintrittsgeld auch der Aspekt der Kostenverursachung
eine Rolle spielt. Da kommt dann ein spannendes, aber seit rd.
30 Jahren in Deutschland unbeliebtes Stichwort ins Spiel:
Eigenverantwortliches Handeln.

OK, aber warum dann 10 € im Quartal??? Und dann bei jedem Arzt
oder nur bei einem? Die Summe und die Vorstellung ist etwas
quer.

Du meinst, daß bei einem Arztbesuch, der die Kasse mindestens 30 Euro kostet, 10 Euro zu viel sind?

Als einziges sehe ich, daß alle Leute zahlen müssen, egal ob
mit Job oder Arbeitslos etc.

Wie? Wer arbeitslos ist, lebt verantwortungsfrei? Oder: Wer arbeitslos ist, hat so wenig Geld, daß er den Arztbesuch nicht bezahlen muß? Wenn Du davon ausgehst, sind wir in einer völlig anderen Diskussion, die ich hier nicht führen möchte.

Naja, mir noch nie. Was lernen wir daraus? Nichts, denn wenn
der Arzt nicht zufällig nebenan residiert, dann legt man
ohnehin eine gewisse Strecke zurück und auf dem Weg findet man
sicher einen Geldautomaten. Außerdem brauchst Du zum
Arztbesuch auch Deine Patientenkarte, warum nicht auch Geld?
Allein schon wegen der Zuzahlung in der Apotheke, sollte man
Geld dabei haben.

Ich wohne in der Mitte zwischen bank und Arzt… :frowning:

Gut, die Tatsache, daß Du zwischen Arzt und Bank wohnst und Du a) in der Umgebung nur eine Bank hast und Du nur zu einem Arzt gehst, ist natürlich Grund genug, das ganze Vorhaben zu kippen.

Wenn die Politiker dem Volk nicht begreiflich machen können,
warum diese oder jene Entscheidung gut und richtig ist, dann
fehlen ihnen offensichtlich bestimmte Fähigkeiten. Da das Volk
aber das Pack wählt, hat das Volk das offensichtlich nicht
begriffen. Wir brauchen keine mediengeilen Schleimer und
Aussitzer, sondern Experten für Finanzen, Marketing,
Restrukturierungsmaßnahmen usw. Dumm nur, daß niemand mit der
entsprechenden Ausbildung so blöd wäre, einen derart
aufreibenden und schlecht bezahlten Job zu übernehmen.

Ich denke, die Verdienen schon nicht schlecht.

Ja, das denkt jeder, der die vergleichbaren Gehälter nicht kennt und für den jeder sechststellige Betrag eine ungeheure und vor allem unsittliche Ungerechtigkeit darstellt.

Siehe oben: Irgendwo muß das Geld herkommen. Entweder für alle
bemerkbar am Tresen oder unmerklich über die nächste
Beitragserhöhung. Mir ist es egal, ich bin privat versichert.
Ich kontrolliere jede Position auf der Rechnung und am
Ende des Jahres entscheide ich , ob ich die Rechnungen
zur Kasse trage oder selbst übernehme und dafür eine fette
Rückerstattung kassiere.

Ich kann mich nicht privat Versichern. Verdiene zu wenig.
Angestellter halt. Und zurück bekomme ich auch nix!

Und deswegen muß man die erfolgreichen Konzepte der PKV ablehnen? Weil Du nicht genug verdienst und nichts zurückbekommst? Wie wäre es stattdessen, wenn jeder Mitglied der PKV werden könnte, jeder belohnt werden würde, wenn er keine Rechnungen einreicht?

Wenn schon
10 Euro, dann lieber über monatliche kosten, als wegen dummen
10 € zur bank zu rennen. oder vieleicht die macherei mit
Kredit- oder EC-Karten. Alles nur mehr Aufwand…

Du meinst meher Aufwand = mehr Klarheit? Warum nicht jedem Patienten aufzeigen, welche Kosten er gerade verursacht? Wenn jemand mit einer Erkältung zum HNO-Arzt geht und dieser die Nase, die Ohren und den Rachen kontrolliert, sowie per Ultraschall die Nebenhöhlen „durchleuchtet“ und noch ein bißchen Kleinkram macht, dann kommen da in 10 Minten mal schnell 200 Euro zusammen

Wie geschrieben, bin leider nicht Privatversichert… Das
ändert eine Menge. Habe selber mal in einem Uniklinikum
gearbeitet.

Und welche Schlußfolgerung zihst Du daraus und dem, was ich hier berichte?

ich andere, die für einen Pickel am Ohr zum Arzt rennen. An
deren Verhalten wird auch eine Praxisgebühr nichts ändern.

Ich weis nicht, ob da eine Blockade im Hirn entsteht. Die 10 €
sollen ja etwas bewirken. Bestimmt auch zu überlegen, ob man
nun „wirklich“ Krank ist. Wenn man da aber etwas
verschleppt… Sicherlich wird sich bei manchen trotz der 10 €
nichts ändern.

Die Diskussion hatten wir schon: In der PKV funktioniert ähnliches auch und mir ist nichts davon bekannt, daß PKV-Kunden häufiger Krankheiten verschleppen, nur weil sie auf irgendwelche Rückerstattungen hoffen.

Gruß,
Christian

Guten Morgen,

Du bezahlst die zehn Euro
so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die
Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig
zu decken sein.

Der Unterschied besteht darin, dass die Bezahlung über den
Beitrag höchstwahrscheinlich gehaltsabhängig erfolgen würde,
kleines Einkommen - kleiner Beitrag, grösseres Einkommen -
grösserer Beitrag.

und deswegen ist es besser, die Kosten per Gießkanne zu verteilen als beim Kostenverursacher?

Mir ist es egal, ich bin privat versichert.

Anscheinend nicht wirklich, sonst würdest Du Dich nicht so in
dieser Frage engagieren.

Im Gegensatz zur Mehrheit der Bevölkerung reiße ich meinen Schnabel nicht nur dann auf, wenn mein privates Portemonnaie betroffen ist.

Tja, das System der PKV funktioniert und was ist die
Schlußfolgerung des Volkes und der Politik daraus? Wenn nicht
gleich die Abschaffung der PKV gefordert wird, dann versucht
man doch zumindest alles zu verhindern, was bei der GKV in
diese Richtung geht.

Das System der PKV funktioniert derzeit, weil der Einstieg nur
Besserverdienenden offen steht.

Ach, sind die „Besserverdienenden“ seltener krank?

Um die Frage zu beantworten: Natürlich nicht. Der einzige Unerschied besteht darin, daß die PKV Kunden wegen Vorerkrankungen ablehnen können. Deswegen haben die GKV zum Zeitpunkt x0 ein schlechteres Risikoprofil. Das ist zugestanden.

Da aber auch „Besserverdienende“ erkranken können, müßte die Entwicklung des Risikoprofils (und damit der Kosten und damit wiederum der Beiträge) bei PKV und GKV parallel verlaufen. Das ist aber nicht der Fall und das zeigt, daß das ganze GKV-System eine auf Desinteresse, Betrug und Verschwendung aufgebaute Sauerei ist, die dieser Gesellschaft jedes Jahr Milliarden entzieht, die besser eingesetzt werden könnten.

Gruß,
Christian

Klartext
Das Gesundheitssystem ist nicht mehr zu finanzieren!
Die Menschen werden älter, die Medizin immer intensiver. Das kostet einfach verdammt viel Kohle.
Wie also willst Du die Kosten drücken?
Wenn hier im Forum das Problem der Nichtfinanzierbarkeit des Gesundheitssytems in seiner
aktuellen Erscheinung nicht einmal mehr Konsens ist, dann bleibt mir echt die Spucke weg. Habt
ihr es immer noch nicht verstanden? Wir fahren mit unserem beschissenen Besitzstandswahren voll
vor die Wand. Und hier wird wegen 10 Euro im Quartal (11 Cent am Tag) rumgeheult. Das kann ja
wohl nicht wahr sein.
Hey Leute, wenn dass so weiter geht, dann gibt es Mittelfristig ein wirklich böses erwachen. Bei
der demographischen Entwicklung hierzulande zusammen mit knapp 5 Mio Arbeitslosen müssen wir
uns wieder daran gewöhnen, dass wir nich alles in den Allerwertesten geblasen bekommen. Die
80er Jahre sind vorbei. Willkommen in der Wirklichkeit!

Gruss
Tom

Hallo,

Wenn hier im Forum das Problem der Nichtfinanzierbarkeit des
Gesundheitssytems in seiner
aktuellen Erscheinung nicht einmal mehr Konsens ist, dann
bleibt mir echt die Spucke weg.

erstaunlich, nicht wahr? Aber warum hier anders als in Berlin? Solange dort die Realitität verknotet (die Krankenkassenbeiträge in 2004 liegen bei x% !) und ignoriert wird (kein Rentner bekommt weniger, keiner zahlt mehr oder länger ein, Bevölkerungswandel wird aus ideologischen Gründen wegdiskutiert bzw. ignoriert), gehts halt mit Vollgas Richtung Wand.

Gruß,
Christian

Na ja
Hallo Christian,

eigentlich mittlerweile hier müßig, aber doch immer wieder in Erinnerung zu rufen:

Es gibt derzeit massive Einsparpotentiale, die eigentlich einfach zu nutzen sein sollten:wink:

Stichworte:
Arzneimittel-Negativliste (oder gerne auch Positivliste:wink:)
Verschwendung in Krankenhäusern (Verwaltung, Wochenendbelegung etc.)
Nicht funktionierende Selbstverwaltung von KVs und ärztlichen Standesorganisationen zu Lasten der Beitragszahler
Fehlender Wettbewerb bei den Krankenversicherungen
Lasten im Gesundheitssystem ohne Beitragszahlung
Exorbitante Bestechlichkeit zu Lasten der Beitragszahler
etc. etc.

Solange diese Punkte nicht abgearbeitet sind, diskutiere ich eigentlich nicht mehr über die allgemeine Unbezahlbarbeit eines Gesundheitssystems, die für mich noch lange nicht bewiesen. Es ist derzeit einzig bewiesen, dass wir uns keine Verschwendung und einseitige Belastung der Beitragszahler mehr leisten können, demographische und medizinische Entwicklung hin oder her.

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Es gibt derzeit massive Einsparpotentiale, die eigentlich
einfach zu nutzen sein sollten:wink:

klar, deswegen (nehme ich an) schrieb Tom ja auch vom Gesundheitssystem „in seiner aktuellen Erscheinung“.

Arzneimittel-Negativliste (oder gerne auch Positivliste:wink:)

Da werden die Ärzte über Einschränkung ihrer beruflichen Entscheidungsfreiheit jammern.

Verschwendung in Krankenhäusern (Verwaltung, Wochenendbelegung
etc.)

Da werden die Krankenhausbetreiber über Eisnchränkung usw. s.o.

Nicht funktionierende Selbstverwaltung von KVs und ärztlichen

Da werden die Krankenkassen über Einschränkung usw. s.o.

Standesorganisationen zu Lasten der Beitragszahler

usw.

Fehlender Wettbewerb bei den Krankenversicherungen

usw.

Lasten im Gesundheitssystem ohne Beitragszahlung

usw.

Exorbitante Bestechlichkeit zu Lasten der Beitragszahler

usw.

Solange diese Punkte nicht abgearbeitet sind, diskutiere ich
eigentlich nicht mehr über die allgemeine Unbezahlbarbeit
eines Gesundheitssystems,

Die Lösungen, die Du beschreibst bzw. die Tatsache, daß sie seit 30 Jahren nicht angegangen werden, bringt mich auf den Gedanken, daß das ganze systemimmanent ist und man insofern auf Gedanken kommen kann, daß man in der Tat das ganze System infrage stellen muß.

Gruß,
Christian

Hallo,
ist mir schon klar.
Häppchenweise die Belastung allein auf die AN verteilen hat den Vorteil, daß die nicht genau wissen, wann sie nun auf die Barrikaden gehen sollen. Den AG-Anteil an der SV in einem Zug komplett abschaffen, würde die Gewerkschaften auf die Straße treiben. So können die zwar auch zur Demo aufrufen, aber niemand geht hin.
cu Rainer

Hallo,
OK, belassen wir es dabei.
Schließlich bin ich ja auch so schon recht weit vom eigentlichen Thema abgekommen. :wink:

cu Rainer

Hallo Christian,

Du bezahlst die zehn Euro
so oder so und zwar über Deinen Beitrag oder eben direkt. Die
Kosten sind da und werden von den Beitragszahlern zwangsläufig
zu decken sein.

Der Unterschied besteht darin, dass die Bezahlung über den
Beitrag höchstwahrscheinlich gehaltsabhängig erfolgen würde,
kleines Einkommen - kleiner Beitrag, grösseres Einkommen -
grösserer Beitrag.

und deswegen ist es besser, die Kosten per Gießkanne zu
verteilen als beim Kostenverursacher?

„Kostenverursacher?“ - Du meinst den individuell erkrankten Menschen.

Das System der PKV funktioniert derzeit, weil der Einstieg nur
Besserverdienenden offen steht.

Ach, sind die „Besserverdienenden“ seltener krank?

Sie sind eher in der Lage, sich krankheitsfördernden Arbeitsbedingungen zu entziehen - ich denke da z.B. an Arbeit in 3-Schichtdiensten, Arbeit in körperlich belastenden Berufen, Arbeiten die mit seuchenhygienischen Kontakten behaftet sind usw…
In der PKV sind doch offensichtlich keine alten Frauen, die eine kleine Rente erhalten und an altersgemässen Erkrankungen leiden, verzeichnet - oder irre ich mich?

Da aber auch „Besserverdienende“ erkranken können, müßte die
Entwicklung des Risikoprofils (und damit der Kosten und
damit wiederum der Beiträge) bei PKV und GKV parallel
verlaufen. Das ist aber nicht der Fall und das zeigt, daß das
ganze GKV-System eine auf Desinteresse, Betrug und
Verschwendung aufgebaute Sauerei ist, die dieser Gesellschaft
jedes Jahr Milliarden entzieht, die besser eingesetzt werden
könnten.

Wenn Jeder in eine PKV eintreten könnte, würde sich das Risikoprofil sehr schnell verschieben.

Gruß,
Christian

Gruß
karin

Hallo,

und deswegen ist es besser, die Kosten per Gießkanne zu
verteilen als beim Kostenverursacher?

„Kostenverursacher?“ - Du meinst den individuell erkrankten
Menschen.

genau. Nun lassen wir doch mal die Kirche im Dorf: Die zehn Euro machen den Kohl nicht fett. Jeder Mensch zahl monatlich mehr als 100 Euro in die Krankenversicherung ein, eifnach so, ohne unbedingt die Leistung zwangsläufig in Anspruch zu nehmen–> Solidarprinzip. Dieses soll ja auch erhalten bleiben. Aber: Eine Erkrankung oder eine Verletzung muß so oder so behandelt werden, d.h. die Kosten entstehen und werden sozialisiert. Das einzige, was ein Mensch im Griff hat, was er ansatzweise kontrollieren kann, sind seine Arztbesuche.

Wenn er nicht wirklich krank ist, ist es ja wohl eine Selbstverständlichkeit, für einen Arztbesuch etwas abzudrücken. Wenn ein Mensch aber ernstlich krank ist, entstehen Kosten, von denen Du Dir wahrscheinlich gar kein Bild machst. Daß da der Patient einen Beitrag leistet, halte ich für absolut selbstverständlich.

Das System der PKV funktioniert derzeit, weil der Einstieg nur
Besserverdienenden offen steht.

Ach, sind die „Besserverdienenden“ seltener krank?

Sie sind eher in der Lage, sich krankheitsfördernden
Arbeitsbedingungen zu entziehen - ich denke da z.B. an Arbeit
in 3-Schichtdiensten, Arbeit in körperlich belastenden
Berufen, Arbeiten die mit seuchenhygienischen Kontakten
behaftet sind usw…

Und deswegen sterben auch so viele Bergarbeiter und Krankenschwestern an Herzinfarkt. Mal abgesehen davon: Ich möchte mal wetten, daß die gesundheitliche Kontrolle und das hygienische Verhalten in Risikoberufen ganz anders ist, als in angeblich risikolosen.

Wenn ich mir überlege, wie viele Leute hier der Reihe nach angesteckt werden, wenn jemand mit Erkältung oder Grippe arbeitet, bei wievielen Leuten schwere Erkrankungen erst spät festgestellt werden, weil keiner damit gerechnet hat usw.

Ohne statistische Belege glaube ich an Deinen Einwand nicht.

In der PKV sind doch offensichtlich keine alten Frauen, die
eine kleine Rente erhalten und an altersgemässen Erkrankungen
leiden, verzeichnet - oder irre ich mich?

Keine Ahnung, aber alle, die jetzt in der PKV sind, werden mal alt werden. (siehe unen)

Da aber auch „Besserverdienende“ erkranken können, müßte die
Entwicklung des Risikoprofils (und damit der Kosten und
damit wiederum der Beiträge) bei PKV und GKV parallel
verlaufen. Das ist aber nicht der Fall und das zeigt, daß das
ganze GKV-System eine auf Desinteresse, Betrug und
Verschwendung aufgebaute Sauerei ist, die dieser Gesellschaft
jedes Jahr Milliarden entzieht, die besser eingesetzt werden
könnten.

Wenn Jeder in eine PKV eintreten könnte, würde sich das
Risikoprofil sehr schnell verschieben.

Ja, einmalig. Nochmal: Die Beitragsentwicklung betrachtet von einem Zeitpunkt x müßte in beiden Systemen parallel verlaufen, wenn sie gleich effizient arbeiten würden. Offensichtlich tun sie das nicht.

Wenn Dir meine nicht passen: Was sind Deine Lösungsvorschläge?

Gruß,
Christian